Durch die Ausweitung des globalen Welthandels ist es zu einer Selbstverständlichkeit für Unternehmen geworden, ihre Rohstoffe und Erzeugnisse, welche sie zur Herstellung ihrer Produkte benötigen, aus einer Vielzahl an Anbietern auswählen zu können. Abhilfe bzw. Erleichterung soll dabei eine Prozessphilosophie schaffen, welche „Supply Chain Management“ genannt wird. Die Besonderheit am Aufbau und Ablauf der Arbeit ist, dass die einzelnen Bestandteile des Kernthemas mit einem aktuellen Beispiel aus der Industrie verbunden sind. Dem Leser soll dadurch ein direkter Zusammenhang von Theorie und praktischer Umsetzung von Kooperationen des SCM gegeben werden. Als praktische Darstellung liegt hierbei die Herstellung des Verkehrsflugzeugs Boeing 787 „Dreamliner“ zu Grunde. Ein Gros von Problemen und Hindernissen, welche das Projekt stetig zu neuen Verzögerungen führten, entstanden durch die externe Beschaffung von Kernelementen wie Rohstoffe oder Komponenten innerhalb der Supply Chain. Zu allererst erfolgt eine allgemeine Beschreibung und Definition der Begrifflichkeiten Supply Chain Management sowie Kooperationen, welche aber ausschließlich oberflächlich und zum theoretischen Verständnis erläutert werden, da diese nur die Oberbegriffe für das später zu betrachtende Kernthema darstellen. Im Anschluss daran folgt die Aufarbeitung des Themas anhand des gewählten Praxisbeispieles. Nach einer kurzen Ist-Beschreibung des Praxisbeispieles wird der Hauptaugenmerk auf die Aspekte der Gestaltung, den Voraussetzungen sowie der Vor- und Nachteile der Kooperation innerhalb dieser komplexen Supply Chain aufgezeigt. Diese Bestandteile bilden den Hauptteil der Arbeit und sollen detailliert verdeutlichen, welche Kernaussagen die Kooperation innerhalb einer Supply Chain hat, welche Bedeutung ihr zukommt und welcher Aufwand dafür nötig ist, diese optimal und ohne Schwierigkeiten umzusetzen. Zum Abschluss dieser Abhandlung wird ein Fazit gezogen, welche Faktoren und Aspekte von Kooperationen innerhalb der SCM zu beachten sind, um einen größtmöglichen Erfolg zu erzielen bzw. welche Schwierigkeiten auftreten können und so die gesamte Kette negativ beeinflussen. Außerdem bezwecke ich mit dem gewählten Beispiel einen möglichen Vergleich für zukünftige Projekte dieses Industriezweiges aufzustellen, anhand dessen man Parallelen im Kooperationsablauf des SCM erkennbar machen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Ausgangssituation und Vorgehensweise
2 Definition von SCM und Kooperationen
2.1 Supply Chain Management
2.2 Kooperation als Begrifflichkeit
3 Überbetriebliche Kooperationen innerhalb der Supply Chain am Beispiel der Herstellung des Verkehrsflugzeuges Boeing 787 „Dreamliner“
3.1 Die Fakten zum Projekt „Dreamliner“ und Aussagen für die Kooperation innerhalb der Supply Chain
3.2 Voraussetzungen für eine SCM Kooperation
3.3 Strategische Gestaltung der SCM Kooperation
3.4 Vor- und Nachteile einer SCM Kooperation
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Herausforderungen überbetrieblicher Kooperationen im Rahmen des Supply Chain Managements (SCM). Anhand der praktischen Fallstudie des Projekts Boeing 787 „Dreamliner“ wird aufgezeigt, wie theoretische Konzepte der Zusammenarbeit in einem komplexen industriellen Umfeld erfolgreich oder problematisch umgesetzt werden.
- Grundlagen und Definitionen von Supply Chain Management und Kooperationen
- Analyse der überbetrieblichen Zusammenarbeit im Projekt Boeing 787 „Dreamliner“
- Voraussetzungen für eine erfolgreiche SCM-Kooperation
- Strategische Gestaltungsmöglichkeiten von Kooperationsnetzwerken
- Vor- und Nachteile sowie kritische Erfolgsfaktoren bei der Implementierung
Auszug aus dem Buch
2.2 Voraussetzungen für eine SCM Kooperation
Um überhaupt eine Basis für Kooperationen zu schaffen, sind bestimmte Voraussetzungen nötig, welche die beteiligten Partner realisieren müssen. Grundsätzlich werden Kooperationen als subjektiv empfundener, positiver Nutzen für alle Beteiligten beurteilt. Der wichtigste Faktor, nämlich die Bereitstellung von Informationen, lässt sich nur durch eine gegenseitige und ausreichende Transparenz verwirklichen. Es wird dabei im Vornherein festgelegt, welche Kosten, welchen Nutzen und welche Risiken die einzelnen Partner innerhalb der SCM Kooperation tragen. So wird vermieden, dass zu einem späteren Zeitpunkt Unklarheiten bei auftretenden Problemen herrschen.
