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Pädagogische Strategien zum Umgang mit Pornografie in stationären Jugendhilfeeinrichtungen. Chancen und Schwierigkeiten

Title: Pädagogische Strategien zum Umgang mit Pornografie in stationären Jugendhilfeeinrichtungen. Chancen und Schwierigkeiten

Seminar Paper , 2021 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Pia Veit-Hombergen (Author)

Social Work - Child and Youth Welfare
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Im Rahmen dieser Hausarbeit wird der Frage nachgegangen, welche Handlungsstrategien sich innerhalb stationärer Einrichtungen der Jugendhilfe eignen, um mit den Herausforderungen der Pornifizierung des Alltags von Kindern und Jugendlichen umzugehen.

In Kapitel 1 wird eine Eingrenzung dessen vorgenommen, was derzeit unter Pornografie verstanden wird. In Kapitel 2 werden die Sozialisationsbedingungen von Jugendlichen umrissen, die sowohl mit (problematischem) Pornokonsum, als auch mit zentralen Aspekten der Entwicklung in der Jugendphase assoziiert sind: Das Sammeln eigener sexueller Erfahrungen und die Konstruktion von Geschlechterrollen, Umgang mit Gewalt und insbesondere sexualisierte Gewalt, sowie der Entwicklung von Verhaltenssüchten. Pädagogische Strategien der stationären Jugendhilfe, die Schlüsselkompetenzen im Umgang mit Pornografie darstellen, sowie den Schutz der Jugendlichen gewähren, werden in Kapitel 3 beschrieben. Abschließend sollen in Kapitel 4 die Schlussbetrachtungen folgen, sowie der Ausblick auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Pornografie ist heute so enttabuisiert und etabliert wie nie zuvor. Beigetragen dazu haben ein gesellschaftlicher Sexualisierungstrend und der mediale Wandel. Kennzeichnend hierfür ist die zunehmende gegenseitige Einflussnahme von Medien, Kultur bzw. Subkulturen (z.B. Rap), Sprache, Mode, Werbung, etc. und pornografischen Elementen. Sexualität dringt damit in immer weitere Bereiche des Lebens ein, verschiebt tradierte, gesellschaftlich konstruierte Grenzen dessen, was in der Öffentlichkeit gezeigt oder gesagt werden darf. Dieser Prozess wird als Pornifizierung der Gesellschaft bezeichnet und nimmt seit ca. 20 Jahren stetig zu.

Heute ist es kaum möglich, Kinder und Jugendliche von pornografischen Inhalten fernhalten zu wollen. Das Aufwachsen in einer sexualisierten und mediatisierten Welt bedeutet, auf unterschiedliche Art mit Pornografie und Sexualität im Alltag konfrontiert zu werden und damit umgehen lernen. Hinsichtlich der Beeinflussung und Wirkung von Jugendlichen durch Pornografie wird die Entwicklung der popkulturellen und medialen Verflechtung mit sexualisierten Inhalten kritisch betrachtet und auf ihr Potenzial untersucht, sich auf die sexuelle Identitätsentwicklung auszuwirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Von der Pornifzierung unserer Gesellschaft

2. Von der Sozialisation in einer pornifizierten Gesellschaft

2.1. Eigene sexuelle Erfahrungen und Rollenbilder

2.2. Gewalt und digitale sexualisierte Gewalt

2.3. Entwicklung von Verhaltenssüchten

3. Pädagogische Strategien zum Umgang mit Pornografie

3.1. Sexualpädagogische Konzepte

3.2. Medienkompetenzen

3.3. Schutzkonzepte und -aspekte

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen des gesellschaftlichen Trends zur Pornifizierung auf Kinder und Jugendliche. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, welche pädagogischen Handlungsstrategien innerhalb stationärer Jugendhilfeeinrichtungen notwendig und wirksam sind, um den Herausforderungen dieses digitalen Wandels professionell zu begegnen und die Jugendlichen zu schützen.

  • Sozialisation in einer zunehmend pornifizierten digitalen Medienwelt
  • Einfluss von Pornografie auf Identitätsentwicklung und Geschlechterrollen
  • Risiken digitaler sexualisierter Gewalt und Verhaltenssüchte
  • Entwicklung moderner sexualpädagogischer Konzepte in der Heimerziehung
  • Stärkung von Medienkompetenz und präventiven Schutzkonzepten

