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Karikaturen im Geschichtsunterricht

Titel: Karikaturen im Geschichtsunterricht

Seminararbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Marie-Therese Härtelt (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Karikatur

3. Die Geschichte der Karikatur

4. Die Karikatur als Quelle im Geschichtsunterricht
4.1 Die Arbeit mit der Karikaturen
4.2 Zugriffsmöglichkeiten

5.Schluss
6.Literatur

1. Einleitung

Jede Zeitung und Zeitschrift bringt heute graphisch gestaltete Kommentare zu als bedeutsam erachteten Ereignissen und Themen. Häufig werden Themen und Probleme des Alltags behandelt. Doch dies ist kein Phänomen der heutigen Zeit, denn auch schon vor Jahrhunderten entstanden Zeichnungen mit denen Kritik am bestehenden System geübt wurde. Die Rede ist von Karikaturen. Um den Schülern eine bessere Ausbildung und eine angemessene Vorbereitung auf das Leben zu ermöglich, sollen neue Methoden des Unterrichts den Schüler mehr fordern und fördern. Der Lehrer tritt dabei etwas in den Hintergrund und übernimmt lediglich die Position eines Moderators, der den Unterricht in die richtige Richtung leitet, jedoch nicht zum Alleinunterhalter wird. Die Lernenden sollen zu mehr Selbsttätigkeit und Kreativität im nun handlungsorientierten Unterricht herangezogen werden. Grundlage für die folgenden Überlegungen ist die Notwendigkeit, Schüler in ein immer noch aktuelles Medium des politischen Meinungskampfes einzuführen und sie für eine eigene Urteilsbildung sensibel zu machen. Spätestens mit dem Beginn der Französischen Revolution setzt nahezu jedes aktuelle Geschichtsbuch für die Sekundarstufe I oder II auch Karikaturen ein, und es gibt in Handbüchern, in Zeitschriften und als Monographien eine Vielzahl von Arbeiten zu diesem Themenkomplex. Doch sie sollen meist nur den illustrativen Zweck erfüllen, deren vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten eine willkommene Abwechslung zum Frontalunterricht beziehungsweise zur Textbearbeitung darstellt. So werden zu behandelnde (Einstiegsphase) oder behandelte (Schlussphase) Themen durch Karikaturen "veranschaulicht" oder gar "verdeutlicht.
In der folgenden Hausarbeit soll untersucht werden, was eine Karikatur ausmacht und wie sie sich entwickelt hat. Anschließend wird dargestellt, warum der Quellenwert der Karikatur so bedeutend für den Geschichtsunterricht ist und welche Möglichkeiten es gibt, diese einzusetzen um dabei den Schüler entsprechend zu fordern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Karikatur

3. Die Geschichte der Karikatur

4. Die Karikatur als Quelle im Geschichtsunterricht

4.1 Die Arbeit mit Karikaturen

4.2 Zugriffsmöglichkeiten

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Karikaturen als historisches Medium im Geschichtsunterricht, wobei der Fokus darauf liegt, wie durch ihre Analyse die Kompetenzen der Lernenden im Bereich der Urteilsbildung und der kritischen Medienreflexion gezielt gefördert werden können.

  • Historische Entwicklung der Karikatur als Instrument der Sozial- und Gesellschaftskritik.
  • Kriterien für den pädagogisch sinnvollen Einsatz von Karikaturen im Unterricht.
  • Methodische Vorgehensweisen bei der Analyse und Interpretation bildlicher Quellen.
  • Differenzierung zwischen karikaturmotiviertem und karikaturgesteuertem Unterricht.
  • Die Rolle der Karikatur als Beitrag zur Steigerung der Unterrichtsqualität und Schüleraktivierung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Arbeit mit Karikaturen

Karikaturen sind eine Quelle der besonderen Art, da sie ein Urteil, eine Stellungnahme oder gar eine Aufforderung enthalten. Sie sind mehr als nur eine Form dargestellter Wirklichkeit, sondern ein Element der Vergangenheit als Geschehen, dass von ihr beeinflusst wurde. An Deutlichkeit lassen sie kaum zu wünschen übrig. So gerieten sie immer öfter mit der Justiz in Konflikt. Der Straftatbestände reichen von Majestätsbeleidigung, Verunglimpfung staatlicher Hoheitszeichen und Verächtlichmachung von Religion bis zur Beleidigung.

