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Pressefotografie und ihre Wirklichkeit

Eine Analyse des Fotojournalismus hinsichtlich seines Anspruchs an Objektivität und Authentizität

Titre: Pressefotografie und ihre Wirklichkeit

Dossier / Travail de Séminaire , 2021 , 27 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Maren Buchner (Auteur)

Médias / Communication - Médias imprimés, Presse
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit umfasst die Klärung der Frage, ob der Fotojournalismus seinem eigenen Anspruch an Objektivität überhaupt gerecht werden kann. Hierzu werden in einem ersten Schritt die Begrifflichkeit des Pressefotos und das zugehörige Berufsfeld definiert und im Anschluss die Konzepte der Objektivität und Authentizität hinsichtlich ihrer Ursprünge sowie ihrer Merkmale detailliert beleuchtet.

Anschließend soll auf Basis konstruktivistischer Theorien eine kritische Haltung bezüglich der Objektivitätsnorm eingenommen und ihre möglichen Grenzen dargelegt werden. Aufbauend auf der theoretischen Abhandlung wird schließlich das Konzept der Objektivität des Pressefotos in seinen zwei wesentlichen Kriterien praktisch betrachtet. Als Grundlage hierfür dienen verschiedene Pressefotografien, die hinsichtlich ihrer Erfüllung der jeweiligen Objektivitätskriterien analysiert werden. Zudem soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass zur besseren Lesbarkeit der hier mehrfach verwendeten Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern die männliche Form genutzt wird. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einblick in die Entstehungsgeschichte der Pressefotografie

2. Der Fotojournalismus – eine Begriffsdefinition und Einordnung

3. Politische Berichterstattung und ihre Wirklichkeit

3.1. Der Anspruch an Objektivität im Journalismus

3.2. Das Streben nach Authentizität im Fotojournalismus

3.3. Konstruktivistische Kritik am Objektivitätsbegriff

4. Analyse zweier Objektivitätskriterien anhand konkreter Bildbeispiele

4.1. Das Kriterium der Richtigkeit – Fotografie als Abbild von Wirklichkeit

4.2. Das Kriterium der Unparteilichkeit – Fotografie ohne Wertung

4.2.1. Wertung durch Manipulation

4.2.2. Wertung durch Inszenierung

4.2.3. Wertung durch Selektion

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den Anspruch des Fotojournalismus auf Objektivität und Authentizität. Dabei wird analysiert, inwieweit fotografische Darstellungen die Realität tatsächlich wertfrei abbilden können oder ob sie durch verschiedene Einflussfaktoren stets eine konstruierte und damit subjektive Sichtweise vermitteln.

  • Historische Entwicklung der Pressefotografie und deren journalistische Einordnung
  • Theoretische Grundlagen des Objektivitätsbegriffs im Journalismus
  • Konstruktivistische Kritik an der Vorstellung einer objektiven Realitätswiedergabe
  • Analyse von Manipulations- und Inszenierungspraktiken
  • Einfluss von Selektionsprozessen auf die Bildaussage

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Wertung durch Manipulation

Die Art und Weise, wie dem Bildbetrachter Situationen fotografisch präsentiert werden, beeinflusst stark, wie diese ex post von ihm wahrgenommen werden. Im wissenschaftlichen Diskurs werden in diesem Zusammenhang stets die Gefahren der Bildbearbeitungsmethoden erörtert, welche sich im Zuge der Digitalisierung ihren Platz als feste Bestandteile journalistischer Routinen geschaffen haben. Durch die stetige Verfeinerung digitaler Prozesse haben jene Methoden mittlerweile einen Höchstgrad an Perfektion erreicht, der bearbeitete Bilder von unbearbeiteten für den Laien, ebenso wie für ein geschultes Auge, kaum mehr differenzieren lässt. Fokale Aufmerksamkeit in der akademischen Debatte erlangen deshalb auch diejenigen Bearbeitungsweisen, die aufgrund ihres extrem verfälschenden Ausmaßes unter dem allgegenwärtigen Schlagwort der Manipulation zusammengefasst werden.

