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Parallelen zwischen Platons Darstellung der Tyrannis und Hitlers Herrschaft im Dritten Reich

Título: Parallelen zwischen Platons Darstellung der Tyrannis und Hitlers Herrschaft im Dritten Reich

Trabajo Escrito , 2022 , 19 Páginas

Autor:in: Luca Werth (Autor)

Filosofía - Ensayos generales, épocas
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Platons „Politeia“ gehört unbestritten zu einem der einflussreichsten Werke der politischen Philosophie. In dieser Hausarbeit möchte ich mich auf sein achtes und neuntes Buch fokussieren, in denen der Philosoph vier verschiedenen Staatsformen beschreibt und festhält, wieso die der Tyrannis am schlimmsten ist, wie sie aus der Demokratie entsteht und was den tyrannischen Staat sowie Menschen auszeichnet.

Meine Fragestellung lautet, welche Parallelen es zwischen Platons Darstellung der Tyrannis und der Herrschaft Adolf Hitlers im Dritten Reich gibt, wodurch ich gleichzeitig überprüfen möchte, ob seine Theorie in der Praxis anwendbar ist. Ich vertrete hierbei die These, dass einzelne Bestandteile tatsächlich mit der Geschichte Adolf Hitlers übereinstimmen. Zu diesem Schluss komme ich durch die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit im Rahmen des Geschichtsleistungskurses während meiner Schulzeit und dem Eindruck während des Erstlesens der Politeia, dass sich einzelne Aspekte mit dem decken, was ich damals in der Schule gelernt habe. Ob sich dies nun in einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema bewahrheitet, soll Inhalt meiner folgenden Hausarbeit sein.

In dieser werde ich zunächst Platons Darstellung der Tyrannis näher erläutern und hierbei auf drei Unterpunkte eingehen: Den Weg von der Demokratie zur Tyrannis, den tyrannischen Staat und zuletzt den tyrannischen Menschen. Anschließend werde ich diese Aspekte auf Hitler anwenden und mich hierbei auf seinen Weg zur Herrschaft, seinen „Führerstaat“ sowie ihn als Menschen fokussieren. Wenn diese beiden Schritte getan sind, sollte sich eine ideale Gegenüberstellung ergeben haben, wodurch in einem nächsten Schritt die gemeinsamen Parallelen sowie Unterschiede herausgearbeitet werden können. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse können dann in meinem Schlussteil zur Beantwortung der Fragestellung und der damit verbundenen These herangezogen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Platons Darstellung der Tyrannis

2.1 Von der Demokratie zur Tyrannis

2.2 Der tyrannische Staat

2.3 Der tyrannische Mensch

3. Hitlers Herrschaft

3.1 Hitlers Machteroberung

3.2 Der „Führerstaat“

3.3 Der Mensch Adolf Hitler

4. Vergleich zwischen Platons Darstellung der Tyrannis und Hitlers Herrschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Anwendbarkeit von Platons Tyrannistheorie aus der „Politeia“ auf die historische Herrschaft von Adolf Hitler im Dritten Reich. Ziel ist es, durch eine detaillierte Gegenüberstellung von Platons Staats- und Menschenbild mit den historischen Gegebenheiten des NS-Regimes Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu identifizieren und zu prüfen, ob Hitlers Persönlichkeit und Machtaufstieg Merkmale eines platonischen Tyrannen aufweisen.

  • Analyse der Entstehung der Tyrannis ausgehend von der Demokratie bei Platon.
  • Untersuchung von Hitlers Weg zur Macht und der Konstituierung seines „Führerstaats“.
  • Kontrastierung des tyrannischen Staatskonzepts mit den historischen Realitäten unter nationalsozialistischer Herrschaft.
  • Psychologische Charakterisierung des tyrannischen Menschen im Vergleich zu Adolf Hitlers Persönlichkeitsstruktur.

Auszug aus dem Buch

2.3 Der tyrannische Mensch

Im letzten Teil seiner Ausführungen zur Tyrannis schaut sich Platon den tyrannischen Menschen an und legt hierbei einen besonderen Fokus darauf, wie er sich zu diesem entwickelt.

Dafür macht er zunächst einen kleinen Exkurs zu den Begierden, die später einen wesentlichen Teil in seiner Argumentation einnehmen werden. Er hält fest, dass es unter den nicht-notwendigen Begierden auch gesetzeswidrige gibt, die jedem Menschen angeboren seien und im Normalfall von Gesetzen und besseren Begierden in Kombination mit dem Verstand kontrolliert werden bzw. vollständig verschwinden können (vgl. Pol. 571b). Dies träfe aber nicht auf alle Menschen zu (vgl. ebd. 571c) und er erläutert weiter, wie ein Mensch im Schlaf von seinen triebhaften Begierden gepackt werden könne und von diesen gesteuert anschließend vor keiner Schandtat zurückschrecken würde (vgl. ebd. 571c-d). In seiner Überleitung zum eigentlichen Thema, der Entwicklung des tyrannischen Menschen, hält er abschließend fest:

