Im Rahmen dieser Arbeit soll das Verfahren der Prozesskosten-rechnung als Kostenmanagementinstrument betrachtet werden. Im Jahre 1997 verkündete Prof. Dr. Rosemarie Hardt in einer Pressemitteilung zum Thema ‘Kostenmanagement statt Kostenrechnung‘, dass „die meisten Unternehmen [...] erkannt [hätten], daß [!] [...] bloße Ermittlung und Verrechnung der Kosten über den Einsatz der traditionellen Kosten[rechnung] [...] zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr ausreich[e]“. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten effizientes Kostenmanagement zu betreiben und anfallende Kosten einer opportunen Analyse zu unterziehen, wurde das Verfahren der Prozesskostenrechnung entwickelt. Im Verlauf dieser Hausarbeit wird dieses Verfahren eingehend analysiert und einer kritischen Würdigung unterzogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Prozesskostenrechnung
2.2 Differenzierung Kostenrechnung und Kostenmanagement
3. Grundlagen Prozesskostenrechnung
3.1 Entstehung und Entwicklung der Prozesskostenrechnung
3.2 Zielsetzung der Prozesskostenrechnung
3.3 Abgrenzung zur flexiblen Plankostenrechnung
4. Eignung der Prozesskostenrechnung als Verfahren des Kostenmanagement
4.1 Anwendung der Prozesskostenrechnung im Kostenmanagement
4.2 Kritische Beurteilung
4.3 Schließendes Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Prozesskostenrechnung als ein zentrales Instrument des modernen Kostenmanagements, um die Effizienz in indirekten Leistungsbereichen zu steigern. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch verursachungsgerechte Kostenverrechnung und die Identifikation von Komplexitätskosten die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen langfristig gesichert werden kann.
- Begriffsbestimmung und Abgrenzung von Kostenrechnung und Kostenmanagement
- Analyse der Entstehung und strategischen Zielsetzung der Prozesskostenrechnung
- Methodischer Vergleich zwischen Prozesskostenrechnung und flexibler Plankostenrechnung
- Bewertung der Eignung und kritische Reflexion des Verfahrens im Kostenmanagement
Auszug aus dem Buch
2.1 Prozesskostenrechnung
Die Prozesskostenrechnung zielt darauf ab Gemeinkosten von Vorgängen, also Prozessen und Aktivitäten, konsequent über direkte Bezugsgrößen (Cost Driver) zu verrechnen. Ein Merkmal von Prozessen ist deren repetitiver Charakter. Cost Driver dienen als Maßgrößen für die Vorgangsmengen. Dabei kann eine kostenstellenspezifische Abgrenzung der Prozesse und ihrer Cost Driver vorgenommen werden. Man spricht in diesem Fall von Teilprozessen. Teilprozesse werden in leistungsmengeninduzierte und leistungsmengenneutrale Prozesse unterteilt.
Oftmals erfolgt eine kostenstellenübergreifende Zusammenfassung zu Hauptprozessen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Prozesskostenrechnung als Kostenmanagementinstrument ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die Grundbegriffe der Prozesskostenrechnung definiert sowie der konzeptionelle Unterschied zwischen der klassischen Kostenrechnung und dem Kostenmanagement herausgearbeitet.
3. Grundlagen Prozesskostenrechnung: Dieser Abschnitt behandelt die historische Genese, die zentralen Ziele der Prozesskostenrechnung und grenzt das Verfahren von der flexiblen Plankostenrechnung ab.
4. Eignung der Prozesskostenrechnung als Verfahren des Kostenmanagement: Das Hauptkapitel analysiert die Anwendungsmöglichkeiten der Prozesskostenrechnung, führt eine kritische Beurteilung durch und zieht ein abschließendes Fazit zur Praxistauglichkeit.
Schlüsselwörter
Prozesskostenrechnung, Kostenmanagement, Gemeinkosten, Kostenanalyse, Cost Driver, indirekte Leistungsbereiche, Kostentransparenz, Komplexitätskosten, Prozesskosten, Plankostenrechnung, Prozessmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Unternehmenssteuerung, Ressourcenverbrauch, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit thematisiert die Prozesskostenrechnung als Instrument des Kostenmanagements und untersucht deren Nutzen für Unternehmen bei der Verrechnung von Gemeinkosten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Abgrenzung von Kostenmanagement und Kostenrechnung, die Grundlagen der Prozesskostenrechnung sowie eine kritische Evaluation ihrer Anwendungsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Beitrag der Prozesskostenrechnung zur Erhöhung der Kostentransparenz und zur Unterstützung strategischer Unternehmensentscheidungen zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse basiert, um den aktuellen Stand der Forschung zur Prozesskostenrechnung zusammenzufassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Anwendung der Prozesskostenrechnung, den Voraussetzungen für ihren Einsatz und einer kritischen Reflexion ihrer Stärken und Schwächen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Kostenmanagement, Cost Driver, Gemeinkosten und Kostentransparenz.
Was ist mit dem Begriff der 'hidden factory' gemeint?
Der Begriff beschreibt indirekte Leistungsbereiche in Unternehmen, die aufgrund mangelnder Transparenz in traditionellen Kostenrechnungssystemen oft nicht korrekt abgebildet werden.
Welche wesentliche Restriktion besteht bei der Anwendung der Prozesskostenrechnung?
Eine zentrale Einschränkung ist die Notwendigkeit repetitiver, also sich wiederholender und fest strukturierter Arbeitsabläufe, um die Methode sinnvoll anwenden zu können.
- Quote paper
- Philip Sipos (Author), 2009, Prozesskostenrechnung im Kostenmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151676