Klaus Forster definiert eine pressefotografische Manipulation als „die mit einer Täuschungsabsicht verbundene intentionale Veränderung von Informationen durch Auswahl, Zusätze oder Auslassungen“ (Forster 2003: 66). Typische Manipulationen erfolgen meist am bereits fertiggestellten Bild, also im Zuge der Nachbearbeitung einer Fotografie. Der Begriff bezieht sich klassischerweise auf Bearbeitungsweisen wie die Fotoretusche oder die Fotomontage, jedoch ist an dieser Stelle wichtig zu betonen, dass theoretisch jede noch so harmlos anmutende Form der Bildbearbeitung als Manipulation deklariert werden kann, insofern sie – analog zu Forsters Definition – mit der bewussten Absicht der Täuschung vorgenommen wurde (vgl. ebd.). Entscheidendes Kriterium für eine Differenzierung zwischen den Begriffen der Bearbeitung und Manipulation ist somit in erster Linie deren Verwendungskontext. Das gezielte Zuschneiden eines Bildes oder das Korrigieren von Farb- und Lichtverhältnissen kann den Betrachter eines Fotos genauso zur falschen Interpretation verleiten, wie das Wegretuschieren ganzer Bildelemente oder der Zusammenschnitt mehrerer Bilder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einblick in die Entstehungsgeschichte der Pressefotografie: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss über die Entwicklung der Fotografie, ihre Integration in den Journalismus und die damit einhergehende Etablierung des Fotojournalismus als Beweismittel.

2. Der Fotojournalismus – eine Begriffsdefinition und Einordnung: Hier werden Definitionsschwierigkeiten erörtert und der Fotojournalismus als eigenständiges Subsystem des Journalismus verortet, dessen Standards eng mit denen des Textjournalismus verknüpft sind.

3. Politische Berichterstattung und ihre Wirklichkeit: Dieses Kapitel betrachtet die hohen Erwartungen an journalistische Objektivität sowie das Streben nach Authentizität im Fotojournalismus und stellt diese einer konstruktivistischen Kritik gegenüber.

4. Analyse zweier Objektivitätskriterien anhand konkreter Bildbeispiele: Anhand der Kriterien Richtigkeit und Unparteilichkeit wird kritisch untersucht, wie Manipulation, Inszenierung und Selektion die Objektivität von Pressefotos untergraben.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine objektive Abbildung der Realität durch den Fotojournalismus nicht möglich ist, und plädiert für neue Kriterien wie Ausgewogenheit und Transparenz.

Schlüsselwörter

Fotojournalismus, Pressefotografie, Objektivität, Authentizität, Bildmanipulation, Inszenierung, Selektionsmechanismen, Wirklichkeitskonstruktion, journalistische Ethik, konstruktivistische Theorie, Bildbearbeitung, Wahrheit, Dokumentation, Medienkritik, Realitätswiedergabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen und praktischen Anspruch von Fotojournalismus an Objektivität und Authentizität und hinterfragt dessen Haltbarkeit angesichts der Unvermeidbarkeit subjektiver Gestaltungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert auf die Schnittstellen von Journalismus, Politik und Fotografie sowie auf die Mechanismen der Bildgestaltung wie Manipulation, Inszenierung und Selektion.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob der Fotojournalismus seinem eigenen, gesellschaftlich geforderten Anspruch an absolute Objektivität und realitätsgetreue Abbildung überhaupt gerecht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen auf Basis konstruktivistischer Theorien mit der empirischen Untersuchung konkreter, teilweise historischer Bildbeispiele, um die Grenzen journalistischer Objektivität aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Objektivität und Authentizität sowie eine praktische Analyse, in der anhand von Beispielen dargelegt wird, wie durch Manipulation, Inszenierung und Auswahl eine objektive Darstellung de facto unmöglich wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Fotojournalismus, Objektivitätsanspruch, Bildmanipulation, Authentizität, Wirklichkeitskonstruktion und Selektionsmechanismen.

Wie beeinflusst die Auswahl eines Bildausschnitts (Cropping) die Objektivität?

Die Ausschnittwahl ist laut Arbeit selbst ein Akt der Wertung, der die Bildaussage zugunsten einer bestimmten Interpretation beeinflusst und damit den Objektivitätsanspruch des Fotos konterkarieren kann, indem unpassende Kontextinformationen entfernt werden.

Welche Rolle spielt das "Sujet" bei der Entstehung eines Pressefotos?

Die Arbeit verdeutlicht, dass bereits die Themenwahl und das Motiv selbst – wie etwa bei der Inszenierung des Situation Rooms nach der Tötung von Osama bin Laden – eine bewusste, wertende Entscheidung des Fotografen bzw. der Redaktion darstellen.

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Résumé des informations

Titre
Pressefotografie und ihre Wirklichkeit
Sous-titre
Eine Analyse des Fotojournalismus hinsichtlich seines Anspruchs an Objektivität und Authentizität
Université
University of Passau
Cours
Gesellschaften und politische Kulturen
Note
1,3
Auteur
Maren Buchner (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
27
N° de catalogue
V1517038
ISBN (ebook)
9783389087756
ISBN (Livre)
9783389087763
Langue
allemand
mots-clé
Film und Fotografie Pressefotografie Fotojournalismus Objektivitätsanspruch Konstruktivismus Bildberichterstattung Objektivitätskriterien Fotograf Journalist
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maren Buchner (Auteur), 2021, Pressefotografie und ihre Wirklichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1517038
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Extrait de  27  pages
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