Islamische Gesellschaftsordnung in Bezug auf das Leben in der westlichen Gesellschaft


Hausarbeit, 2010

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlechtertrennung im Islam
2.1 Räumliche Geschlechtertrennung – traditionelle Sicht
2.2. Räumliche Geschlechtertrennung – heute

3. Die Rolle der muslimischen Frau in der Gesellschaft

4. Die Körperbedeutung der muslimischen Frau
4.1 Sexualität im Islam in kurzer Übersicht

5. Die Stellung der muslimischen Frau in der westlichen Gesellschaft am Beispiel Deutschland

6. Die Stellung der christlichen Frau (traditionell)

7. Fazit

8. Literaturquellen

9. Internetquellen

1. Einleitung

Die folgende Ausarbeitung handelt von der Frage des Geschlechts im Islam in Hinsicht auf die Geschlechtertrennung, die sich auch im räumlichen Raum widerspiegelt. Außerdem gehe ich auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft ein, ihre Körperbedeutung und ihre Stellung in der westlichen Gesellschaft. Mit einbeziehen will ich die Geschlechtertrennung aus heutiger Sicht und der Frage nachgehen, wie die Frau trotz dessen ihre Rolle und ihren Einfluss in der Gesellschaft vertritt. Dem gegenüber werde ich die Sexualität im Islam mit einbeziehen, mit all ihren Regeln und Vorstellungen.

Zunächst werde ich auf die Geschlechtertrennung im Islam eingehen, wobei ich dem auf den Grund gehen möchte und die Ziele dieser darlegen möchte. Daraufhin werde ich mir die räumliche Geschlechtertrennung im Islam sowohl aus traditioneller als auch aus moderner Sicht näher beleuchten. Dabei werde ich die Unterschiede zwischen dem Innen- und dem Außenraum darlegen und wie sich dieses Raumverständnis mit der Gesellschaftsordnung spiegelt. Danach gehe ich auf die Rolle der muslimischen Frau in der Gesellschaft ein, was sie darin auszeichnet und welchen Stellenwert sie darin hat. Die Körperbedeutung der muslimischen Frau soll fokussieren, in welchem Zusammenhang dieser mit dem Stellenwert der Frau zusammenhängt. Daraufhin thematisiere ich die Sexualität im Islam (in kurzer Übersicht), weil ich dieses Thema für sehr wichtig erachte im Zusammenhang mit der Lebensweise und der Gesellschaftsordnung. Die Stellung der muslimischen Frau in der westlichen Gesellschaft soll darlegen, wie die Muslima mit ihrer Religion, Kultur und Tradition in der westlichen Gesellschaft umgeht und welchen Problemen sie gestellt ist. In kurzer Form werde ich vergleichend zum Stellenwert der muslimischen Frau die christliche Frau beleuchten, um einige Gemeinsamkeiten zu nennen.

Ziel ist es, durch die Ausarbeitung ein Bild von dem Geschlecht im Islam zu bekommen, sich von Vorurteilen zu entfernen und die Kultur zu verstehen, die ihre Liebe zur Religion zur alltäglichen Praxis macht.

2. Geschlechtertrennung im Islam

„Die Geschlechtertrennung wird als präventive Maßnahme gegen gesellschaftliches Chaos angesehen und der Mythos der männlichen Dominanz dient zu einer expliziten Idealisierung der Männlichkeit und zu einer impliziten Idealisierung der Weiblichkeit“ (Mihciyazgan 1988: 52). Sie gilt als ein wesentlicher Bestandteil im Islam, der die gesellschaftliche Ordnung beibehält (vgl. Mihciyazgan 1988: 55).

