Die wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung zur Behandlung, Verlauf und Verträglichkeit der Abbruchspille Mifegyne®. Dabei werden auch Vergleiche zu bekannten chirurgischen Methoden gezogen.
Ferner werden unter Einbezug gegnerischer Meinungen ethische Aspekte des medikamentösen Schwangerschaftsabbruches beleuchtet, sowie Vor-/Nachteile des Verfahrens eruiert.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- PROBLEMAUFRISS
- ZIELSTELLUNG
- DIE ENTWICKLUNG UND ETABLIERUNG VON MIFEGYNEⓇ
- DIE ENTDECKUNG
- DIE ZULASSUNG
- DIE WIRKUNG VON MIFEPRISTON IN VERBINDUNG MIT PROSTAGLANDIN
- DER BEHANDLUNGSABLAUF BEIM MEDIKAMENTÖSEN ABBRUCH
- DER ERSTE TERMIN
- DER ZWEITE TERMIN
- DER DRITTE TERMIN
- AUSSCHLUSSKRITERIEN FÜR DIE BEHANDLUNG MIT MIFEPRISTON UND PROSTAGLANDIN
- DER CHIRURGSCHE ABBRUCH ALS ALTERNATIVE
- DIE ASPIRATION
- DIE KLASSISCHE KÜRETTAGE
- VOR- UND NACHTEILE DES ABORTS MIT RU 486 IM VERGLEICH ZUM INSTRUMENTELLEN EINGRIFF
- MEDIZINISCHE VORTEILE
- MEDIZINISCHE NACHTEILE
- PSYCHOLOGISCHE VORTEILE
- PSYCHOLOGISCHE NACHTEILE
- DIE SEELISCHE VERTRÄGLICHKEIT DES PHARMAKOLOGISCHEN ABBRUCHS
- DIE HEMMERLING - STUDIE
- SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE PSYCHISCHE AKZEPTANZ VON RU 486
- DIE GEGNER VON MIFEGYNEⓇ
- ARGUMENTE KIRCHLICHER ORGANISATIONEN
- ARGUMENTE FEMINISTISCHER GEGNER
- MIFEGYNE® IM BLICKPUNKT DER MEDIZINISCHEN ETHIK
- ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die wissenschaftliche Arbeit widmet sich einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Medikamentösen Schwangerschaftsabbruch mithilfe von Mifegyne®. Sie analysiert die Behandlung, den Verlauf und die Verträglichkeit des Verfahrens und zieht Vergleiche zu chirurgischen Methoden. Darüber hinaus werden ethische Aspekte des Medikamentösen Schwangerschaftsabbruches beleuchtet und Vor- und Nachteile des Verfahrens erörtert, unter Einbezug gegnerischer Meinungen.
- Entwicklung und Etablierung von MifegyneⓇ
- Medizinische und psychologische Aspekte des medikamentösen Abbruchs
- Vergleich mit chirurgischen Abbruchsmethoden
- Ethische Aspekte des Medikamentösen Schwangerschaftsabbruches
- Gegnerische Positionen und Argumente
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet den Kontext des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland und die Bedeutung des Medikamentösen Abbruchs mit MifegyneⓇ. Das zweite Kapitel beschreibt die Entwicklung und Zulassung von MifegyneⓇ, beginnend mit der Entdeckung des Wirkstoffs Mifepriston bis hin zur Zulassung in verschiedenen Ländern. Kapitel 3 erläutert die Wirkungsweise von Mifepriston in Verbindung mit Prostaglandinen. Im vierten Kapitel wird der Behandlungsablauf des Medikamentösen Abbruchs in drei Terminen beschrieben. Kapitel 5 listet Ausschlusskriterien für die Behandlung mit MifegyneⓇ auf. Kapitel 6 stellt den chirurgischen Abbruch als Alternative vor. Kapitel 7 analysiert Vor- und Nachteile des Medikamentösen Abbruchs im Vergleich zum instrumentalen Eingriff. Kapitel 8 befasst sich mit der seelischen Verträglichkeit des Medikamentösen Abbruchs und analysiert die Ergebnisse der Hemmerling-Studie. Kapitel 9 stellt Argumente von Gegnern des Medikamentösen Abbruchs aus kirchlichen und feministischen Kreisen vor.
Schlüsselwörter
Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch, MifegyneⓇ, RU 486, Mifepriston, Prostaglandin, chirurgischer Abbruch, Aspiration, Kürettage, ethische Aspekte, gegnerische Meinungen, seelische Verträglichkeit, Hemmerling-Studie.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert der medikamentöse Abbruch mit Mifegyne?
Der Wirkstoff Mifepriston blockiert das Hormon Progesteron, das für die Erhaltung der Schwangerschaft notwendig ist. In Kombination mit Prostaglandin wird die Ausstoßung der Frucht eingeleitet.
Wie läuft die Behandlung zeitlich ab?
Die Behandlung erfolgt meist in drei Terminen: Einnahme von Mifegyne, Einnahme von Prostaglandin nach 36-48 Stunden und eine Nachuntersuchung nach ca. 10-14 Tagen.
Was sind die Vorteile gegenüber einem chirurgischen Eingriff?
Es ist keine Narkose und kein instrumenteller Eingriff nötig, was das Risiko für Verletzungen der Gebärmutter verringert und von vielen Frauen als "natürlicher" empfunden wird.
Gibt es psychologische Nachteile beim medikamentösen Abbruch?
Der Prozess dauert länger als ein chirurgischer Eingriff und die Frau erlebt den Abbruch bewusster zu Hause, was als belastender empfunden werden kann.
Wer sind die Hauptgegner von Mifegyne?
Neben kirchlichen Organisationen gibt es auch Kritik aus Teilen der feministischen Bewegung, die eine Medikalisierung und Vereinsamung der Frau beim Abbruch befürchten.
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- Melanie Röder (Author), 2010, Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne und Cytotec, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151667