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Wie betrachtet die Soziologie Kriege?

Am Beispiel des Ukrainekriegs und der Systemtheorie von Niklas Luhmann

Title: Wie betrachtet die Soziologie Kriege?

Term Paper , 2024 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - War and Peace, Military
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Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, Gründe und Perspektiven des gegenwärtigen Ukrainekriegs aus soziologischer Perspektive zu erläutern und abschließend die Frage zu beantworten, ob die Soziologie den Ukrainekrieg, ihren eigenen Ansprüchen entsprechend, betrachten kann.
In dieser Arbeit werden vor allem einzelne Perspektiven zum Thema Krieg und Soziologie erläutert und zusammengefasst, zudem wird ein Hauptaugenmerk auf Luhmanns Systemtheorie und ein weiterer auf empirische Ergebnisse der Kriegsforschung gelegt. Anschließend werden die Perspektiven und Ergebnisse auf den gegenwärtigen Ukrainekrieg angewendet.

Die soziologische Betrachtung von Kriegen ist ein Feld in der Soziologie, das bis heute kaum bis gar nicht beleuchtet ist. Es gibt in der Regel keine Abhandlungen zum Krieg von den klassischen und gegenwärtigen soziologischen Autoren. Ein Standardwerk gibt es nicht. Dennoch wird man bei einer Suche durch die sozialwissenschaftliche Literatur stellenweise immer wieder fündig und wird, ähnlich wie bei einem Puzzlespiel, mit Einzelbeobachtungen konfrontiert, die es einem möglich machen, sie am Ende der Literaturrecherche zu kombinieren, um einen Blick auf aktuelle Kriege wagen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SOZIOLOGIE UND KRIEG

2.1 LUHMANN

2.2 EMPIRISCHE ERGEBNISSE

3 DER UKRAINEKRIEG AUS EMPIRISCHER PERSPEKTIVE

4 DER UKRAINEKRIEG GESEHEN MITTELS DER LUHMANNSCHEN SYSTEMTHEORIE

5 AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Kriege aus einer soziologischen Perspektive, wobei sie insbesondere die Systemtheorie von Niklas Luhmann heranzieht, um den Ukrainekrieg analytisch zu durchdringen. Ziel ist es, die soziologische Betrachtung von Kriegen zu schärfen und zu hinterfragen, wie ein solches Phänomen soziologisch erfasst werden kann, wenn klassische Ansätze hierfür oft keine adäquaten Konzepte bieten.

  • Soziologische Grundlagen und Definitionen von Krieg
  • Anwendung der Luhmannschen Systemtheorie auf Konflikte
  • Empirische Faktoren und statistische Risiken der Kriegsentstehung
  • Analyse des Ukrainekriegs aus systemtheoretischer Sicht
  • Reflektion über Möglichkeiten der Konfliktlösung und -regelung

Auszug aus dem Buch

Der Ukrainekrieg gesehen mittels der Luhmannschen Systemtheorie

Zuerst einmal muss man klären, ob es sich beim Ukrainekrieg um einen Konflikt handelt. Da offensichtlich eine zweier Gegnerschaft der ukrainischen mit der russischen Nation vorliegt, ist davon ausgehen dass es sich um einen Konflikt handelt. Der Konflikt ist zudem autopoietisch, was bedeutet, dass er sich selbst reproduziert oder genauer gesagt, dass Erwartungen infolge des Kriegs Bedingungen ihrer eigenen Erfüllung sind. Denn seit dem 24.02.2022 existiert der Konflikt in zunehmender Härte. Bedingungen für die Autopoieses des Krieges sind Angst, Hass und Gewalt, die dazu führen das der Krieg parasitär, exponentiell, planerisch und funktionell verläuft. Der Ukrainekrieg ist sicherlich parasitär, denn er erfordert dauernd mehr Ressourcen, ohne etwas anderes als Leid produzieren zu können. Damit ist er quasi eine Schuld an und für sich, wenn man Schulden so versteht, dass Zinsen gezahlt werden müssen ohne das etwas produziert wird. Auch gegenüber der Kommunikation verhält er sich parasitär und ordnet sie sich unter, was sicherlich auch auf den Ukrainekrieg zutrifft, bei dem man schwer zwischen Propaganda und Wahrheit unterscheiden kann (auch wenn es da qualitative Unterschiede zwischen Russland und dem Westen gibt). Der Ukraine Krieg kann zudem als exponentiell gelesen werden, denn er hat viele gewaltausschließenden und beschränkende Strukturen eliminiert, wie die Diplomatie beispielsweise. Exponentiell ist er sicherlich aus deshalb, da sich der Krieg mit jeder Eskalation weiter ausdifferenziert und es zu gesellschaftlichen Aufstiegen und Zuschreibungen kommt, die sonst nicht möglich gewesen wären, wobei ein Beispiel die russischen Gefängnisinsassen gelten könnten, die nach ihrem Dienst in der Armee auf freien Fuß gelangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die soziologische Forschungslücke zum Thema Krieg und Darstellung des Ziels, den Ukrainekrieg durch die Brille der Luhmannschen Systemtheorie zu betrachten.

