Heinrich (VII.)

Selbständiger Herrscher oder des Vaters Marionette


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

28 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Jugendzeit Heinrichs (VII.)
2.1 Die Verhältnisse im „regnum teutonicum“ und die Voraussetzungen der Herrschaft Heinrichs (VII.)
2.2 Krönung Heinrichs (VII.) und Aufbruch Friedrichs II. nach Italien
2.3 Vormundschaft, Erziehung und Regentschaftsrat

3. Die Politik Heinrichs (VII.) im „regnum teutonicum“
3.1 Eigene Wege
3.2 Das Statutum in favorem principum
3.3 Die Begegnung von Cividale

4. Konflikt und Herrschaftsverlust

5. Die Persönlichkeit Heinrichs (VII.)

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis
7.1 Quellen
7.2 Literatur

1. Einleitung

In König Heinrich (VII.), gesprochen der „Klammer-Siebte“, erblickte die historisch interessierte Öffentlichkeit lange Zeit selten mehr als eine tragisch gescheiterte Randfigur mittelalterlicher Geschichte, der es kaum gelang, aus dem übermächtigen Schatten ihres charismatischen Vaters, des Stauferkaisers Friedrich II., herauszutreten.

„Es gibt im Frühjahr 1235 viel zu staunen im Reich: Der Kaiser zieht mit orientalischer Pracht über die Alpen, um seinen Sohn, den deutschen König, energisch zur Raison zu bringen!“1 Allein die spektakulären Umstände seiner Absetzung durch Friedrich (VII.) im Sommer 1235 weckten als isoliert betrachtetes Einzelereignis bereits früh das Interesse deutscher Historiker, deren Ursachenforschung sich jedoch zumeist in Rekonstruktionsversuchen einer vermeintlichen „Kronprinzentragödie“ erschöpfte.2

Erst mit der im Jahr 1929 veröffentlichten Biographie Emil Franzels setzte eine verstärkte Hinwendung zu politischen Erklärungsmodellen für das Scheitern Heinrichs ein, deren Fortschreibung allerdings bis zu Beginn der 1990er Jahre im Wesentlichen ausblieb. Seither erschienen neben vereinzelten Spezialstudien in Aufsatzform und den Ausführungen Wolfgang Stürners im Rahmen seines Standardwerkes zu Kaiser Friedrich II.3 und mit Peter Thoraus sehr detaillierten „Jahrbüchern des Deutschen Reichs unter Heinrich (VII.)“4, sowie Christian Hillens Untersuchungen zur Hofstruktur Heinrichs (VII.)5 erstmals wieder zwei umfangreichere Veröffentlichungen über den jungen Staufer. Die neuere Literatur bildet, den aktuellen Forschungsstand widerspiegelnd, denn auch gemeinsam mit einer an ihr orientierten Auswahl bereits im 19. Jahrhundert erschlossener Quellen6 das Fundament der vorliegenden Arbeit. Allerdings gewähren die Annalen und Chroniken jener Zeit oft nur einen sehr lückenhaften Einblick in die mit Heinrich (VII.) in Verbindung stehenden Vorgänge, so dass sich der Historiker häufig nur mit Wahrscheinlichkeiten oder gar Vermutungen begnügen muss. Die folgende Einschränkung Stürners gilt daher erst recht für diese Arbeit: „Wir wissen auch heute noch zu wenig über die Maßnahmen Heinrichs und vor allem über die Hintergründe und Motive seines Tuns, um ein wirklich abgerundetes und fundiertes Urteil über ihn angeben zu können.“ Die Suche nach Gründen für das Scheitern Heinrichs (VII.) verlangt es, sich im Folgenden auf die Analyse seiner Politik als eigenständig agierender Herrscher der Jahre zwischen 1229 und 1235 zu konzentrieren. Für die Zeit der „Regentschaften“ Erzbischof Engelberts von Köln und Herzog Ludwigs von Bayern (1220 bis 1228) genügt dagegen eine Beschränkung auf jene Aspekte, welche die weitere Entwicklung des jungen Königs nachhaltig beeinflussen sollten. Dementsprechend bilden sein spannungsreiches Verhältnis zu den deutschen Reichsfürsten und der davon kaum zu trennende Konflikt mit Kaiser Friedrich II. den inhaltlichen Kern dieser Arbeit. Das unablässige Forschen nach Erklärungen für die damals offenbar großes Aufsehen erregende Absetzung des etwa vierundzwanzigjährigen Staufers veranlasste schon die Zeitgenossen zu wilden Spekulationen über dessen Persönlichkeit und produzierte fast erwartungsgemäß überwiegend negative Urteile, welche von der älteren Historiographie zudem in der Regel völlig kritiklos übernommen wurden.

