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Die linguistische Veränderung des Niederdeutschen unter besonderer Berücksichtigung des Mittelniederdeutschen

Titel: Die linguistische Veränderung des Niederdeutschen unter besonderer Berücksichtigung des Mittelniederdeutschen

Hausarbeit , 2024 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich gezielt mit der linguistischen Veränderung des Niederdeutschen. Außerdem wird folgende Frage behandelt: Was führte in der Geschichte des Niederdeutschen dazu, dass die geschriebene und die gesprochene Verwendung der Sprache deutlich abnahm, obwohl es in der Vergangenheit eine wichtige Sprech-, besonders aber eine angesehene Schriftsprache war? Dabei wird speziell der Einfluss der mittelniederdeutschen Sprachperiode berücksichtigt, sodass neben der gesprochenen Sprache vor allem das Schrifttum und die Schriftsprache im Fokus stehen. Im ersten Schritt wird die Entstehung und Entwicklung der mittelniederdeutschen Sprache untersucht. Dazu wird der Begriff des Mittelniederdeutschen definiert, die Sprachperiode geschichtlich sowie zeitlich eingeordnet und die Ausdehnung des mittelniederdeutschen Sprachraums und die Unterscheidungen der Mundartengebiete präsentiert. Daraufhin wird das mittelniederdeutsche Schrifttum und die Schriftsprache beleuchtet, sodass sich eine Verbindung zum letzten Kapitel dieser Arbeit, dem der Verdrängung und des Rückgangs der mittelniederdeutschen Schrift herstellen lässt. Die erarbeiteten Ergebnisse und Erkenntnisse werden in einem Fazit am Ende dieser Ausarbeitung kurz und prägnant zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Entwicklung der mittelniederdeutschen Sprache

3. Das mittelniederdeutsche Schrifttum und die Schriftsprache

4. Rückgang und Verdrängung der mittelniederdeutschen Schrift

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die linguistische Entwicklung des Niederdeutschen mit einem gezielten Fokus auf die Periode des Mittelniederdeutschen, um die Ursachen für dessen sprachgeschichtlichen Wandel und die spätere Verdrängung durch das Hochdeutsche nachzuvollziehen.

  • Historische Einordnung und Charakterisierung der mittelniederdeutschen Sprachperiode
  • Die Rolle des Mittelniederdeutschen als bedeutende Schriftsprache während der Hansezeit
  • Analyse der soziokulturellen und institutionellen Einflussfaktoren auf den Sprachwandel
  • Untersuchung der Mechanismen, die zum Rückgang der mittelniederdeutschen Schrift führten
  • Die Funktion der Schriftsprache als Spiegel gesellschaftlicher Machtverhältnisse

Auszug aus dem Buch

3. Das mittelniederdeutsche Schrifttum und die Schriftsprache

Das Frühmittelniederdeutsch manifestierte sich in zahlreichen regionalen Schreibsprachen, wodurch diese Sprachstufe durch eine Vielzahl sprachlicher Varianten gekennzeichnet ist. Für die hochdeutsch-ostfälischen und westlichen Sprachmerkmale im Frühmittelniederdeutschen sind vor allem die ostfälischen und die westfälischen Strömungen verantwortlich (Stellmacher, 1990). Ostfälisch ist die Sprachform der ältesten Texte des Mittelniederdeutschen. Diese sind vor allem im frühen Lübecker Schrifttum zu finden, wie zum Beispiel im ersten überlieferten Stadtrecht im Jahr 1263 (Sanders, 1982). Kennzeichnend für das Ostfälische ist zum Beispiel die „Senkung von i, e zu e, a vor r + Konsonant: kerke ‚Kirche‘, barg ‚Berg‘“ (Stellmacher, 1990, S. 43). Besonders die fürstlichen Kanzleien Norddeutschlands nutzten die allgemein verständliche Laiensprache des Niederdeutschen. Außerdem präsentiert uns das Mittelniederdeutsche fachliche, amtliche und vor allem religiös-erbauliche Texte sowie lokalpatriotische Geschichtsdarstellungen (Gebrauchsschrifttum) (Sanders, 1982).

