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Techniken des seriellen Erzählens in Schillers "Der Geisterseher"

Titel: Techniken des seriellen Erzählens in Schillers "Der Geisterseher"

Hausarbeit , 2020 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Friedrich Schillers "Der Geisterseher" - ein fragmentarisches Werk, das erstmals 1787 veröffentlicht wurde - faszinierte das Publikum durch eine raffinierte Erzählstrategie: Immer dann, wenn die Handlung auf eine Lösung des Mysteriums zusteuert, bricht die Erzählung ab und lässt die Leser mit offenen Fragen zurück. Dieses geschickte Spiel mit Unterbrechungen und dem gezielten Spannungsaufbau fesselt die Leser und weckt in ihnen das Bedürfnis, die Handlung weiter zu verfolgen. Diese Arbeit beleuchtet diese und andere strukturelle und inhaltliche Techniken, die Schiller in "Der Geisterseher" einsetzt, um Leserbindung und Spannung zu erzeugen. Die Arbeit behandelt dabei auch die Publikationsform, -geschichte sowie die Rezeptionsgeschichte des Werkes, die einen zentralen Konflikt der Literaturwissenschaft zwischen Trivial- und Hochliteratur abbildet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung von Schillers Der Geisterseher

2.1 Publikationsgeschichte und -modus

2.2 Publikationsort

3. Serielles Erzählen

3.1 Die Serie

3.2 Das Prinzip der Mehrteiligkeit

3.3 Strategien der Leserbindung

4. Strukturanalyse von Schillers Der Geisterseher

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Mittel der Leserbindung in Schillers Novelle "Der Geisterseher" und analysiert, wie durch serielle Erzähltechniken, Erzählunterbrechungen und atmosphärische Spannungsaufbau das Publikum an das Werk gebunden wurde.

  • Publikationshistorische Kontextualisierung von Schillers "Der Geisterseher"
  • Grundlagen des seriellen Erzählens und der Mehrteiligkeit
  • Strukturanalyse von Spannungs- und Leserbindungstechniken
  • Die Rolle von Erzählerinstanzen und Chronologiebrüchen
  • Interaktion zwischen Leser, Literaturkritik und Geheimbund-Thematik

Auszug aus dem Buch

4. Strukturanalyse von Schillers Der Geisterseher

Strukturanalysen kommen nicht umhin auch den Inhalt eines Textes zu thematisieren und zu untersuchen. Besonders beim Geisterseher spielen Motive und Stoffe, z.B. der Schauerliteratur, der Griechin, u.v.m., in Verbindung mit variablen Erzähltechniken eine große Rolle. Dies soll am Einstieg der Erzählung, bei dem sich mythische Elemente häufen, bis zur ersten Erzählunterbrechung illustriert werden. Eine tiefergehende Untersuchung würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit jedoch überschreiten.

Die Handlung der Fortsetzungsgeschichte beginnt durch einen unmittelbaren Einstieg, der mittels kompakter Ereignisreihung einer „Kette wunderbarer Begebenheiten“ schnell und effektiv Spannung evozieren soll. Im Gegensatz dazu ist dem direkten Handlungseinstieg der 4. Buchausgabe eine Erzählpassage mit Authentizitätsbekundungen und einleitenden Erklärungen des Erzählers vorangestellt, der so seine Erzählansprüche bekundet. Diese Voranstellung bekräftigt – wie es die spätere Analyse zeigen wird – die Intention des heterodiegetischen Erzählers, seine Geschichte ähnlich eines personalen Berichts oder einer Biografie des Prinzen anmuten zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Rezeption von Schillers Werk und definiert die Forschungsfrage, welche erzählstrategischen Mittel insbesondere zur Leserbindung eingesetzt werden.

2. Einordnung von Schillers Der Geisterseher: Dieses Kapitel verortet das Werk im Kontext der Aufklärung und Romantik und erläutert die Entstehung der Novelle als Fortsetzungsgeschichte sowie deren Publikationskontext.

2.1 Publikationsgeschichte und -modus: Hier wird der Prozess der Veröffentlichung in der Zeitschrift "Thalia" und die Motivation Schillers, auf Leserbedürfnisse und ökonomische Interessen zu reagieren, analysiert.