2. Die Jugendzeit Heinrichs (VII.)

Heinrich (VII.) kam vermutlich zu Beginn des Jahres 1211 als erstgeborener Sohn des gerade siebzehnjährigen sizilischen Königs Friedrich II. und seiner Gattin Konstanze von Aragon in Palermo oder Messina zur Welt.7 Bereits im Februar 1212 ließ sein Vater8 den etwa Einjährigen zum rex Sicilie krönen9, um wenig später einem Ruf der mehrheitlich von dem 1210 exkommunizierten Welfenkaiser Otto IV. abgefallenen deutschen Fürsten in das Land seiner staufischen Vorfahren zu folgen.10 Die Geschicke Siziliens bestimmte unterdessen Heinrichs (VII.) Mutter Konstanze, welche in den folgenden Jahren auch als die Hauptausstellerin der königlichen Urkunden auftrat.11 Nachdem Friedrich II. den staufisch- welfischen Thronstreit für sich entschieden hatte und im Juli 1215 in Aachen zum neuen römischen König gekrönt worden war12, bemühte er sich ganz offensichtlich, die wieder gewonnene traditionelle Position der Staufer in Deutschland mit einer möglichst frühzeitigen Einführung seines Sohnes und künftigen Kronerbens in die deutsche Politik zu festigen.13 Heinrich (VII.) wurde deshalb nach Nürnberg bestellt14 und dort - wahrscheinlich noch im Dezember 1216 - von seinem Vater zum dux Suevie erhoben.15 Mit dem Aussterben der Zähringer Anfang 1218 war zudem die Würde des rector Burgundie vakant geworden

2.1 Die Verhältnisse im „regnum teutonicum“ und die Voraussetzungen der Herrschaft Heinrichs (VII.)

Das Herrschaftsgebiet, das dem fünfjährigen Heinrich (VII.) in der Zeit zwischen Oktober 1216 und Februar 1217 übergeben wurde, erstreckte sich über das im weitesten Sinne geschlossene Herzogtum Schwaben.16 Heinrich (VII.) war als Herzog dieses Gebietes Mitglied des Reichsfürstenstandes und ranghoher Adliger im regnum teutonicum. Der Begriff regnum teutonicum, welcher seit dem Beginn der salischen Königsherrschaft Verwendung für das Reich östlich des Rheins fand, bestand aus einem Länderverband, an dessen Spitze der gewählte König stand.17 Heinrich (VII.) bekam kurz nach seiner Ankunft im Dezember 1216 den Titel Herzog von Schwaben verliehen. Die Funktion dieses Amtes bestand hauptsächlich in der Kontrolle der schwäbischen Vasallen18 und stellte eine Vermittlerposition zwischen dem König und seinen Lehnsmännern dar. Der nächste Titel, den der Knabe erwerben sollte, war die Würde des rector Burgundie19. Das Rektorat Burgund stellte ein Reichslehen dar, welches nur durch das Fehlen eines Erben beim Tod des Zähringer Berthold V. im Jahr 1218 möglich wurde; am 04.01.1220 erschien dieser Titel erstmals neben dem Rang des Herzogs von Schwaben und unter Weglassung seines sizilischen Königstitels in einer Urkunde Friedrichs II. für das Kloster Ottobeuren. Friedrich II. nutzte hier geschickt eine Kombination aus dem Heimfallrecht und dem verwandtschaftlichen Anspruch auf das Gebiet.20 Heinrich (VII.) hatte bei seiner Erhebung zum Deutschen König im Mai 1220 eine gut ausgebaute und, für die Verhältnisse der Zeit im regnum teutonicum des Mittelalters, sehr gut konsolidierte Hausmacht unter seiner Obhut.

