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Mediennutzung

Title: Mediennutzung

Scientific Essay , 2010 , 25 Pages

Autor:in: Prof. Joerg E. Schweizer (Author)

Communications - Mass Media
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Der Aufsatz beschränkt sich auf wichtige Fragestellungen und Erläuterungen der Mediennutzung und Medienforschung.
Die Arbeit gibt einen Überblick über die Forschungsstudien, bietet eine Einordnung und legt die Entwicklung der Mediennutzung (TV, Hörfunk, Tageszeitung, Kino und Online) dar.

Die Zielgruppe der Arbeit sind Studenten der Fachrichtung Medien und Kommunikationswissenschaften, die einen Bachelor-/Master Abschluß anstreben.

Die Forschung bedarf immer der Datenerhebung, was einen enormen finanziellen Aufwand bedeutet. Die Forschung kann durch neue Entwicklungen sehr schnell überholt sein, gleichzeitig erfüllt sie vielfältige Interessen. Verleger, Medien- und Technologiekonzerne, Produzenten, Sender, Media Planer, Agenturen, Werbewirtschaft und Politik sind Trends und Innovationen in einem sehr dynamischen Markt ausgesetzt. Eine hohe Volatilität des Geldstromes entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Auf der einen Seite wird individuell geforscht, auf der anderen Seite buhlen Mediengestalter und Programmmacher um das knappe Gut Aufmerksamkeit von Zielgruppen. In einer schnellen Medienwelt müssen sich die Programmmacher ständig mit der Fragestellung auseinandersetzen: Wo sind die Kunden von morgen und wie werde ich diese Kunden mit meinen Medieninhalten zu mir führen?
Bei den Studien und deren Auftraggeber unterscheiden sich Deutschland und USA sehr stark. Dies liegt zum einen darin, dass in den USA der größte Anteil der Medieninhalte von privaten Firmen erbracht wird. In Deutschland verfügt der öffentlich-rechtliche Rundfunk über 7,2 Mrd E (2006/2009 ca. 8 Mrd. Euro nach Gebührenerhöhung) gesetzlich geregelte Gebühreneinnahmen. In den USA müssen die Produzenten von Medieninhalten wissen wie und wo sie Werbung machen, weil sie selbst viel Geld in Werbung investieren (im Jahr 2005 über 2,2 Mrd. US$ zur Promotion ihrer Filme und TV Programme ), zum anderen weil sie sich zu 100% von den Werbeeinnahmen finanzieren. In Deutschland ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk relativ unabhängig von Werbegeldern. Nur deshalb gibt es auch eine entsprechende Forschungstradition – im Spannungsfeld der Politik müssen 8 Mrd E (2009) mit den Interessen der Zuschauer und Zuhörer begründet werden .
Studien sind deshalb von den Forschungssinteressen der Auftraggebern geprägt. Dies darf man nicht als „Generalangriff“ verstehen, aber bei der Interpretation der Studien bedenken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Mediennutzung und Medienforschung

1.1 Das Motiv und der Kontext

1.2 Der kontextbezogene Ansatz

2 Überblick über Forschungsstudien in Deutschland/ Standarduntersuchungen

2.1 Kontext/Cluster/Sinus Milieus

2.2 Arbeitsgemeinschaft Leseranalyse/ Informationsstelle Werbeträgerforschung

2.3 Allensbacher Werbeträger Analyse

2.4 Arbeitsgemeinschaft Media Analyse

2.5 Langzeitstudie Massenkommunikation

2.6 Medien Nutzer Typologie (MNT)

3 Entwicklung der Mediennutzung (TV, Hörfunk, Tageszeitung, Kino, Online)

3.1 Verbreitung und Entwicklung der Mediennutzung

3.2 TV

3.3 Hörfunk

3.4 Print

3.5 Kino

3.6 Online

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Theorien und Strukturen der Mediennutzung in Deutschland. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener Forschungsstudien und Instrumente zur Reichweitenmessung sowie der Entwicklung der Mediennutzung über verschiedene Gattungen hinweg, um ein tieferes Verständnis für das Zusammenspiel von Medien, Inhalten und Zielgruppenverhalten zu gewinnen.

  • Theoretische Ansätze der Mediennutzungsforschung
  • Überblick über deutsche Standarduntersuchungen und Marktforschungsinstitute
  • Vergleichende Analyse der Mediennutzung (TV, Hörfunk, Print, Kino, Online)
  • Rolle der Werbeindustrie und Einfluss auf die Programmentwicklung

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Motiv und der Kontext

Laut Meyen kann man zwei theoretische Ansätze in der Mediennutzungsforschung vergleichen: den motivationalen, bedürfnisbezogenen Ansatz und den kontextbezogenen.

