Forensische Psychologie


Hausarbeit, 2008
29 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Gliederung

Kurzfassung

Abstract

1 EINFÜHRUNG

2 AUFGABEN DES GUTACHTERS

3 METHODEN DES GUTACHTERS
3.1 GESPRÄCH
3.2 TESTPSYCHOLOGIE
3.3 FEHLERQUELLEN

4 DAS GUTACHTEN
4.1 ANFORDERUNGEN AN GUTACHTEN
4.2 AUFBAU DES GUTACHTENS

5 AUFGABENGEBIETE

Kurzfassung

Diese Seminararbeit, die im Rahmen des Moduls „Kultur- und Reflexions- kompetenz: Einführung in die Psychologie“ verfasst wird, befasst sich mit der Thematik der „forensischen Psychologie“. Im ersten der fünf Abschnit- te erfolgt zunächst eine Definition des Begriffes. Im darauf folgenden Abschnitt werden zunächst die allgemeinen Grundsätze und Aufgaben des forensisch-psychologischen Gutachters erläutert. Anschliessend werden die wichtigsten Untersuchungsmethoden beschrieben, wobei unterschie- den wird zwischen Gespräch und Testpsychologie. Auch auf die möglichen Fehlerquellen der einzelnen Methoden wird eingegangen. Der vierte Ab- schnitt dieser Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Gutachten sowie deren Aufbau. Im fünften Teil wird auf die Aufgabengebiete, in wel- chen forensische Psychologen tätig sind, eingegangen.

Abstract

This paper, which is written in the context of the module „Kultur- und Reflexionskompetenz: Einführung in die Psychologie“, covers the topic „forensic psychology“. In the first part a definition of the term will be given, followed by general principles and functions of the forensic psy- chologist. Afterwards the most important examination methods will be discussed which could be differentiated in conversation and psychological tests. Also possible sources of error will be a topic. The fourth part of this paper deals with the requirements and the structure of the expertise. In the fifth part the areas of activity, in which forensic psychologists are act- ing, will be discussed.

1 Einführung

Die forensische Psychologie stellt ein Teilgebiet der angewandten Psycho- logie dar und ist weitgefasst als die Anwendung der Psychologie auf die Rechtspflege zu verstehen.1 Sämtliche psychologischen Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der Gerichtspraxis auftreten, sind Gegenstand der forensischen Psychologie.

Die theoretischen Grundlagen finden sich in den diversen Anwendungsge- bieten der Psychologie, beispielsweise der Entwicklungs-, Sozial-, Persönlichkeits- und klinischen Psychologie.2

Die Aufgaben des forensischen Gutachters liegen in der Beantwortung einer vom Gericht übertragenen Fragestellung. Darauf wird im Punkt zwei dieser Arbeit näher eingegangen.

Um seine Aufgaben zu erfüllen, wendet der forensische Psychologe ver- schiedene Methoden an. Hierbei spielen Gespräche, die sich in Interview, Exploration und Anamneseerhebung unterscheiden lassen, sowie die Durchführung von psychologischen Tests eine wichtige Rolle. Auf die ein- zelnen Methoden wird im dritten Abschnitt dieser Seminararbeit ein- gegangen.

Sämtliche Erkenntnisse, die der Gutachter durch seine Untersuchungen gewinnt, sollen dem Gericht mitgeteilt werden. Hierfür wird ein psycholo- gisches Gutachten erstellt. Mit den Anforderungen an das Gutachten sowie dem Aufbau desselben befasst sich der vierte Teil dieser Arbeit.

Der fünfte Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über die Aufgabengebiete des forensischen Psychologen, welche jedoch nicht im Detail behandelt werden.

2 Aufgaben des Gutachters

Richter sind immer wieder angehalten Urteile zu bestimmten Sachverhal- ten zu fällen. Oftmals sind psychologische Hintergründe zu erforschen, um ein „gerechtes“ Urteil zu fällen. Da Richter eine juristische aber in den meisten Fällen keine psychologische Ausbildung haben, können durch sie psychologische Gutachten in Auftrag gegeben werden, welche die Richter bei der Entscheidungsfindung unterstützen sollen.

Mit dem Auftragsschreiben werden bestimmte Fragen an den Gutachter gestellt. Seine Aufgabe ist es, diese Fragen durch gezielte Untersuchungen der Person zu beantworten.

Nimmt der Gutachter den Auftrag an, verliert die Schweigepflicht ihre Gültigkeit. Er verpflichtet sich, sämtliche Untersuchungsergebnisse dem Gericht mitzuteilen und fungiert somit als neutraler Gehilfe des Gerichts.3 Sollte er mit der Person verwandt oder verschwägert sein, steht dem Gut- achten jedoch das Recht auf Zeugnisverweigerung zu, er muss den Auftrag des Gerichtes also nicht annehmen.4

Der Gutachter sollte den Sachverhalt genau kennen, um diesen aus psy- chologischer Sicht beurteilen zu können. Daher hat er das Recht auf vollständige Akteneinsicht. Auch zusätzliche Zeugen dürfen vom Gutachter befragt werden. Im Rahmen der vollständigen Akteneinsicht dürfen auch vorhergehende psychologische Befunde sowie ärztliche Aufzeichnungen eingesehen werden. Diese dürfen jedoch – aufgrund der Schweigepflicht – nicht in das Gutachten miteinbezogen werden, ausser der Begutachtete würde dies genehmigen.5

[...]


1 Vgl. Lösel (1983), S. 143

2 Vgl. Jakob/Starke-Perschke/Staude (2002), S. 116 f.

3 Vgl. Haller (1996), S. 55

4 Vgl. Lempp/Schütze/Köhnken (1999), S. 8 ff.

5 Vgl. Haller (1996), S. 55 ff.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Forensische Psychologie
Hochschule
Universität Liechtenstein, früher Hochschule Liechtenstein
Veranstaltung
Einführung in die Psychologie
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
29
Katalognummer
V151772
ISBN (eBook)
9783640634255
ISBN (Buch)
9783640634484
Dateigröße
718 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Forensische, Psychologie
Arbeit zitieren
BBA Jeannine Dorn (Autor), 2008, Forensische Psychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151772

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