Organisation und Aufbau der Europäischen Union


Seminararbeit, 2008
23 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Drei-Säulenmodell der Europäischen Union
2.1 Europäische Gemeinschaften
2.2 Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)
2.3 Polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit (PJZS)

3 Die Organe der Europäischen Union
3.1 Das Europäische Parlament
3.1.1 Zusammensetzung
3.1.2 Aufgaben und Befugnisse
3.1.3 Organisation
3.2 Der Rat der Europäischen Union
3.2.1 Zusammensetzung und Ratsvorsitz
3.2.2 Aufgaben
3.2.3 Der Europäische Rat (Europarat)
3.2.4 Organisation
3.3 Die Europäische Kommission
3.3.1 Zusammensetzung und Mitglieder
3.3.2 Aufgaben
3.3.3 Organisation
3.4 Die Europäische Zentralbank
3.4.1 Zusammensetzung
3.4.2 Aufgaben
3.5 Der Europäische Gerichtshof
3.6 Weitere Organe

4 Schlussbemerkung

1 Einleitung

Der Gedanke einer Einigung Europas entstand als Folge des zweiten Weltkrieges. Ein Zusammenschluss sollte Europa jemals wieder vor einem Krieg und der damit verbundenen Zerstörungen schützen. Der Ursprung der heutigen Europäische Union (EU) ist auf den Schumann-Plan von 1950 zurückzuführen. Damals wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS bzw. Montanunion) durch Deutschland, Frankreich, Italien, und den Beneluxländern gegründet. Als 1957 die römischen Verträge unterzeichnet wurden, entstand die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EAG).

Heute hat die EU 27 Mitgliedsstaaten und stellt einen Lebensraum für rund 490 Millionen Einwohner dar. Die aktuellen Mitgliedsstaaten sind Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Republik Zypern. Die EU ist kein Staat, sondern eine bedeutsame Organisation. Es wurden gemeinschaftliche Organe eingerichtet, denen die Mitgliedsstaaten Teile ihrer Souveränitäten abgetreten haben, um demokratische Entscheidungen auf europäischer Ebene zu treffen.

Die EU fördert die Zusammenarbeit der Völker, der Traditionen, Sprachen und die gemeinsamen Werte wie Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit. Sie vertritt die gemeinschaftlichen, nationalen und bürgerlichen Interessen und ist bestrebt die Wahrung des Friedens und des Wohlstandes für alle Bürger sicherzustellen.

Im nun folgenden Beleg wird das Drei-Säulenmodell der EU erklärt, sowie auf die drei wichtigsten Organe eingegangen. Vorgestellt wird auch die aus wirtschaftlicher Sicht bedeutende Europäische Zentralbank (EZB) und kurz der Europäische Gerichtshof (EuGH).

2 Das Drei-Säulenmodell der Europäischen Union

Der Vertrag von Maastricht, welcher 1993 in Kraft trat, stellt die rechtliche Grundlage zur Gründung der EU dar. Mit diesem Vertragswerk wurde die EU als übergeordneter Staatenverbund gegründet.1 Dabei bildet die EU das gemeinsame Dach über den Europäischen Gemeinschaften und neuen Formen der Zusammenarbeit. Daraus entstanden die so genannten drei Säulen der EU.

2.1 Europäische Gemeinschaften

Die drei Europäischen Gemeinschaften (EWG bzw. ab 1993 EG, EAG bzw. Euratom, bis 2002 Montanunion) sind supranationale Organisationen. Sie sind Träger eigener Rechte und Pflichten im Verhältnis zu ihren Mitgliedern und Drittstaaten. Dabei bildet das Herz die EG.2

Die Aufgaben der EG sind in Artikel 2 des EG-Vertrages festgelegt. Daraus geht hervor, dass die EG u.a. für folgende Politikbereiche zuständig und verantwortlich ist:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Euratom-Vertrag regelt die Zusammenarbeit der EG-Länder bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie. 2002 ist der Vertrag der Montanunion, der den Ländern 50 Jahre zollfreien Zugang zu Kohle und Stahl gewährte, ausgelaufen. Seitdem sind seine Regelungen dem EG-

Vertrag zugerechnet.3

2.2 Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)

Den Grundstein der GASP legten 1970 die beschlossene Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ), sowie die 1987 in Kraft getretene Europäische Akte.

Die GASP beinhaltet Regeln zu einer gemeinsamem Außen- und Sicherheitspolitik der Mitgliedsstaaten, ohne jedoch deren nationale Außenpolitiken zu ersetzen. Das heißt, die Zusammenarbeit erfolgt intergouvernemental, also zwischen den Regierungen der Mitgliedsstaaten.4

Hauptziel ist eine Abstimmung und Koordination der Außenpolitiken der jeweiligen Mitgliedsstaaten, die Sicherung des europäischen und internationalen Friedens sowie die Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungs- und Rüstungspolitik. Dies geschieht entsprechend den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nation, den Menschenrechten und Grundfreiheiten.

Die dritte Säule der EU regelt die zwischenstaatliche Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres, d.h. der nationalen Polizei-, Zoll- und Justizbehörden.

Die Zusammenarbeit richtet sich vor allem auf die Verhütung und Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, des Terrorismus, [...], von Straftaten an Kindern und Jugendlichen sowie der Korruption und des Betruges.5

Um diese Ziele zu verfolgen, wurde das Europol (Europäische Polizeiamt) und die Eurojust (Europäische Stelle für justizielle Zusammenarbeit) gegründet. Angestrebt wird eine Annäherung der strafrechtlichen Vorschriften der Mitgliedsstaaten innerhalb der EU.

3 Die Organe der Europäischen Union

Die Organe sind Ausdruck des Willens, „einen immer engeren Zusammenschluss der europäischen Völker zu schaffen“. Sie arbeiten nach dem Grundsatz der Aufteilung der politischen Verantwortung: Die Kommission schlägt Rechtsakte vor, das Parlament nimmt zu ihnen Stellung, der Ministerrat verabschiedet sie, und der Gerichtshof ist zuständig für ihre Auslegung. Mit der Erweiterung der Aufgaben der EU

wuchsen auch Zahl und Umfang der Organe.6

Auf den nachfolgenden Seiten werden nun das Parlament, der Rat und die Kommission beschrieben. Da die EZB aus wirtschaftlicher Sicht sehr wichtig ist, werden auch ihre Aufgaben dargestellt. Auf den EuGH wird nur kurz eingegangen.

[...]


1 Vgl. Stephan Frisch, Dr. Ullrich Hengelhaupt, Franziska Hohm: „TaschenAtlas - Europäische Union“, S.14

2 Stephan Frisch, Dr. Ullrich Hengelhaupt, Franziska Hohm: „TaschenAtlas - Europäische Union“, S.14

3 Stephan Frisch, Dr. Ullrich Hengelhaupt, Franziska Hohm: „TaschenAtlas - Europäische Union“, S.16

4 Vgl. Stephan Frisch, Dr. Ullrich Hengelhaupt, Franziska Hohm: „TaschenAtlas - Europäische Union“, S.16

5 Stephan Frisch, Dr. Ullrich Hengelhaupt, Franziska Hohm: „TaschenAtlas - Europäische Union“, S.16

6 Europäische Union, „Im Dienste Europas“, S.4

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Organisation und Aufbau der Europäischen Union
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
23
Katalognummer
V151978
ISBN (eBook)
9783640637836
ISBN (Buch)
9783640638000
Dateigröße
511 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europäische Union, EU
Arbeit zitieren
Diplom-Betriebswirt (FH) Felix Merz (Autor), 2008, Organisation und Aufbau der Europäischen Union, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151978

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