2.2 Krönung Heinrichs (VII.) und Aufbruch Friedrichs II. nach Italien

Die Krönungszeremonie und Salbung fanden, Stürner zufolge, in Aachen statt, nachdem die Königswahl bereits im April 1220 in Frankfurt abgehalten worden war.21 Heinrich (VII.) wurde am 23. April 122022 in Frankfurt von den Reichsfürsten zum Romanorum rex gewählt. Die eigentliche Krönung Heinrichs (VII.) fand am 8. Mai 1222 statt. Dort wurde er von den versammelten Fürsten und dem Konsekrator, in der Person des Kölner Erzbischofs Engelbert von Berg, feierlich geweiht.23

Die Gründe für das Bestreben Friedrich II. seinen Sohn als Nachfolger im regnum teutonicum einsetzen zu lassen, waren zweierlei Natur. Auf der einen Seite wollte sich der Vater Heinrichs (VII.) in Rom zum Kaiser krönen lassen, auf der anderen Seite musste er seinem Kreuzzugsgelübde folgen.24 Um also die Herrschaft und auch im Fall des Ablebens während des Kreuzzugs die Nachfolge geregelt zu haben, setzte sich Friedrich II. für die Wahl seines minderjährigen Sohnes ein. Um die Ruhe im Reich für seine Pläne in Italien zu garantieren, musste Friedrich II. allerdings mit den geistlichen Fürsten die so genannte Confoederatio cum principibus ecclesiasticis vereinbaren. Hierbei ist anzumerken, dass

Friedrich II. im Gegensatz zu den Beteuerungen, die er dem Papst Honorius III.25 gemacht hatte, sehr wohl über die Krönung Bescheid wusste und schon in Verhandlungen mit den betreffenden Fürsten gestanden haben muss.

„Die Tatsache, daß dieses Fürstenprivileg kurz nach der Wahl, am 26.04.1220, ausgefertigt wurde und Friedrich einleitend seine Dankbarkeit für die Treue der geistlichen Fürsten bekundet, zeigt deutlich, daß sehr genaue Absprachen vorausgegangen sein müssen.“26 Die Bezeichnung dieser Vereinbarung entstand allerdings erst im Laufe der späteren Geschichtsschreibung im 19. Jahrhundert und ist kein Produkt des Mittelalters. Der zukünftige Kaiser verzichtete hier unter anderem auf die Nutzung bischöflichen Nachlasses zwischen zwei Bischofswahlen, wollte sich bei strittigen Bischofswahlen nicht mehr einmischen und bestätigte, dass auf kirchlichem Gebiet keine Gebäude mehr errichtet werden sollten. Damit hatte sich Friedrich II. entscheidender Geldquellen und Kontrollmöglichkeiten beraubt. Die ohnehin gängige Praxis des geistesfürstlichen Münz-, Markt- und Zollrechts wurde jetzt juristisch bestätigt. Friedrich II. begründete das in Privilegienform erlassene Edikt mit den Verdiensten, die sich die geistlichen Fürsten erworben hätten, indem sie erst ihm zur Krone verhalfen und dann auch seinem Sohn wohlwollend und einträchtig zu ihrem König und Herren wählten.27

2.3 Vormundschaft, Erziehung und Regentschaftsrat

Als Friedrich II. im Sommer das regnum teutonicum verließ, um die Kaiserwürde von Papst Honorius III. zu erhalten, bestimmte er alle Personen, die sich um den Knaben Heinrich (VII.) kümmern sollten. Friedrich II. bestellte einen Erziehungsrat, zu dem der Sächsischen Weltchronik nach der Kanzler Konrad von Speyer, Gerhard von Dietz und der Bischof Otto von Würzburg gehörten.28 Um die konkrete Erziehung sollte sich Konrad von Winterstetten kümmern29, während die Aufsicht über das Herzogtum Schwaben in die Hand Heinrichs von Neuffen gelegt wurde, der für diese Aufgabe sogar vom Kreuzzugsgelübde befreit wurde. Die unmittelbare Aufsicht vollzogen Ministeriale.30 Nach der vollzogenen Königsweihe von 122231 wurde der Kölner Erzbischof Engelbert zum so genannten provisor regni, zum Fürseher des Reiches ernannt.32 Gleichzeitig sollte er die Funktion eines Tutors für Heinrich (VII.) übernehmen. „Tutor“ bedeutete hier Vormund und als solcher war der Bischof auch anzusehen, da die Politik des geistlichen Fürsten in der Folgezeit recht eigenständig war. Nach alter Sitte wäre für die Position des Reichsverwesers nur der Mainzer Erzbischof in Frage gekommen. Franzel führt für die Wahl Engelberts an:

„Die imponierende Persönlichkeit Engelberts mußte sich aber geradezu aufdrängen und wahrscheinlich hatte der Kaiser auch den Einfluß der Stadt Köln im Auge, als er ihren Bischof zum Verweser ernannte. Die große Kommune, die im staufisch-welfischen Thronkampf eine so bedeutsame Rolle gespielt hatte, mußte durch ein Zugeständnis gewonnen werden.“33

„Columpna ecclesiae, cleri decus, stabilimentum regis“ nennen die Gesta Treverorum’34 den mächtigen Kirchenfürsten.

