Kurze Zusammenfassung der rumänischen Geschichte bis 1989

Formen des Widerstandes unter dem kommunistischen Regime


Seminararbeit, 2009
17 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemein

3 Zur Geschichte Rumäniens: Vorgeschichte
3.1 Mittelalter
3.2 Türkische Herrschaft
3.3 Die Unabhängigkeit Rumäniens
3.4 Rumänien im ersten Weltkrieg
3.5 Der Zweite Weltkrieg
3.6 Nicolae Ceauşescu
3.7 Die Rumänische Revolution

4 Formen des Widerstands unter dem kommunistischen Regime
4.1 Kultureller Widerstand im Inland
4.1.1 Mircea Dinescu, Rebell vom Dienst
4.1.2 Anna Blandiana
4.2 Bergarbeiterstreik im August 1977 im Schilltal
4.3 Regimekritik aus dem Ausland
4.3.1 freies Europa
4.3.2 Monica Lovinescu

5 Fazit

6 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer kurzen Zusammenfassung der rumänischen Geschichte von der Vorgeschichte bis zur Revolution 1989. Die Arbeit möchte auch einen kurzen Überblick über den Verlauf der Revolution von 1989 geben. Weiterhin will die Aufzeichnung einige und nicht alle Dissidenten und Widerstandsformen unter dem kommunistischen Regime vorstellen. Die Darstellung der rumänischen Geschichte und die Revolution sowie die Widerstandsformen in einer Seminararbeit auf nicht mehr als 20 Seiten begrenzter Arbeit ist gewiss keine Aufgabe für Perfektionisten. Der Verfasser musste sich in der gesamten Arbeit mit skizzenhaften Andeutungen begnügen, wo ausführliche Analysen und eingehende Begründungen am Platze wären. Es ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass diese Darstellung nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Arbeit sollte die Sensibilisierung der Leser für die Rumänische Geschichte erwecken. Würde sich ein Leser noch mehr Informationen über irgendeinen Punkt in der Arbeit wünschen, so ist er darum gebeten, sich der Literaturnachweis zu widmen.

Zuerst wird ein allgemeiner Überblick über die geographische Lage Rumäniens gegeben. Dieser sollte als Hilfe für die geschichtliche Orientierung verstanden werden. Weiter geht es mit der kurzen Zusammenfassung der rumänischen Geschichte von Vorgeschichte über das Mittelalter, türkische Herrschaft, die Unabhängigkeitsrumäniens… bis die rumänische Revolution 1989. Als nächster Punkt werden die Formen des Widerstands unter dem kommunistischen Regime dargestellt. Abschließend folgt eine Zusammenfassung der Arbeit.

Es muss an dieser Stelle nochmal darauf hingewiesen werden, dass über die Geschichte Rumäniens, die Revolution und die Widerstandsformen zahlreiche Bücher geschrieben und viele Filme gedreht wurden. Allein die angegeben Bücher im Literaturnachweis machen zusammen mehr als 1000 Seiten zusammen. Was heißen soll, dass die in dieser Arbeit behandelten Punkten auf ca. 20 Seiten zu bringen, fast unmöglich war.

2 Allgemein

Rumänien besitzt eine überaus facettenreiche Landschaft. Dort leben „in seiner Gegenwart unterschiedlichste Traditionen und verbindet wichtige Stränge europäischer Geschichte in der Kontaktzone des Westens mit dem Osten“ (Scharr2008:11-12). Wenn man die Natur im Allgemeinen und die Kulturlandschaft, die von den Menschen geformt wurde, verstehen will, dann sollte man sie in ihren Teilen wie auch im jeweiligen Zusammenwirken dieser begreifen (Scharr2008:15). Die naturräumlichen Voraussetzungen haben zum großem Teil die Kulturlandschaften wie auch die Entwicklung der historischen Regionen mitbestimmt (Scharr2008:15). Ein Beispiel hierfür wäre der Karpatenbogen. Er umschließt Siebenbürgen (Transilvania), eine Mittelgebirgslandschaft, geprägt durch Ungarn, Rumänen und Deutsche. Er förderte die Gestalt Siebenbürgens als Territorialherrschaft (Völkl1995:11). Rumänien liegt im Südosteuropa und hat eine Landesfläche von 237.00 km², davon 230.340 km² Land und 7.160 km² Wasser. Es erstreckt sich, um den Karpatenbogen, im Nordwesten bis zur ungarischen Tiefebene. 443 km verbinden Ungarn mit Rumänien. Im Südosten bricht das Schwarzmeer das Rumänische Festland ab. Die Küstenlänge beträgt ca. 225km. Im Süden zur Donau treffen sich die Rumänischen Grenzen mit dem Bulgarischen und bilden eine Grenzlänge von ca. 608 km. Der Südwesten bildet eine 476 km Grenzlänge mit Serbien und Montenegro. Im Norden befinden sich die ukrainischen Grenzen mit Rumänien und haben ca. 531 km. Die höchste Erhebung befindet sich in Moldoveanu mit 2.544 m.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(http://www.lexas.net/laender/europa/rumaenien/geographie.asp).