2.2 Publikationsort: Das Kapitel vergleicht verschiedene publizistische Formate wie Zeitschriften und Feuilletonromane und diskutiert Schillers Einfluss auf die Reichweite und Wahrnehmung des Textes.

3. Serielles Erzählen: Der Abschnitt führt theoretische Grundlagen der seriellen Narration ein, von der Antike bis hin zu modernen Modellen der seriellen Produktion und Leserbindung.

3.1 Die Serie: Hier werden die generellen Funktionen von Serien als kommerzielle und narrative Einheiten definiert, die das Ziel verfolgen, Publikum langfristig zu binden.

3.2 Das Prinzip der Mehrteiligkeit: Das Kapitel behandelt die notwendige Bedingung der Mehrteiligkeit und wie formale, inhaltliche und strukturelle Verknüpfungen das serielle Werk zusammenhalten.

3.3 Strategien der Leserbindung: Es wird analysiert, wie Spannung als "Wirkungsdisposition" erzeugt wird und welche Rolle der Cliffhanger bei der Steuerung des Rezipienten spielt.

4. Strukturanalyse von Schillers Der Geisterseher: Dieses Kapitel wendet die erarbeiteten theoretischen Kriterien direkt auf den Text an, untersucht den Einstieg der Novelle sowie die Komplexität der Erzählinstanzen und Handlungsbrüche.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Leserbindung bei Schiller weniger durch klassische Cliffhanger als vielmehr durch komplexe strukturelle Inkonsequenzen und eine bewusste Informationsverknappung erreicht wird.

Schlüsselwörter

Schiller, Der Geisterseher, Serielles Erzählen, Leserbindung, Spannung, Cliffhanger, Aufklärung, Schauerliteratur, Publikationsgeschichte, Erzählstrategie, Erzählstruktur, Thalia, Mehrteiligkeit, Rezeption, Geheimbund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Techniken des seriellen Erzählens in Friedrich Schillers Novelle "Der Geisterseher" und untersucht, mit welchen erzählstrategischen und strukturellen Mitteln der Autor Spannung erzeugte und die Leser an die Fortsetzungen band.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Publikationsgeschichte der Novelle, die Theorie des seriellen Erzählens sowie eine detaillierte Strukturanalyse der narrativen Mittel im "Geisterseher".

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die spezifischen erzählerischen Strategien Schillers zu identifizieren, die den enormen Publikumserfolg der Novelle ermöglichten, und zu prüfen, inwieweit diese als serielle "Leserbindungstechniken" fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten im Vergleich mit theoretischen Konzepten der seriellen Narration, der Spannungsästhetik und der Erzähltheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung der Serialität und eine praktische Analyse der Erzählmuster, der Erzählerinstanzen und der zeitlichen Inkonsequenzen in "Der Geisterseher".

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie "Serielle Narration", "Cliffhanger", "Leserbindung", "Spannung" und "Erzählstruktur" sind zentral, um das methodische Vorgehen der Untersuchung zu beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "Cliffhangers" in Schillers Werk?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Schiller den Cliffhanger im klassischen Sinne nur selten einsetzt. Effektive Leserbindung entsteht eher durch ein komplexes Verirrungsspiel und die Kombination von rationalen und okkulten Elementen.

Warum ist die Analyse der Erzählerinstanzen für das Verständnis wichtig?

Die Wechsel zwischen verschiedenen Erzählern, wie dem Grafen von O** und dem Baron von F**, schaffen eine ironische Distanz und komplexe Handlungsverschachtelungen, die den Leser aktiv fordern und zur fortlaufenden Rezeption anregen.

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Details

Titel
Techniken des seriellen Erzählens in Schillers "Der Geisterseher"
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1516250
ISBN (PDF)
9783389083390
ISBN (Buch)
9783389083406
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mediendifferenz Unterhaltungsliteratur Schiller
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Techniken des seriellen Erzählens in Schillers "Der Geisterseher", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1516250
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Leseprobe aus  26  Seiten
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