Auch Heinrich (VII.) scheint Engelbert respektiert zu haben, jedenfalls reagierte er auf dessen Ermordung am 7. November 1225 mit einem kurz darauf in Nürnberg abgehaltenen Hoftag, auf dem der vierzehnjährige König die Täter um Friedrich von Isenburg anklagte.35 Hier heiratete er auch auf Geheiß seines Vaters die etwa sieben Jahre ältere Babenbergerin Margarethe, eine Tochter des Herzogs Leopold IV. von Österreich, die ihm später zwei Söhne gebar.36 Für Pfingsten des folgenden Jahres hatte Friedrich II. die Abhaltung eines kaiserlichen Hoftages in Cremona angekündigt37, auf dem unter anderem auch die Wiederherstellung der Reichsrechte in Oberitalien zur Sprache kommen sollte. Die deshalb um ihre Freiheiten fürchtenden lombardischen Städte versperrten daraufhin König Heinrich (VII.) und seinem Gefolge bei Verona den Zugang zur Poebene, so dass er Anfang Juni 1226 nach etwa sechswöchiger Wartezeit in Trient unverrichteter Dinge wieder nach Deutschland zurückkehren musste.38 Das beabsichtigte Treffen Heinrichs (VII.) mit dem Vater kam also nicht zustande. Stattdessen bestellte der Kaiser, obwohl sein Sohn nach deutschen

Rechtsvorstellungen die Volljährigkeit bereits seit zwei Jahren erreicht hatte39, nunmehr Herzog Ludwig I. von Bayern zum neuen Reichsverweser40, dessen „Regentschaft“ auch weiterhin in enger Absprache mit Friedrich fürstliche Interessen bediente; der junge König fungierte lediglich als deren „Legitimationsspender und -beschaffer“.41

3. Die Politik Heinrichs (VII.) im „regnum teutonicum“

Ein politisches Programm ist uns als Selbstzeugnis von Heinrich (VII.) nicht überliefert.42 Emil Franzel hat daher versucht, aus den verfügbaren urkundlichen Quellen drei „Haupttendenzen der Politik Heinrichs (VII.)“ abzuleiten. Danach habe dieser, um dem permanenten Machtzuwachs der Reichsfürsten und der zunehmenden Territorialisierung des Reiches entgegenzuwirken, erstens nach Kräften die Emanzipationsbestrebungen der großen Bischofsstädte gefördert, zweitens den Aufstieg der zumeist dem niederen Adel entstammenden Reichsministerialität begünstigt und drittens mit der Ausdehnung des staufischen Haus- und Reichsgutes die territoriale Basis königlicher Macht in Deutschland kontinuierlich verbreitert.43 Doch hat jenes antifürstliche Bündnis zwischen König Heinrich (VII.), städtischem Bürgertum und den Ministerialen wirklich jemals in dieser Form bestanden?

3.1 Eigene Wege

Etwa seit 1227 begab sich Heinrich (VII.) auf einen von der Politik der Regentschaft Herzog Ludwigs von Bayern abweichenden Kurs. Auch die Zeit der Begünstigung der Kirchenfürsten schien beendet zu sein. Eine erste Konfrontation suchte der junge König mit dem Straßburger Bischof Berthold von Teck.

[...]


1 Schiller, Elisabeth: Ein Sohn geht eigene Wege. Kaiser Friedrich gegen König Heinrich - Ein Vater-Sohn­Konflikt eskaliert bis zur Tragödie. In: G/Geschichte, Ausgabe 4/2008, S. 36.

2 Einen Forschungsbericht dazu gibt Franzel, Emil: König Heinrich VII. von Hohenstaufen. Studien zur Geschichte des „Staates“ in Deutschland (Quellen und Forschungen aus dem Gebiete der Geschichte 7), Prag 1929, S. 11-15.

3 Eine Auswahl der neuesten Literatur bietet Stürner, Wolfgang: König Heinrich (VII.). Rebell oder Sachwalter staufischer Interessen? In: Karl-Heinz Rueß (Hrsg.): Der Staufer Heinrich (VII.). Ein König im Schatten seines kaiserlichen Vaters (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst, Bd. 20), Göppingen 2001, S. 42.