3 Zur Geschichte Rumäniens: Vorgeschichte

Von Rumänien als Land kann erst nach 1862 gesprochen werden. Denn die Vereinigung der beiden Donaufürstentümer Moldau und Walachei erfolgte in diesem Jahr. Die rumänische Geschichte kann nur mit dem Geopolitischen Kontext verstanden werden (Werndl 2007:61). Vor 1862 kann man von den Gebieten, die von Rumänien bewohnt waren, reden. „Der längste Abschnitt der rumänischen Geschichte ist jedoch gekennzeichnet durch Fremdherrschaft wechselnder, gegeneinander rivalisierender und sich gegenseitig bekämpfender Mächte und Herrscher“ (Huber 1973:2). Die Historiker bemühen sich darum, dass das Geschichtsbewusstsein bis auf die Daker zurückzuführen ist. Neben den Dakern haben auch die Geten um das fünfte Jahrhundert das Gebiet des heutigen Rumäniens besiedelt. Die Daker gehörten zu dem thrakischen Stamm. Sie konnten im ersten vorchristlichen Jahrhundert „ das gesamte Gebiet an der mittleren und unteren Donau unter ihre Herrschaft“ bringen (Werndl 2007:62). Doch die keltischen Boier haben die Daker zurückgeschlagen. Die Daker und Geten, die als die älteste ethnisch, klar, einzuordnenden Bewohner des heutigen Rumänien gelten, lebten unter der Herrschaft des Königs Borabista 60-44 vor Christus. Nach seinem Tod 44 v. Chr. löste sich das dakische Königreich und es entstanden Teilstaate (Werndl 2007:62). Erst im Jahr 87-106 n. Chr. wurden die Daker von dem König Decebal wieder vereint (Werndl 2007:62). Im ersten nachchristlichen Jahrhundert konnten die Römer ihre Herrschaft in Therkien und Moesien nach einem Dakerkrieg (101-102 und 105-106 n. Chr.) unter der Führung Kaiser Traian festigen. „Die römische Verwaltung unter Traian sicherte das Land bzw. den Besitz der eroberten Gebiete durch ein dichtes Netz neuer Garnisonen an den wichtigsten strategischen Punkten (Huber 1973:11). Somit verschwand das rudimentäre Staatsgebilde der Daker. Die Daker passten sich der römischen Zivilisation an und übernahmen die lateinische Umgangssprache (Völkl 1995:12). Es kann gesagt werden, dass die dakische Gesellschaft und ihre Kultur verfielen einem allmählichen Rominiesierungsprozess. Die römische Herrschaft dauerte bis 271 n. Chr. an (Werndl 2007:62). In den folgenden Jahrhunderten wurde das heutige Rumänien von mehreren Völkerwellen überzogen. Im dritten Jahrhundert von den Gotten, im vierten und fünften Jahrhundert von den Hunnen, ihnen folgten die Gepieden, im siebten Jahrhundert ließen sich Slaven nieder, dann im achten Jahrhundert brachen Türk tatarische Reiternomaden ein. Im sechsten und achten Jahrhundert Awaren. Gegen Ende des neunten Jahrhunderts erschienen neue Nomadenstämme, die Magyaren, die sich in der Pannonischenebene niederließen, von wo sie Einfälle nach Mittel- und Westeuropa und nach Transsilvanien unternahmen. Die aus dem Osten kommenden Petschengen im 11. Jahrhundert, dann Kumanen 11-13. Jahrhundert herrschen zeitweilig über rumänischen Territorien (Candea 1977:23).

3.1 Mittelalter

Erst im vierten Jahrhundert entstanden südlich und östlich des Karpatenkammes, geschützt in den Bergen, die beiden rumänischen Staatswesen Walachei und Moldau (Werndl 2007:63). Vor dem 14. Jahrhundert konnte kein Staatswesen trotz des Abschlusses der rumänischen Ethnogenese gebildet werden, weil es die Nachbarschaft mächtiger Feudalreiche verhindert hat. Weiterhin hat das byzantische Imperium, das zweite Reich der Bulgaren im Süden und das Ungarische Reich im Westen die rumänische Staatsbildung verzögert (Huber 1973:23). „Die militärische Stärke des walachischen Staates hat sich Geltung verschafft und dem Beweis erbracht, dass die Walachei imstande ist, sich der ungarischen Souveränität zu befreien und eine neue Epoche der freien Entwicklung für die Rumänen zwischen Karpaten und Donau einzuleiten. Drei Jahrzehnte später (1359) kündigen die Moldauer Rumänen, die sich an den Pässen der Ostkarpaten bereits zu einem Wojewodat mit bedeutender strategischer Rolle gegen die Dataren konstituiert hatten, ihre Beziehungen zur Magyrischen Krone und nehmen die Führung des rumänischen Wojewoden Bogdan aus der Maramureş an, wo er früher notorisch untreu gegenüber dem König Ludwig I. erklärt wurden, die selbständige Moldau hatte damit zu bestehen begonnen“ (Candea 1977:26). Sie entzogen sich der ungarischen Oberhoheit und dehnten sich in die Donauebene sowie nach Osten bis zum Bessarabien aus. Einer von den Herrschern Walachei ist Basarab I. Die Residenz der walachischen Herrscher lag zuerst in den Bergen, in Curtiade Arges, dann in Tirgoviste, im fünften Jahrhundert wurden die Hauptstadt in die Ebene hinaus nach Bukarest verlagert (Völkl 1995:14).

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Details

Titel
Kurze Zusammenfassung der rumänischen Geschichte bis 1989
Untertitel
Formen des Widerstandes unter dem kommunistischen Regime
Hochschule
Universität Leipzig
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V151565
ISBN (eBook)
9783640632411
ISBN (Buch)
9783640632862
Dateigröße
551 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kurze, Zusammenfassung, Geschichte, Formen, Widerstandes, Regime
Arbeit zitieren
Soudki Elwan (Autor), 2009, Kurze Zusammenfassung der rumänischen Geschichte bis 1989, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151565

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