Worauf muss ich als Kindergärtnerin achten?
Kinder haben Spaß am Einsatz all ihrer Sinne. Sie lieben z.B.: Hoppe-Reiter-Spiele, sie
springen gerne auf Matratzen und hüpfen auch gerne in Pfützen. Für einen Erwachsenen
erscheinen manche Tätigkeiten oft als sinnlos. Für das Kind ist es aber auf keinen Fall
nutzlos. Es erfährt so über die Sinne seine Umwelt und es macht seine Erfahrungen, was vor
allem auch für seine spätere Entwicklung von großer Bedeutung ist. Es ist aus diesem
Grund wichtig, dass man sich auf die Erlebnisebene des Kindes einlässt. Kinder
brauchen auch den konkreten Umgang mit Dingen und möchten sie nicht nur ansehen.
Es ist heute leider so, dass wir in einer sozusagen sinnesfeindlichen Umwelt aufwachsen.
Wir leben in einer
-mediatisierten Welt
(Die Kinder erleben die Welt über Bilder passiv und nicht aktiv.)
-technisierten und motorisierten Welt.
(Tatsächliche Vorgänge sind nicht mehr sichtbar, es öffnen sich z.B.: Türen
automatisch.)
-körper- und leibfeindlichen Welt
(Kinder können ihrem Bewegungsdrang zum Teil nicht nachgehen.)
-Welt voll einseitiger Sinneserfahrungen
(Wahrnehmung ist oft auf das Sehen und Hören beschränkt.)
- Es ist aber wichtig, dass alle Sinnesorgane angeregt werden, nur so können
sie gut funktionieren.
- Da dies die Kinder aber im Alltag oft nicht erfahren, ist es auch Aufgabe von
Erziehungseinrichtungen, dass sie darauf eingehen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Bedeutung von sinnlichen Erfahrungen für das Kind
2. Methode des Einführens bei Wahrnehmungsspielen
3. Zur Geschichte der Wahrnehmung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die essenzielle Bedeutung von Sinneserfahrungen für die kindliche Entwicklung und leitet daraus pädagogische Ansätze zur gezielten Förderung der Wahrnehmungsdifferenzierung im Kindergartenalltag ab.
- Bedeutung der aktiven Sinneswahrnehmung in einer mediatisierten und technisierten Umwelt
- Methodische Gestaltung von Wahrnehmungsangeboten unter Berücksichtigung des kindlichen Interesses
- Historische Perspektiven auf die Schulung und das Training der Sinne
- Praktische Implementierung von Förderangeboten für das visuelle, taktile und gustatorische System
Auszug aus dem Buch
1. Bedeutung von sinnlichen Erfahrungen für das Kind
Kinder haben Spaß am Einsatz all ihrer Sinne. Sie lieben z.B.: Hoppe-Reiter-Spiele, sie springen gerne auf Matratzen und hüpfen auch gerne in Pfützen. Für einen Erwachsenen erscheinen manche Tätigkeiten oft als sinnlos. Für das Kind ist es aber auf keinen Fall nutzlos. Es erfährt so über die Sinne seine Umwelt und es macht seine Erfahrungen, was vor allem auch für seine spätere Entwicklung von großer Bedeutung ist. Es ist aus diesem Grund wichtig, dass man sich auf die Erlebnisebene des Kindes einlässt. Kinder brauchen auch den konkreten Umgang mit Dingen und möchten sie nicht nur ansehen.
Es ist heute leider so, dass wir in einer sozusagen sinnesfeindlichen Umwelt aufwachsen. Wir leben in einer mediatisierten Welt (Die Kinder erleben die Welt über Bilder passiv und nicht aktiv.), technisierten und motorisierten Welt (Tatsächliche Vorgänge sind nicht mehr sichtbar, es öffnen sich z.B.: Türen automatisch.), körper- und leibfeindlichen Welt (Kinder können ihrem Bewegungsdrang zum Teil nicht nachgehen.) und einer Welt voll einseitiger Sinneserfahrungen (Wahrnehmung ist oft auf das Sehen und Hören beschränkt.).
Es ist aber wichtig, dass alle Sinnesorgane angeregt werden, nur so können sie gut funktionieren. Da dies die Kinder aber im Alltag oft nicht erfahren, ist es auch Aufgabe von Erziehungseinrichtungen, dass sie darauf eingehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedeutung von sinnlichen Erfahrungen für das Kind: Dieses Kapitel erläutert, warum der aktive Einsatz der Sinne für die kindliche Entwicklung unverzichtbar ist und welche Herausforderungen die moderne Umwelt dabei stellt.
2. Methode des Einführens bei Wahrnehmungsspielen: Hier werden methodische Schritte aufgezeigt, wie Wahrnehmungsangebote im Kindergarten vorbereitet und für Kinder motivierend gestaltet werden können.
3. Zur Geschichte der Wahrnehmung: Dieser Abschnitt gibt einen kurzen historischen Überblick über die philosophische und pädagogische Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Sinneswahrnehmung durch Denker wie Aristoteles, Comenius und Locke.
Schlüsselwörter
Wahrnehmungsdifferenzierung, Kindheitspädagogik, Sinneserfahrungen, visuelle Wahrnehmung, taktile Wahrnehmung, Geschmackssinn, Förderung, Entwicklung, Erziehung, Sinnesschulung, aktive Teilhabe, pädagogische Methode, Umweltwahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die zentrale Rolle der Sinne in der kindlichen Entwicklung und wie pädagogische Fachkräfte Kinder gezielt in ihren Wahrnehmungsfähigkeiten unterstützen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf das visuelle, taktile und gustatorische System sowie die methodische Umsetzung von Sinnesförderung im Kindergarten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Bewusstsein für die Notwendigkeit ganzheitlicher Sinneserfahrungen zu schärfen und konkrete, praxisnahe Spielideen für den Erziehungsalltag an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf pädagogische Fachliteratur und verknüpft theoretische Grundlagen zur Wahrnehmungsgeschichte mit praxisorientierten Anleitungen zur Förderung im Kindergarten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben methodischen Ansätzen zur Spieleinführung spezifische Übungen und Experimente für das Sehen, Tasten und Schmecken detailliert vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wahrnehmungsdifferenzierung, Kindheitspädagogik, Sinneserfahrungen und ganzheitliche Förderung sind die maßgeblichen Begriffe dieser Publikation.
Warum ist laut der Autorin ein "konkreter Umgang mit Dingen" für Kinder so wichtig?
Kinder lernen durch aktives Handeln und Erleben. Der direkte Kontakt mit Materialien ermöglicht es ihnen, Zusammenhänge zu verstehen, die durch eine rein passive, medienbasierte Betrachtung verloren gehen.
Wie kann man die visuelle Wahrnehmung fördern, ohne die Kinder zu überfordern?
Die Autorin empfiehlt spielerische Ansätze wie "Ich sehe was, was du nicht siehst" oder das Sortieren von Formen, bei denen die Kinder in einer entspannten Atmosphäre lernen, Details und Wesentliches bewusst zu unterscheiden.
- Quote paper
- Birgit Mayer (Author), 2002, Spiele zur Wahrnehmungsdifferenzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15192