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Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung - Thema und Verlauf einer Unterrichtsreihe

Ordnungsvorstellungen und Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft

Title: Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung - Thema und Verlauf einer Unterrichtsreihe

Term Paper , 2010 , 36 Pages

Autor:in: Dipl.-Kfm. André Kemper (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Der vorliegende Unterrichtsentwurf behandelt das Stundenthema „Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung – Ordnungsvorstellungen und Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft“. Dieses Thema ist dabei in die übergeordnete Unterrichtsreihe „Die Soziale Marktwirtschaft – eine Wirtschaftsordnung steht vor neuen Herausforderungen (Grundlagen, Funktionen und Realität der Sozialen Marktwirtschaft)“ zentral innerhalb der 11 angedachten Unterrichtsstunden eingebettet. Das Thema spielt insofern eine wichtige Rolle in der allgemeinen ökonomischen Bildung der Schüler , dass diese sich in der heutigen Zeit vermehrt als Bürger, Konsument und (später auch) Wirtschafter dem Druck der Globalisierung sowie der Wirtschaftskrise in den verschiedensten Bereichen in ihrem Leben ausgesetzt sehen. Die Marktwirtschaft muss hier einlenken und flexibel auf die neuen Gegebenheiten reagieren. Gleichzeitig muss sie aber auch, bezogen auf die Gesellschaft, eine soziale Marktwirtschaft bleiben. Für die Schüler spielt es also eine große Bedeutung sich mit dem Thema der Sozialen Marktwirtschaft im Speziellen auseinander zu setzen. Die theoretischen Hintergründe können somit aktuell und sehr praxisnah vertieft werden. Die Thematik der Unterrichtsstunde muss aber aus Kapazitätsgründen eingegrenzt werden, so dass das theoretische Gerüst und die Basisinformationen zum Thema nur mit den wirklich wichtigsten historischen (Entwicklungs-)Daten ergänzt werden können. Allgemein gesehen sollen sich die Schüler mit den Grundgedanken und den verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Sozialen Marktwirtschaft auf Basis fundierten Wissens befassen und aus einer individuellen Sichtweise mit Blick auf kollektives Handeln verstehen können. Dazu wird die Methodik des Gruppenpuzzles angewendet. Diese Methode kann ebenso wie die Funktionsweise der Sozialen Marktwirtschaft in eine individuelle und eine kollektive Ebene differenziert werden. Dadurch ist gewährleistet, dass sich die Schüler zunächst selbstständig Gedanken über das Unterrichtsthema machen und diese dann innerhalb der Gruppen vertreten und erweitern können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Soziale Marktwirtschaft – auch in Zeiten der Globalisierung und Wirtschaftskrise noch in ihrer Grundordnung zu gebrauchen?

2 Bedingungsanalyse

3 Sachanalyse

3.1 Der Liberalismus

3.2 Der Neoliberalismus

3.3 Die Soziale Marktwirtschaft

4 Didaktische Analyse

4.1 Curriculare Begründung

4.2 Allgemein didaktische Begründung

4.3 Fachdidaktische Begründung

4.4 Methodische Begründung

5 Verlaufsplanung

5.1 Thema und Verlauf der Unterrichtsreihe

5.1.1 Thema der Unterrichtsreihe

5.1.2 Zusammenhang der Stunde mit der Unterrichtsreihe

5.2 Lernziele

5.3 Strukturskizze

5.4 Lernerfolgskontrolle

6 Reflexion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die didaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Soziale Marktwirtschaft, um Schülern der 11. Klasse ein Verständnis für deren Grundprinzipien und ordnungspolitische Ausgestaltung in Zeiten globaler wirtschaftlicher Herausforderungen zu vermitteln.

  • Verständnis der historischen Entwicklung (Liberalismus und Neoliberalismus)
  • Analyse der Funktionsweise und Kernaufgaben der Sozialen Marktwirtschaft
  • Förderung ökonomischer Mündigkeit und Urteilsfähigkeit der Schüler
  • Methodische Umsetzung durch ein handlungsorientiertes Gruppenpuzzle
  • Reflexion über die Bedeutung von Wettbewerb und sozialem Ausgleich