2 SOZIOLOGIE UND KRIEG: Auseinandersetzung mit der soziologischen Defizit-Debatte zum Thema Krieg, ergänzt durch diverse Definitionen und Ansätze klassischer sowie moderner Denker.

2.1 LUHMANN: Detaillierte Darstellung der systemtheoretischen Perspektiven Luhmanns auf Konflikte als parasitäre, autopoietische Systeme.

2.2 EMPIRISCHE ERGEBNISSE: Zusammenstellung statistischer Faktoren und Bedingungen, die die Wahrscheinlichkeit für das Ausbrechen oder Beenden von Kriegen erhöhen oder senken.

3 DER UKRAINEKRIEG AUS EMPIRISCHER PERSPEKTIVE: Analyse des Ukrainekriegs unter Anwendung der zuvor erarbeiteten empirischen Parameter und Darstellung der aktuellen politischen sowie gesellschaftlichen Gemengelage.

4 DER UKRAINEKRIEG GESEHEN MITTELS DER LUHMANNSCHEN SYSTEMTHEORIE: Systemtheoretische Deutung des spezifischen Kriegsverlaufs, geprägt durch Eskalation, Parasitarität und eine sich selbst verstärkende Kommunikation.

5 AUSBLICK: Reflexion über die Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung und eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Soziologie als Beobachterin solcher Ereignisse.

Schlüsselwörter

Soziologie, Ukrainekrieg, Luhmann, Systemtheorie, Krieg, Konflikt, Autopoiesis, Gewalt, Kommunikation, Staatszerfall, politische Soziologie, Sozialwissenschaften, Gewaltspirale, Kriegsdefinition, Friedensforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse von Kriegen, wobei der Ukrainekrieg als Fallbeispiel dient, um die Anwendbarkeit soziologischer Theorien, insbesondere der Systemtheorie nach Niklas Luhmann, zu prüfen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Krieg und Frieden, die systemtheoretische Beschreibung von Konflikten als soziale Systeme, empirische Kriegsforschung sowie die spezifische Analyse des aktuellen Ukrainekonflikts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziologische Konzepte – speziell Luhmanns Fokus auf Kommunikation und Autopoiesis – dazu beitragen können, das komplexe, oft als "parasitär" beschriebene Phänomen des Krieges besser zu durchdringen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die Literatur- und Diskursanalyse mit der Anwendung systemtheoretischer Grundkonzepte auf empirisch beobachtbare Ereignisse im Rahmen des Ukrainekriegs verknüpft.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Luhmanns Systemtheorie, eine empirische Herleitung von Kriegsfaktoren und die konkrete Anwendung dieser Modelle auf den Ukrainekrieg.

Wodurch zeichnet sich die Arbeit aus?

Die Arbeit zeichnet sich durch den Versuch aus, eine theoretisch anspruchsvolle soziologische Perspektive auf ein hochaktuelles, emotional aufgeladenes Ereignis anzuwenden, ohne in normative Wertungen zu verfallen.

Wie definiert Luhmann den Konflikt laut dieser Arbeit?

Luhmann betrachtet Konflikte als soziale Systeme, die sich durch Kommunikation reproduzieren. Ein Konflikt entsteht, wenn eine Kommunikation einer Erwartung widerspricht, und er besitzt eine Tendenz zur parasitären Selbsterhaltung.

Warum wird der Krieg in der Arbeit als "parasitär" bezeichnet?

In der systemtheoretischen Lesart bedeutet "parasitär", dass der Krieg Ressourcen aus seiner Umwelt (Wirtschaft, Familie, Staat) aufsaugt, um seine eigene Eskalation und Kommunikation voranzutreiben, ohne jedoch einen gesellschaftlichen Mehrwert im Sinne einer stabilen Ordnung zu erzeugen.

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Details

Title
Wie betrachtet die Soziologie Kriege?
Subtitle
Am Beispiel des Ukrainekriegs und der Systemtheorie von Niklas Luhmann
College
University of Hamburg  (WiSo)
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2024
Pages
25
Catalog Number
V1514836
ISBN (PDF)
9783389082836
ISBN (Book)
9783389082843
Language
German
Tags
Krieg Soziologie Luhmann Ukraine Russland Konflikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2024, Wie betrachtet die Soziologie Kriege?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1514836
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