Gerade wegen dieser provokanten Absicht sind sie so interessant für den Unterricht und so beliebt beim Schüler, da sie zum Diskutieren und Nachdenken animieren. Karikaturen setzen sich aus mehr oder weniger komplexen Zeichen, Symbolen und Figuren zusammen, die entschlüsselt und übersetzt werden müssen. Das dargestellte Objekt wird verfremdet, bleibt jedoch erkennbar und wird zugleich neu gedeutet. Außerdem müssen Personifikationen aufgelöst und Personen identifiziert werden. Die Ausführung folgender Operationen sollte für die Schüler machbar sein, wie beispielsweise die Personifikation des Friedens anhand des Engels aufzulösen, oder die Eigenschaft blind mittels des Maulwurfs zu entschlüsseln, oder historische Personen durch bekannte Merkmale zu erkennen, wie zum Beispiel Hitler an dessen Frisur und des Barts. Dazu müssen die Schüler in der Lage sein, sonst würde diese Interpretationsschwäche zu Verständnisschwierigkeiten führen. Deshalb ist ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen notwendig. Die übertragende Bedeutung der Zeichnung sollte für den Schüler zu deuten sein. Meist wird die Person oder sie Sache in einen anderen Gegenstandsbereich übertragen, dem der Betrachter durch Alltag oder Tradition vertraut ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Karikatur als aktuelles Medium im Geschichtsunterricht ein und formuliert die Ziele der Untersuchung.

2. Definition Karikatur: Hier wird die etymologische Herkunft des Begriffs erläutert, der sich vom italienischen „caricare“ (beladen/überladen) ableitet.

3. Die Geschichte der Karikatur: Das Kapitel zeichnet die Entwicklung der Karikatur von ihren Wurzeln in der Reformation über die Renaissance bis hin zur modernen politischen Publizistik nach.

4. Die Karikatur als Quelle im Geschichtsunterricht: Es werden didaktische Kriterien für die Auswahl und den gezielten Einsatz von Karikaturen als Unterrichtsmedium dargelegt.

4.1 Die Arbeit mit Karikaturen: Dieser Abschnitt beschreibt die methodischen Herausforderungen und Schritte, wie Schüler komplexe Symbole und politische Aussagen in Karikaturen entschlüsseln können.

4.2 Zugriffsmöglichkeiten: Hier werden verschiedene methodische Ansätze wie Einzelkarikaturen, Motivreihen und der Vergleich von Karikaturen für den Unterrichtsverlauf vorgestellt.

5. Schluss: Das Kapitel fasst die Bedeutung der Karikatur als Instrument zur Förderung von Kreativität, Selbsttätigkeit und kritischer Reflexion der Schüler im Unterricht zusammen.

Schlüsselwörter

Karikatur, Geschichtsunterricht, Quellenanalyse, Interpretation, politische Satire, Bildquelle, Medieneinsatz, Historisches Lernen, Urteilsbildung, Symbolik, Didaktik, Bildbeschreibung, politische Öffentlichkeit, schülerorientierter Unterricht, visuelle Medien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Bedeutung von Karikaturen als visuelle Quellen im Geschichtsunterricht und deren Beitrag zu einem lebendigen und schülerzentrierten Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der Karikatur, ihre Funktion als Medium politischer Kommunikation sowie ihre konkrete Anwendung als Lehr- und Lernmittel im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Mehrwert von Karikaturen für die Förderung der Urteilsbildung und analytischer Kompetenzen bei Schülern darzulegen und Lehrkräften methodische Wege für deren Einsatz aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur zur Geschichtsdidaktik und zur Mediennutzung, ergänzt um didaktische Analysemodelle wie das Schema nach Erwin Panofsky.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Karikatur, die didaktische Begründung ihres Einsatzes sowie eine methodische Anleitung zur Bildanalyse im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Karikatur, Geschichtsunterricht, Quellenanalyse, Bildinterpretation, historische Kompetenz und didaktische Methoden definiert.

Wie unterscheidet sich der karikaturmotivierte vom karikaturgesteuerten Unterricht?

Während der karikaturmotivierte Einsatz lediglich als emotionaler "Stummer Impuls" zu Beginn einer Stunde dient, wird die Karikatur im karikaturgesteuerten Unterricht als zentrale, informationstragende Quelle behandelt, die den gesamten Lernprozess leitet.

Warum ist das Abstraktionsvermögen der Schüler für die Arbeit mit Karikaturen entscheidend?

Da Karikaturen durch Übertreibung, Verfremdung und Symbolik arbeiten, müssen Schüler in der Lage sein, diese Ebenen zu durchschauen und die darin enthaltene übertragene Bedeutung auf den historischen Kontext anzuwenden.

Warum ist die Wahl der Karikatur für den Unterricht so bedeutend?

Die Karikatur muss zum Erkenntnisstand der Schüler passen und didaktisch so gewählt sein, dass sie echte Interpretationsspielräume bietet, ohne zu Fehldeutungen zu verleiten oder den Rahmen des zeitlich Möglichen zu sprengen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Karikaturen im Geschichtsunterricht
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
2,7
Autor
Marie-Therese Härtelt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V151653
ISBN (eBook)
9783640631353
ISBN (Buch)
9783640635689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karikaturen Geschichtsunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie-Therese Härtelt (Autor:in), 2009, Karikaturen im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151653
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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