Laut dem Robert Koch Institut sind unsere Kinder immer häufiger zu dick. Die Zahlen von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen (KUJ) liegen anhand der Studie für Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KIGGS Studie) auf einem immer noch zu hohen Niveau. Kinder mit Übergewicht oder Adipositas haben eine höhere Gefahr Ernährungsphysiologische Erkrankungen zu entwickeln. Darüber hinaus schränkt ein zu hohes Gewicht die Lebensqualität der Kinder stark ein.
Im ersten Kapitel dieser Fallstudie wird die aktuelle Situation der Kinder in Deutschland aufgezeigt. Außerdem wird der Frage nachgegangen, wie Übergewicht im Kindesalter zu definieren ist. Das nächste Kapitel widmet sich der Fallbeschreibung sowie der Festlegung des Ziels dieser Fallstudie.
In Kapitel drei wird die Literaturrecherche erläutert.
Kapitel vier stellt den Kern dieser Fallstudie dar. Zunächst werden die beteiligten Akteure vorgestellt, danach wird die Rolle der Ernährungsfachkraft (EFA) beschrieben. Bevor es zur Vorstellung des erarbeiteten Konzeptes geht, erfolgt die Klärung welche Ernährungserhebungsmethoden genutzt werden. Im letzten Teil dieses Kapitels wird aufgezeigt, in welcher Form es möglich ist, das Konzept langanhaltend und nachhaltig in den Kindertagesstätten (Kita) und Schulen zu platzieren.
Im Fazit wird das erarbeitete Konzept nochmals reflektiert und die Schwierigkeiten diesbezüglich aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Aktuelle Situation in Deutschland
1.2 Definition von Übergewicht
2. Fallbeschreibung
2.1. Ziel der Fallstudie
3. Literaturrecherche
4. Konzepterarbeitung
4.1. Beteiligte Akteure
4.2. Rolle der Ernährungsfachkraft
4.3. Ernährungserhebung
4.4. Vorstellung des Ernährungskonzeptes
4.4.1. Kita
4.4.2. Grundschule
4.4.3. weiterführende Schulen
4.5. Nachhaltige Implementierung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Fallstudie hat zum Ziel, ein ganzheitliches, nachhaltiges Gesundheitskonzept zur Verbesserung der Ernährung, Bewegung und Esskultur in Kindertagesstätten und Schulen einer Kleinstadt zu entwickeln, um dem hohen Grad an Übergewicht und Konzentrationsschwächen bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken.
- Analyse der aktuellen Ernährungssituation in Deutschland
- Entwicklung altersgerechter Interventionskonzepte für verschiedene Bildungseinrichtungen
- Rolle der Ernährungsfachkraft in der Koordination gesundheitsfördernder Maßnahmen
- Einbindung von Eltern als Multiplikatoren und Dolmetscher
- Implementierung von verhaltens- und verhältnispräventiven Strategien (Nudging)
Auszug aus dem Buch
4.4. Vorstellung des Ernährungskonzeptes
Die EFA entscheidet sich für die Einführung eines individuell abgestimmten Konzeptes.
Das erarbeitete Konzept gliedert sich in drei Teilkonzepte. Jede Einrichtungsform benötigt altersentsprechende Handlungsempfehlungen. Das Programm wird niederschwellig durchgeführt und für alle soziale Schichten zugänglich gemacht. Die Einführung erfolgt jeweils in Form einer Projektwoche. Um die anfallenden Kosten so gering wie möglich zu halten, werden alle drei Projekte in Kooperation mit der gesetzlichen Krankenkasse durchgeführt.
In allen Projekten wird die EFA von Eltern als Multiplikatoren bzw. Dolmetschern unterstützt.