Außerdem muss ein entscheidender Faktor abgegrenzt werden, nämlich eine mögliche Gewinnverteilung. In keinem anderen Kooperationsbereich kann es zu größeren Schwierigkeiten innerhalb der Partnerschaft kommen als auf dem finanziellen Sektor. Herrscht in diesem Sachfeld einmal Disharmonie bzw. Uneinigkeit, so kann sich dies im Folgenden durch den gesamten weiteren Prozess ziehen und den gemeinsamen Erfolg des angestrebten Ziels zunichte machen. Grundvoraussetzungen sind demnach auch ein gegenseitiges Verständnis für das Verhalten bzw. die Ansichten des Anderen. Man muss sich in die Rolle des Partners hineinversetzen können, um mögliche Reibungspunkte besser zu verstehen. Außerdem müssen die Ziele der Beteiligten komplementär sein, d.h. sie müssen dasselbe Ziel verfolgen und dürfen nicht widersprüchlich zu den Aktivitäten sein. Abschließend ist das Vertrauen zwischen den Partnern als wichtigste Voraussetzung zur Schaffung einer SCM Kooperation anzusehen. Ohne dieses Vertrauen ist es fast unmöglich innerhalb der Kette die „gleiche“ Sprache zu sprechen und gleiche Begriffe zu benutzen. Kompetenzgerangel ohne Vertrauensbasis trägt zum sicheren Scheitern jeder Zusammenarbeit bei.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Ausgangssituation und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Supply Chain Managements im globalen Handel und stellt das Projekt Boeing 787 „Dreamliner“ als zentrales Fallbeispiel der Arbeit vor.
2 Definition von SCM und Kooperationen: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Supply Chain Managements als Prozessphilosophie sowie die begrifflichen Merkmale von Kooperationen in der Wirtschaft definiert.
3 Überbetriebliche Kooperationen innerhalb der Supply Chain am Beispiel der Herstellung des Verkehrsflugzeuges Boeing 787 „Dreamliner“: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die praktischen Erfahrungen, Voraussetzungen, Gestaltungsformen sowie Chancen und Risiken der Kooperationen im Fall des Boeing-Projekts.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Transparenz, sorgfältiger Planung und Vertrauen für das Gelingen komplexer Supply-Chain-Kooperationen.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, Kooperation, Boeing 787, Dreamliner, Unternehmensnetzwerk, Logistik, Prozessoptimierung, Strategische Allianz, Wertschöpfungskette, Transparenz, Risikomanagement, Informationsfluss, Zulieferermanagement, Projektmanagement, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Analyse von Kooperationen zwischen Unternehmen innerhalb von Lieferketten (Supply Chains).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Supply Chain Management, die strukturelle Gestaltung von Unternehmenskooperationen sowie deren Auswirkungen auf komplexe industrielle Großprojekte.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen theoretischen Voraussetzungen für Kooperationen und deren praktischer Umsetzung aufzuzeigen, um Erfolgsfaktoren und Risiken zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine literaturgestützte Analyse durchgeführt, die durch eine Fallstudie über die Entwicklung und Produktion des Boeing 787 „Dreamliner“ ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Untersuchung der Voraussetzungen für eine SCM-Kooperation, deren strategische Gestaltung sowie die Bewertung von Vor- und Nachteilen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Supply Chain Management, Kooperation, Wertschöpfungskette, strategische Allianzen, Prozessoptimierung und Transparenz.
Warum wurde das Projekt „Dreamliner“ als Fallbeispiel gewählt?
Das Projekt ist aufgrund der Vielzahl beteiligter Zulieferer und der komplexen technologischen Herausforderungen ein ideales Beispiel für die Abhängigkeiten in einer globalen Supply Chain.
Welche Rolle spielt Vertrauen laut dem Autor für Kooperationen?
Vertrauen wird als die wichtigste Voraussetzung angesehen, da es erst die Grundlage für eine reibungslose Kommunikation und die Verwendung gemeinsamer Begriffe innerhalb einer komplexen Kette bildet.
- Arbeit zitieren
- Florian Martin Heymann (Autor:in), 2009, Kooperationen innerhalb des Supply Chain Managements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151923