Auszug aus dem Buch

1. Von der Pornifizierung unserer Gesellschaft

Erste pornografische Darstellungen von nackten Körpern oder Sexualpraktiken wurden bereits in Höhlen gefunden und existieren folglich seit Menschen sich künstlerisch ausdrücken. Ob diese ersten Funde jedoch wirklich der sexuellen Erregung dienten oder andere Funktionen hatten, darüber sind sich Wissenschaftler uneinig. Mit Einführung eines jeden neuen Mediums fand auch Pornografie eine Ausdrucksform. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts standen lediglich bildliche Darstellungen (Zeitschriften) sowie literarische Werke zu Verfügung, die nur einer geringen Zahl Erwachsener zugänglich war. Eine erste Hochphase und Verschiebung von Privatheit zu Öffentlichkeit gab es in den 70er Jahren als Pornografie in Sexkinos gezeigt wurde. Zur Etablierung trug weiterhin die Legalisierung für Erwachsene §184 StGB, sowie die Frauen- und Schwulenbewegung bei. Das Fernsehen und VHS Kassetten machten Rahmenhandlungen immer überflüssiger und heute beinhalten Pornos zumeist hintereinander geschnittene, explizite Szenen in kurzen Clips, sogenannte „Gonzo-Style“ Pornos, die sich leicht zwischendurch konsumieren lassen, dank der Einführung von Smartphones und überall verfügbarem Internet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Trend der Pornifizierung und definiert das Forschungsziel, praxisnahe Handlungsstrategien für die stationäre Jugendhilfe zu identifizieren.

1. Von der Pornifizierung unserer Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung von der Nischenerscheinung hin zur allgegenwärtigen Verfügbarkeit pornografischer Inhalte durch neue Medientechnologien.

2. Von der Sozialisation in einer pornifizierten Gesellschaft: Hier werden die Auswirkungen auf die Entwicklung von Jugendlichen betrachtet, insbesondere in Bezug auf Sexualerfahrungen, Gewaltwahrnehmung und mögliche Suchtentwicklungen.

3. Pädagogische Strategien zum Umgang mit Pornografie: Dieser Abschnitt beschreibt professionelle Ansätze der Sexual- und Medienpädagogik sowie die Notwendigkeit robuster Schutzkonzepte in Jugendhilfeeinrichtungen.

4. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Notwendigkeit interdisziplinärer Ansätze zusammen und fordert eine transparentere sexuelle Leitkultur in der stationären Jugendhilfe.

Schlüsselwörter

Pornografie, Pornifizierung, Jugendhilfe, Sexualpädagogik, Medienkompetenz, Sozialisation, Jugendschutz, Sexualisierte Gewalt, Digitale Medien, Identitätsentwicklung, Geschlechterrollen, Pädagogische Strategien, Verhaltenssüchte, Stationäre Einrichtung, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen durch die zunehmende Pornifizierung und deren Auswirkungen auf die psychosexuelle Entwicklung von jungen Menschen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit thematisiert soziale Einflüsse, die Rolle der Peergroup, die Nutzung digitaler Medien, Auswirkungen von Pornokonsum auf das Beziehungsleben und notwendige professionelle pädagogische Antworten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den pädagogischen Fachkräften in der stationären Jugendhilfe fundierte Bewältigungsstrategien an die Hand zu geben, um Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen und vor den Risiken sexualisierter Gewalt zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um einen praxisorientierten Bericht, der auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung multidisziplinärer wissenschaftlicher Erkenntnisse basiert.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Sozialisationsbedingungen in einer pornifizierten Welt sowie der anschließenden Darstellung spezifischer Strategien wie sexualpädagogischer Konzepte und Medienbildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Schlagworte sind Pornifizierung der Gesellschaft, stationäre Jugendhilfe, Medienkompetenz, Sexualpädagogik und Gewaltschutzkonzepte.

Wie definiert die Autorin den Begriff der Pornografie rechtlich?

Die Autorin stützt sich dabei auf die Definition des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2014, die Pornografie als Vermittlung sexueller Inhalte beschreibt, die ausschließlich oder überwiegend auf Erregung abzielen und gesellschaftliche Grenzen des Anstandes überschreiten.

Warum ist das Thema für stationäre Einrichtungen besonders relevant?

Stationäre Einrichtungen fungieren als zentraler Lebensort für junge Menschen, die oft bereits traumatisierte Biografien mitbringen und daher einem erhöhten Risiko für Gewaltkonfrontationen und Grenzverletzungen unterliegen.

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Details

Title
Pädagogische Strategien zum Umgang mit Pornografie in stationären Jugendhilfeeinrichtungen. Chancen und Schwierigkeiten
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter  (Handel & Soziale Arbeit)
Course
M.24 Projektstudium
Grade
1,3
Author
Pia Veit-Hombergen (Author)
Publication Year
2021
Pages
19
Catalog Number
V1515171
ISBN (eBook)
9783389086254
ISBN (Book)
9783389086261
Language
German
Tags
pädagogische strategien umgang pornografie jugendhilfeeinrichtungen chancen schwierigkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia Veit-Hombergen (Author), 2021, Pädagogische Strategien zum Umgang mit Pornografie in stationären Jugendhilfeeinrichtungen. Chancen und Schwierigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1515171
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