Die Geschlechtertrennung sieht vor, dass die Überlegenheit der Männer über die Frauen fester Bestandteil ist. Da die Frau aus dem Mann hervorging, fungieren die Männer an erster und die Frauen an zweiter Stelle. Sure vier besagt, dass Männer über die Frauen die Verantwortlichen sind. Außerdem gilt der Mann als das Haupt der Frau. Zeigt die Frau Gehorsam ihrem Mann gegenüber (Sure 4,34), so entspricht sie dem Ideal. Im Kehrschluss hat der Mann die Option, seine Frau zum Gehorsam zu bewegen und sie zu kontrollieren, um die Ordnung zu bewahren und das Chaos zu verhindern (vgl. http://www.swr.de/islam/religion/-/id=1550012/nid=1550012/did=1661214/1xp5yxw/index.html; Mihciyazgan 1988: 48, 50). Der Koran besagt jedoch, die eigene Frau gut zu behandeln (vgl. Schirrmacher 2004: 5). Warum Männer besser als die Frauen sind wird dadurch erklärt, dass ihnen [den Männern] mehr Intelligenz, Rationalität, Einsicht und Unbestechlichkeit zugesprochen wird. Eigenschaften, die sie benötigen um die Frauen versorgen zu können (vgl. Schirrmacher 2004: 6). Dies wird auch mit der Sure 4,34 belegt. Die Geschlechtertrennung ist gottgewollt, weil jedem Geschlecht sein Bereich zugeordnet wird. Die Frau hat die Einteilung in „Haus und Familie“ und der Mann in die „Erwerbsarbeit“ (vgl. ebd.). Vor Gott selbst sind sowohl der Mann als auch die Frau gleich, beide müssen die religiösen Pflichten gleichermaßen tragen und beide Geschlechter haben einen Zuspruch auf das Paradies (vgl. Schirrmacher 2004: 5). Sollte der Mann seiner Unterhaltspflicht gegenüber seiner Frau nicht nachgehen, hat sie das Recht sich von ihm zu scheiden, im Falle dessen dass sie die Gehorsamspflicht nicht einhält muss die Frau mit der Einstellung des Unterhalts von ihrem Mann ausgehen. Beide Geschlechter werden in ihrer Ehe also durch das islamische Eherecht [Sharia] bestärkt (vgl. Schirrmacher 2004: 6).

Die Frauen haben ihre Welt, welche den Männern verschlossen bleibt; sie [die Frauen] sehen die Männer `in stiller Übereinkunft` als die den Frauen überlegenen, um den Männern die Angst vor dem Chaos zu nehmen (vgl. Mihciyazgan 1988: 51f). „Die Segregation der Geschlechter soll damit Stabilität garantieren (…)“ (Mihciyazgan 1988: 50). Also ist die Geschlechtertrennung sowohl für den Mann als auch für die Frau eine „vernünftige Sache“ (vgl. Mihciyazgan 1988: 51). Die Vorurteile, die daraus resultieren zeigen die Frau als das Opfer, die einem passiven, untertänigen und männerabhängigen Wesen gleichgestellt wird, während der Mann als der Tyrann dahingestellt wird (vgl. Mihciyazgan 1988: 51; Lutz 1988: 34). Dabei gibt es Zuteilungen unter den Geschlechtern, bei der jeder seine Funktion und Wichtigkeit besitzt [s. Räumliche Geschlechtertrennung ].

Die Geschlechtertrennung gilt als „(…) eine „logische“ Einrichtung, eine Logik, die sich aus der muslimischen Definition von Körperlichkeit, männlicher und weiblicher Sexualität und dem Ideal des gesellschaftlichen Zusammenlebens ergibt“ (Mihciyazgan 1988: 52).

„Die weibliche Restriktion im Islam beruht nicht auf dem Konzept der weiblichen Schwäche, sondern auf dem Konzept der weiblichen Stärke“ (Aus Mihciyazgan 1988; Lutz 1988: 21).

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Islamische Gesellschaftsordnung in Bezug auf das Leben in der westlichen Gesellschaft
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V151884
ISBN (eBook)
9783640636761
ISBN (Buch)
9783640637034
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
räumliche Geschlechtertrennung, Segregation der Geschlechter, Muslima, Körperbedeutung der Frau, Sexualität im Islam, koedukative Sexualerziehung, Gesellschaftsordnung
Arbeit zitieren
Viktoria Dell (Autor), 2010, Islamische Gesellschaftsordnung in Bezug auf das Leben in der westlichen Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151884

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