Der motivationale bedürfnisbezogene Ansatz entwickelt sich innerhalb der Psychologie und spiegelt die menschlichen Grundbedürfnisse wieder. Neben dem „Bedürfnis“ sind „Motiv“, „individuelles Handeln“ und „kollektives Verhalten“ vorherrschende Grundbegriffe. Grundannahme ist, dass der Mensch über seine Bedürfnisse Auskunft geben kann.

Theoretische Ausgangsgrundlage ist hierbei die fünfstufige Bedürfnispyramide des Psychologen Abraham Maslow. Neben den hierarchisch angeordneten Bedürfnissen wie „physiologische Bedürfnisse“ (also Nahrungsmittel), „Sicherheitsbedürfnisse“ (Wohnung), „soziale Bedürfnisse“ (Liebe), findet man das „Bedürfnis nach Medien“ bei Maslow noch nicht. Bei der Mediennutzung spielt ein Bündel von Motiven eine Rolle, was der Maslowsche Ansatz nicht zulässt. Implizit hat Maslow die Funktionen der Massenmedien als Informationsquelle, Unterhaltungsfaktor und als Identifikationsfaktor sowie als soziales Interaktionsmedium nicht erkannt. McQuail hat die Maslowsche Theorie der hierarchischen Bedürfnispyramide um das Motiv Massenkommunikation.

Einen guten Überblick über die großen theoretischen Ansätze liefert Meyen. Grundsätzlich, so Meyen, fehlt jedoch einer „Theorie der Mediennutzung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Mediennutzung und Medienforschung: Das Kapitel erläutert die Grundphasen der Mediennutzung und stellt theoretische Ansätze zur Erklärung von Medienwahl und -rezeption vor.

2 Überblick über Forschungsstudien in Deutschland/ Standarduntersuchungen: Es werden zentrale deutsche Institute und Studienformate wie die AWA, die AG.MA und die Medien Nutzer Typologie (MNT) detailliert beschrieben.

3 Entwicklung der Mediennutzung (TV, Hörfunk, Tageszeitung, Kino, Online): Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Entwicklungen und Nutzungsstrukturen der einzelnen Mediengattungen sowie aktuelle Trends in der Werbefinanzierung.

Schlüsselwörter

Mediennutzung, Medienforschung, Reichweitenmessung, TV, Hörfunk, Printmedien, Onlinemedien, Werbemarkt, Mediennutzer-Typologie, Zielgruppenanalyse, Programmplanung, Konsumverhalten, Sozioökonomische Faktoren, Marktanalysen, Mediensozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Mediennutzung sowie den verschiedenen Methoden und Studien, mit denen in Deutschland das Medienverhalten und die Reichweiten von Medienangeboten erfasst werden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themenfelder sind die psychologischen und soziologischen Erklärungsmodelle für Mediennutzung, der Überblick über bedeutende deutsche Standardstudien (z.B. AWA, MA) sowie die aktuelle Marktsituation der einzelnen Mediengattungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das komplexe Zusammenspiel von Medientechnologie, individuellen Nutzermotiven und den Interessen der Werbewirtschaft zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Studienanalyse, um die verschiedenen Forschungstraditionen der Kommunikationswissenschaft und der kommerziellen Marktforschung gegenüberzustellen und zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der deutschen Forschungsstudien sowie eine spezifische Analyse der Entwicklungen bei Fernsehen, Hörfunk, Print, Kino und Online-Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mediennutzung, Reichweitenmessung, Werbemarkt, Zielgruppen, Marktforschung, Digitalisierung und Mediensozialisation.

Welche besondere Bedeutung hat die „Medien Nutzer Typologie“ (MNT)?

Die MNT ermöglicht es, das Medienverhalten der Rezipienten über demografische Daten hinaus nach Lebensstil, Interessen und Präferenzen zu segmentieren, um eine zielgenauere Programm- und Werbeplanung zu ermöglichen.

Warum wird das Fernsehen als „Leitmedium“ bezeichnet?

Aufgrund seiner hohen Verbreitung, der einfachen Bedienbarkeit über Generationen hinweg und seiner Fähigkeit, große Gemeinschaften durch Events und ritualisierte Nutzung anzusprechen, nimmt das TV in Deutschland einen Spitzenplatz ein.

Welche Rolle spielt das Internet in der aktuellen Entwicklung?

Das Internet fungiert zunehmend als eigenständiger Kommunikationskanal sowie als ergänzendes Medium zu klassischen Gattungen, was die Werbeindustrie dazu zwingt, ihre Budgets und Strategien in Richtung multimedialer Kampagnen anzupassen.

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Details

Title
Mediennutzung
Author
Prof. Joerg E. Schweizer (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V151777
ISBN (eBook)
9783640633586
ISBN (Book)
9783640633821
Language
German
Tags
Medienforschung Forschungsstudien Cluster Medien-Nutzer-Typologie Werbemarkt Vergleich USA-Deutschland Marktforschung Gebühren GEZ
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Prof. Joerg E. Schweizer (Author), 2010, Mediennutzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151777
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