Was wir erkennen wollen, ist nur, dass in jedem Menschen eine furchtbare, wilde und gesetzlose Art von Begierden steckt, auch in manchen von uns, die durchaus maßvoll erscheinen. (ebd. 572b)

Mit diesem Vorwissen beschäftigt er sich schließlich mit dem tyrannischen Menschen. Dafür beschreibt er zunächst, wie dessen demokratischer Vater ein weder unfreies noch gesetzwidriges Leben in der Mitte führe (vgl. ebd. 572d). Der zukünftige tyrannische Mensch würde dieses Verhalten beobachten und gleichzeitig von anderen zu Gesetzwidrigkeiten verlockt werden, „die seine Verführer vollkommene Freiheit nennen“ (ebd. 572e). Jene Verführer würden ihm, wenn nicht anders erfolgreich, eine Leidenschaft einflößen, „die zur Anführerin der Begierden des Müßigganges und der Prasserei wird“ (ebd. 572e-573a). Um diese Leidenschaft würden sich folglich andere Leidenschaften herumsammeln, die ihn nähren und schließlich wahnsinnig werden lassen (vgl. ebd. 573a).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird die Fragestellung eingeführt, Platons Politeia kurz umrissen und die methodische Vorgehensweise des Vergleichs zwischen antiker Theorie und NS-Zeit dargelegt.

2. Platons Darstellung der Tyrannis: Dieses Kapitel erläutert den platonischen Entstehungsprozess der Tyrannis, die Merkmale des tyrannischen Staates sowie die psychologische Verfasstheit des tyrannischen Menschen.

3. Hitlers Herrschaft: Dieses Kapitel behandelt historisch fundiert den Aufstieg Adolf Hitlers, die Struktur des NS-Staates und eine psychologische Betrachtung seiner Persönlichkeit.

4. Vergleich zwischen Platons Darstellung der Tyrannis und Hitlers Herrschaft: In diesem Kapitel werden die theoretischen Aspekte Platons direkt mit den historischen Gegebenheiten des Nationalsozialismus gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zum Schluss, dass während Staatsform und Machtergreifung eher wenige Parallelen aufweisen, bei der Persönlichkeitsanalyse des tyrannischen Menschen im Vergleich zu Hitler durchaus Signifikanzen bestehen.

Schlüsselwörter

Platon, Politeia, Tyrannis, Nationalsozialismus, Adolf Hitler, Führerstaat, Demokratie, Eros, psychologische Analyse, Macht, Herrschaft, Staatsphilosophie, Begierde, politische Theorie, vergleichende Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit theoretische Konzepte über die „Tyrannis“ aus Platons Werk Politeia auf das historische System und die Person Adolf Hitlers im Dritten Reich übertragen werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder sind die politische Philosophie von Platon, das NS-Regime unter Hitler, der Prozess der Machtergreifung, staatstheoretische Strukturen und die psychologische Analyse von Herrscherpersönlichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Parallelen zwischen Platons Darstellung des tyrannischen Menschen bzw. Staates und Hitlers Herrschaft existieren, um die praktische Anwendbarkeit von Platons Theorie zu überprüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse vorgenommen, bei der die theoretischen Ausführungen Platons den historischen Fakten der NS-Zeit gegenübergestellt werden, gestützt durch relevante Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Explikation der platonischen Tyranniensicht, die historische Darstellung des NS-Regimes und einen anschließenden komparativen Vergleich der beiden Komplexe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Platon, Politeia, Tyrannis, Nationalsozialismus, Hitler, Führerstaat, Erosion von Freiheit, politische Psychologie und vergleichende Staatslehre.

Inwiefern zeigt sich laut der Arbeit der „tyrannische Mensch“ bei Hitler?

Die Arbeit identifiziert Parallelen, insbesondere in der fehlenden sozialen Bindung, dem ungebremsten Bedürfnis nach Selbstbestätigung und der von einem übermächtigen „Eros“ (Verlangen) getriebenen Charakterstruktur.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass Hitler kein Tyrann im reinen platonischen Sinne ist?

Obwohl Eigenschaften des tyrannischen Menschen erkennbar sind, zeigt der Vergleich des Staatsaufbaus und der Machtübernahme signifikante historische Diskrepanzen, weshalb die Theorie nicht vollständig als historisches Modell für den NS-Staat taugt.

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Detalles

Título
Parallelen zwischen Platons Darstellung der Tyrannis und Hitlers Herrschaft im Dritten Reich
Autor
Luca Werth (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
19
No. de catálogo
V1520288
ISBN (PDF)
9783389091890
ISBN (Libro)
9783389091906
Idioma
Alemán
Etiqueta
parallelen platons darstellung tyrannis hitlers herrschaft dritten reich philosophie staatenlehre
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Luca Werth (Autor), 2022, Parallelen zwischen Platons Darstellung der Tyrannis und Hitlers Herrschaft im Dritten Reich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1520288
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