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Liberalismus

Historisch gesehen entwickelte sich die Soziale Marktwirtschaft aus zwei politischen Denkweisen in Bezug auf das Verhältnis von Wirtschaft und Staat – dem Liberalismus und Neoliberalismus. Das Ende des 18. Jahrhunderts war, Geistesgeschichtlich gesehen, vom Naturrechtsdenken der Aufklärung geprägt (vgl. Hardes et al. 1999, S. 19). Der Wohlstand einer Nation setzte sich nicht mehr aus der Steigerung der Macht und des Reichtums seines Herrschers zusammen, sondern der rational handelnde Mensch besaß ein „natürliches Recht auf individuelle Freiheit und Selbstständigkeit in allen Bereiche – also auch in der Wirtschaft“ (Hardes et al. 1999, S. 19). Als Erfinder des Liberalismus gilt Adam Smith, der Ende des 18. Jahrhunderts der zentralen Wirtschaftslenkung Versagen vorwarf und gleichzeitig forderte, dass der Staat das einzelne Individuum nicht bevormunden dürfe, da er ausschließlich Freiheitsrechte sichern sowie innere bzw. äußere Sicherheit gewährleisten sollte (siehe dazu grundlegend Smith 1776). Der Liberalismus wurde dann in seiner gesellschaftlich orientierten Konzeption auf das Prinzip der Wirtschaftsordnung übertragen. Politische Freiheit war nur möglich, wenn der Mensch auch in seiner wirtschaftlichen Betätigung frei war (vgl. Hadeler 2000, S. 1978). Die Abhängigkeit vom Herrscher einer Nation zum Wohlstand derselbigen wurde durch die freie Marktwirtschaft ersetzt, denn die politische und menschliche Freiheit setzt eine freiheitliche Wirtschaftsordnung voraus (vgl. Rüstow 1963, S. 77f.). Es lag nun in der Hand der Unternehmen und Haushalte über die Produktion, die Art der Einkommenserzielung sowie die Verwendung des Einkommens zu entscheiden. Dadurch traten diese aber auch in Konkurrenz zueinander, wodurch sich ein Leistungswettbewerb entwickelte. Das Individuum besaß in den Zeiten des Liberalismus ein starkes Interesse darin, seine (privaten und wirtschaftlichen) Ziele zu erreichen bzw. zu maximieren. Der Leistungswettbewerb entfaltete sich und die Produktivität wurde gesteigert. Um aber der Willkür des Einzelnen entgegenwirken zu können, tritt der Markt als Kontrollmechanismus in den Vordergrund. Mit Hilfe des Marktpreises stehen Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht (vgl. Hadeler 2000, S. 2061f.). Steigt die Nachfrage nach einem Gut, wird es also zu einem knappen Gut, steigt auch der Preis. Die dann höheren Preise signalisieren den Unternehmen aber mögliche Gewinnsteigerungen, weswegen sie ihre Produktion ausweiten, oder neue Anbieter „betreten“ den Markt. Der Markt konnte seine Vormachtstellung dadurch erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Soziale Marktwirtschaft – auch in Zeiten der Globalisierung und Wirtschaftskrise noch in ihrer Grundordnung zu gebrauchen?: Einleitung in die Relevanz des Themas für die ökonomische Bildung und Erläuterung der didaktischen Einbettung in die Unterrichtsreihe.

2 Bedingungsanalyse: Analyse der Lerngruppe, der methodischen Vorkenntnisse sowie der organisatorischen Rahmenbedingungen für die geplante Unterrichtsstunde.

3 Sachanalyse: Theoretische Herleitung der Sozialen Marktwirtschaft ausgehend vom Liberalismus und Neoliberalismus bis hin zur modernen Konzeption.

4 Didaktische Analyse: Begründung der Themenwahl durch curriculare Vorgaben, aktuelle wirtschaftspolitische Relevanz und fachdidaktische Ansätze wie den Lebenssituationenansatz.

5 Verlaufsplanung: Detaillierte Darstellung des geplanten Unterrichtsaufbaus, der Lernziele, der Zeitstruktur sowie der verwendeten Methoden und Materialien.

6 Reflexion: Kritische Nachbetrachtung des durchgeführten Unterrichts hinsichtlich methodischer Umsetzung, Zeitmanagement und Gruppenarbeit.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Liberalismus, Neoliberalismus, Ordoliberalismus, Wirtschaftsordnung, Sozialer Ausgleich, Wettbewerb, Gruppenpuzzle, Ökonomische Bildung, Didaktische Analyse, Globalisierung, Wirtschaftskrise, Marktmechanismus, Lernkompetenz, Unterrichtsentwurf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf für das Fach Sozialwissenschaften vor, der das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft im Kontext aktueller wirtschaftlicher Krisen behandelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Marktwirtschaft, die historische Genese der Sozialen Marktwirtschaft sowie deren didaktische Vermittlung in der gymnasialen Oberstufe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Schülern die Soziale Marktwirtschaft als gestaltbares System zu vermitteln, das zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird für den Unterricht verwendet?

Der Unterricht setzt auf die Methode des Gruppenpuzzles, um durch Experten- und Zielgruppenphasen kooperatives Lernen und eine tiefere Auseinandersetzung mit der Thematik zu fördern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Klasse, eine fundierte Sachanalyse der ordnungspolitischen Theorien sowie eine detaillierte didaktische und methodische Begründung des Unterrichtsentwurfs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Marktwirtschaft, Ordoliberalismus, ökonomische Bildung, Gruppenpuzzle und methodische Kompetenz.

Warum ist das Thema Soziale Marktwirtschaft für Schüler heute so relevant?

Aufgrund von Globalisierung und Wirtschaftskrisen erleben Schüler direkte Auswirkungen auf ihre Lebenswelt, was ein tieferes Verständnis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig macht.

Wie gehen die Schüler in den Gruppenphasen konkret vor?

In Expertengruppen werden zunächst Texte in Einzelarbeit erschlossen, um dann in Zielgruppen das Wissen auszutauschen und ein gemeinsames Schaubild als Ergebnis zu erstellen.

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Details

Title
Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung - Thema und Verlauf einer Unterrichtsreihe
Subtitle
Ordnungsvorstellungen und Ausgestaltung der Sozialen Marktwirtschaft
College
University of Duisburg-Essen  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaften und Didaktik der Wirtschaftslehre)
Course
Fachdidaktische Analyse und Planung ausgewählter betriebs- und volkswirtschaftlicher Gegenstände
Author
Dipl.-Kfm. André Kemper (Author)
Publication Year
2010
Pages
36
Catalog Number
V151991
ISBN (eBook)
9783640638611
ISBN (Book)
9783640638925
Language
German
Tags
Soziale Marktwirtschaft Wirtschaftsordnung Thema Verlauf Unterrichtsreihe Ordnungsvorstellungen Ausgestaltung Sozialen Marktwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. André Kemper (Author), 2010, Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung - Thema und Verlauf einer Unterrichtsreihe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151991
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