4 Thorau, P.: König Heinrich (VII.), das Reich und die Territorien. In: Jahrbücher der deutschen Geschichte. Berlin 1998, S.36.

5 Hillen, Christian: Curia regis. Untersuchungen zur Hofstruktur Heinrichs (VII.) 1220-1235 nach den Zeugen seiner Urkunden, Frankfurt am Main 1999.

6 Das verfügbare Quellenmaterial hat sich seit Ende des 19. Jahrhunderts kaum noch erweitert; vgl. Werner Goez in seiner Einführung zu Rueß (Hrsg.): Der Staufer Heinrich (VII.), S. 9.

7 Stürner, Wolfgang: Der Staufer Heinrich (VII.). Lebensstationen eines gescheiterten Königs. In: ZWLG 52 (1993), S. 31.

8 Breve Chronicon de rebus Siculis,. In: HB I, S. 893 und 895.

9 Vgl. RI V, Nr. 3835c.

10 Breve Chronicon de rebus Siculis. In: HB I, S. 894 ; Burchardi Praepositi Urspergensis Chronicon ad a. 1210, MGH SS rer. Germ. XVI, S. 99f.

11 Vgl. RI V, Nr. 3836-3844.

12 Burchardi Praepositi Urspergensis Chronicon ad a. 1212, MGH SS rer. Germ. XVI, S. 109.

13 Vgl. Stürner (1993), S. 13.

14 Zu Heinrichs Reise nach Deutschland: Breve Chronicon de rebus Siculis. In: HB I, S. 895.

15 Vgl. RI V, Nr. 3846d-3846e. - Die erste Urkunde, in der Heinrich beide Titel rex Sicilie et dux Suevie trägt, datiert vom 13.02.1217 (HB I, S. 499f.).

16 Franzel, (1929), S. 31; Thorau, P.: König Heinrich (VII.), das Reich und die Territorien. In: Jahrbücher der deutschen Geschichte. Berlin 1998, S.36.

17 Vgl. Lexikon des Mittelalters 7, S. 601f.

18 Zu der Funktion des Amtes: Thorau (1998), S. 38.

19 Thorau (1998), S. 82.: „[...] ist auch die Anwesenheit seines Sohnes wieder nachweisbar, der am 20. April als Herzog von Schwaben und Rektor von Burgund in Friedrichs Urkunde für die Bürger von Worms genannt wird.“; Vgl. Breve Chronicon de rebus Siculis. In: HB I, S. 924-927.

20 Vgl. Thorau (1998)., S. 48ff.

21 Vgl. Stürner, Wolfgang: Friedrich II.. Teil 2. Der Kaiser 1220 - 1250. Verbesserte Sonderausgabe. Darmstadt 2003; Thorau (1998), S. 88f. vertritt ebenfalls diese Meinung. Franzel wiederum vertritt die Auffassung: „[...] daß es sich 1220 um eine Nomination Heinrichs handelte, daß er aber dann 1222 in Aachen zum wirklichen römischen König gewählt und gekrönt wurde.“ (Franzel (1929), S. 36) Er beruft sich bei dieser Aussage auf die Speyerer Annalen: „[...] electus estet consecratus rex Heinricus Aquisgrani. “ (Annales Spirenses, MGH SS 17, S. 84) Eine weitere Argumentation Franzels ist der Satz der Sächsischen Weltchronik: „sworen ene to koninge na des vader dode. “ (Sächsische Weltchronik, MGH Deutsche Chroniken 2, S. 242) Thorau findet die Beweise für Franzels These fraglich, da sich in keiner anderen Quelle, als der Sächsischen Weltchronik und den Speyerer Annalen, „von einer nominatio die Rede ist, und offenbar auch nirgends der Ausdruck ,designatius est’ fällt. Darüber hinaus ist zu fragen, ob Franzel meinte, die Quellen unberücksichtigt lassen können, in denen eindeutig von einer Wahl zum König erzählt wird.“ (Thorau (1998), S. 89)

22 Vgl. hierzu ebd. S. 84, Fußnote 403.

23 Chronica regia Coloniensis. Cont. IV, MGH SS rer. Germ. 18, S. 252 ad a. 1222: „Henricus septimus, filius Friderici imperatoris, adhuc puer, consecratus est in regem Aquisgrani ab Engilberto Coloniensi archiepiscobo dominica ante ascensionem Domini, scilicet 8. Idus Mai. ”

24 Brüsch, T., Eickels, K. van: Kaiser Friedrich II. Leben und Persönlichkeit in Quellen des Mittelalters. Darmstadt 2000, S. 102.; Vgl. Thorau (1998), S. 186.