Des Weiteren wird in allen Einrichtungen das Angebot der Mittagsverpflegung optimiert, welches sich am Beispiel der Grundschule in Bad Tölz anlehnt. Die Struktur dieser Stadt ähnelt der im Fallbeispiel genannten Stadt, somit ist dieses Konzept gut übertragbar. Hier bieten sich zusätzlich Formen des Nudgings an. Nudge bedeutet übersetzt so viel wie anstupsen (Bundeszentrum für Ernährung, 2023). Die Kinder werden mit optischen Maßnahmen zur besseren Auswahl gestupst. Dies gelingt beispielsweise, indem man den Obstsalat vor dem Schokoladenpudding platziert oder kindegerechte Gemüseteller herrichtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle gesundheitliche Situation von Kindern in Deutschland unter Bezugnahme auf aktuelle Studien und definiert die Relevanz einer frühzeitigen Intervention.
2. Fallbeschreibung: Hier werden die spezifischen Herausforderungen einer Kleinstadt im Hinblick auf Ernährungsdefizite und Konzentrationsschwächen bei Kindern dargelegt sowie das Ziel der Fallstudie definiert.
3. Literaturrecherche: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über existierende Programme und Best-Practice-Beispiele zur Ernährungsbildung, die als Grundlage für das eigene Konzept dienen.
4. Konzepterarbeitung: Dies stellt den Kern der Arbeit dar, in dem die Beteiligten, die Rolle der Ernährungsfachkraft, die methodische Erhebung sowie die spezifischen Teilkonzepte für Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen detailliert ausgearbeitet werden.
5. Fazit: Das Fazit reflektiert das entwickelte Gesamtkonzept, betont die Notwendigkeit einer engen Koordination und hebt hervor, dass bereits kleine Schritte in der Ernährungsbildung langfristig große Wirkung zur Gesundheitsförderung zeigen können.
Schlüsselwörter
Ernährungssoziologie, Übergewicht, Adipositas, Gesundheitsförderung, Kinder, Jugendliche, Ernährungsfachkraft, Prävention, Schulverpflegung, Kita, Nudging, Esskultur, Migration, Sozioökonomischer Status, Ernährungsbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines nachhaltigen Konzepts zur Gesundheitsförderung im Bereich Ernährung und Bewegung für Kindertagesstätten und Schulen in einer von sozialer Benachteiligung geprägten Kleinstadt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Ernährungsbildung, der Optimierung der Schul- und Kitaverpflegung, der Steigerung des Ernährungsbewusstseins bei Kindern sowie dem Umgang mit sozioökonomischen Faktoren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, ein passgenaues, nachhaltiges Projektkonzept zu erstellen, das altersgerechte Impulse gibt und Kinder unabhängig von ihrer Herkunft oder dem sozioökonomischen Status zu einer gesünderen Lebensweise motiviert.
Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche zur Fundierung auf Basis bestehender Programme wie der KIGGS-Studie und entwickelt basierend auf Best-Practice-Beispielen ein spezifisches Interventionskonzept, inklusive einer Vorgehensweise zur Ist-Zustands-Analyse.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil erläutert die Akteure, die steuernde Rolle der Ernährungsfachkraft, die Durchführung von Ernährungserhebungen und die spezifische Ausgestaltung der Programme für Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Prävention, Übergewicht, Ernährungsbildung, Nudging und Nachhaltigkeit sind die zentralen Begriffe, die das methodische und inhaltliche Spektrum der Arbeit beschreiben.
Wie werden sprachliche Barrieren innerhalb des Konzepts berücksichtigt?
Die Integration von Eltern als Dolmetscher und Multiplikatoren sowie eine niederschwellige, visuelle Gestaltung der Lerninhalte dienen als zentrale Strategien zur Überwindung sprachlicher Hürden.
Warum wird Nudging im Konzept eingesetzt?
Nudging, also das gezielte "Anstupsen" durch optische Maßnahmen wie die Platzierung gesunder Speisen vor weniger gesunden, soll die Kinder unterschwellig zu einer gesünderen Wahl bei der Verpflegung animieren.
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- Anonym (Author), 2023, Übergewicht im Kindesalter. Konzept für Kitas und Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1517673