Das Mittelhochdeutsche zeigte sich beispielsweise in seiner Dichtung als Ausdrucksform der höfisch-ritterlichen Kultur, während das Mittelniederdeutsche von der aufkommenden städtischen Kultur in der Zeit des Feudalismus geprägt ist (Gernentz, 1980). Der Schwerpunkt der mittelniederdeutschen Überlieferung lag während der östlichen Strömung demnach auf anderen Gebieten (Sanders, 1982). Sanders (1982) gibt folgende Umschreibung:

Dies zeigt uns, daß der Gegensatz zum Hochdeutschen nicht nur sprachlicher Art ist, sondern sich in eine Reihe paralleler Gegensätze aufgliedern läßt:

- literarisch: Dichtung - Gebrauchsschrifttum,

- formal: Reimvers - Prosa,

- soziokulturell: höfisches Rittertum - städtisches Bürgertum, usw. (S. 134)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Geschichte des Niederdeutschen über 1000 Jahre und begründet den Fokus auf das Schrifttum als eigenwertige Realisierungsform der Sprache.

2. Entstehung und Entwicklung der mittelniederdeutschen Sprache: Dieses Kapitel definiert den zeitlichen und räumlichen Begriff des Mittelniederdeutschen und erläutert die Ausdehnung des Sprachraums sowie die Dialektlandschaften.

3. Das mittelniederdeutsche Schrifttum und die Schriftsprache: Hier wird der Charakter der mittelniederdeutschen Schriftsprache analysiert, insbesondere ihre Funktion als Handels- und Rechtssprache während der Hansezeit.

4. Rückgang und Verdrängung der mittelniederdeutschen Schrift: Das Kapitel erläutert die soziopolitischen und institutionellen Gründe, die zum Übergang ins Hochdeutsche und zum Niedergang des Mittelniederdeutschen führten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle des Mittelniederdeutschen als bedeutende Verkehrssprache zusammen und resümiert die Faktoren der Verdrängung durch das Hochdeutsche.

Schlüsselwörter

Niederdeutsch, Mittelniederdeutsch, Hanse, Schriftsprache, Sprachwandel, Hochdeutsch, Kanzleisprache, Schreibsprache, Linguistik, Sprachgeschichte, Dialekt, Hansezeit, Sprachnormierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die linguistische Evolution des Niederdeutschen, mit einem speziellen Schwerpunkt auf der Periode des Mittelniederdeutschen und dessen Bedeutung als Schriftsprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung und Ausdehnung des mittelniederdeutschen Sprachraums, die Rolle der Hanse als Sprachnormierungsinstanz und die Gründe für den späteren Rückgang dieser Sprachform.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die systematischen Veränderungen der niederdeutschen Sprache aufzuzeigen und die Ursachen für deren Verdrängung durch das Hochdeutsche im 16. und 17. Jahrhundert zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer linguistischen Analyse historischer Quellen und greift auf anerkannte sprachwissenschaftliche Fachliteratur zur geschichtlichen Einordnung zurück.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sprachraumeinwicklung, die Analyse der Funktionen als Gebrauchs- und Fachschriftsprache sowie die Untersuchung der sozioökonomischen Faktoren des Sprachwechsels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Mittelniederdeutsch, Sprachwandel, Hansezeit, Schriftsprache und die Etablierung des Hochdeutschen als Standard.

Warum war das Mittelniederdeutsche primär eine Schriftsprache?

Die Forschung zeigt, dass das Mittelniederdeutsche vor allem in rechtlichen, diplomatischen und kaufmännischen Kontexten als normierte Schreibsprache fungierte, während die gesprochene Sprache stark dialektal geprägt blieb.

Welchen Einfluss hatte der Buchdruck auf die Sprache?

Mit dem Erstarken des Hochdeutschen passte sich der Buchdruck den neuen Anforderungen des Marktes an, was ab dem 17. Jahrhundert zur massiven Verdrängung publikationsreifer niederdeutscher Schriften führte.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die linguistische Veränderung des Niederdeutschen unter besonderer Berücksichtigung des Mittelniederdeutschen
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
11
Katalognummer
V1519060
ISBN (PDF)
9783389092798
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schriftlinguistik Sprachwissenschaften Linguistik Germanisitk Niederdeutsch Plattdeutsch Sprachforschung Gesprochene Sprache Geschriebene Sprache Sprachgeschichte Sprachgebrauch Schriftsprachgebrauch Mittelniederdeutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Die linguistische Veränderung des Niederdeutschen unter besonderer Berücksichtigung des Mittelniederdeutschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1519060
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Leseprobe aus  11  Seiten
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