25 Vgl. Brüsch/ Eikels (2000), S. 91ff.; Thorau (1998), S. 87: „[...] ohne sein Wissen und während seiner Abwesenheit seinen Sohn zum König gewählt.“

26 Brüsch/ Eikels (2000), S. 97.

27 MGH Const. 2, Nr. 73, S. 89, Z. 2-6: „Digna recolentes animadversione, quanta efficatia et fide dilecti fideles nostri principes ecclesiastici nobis hactenus astiterint, ad culmen imperii nos promovendo, promotos in ipso firmando et demum filium nostrum Heinricum in regem sibi et dominum benivole atque concorditer eligendo, censuimus eos [...]. ”

28 MGH, Deutsche Chronik, II, S. 243.

29 Burchardi Praepositi Urspergensis Chronicon ad a. 1221, MGH SS rer. Germ. XVI, S. 114f.

30 Franzel (1929), S. 105.

31 Vgl. Fußnote 23.

32 Zum Begriff des „provisor regni“: Thorau (1998), S. 108ff.

33 Franzel (1929), S. 105.

34 MGH SS 24, S. 399.

35 Annales Marbacenses ad a. 1225 (MGH SS rer. Germ. IX), S. 90; Annales S. Pantaleonis ad a. 1225. In: MGH SS rer. Germ. XVIII, S. 255f. ; Annales Scheftlarienses maiores ad a. 1225. In: MGH SS XVII, S. 338; Gesta Treverorum, Continuatio IV. In: MGH SS XXIV, S. 400.

36 Annales Marbacenses ad a. 1225, MGH SS rer. Germ. IX, S. 89; Breve Chronicon de rebus Siculis. In: HB I, S. 897; Burchardi Praepositi Urspergensis Chronicon ad a. 1223, MGH SS rer. Germ. XVI, S. 121.

37 Burchardi Praepositi Urspergensis Chronicon ad a. 1226, MGH SS rer. Germ. XVI, S. 121.

38 Annales Placentini Gibellini ad a. 1226. In: MGH SS XVIII, S. 469; Annales S. Pantaleonis ad a. 1226. In: MGH SS rer. Germ. XVIII, S. 258; Ryccardi de Sancto Germano Chronica ad a. 1225-1226 (RIS 7,2), S. 126 und 137.

39 Vgl. Thorau (1998), S. 267-271; für Hillen handelt es sich hierbei jedoch lediglich „um eine aus allgemeinen Rechtsanschauungen hergeleitete Vermutung, die nicht durch konkrete Quellenbelege gesichert werden kann.“ (Hillen (1999), S. 153).

40 Burchardi Praepositi Urspergensis Chronicon ad a. 1225, MGH SS rer. Germ. XVI, S. 121; Gesta Treverorum, Continuatio IV. In: MGH SS XXIV, S. 400.

41 Vgl. Thorau (1998), S. 358; ebenso Hillen (1999), S. 157.

42 Vgl. Hillen (1999), S. 12f.

43 Vgl. Franzel (1929), S. 142. Seine Ansicht teilen in wesentlichen Punkten auch Kantorowicz (1931), S. 342 („[...] war Heinrich vor allem darauf bedacht, [...] seine Selbständigkeit zu erweitern [...] gegen die freilich jeden deutschen König hemmenden Fürsten. Er stützte sich dabei notwendig auf deren Gegner: auf das städtische Bürgertum [und] auf die Ministerialen [...]“) und Schaller (1969), S. 326ff. („Der junge König scheint von Anfang an ohne Zuziehung der Fürsten regiert zu haben. Stattdessen stützte er sich auf den niederen Adel und die Reichsministerialität [...] und begünstigte die Emanzipation der Bischofsstädte [...]“).

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Heinrich (VII.)
Untertitel
Selbständiger Herrscher oder des Vaters Marionette
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Seminar Abteilung II)
Veranstaltung
Hauptseminar: Elisabeth von Thüringen (1207-1231) und ihre Zeit
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V151936
ISBN (eBook)
9783640637751
ISBN (Buch)
9783656305637
Dateigröße
643 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich (VII.), Friedrich II.
Arbeit zitieren
Florian Link (Autor), 2007, Heinrich (VII.), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151936

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Heinrich (VII.)



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden