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Die Krönungen Philipps und Ottos 1198

Am rechten Ort, von der rechten Hand, mit den rechten Insignien?

Titel: Die Krönungen Philipps und Ottos 1198

Seminararbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Marie-Therese Härtelt (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Die Entstehung des Konflikts
3. Krönungen- die Ursprünge des Zeremoniells
4. Die Doppelwahl und die Krönungen Philipps und Ottos
4.1 Philipp von Schwaben
4.2 Otto von Braunschweig
5. Die Folgen der Doppelwahl
6. Schluss
Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches war geprägt durch den Dualismus von König und Fürsten. Dieser wurde bereits dadurch ausgedrückt, dass der König von den weltlichen und geistlichen Fürsten gewählt wurde, da das deutsche Reich keine einheitliche ethnische Grundlage besaß. Begründet lag dies in der Tatsache, dass es im 9. und 10.Jahrhundert aus der Vereinigung verschiedener Volksstämme entstand. In der vorliegenden Arbeit soll gezeigt werden zu welchen Konflikten dieses Wahlkönigtum führen konnte, denn 1198 stand erneut eine Wahl an. Weiterhin soll beschrieben werden, wie es zu der Neuwahl kam, welche Rolle dabei die beiden großen deutschen Familiendynastien der Staufer und Welfer spielten, vor allem aber wie es zu der Krönung zweier Könige kam und wie diese jeweils abliefen. Das 12. Jahrhundert war bestimmt durch einen Gegensatz beider. Die Staufer auf der einen Seite, die im Streit um das Erbe der Salier gesiegt hatten und bereits mit Konrad III., Friedrich I. und Heinrich VI. drei Kaiser gestellt hatten. Auf der anderen Seite steht das Geschlecht der Welfer, welches viel älter und vornehmer war, jedoch mit Heinrich dem Löwen gegen Friedrich I. keinen Sieg erreichen konnte. Es soll geklärt werden, warum keine Einigung dieser möglich war und warum es deshalb 1198 zu einer Doppelwahl kam. Abschließend sollen die Folgen dieser Doppelwahl und der daraus resultierenden Krönungen aufgezeigt und hierbei ins besondere die Stellung des Papstes Innozenz III. untersucht werden. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit ist es nicht möglich den gesamten Verlauf des Thronstreites darzustellen. Somit endet die Darstellung mit dem Neußer Eid 1201.
Es gibt einige Quellen, die zu diesem Thema passend sind. Als Grundlage meiner Gedanken zu diesem Thema habe ich mich mit den Quellen von Otto von St. Blasien „Marbacher Annalen“ über die Deutsche Königswahl von 1198 beschäftigt. Zunächst ist eine kurze Vorgeschichte erforderlich, in der die wichtigsten Menschen des Königshofs angesprochen werden, deren Interesse an die Doppelwahl und daraus resultierenden Krönungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung des Konflikts

3. Krönungen- die Ursprünge des Zeremoniells

4. Die Doppelwahl und die Krönungen Philipps und Ottos

4.1 Philipp von Schwaben

4.2 Otto von Braunschweig

5. Die Folgen der Doppelwahl

6. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Thronstreit im Heiligen Römischen Reich um 1198, der durch den Dualismus zwischen den Staufern und Welfen sowie die päpstliche Einflussnahme geprägt war. Ziel ist es, die Gründe für die Doppelwahl Philipps von Schwaben und Ottos von Braunschweig sowie die anschließende päpstliche Legitimationspolitik unter Innozenz III. aufzuzeigen.

  • Der dualistische Machtkampf zwischen den Dynastien der Staufer und Welfer.
  • Die Ursprünge und die Bedeutung des mittelalterlichen Krönungszeremoniells.
  • Die spezifischen Hintergründe und Abläufe der Doppelwahl von 1198.
  • Die zentrale Rolle von Papst Innozenz III. bei der Legitimierung der Königsherrschaft.
  • Der Einfluss europäischer Mächte wie England und Frankreich auf den internen Machtkonflikt.

Auszug aus dem Buch

4. Die Doppelwahl und die Krönungen Philipps und Ottos

Nach dem Tod des 32-jährigen Kaisers Heinrich VI. kam es zu einem großen Konflikt, da die Frage nach seinem Nachfolger keine leichte war. Bei der Wahl des zukünftigen Königs müsste Innozenz III. den Nachfolger als weltlichen König anerkennen, da der Papst durch die Kaiserkrönung Karls des Großen das Imperium von den Griechen auf das fränkisch-deutsche Reich übertragen habe und er den von Fürsten bestimmten König zum Kaiser kröne, stehe ihm deshalb ein Prüfungs- und Entscheidungsrecht zu.

Der Kölner Erzbischof Adolf von Altena dachte als Thronkandidaten zunächst an Herzog von Bernhard von Sachsen, später dann an Herzog Berthold von Zähringen. Die Erzbischöfe von Köln und Trier hielten in Andernach eine Beratung zur Königswahl ab und kündigten auf den Sonntag Oculi, den 1.März 1198 einen Reichstag an. Doch die Nachfrage zu diesem blieb äußerst gering, da sich einige Fürsten schon zur Wahl eines Königs in Thüringen verabredet hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext des Wahlkönigtums im Heiligen Römischen Reich und führt in die Fragestellung bezüglich des Thronstreits von 1198 ein.

2. Die Entstehung des Konflikts: Dieses Kapitel beschreibt die politischen Rahmenbedingungen nach dem Tod Heinrichs VI. und die Problematik der Nachfolge seines minderjährigen Sohnes Friedrich II.

3. Krönungen- die Ursprünge des Zeremoniells: Hier werden die historischen Wurzeln und die symbolische Bedeutung des Krönungsrituals sowie die Rolle der Reichsinsignien erläutert.

4. Die Doppelwahl und die Krönungen Philipps und Ottos: Das Kapitel analysiert die rivalisierenden Wahlvorgänge und Krönungen der beiden Kontrahenten Philipp von Schwaben und Otto von Braunschweig.

5. Die Folgen der Doppelwahl: Der Fokus liegt auf der Rolle von Papst Innozenz III. und wie der Thronstreit zu einer europäischen Machtfrage zwischen den Bündnissystemen Englands und Frankreichs wurde.

6. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, wie die päpstliche Politik die Entscheidung zwischen den beiden Anwärtern beeinflusste und zur endgültigen Legitimierung Ottos IV. führte.

Schlüsselwörter

Doppelwahl, Staufer, Welfer, Heiliges Römisches Reich, Philipp von Schwaben, Otto von Braunschweig, Innozenz III., Thronstreit, Königskrönung, Reichsfürsten, Reichsinsignien, Papsttum, Mittelalter, Wahlkönigtum, Legitimationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den deutschen Thronstreit des Jahres 1198, der durch die Doppelwahl von Philipp von Schwaben und Otto von Braunschweig ausgelöst wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen den Staufern und Welfen, die Bedeutung von Krönungsritualen und die einflussreiche Rolle des Papsttums in der mittelalterlichen Politik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, warum es 1198 zur Doppelwahl kam und wie die verschiedenen Akteure, insbesondere Papst Innozenz III., versuchten, die Thronfolge zu ihren Gunsten zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente, wie etwa die "Marbacher Annalen" und zeitgenössische Berichte zur Königswahl.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ursprünge des Zeremoniells, die detaillierte Schilderung der beiden Wahlvorgänge sowie die anschließende Einmischung europäischer Mächte und des Papstes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Doppelwahl, Staufer, Welfer, Innozenz III. und Legitimationspolitik.

Welche Rolle spielte der "Neußer Eid" für die Entscheidung des Papstes?

Der Neußer Eid verpflichtete Otto IV. zur absoluten Treue gegenüber der römischen Kirche, was für Papst Innozenz III. den ausschlaggebenden Grund darstellte, Otto als rechtmäßigen König anzuerkennen.

Warum konnte sich der "Knabe" Friedrich II. im Thronstreit nicht durchsetzen?

Friedrich II. galt als zu jung und ungetauft, zudem befürchtete der Papst eine gefährliche Machtkonzentration durch die mögliche Vereinigung des Kaiserreichs mit dem Königreich Sizilien.

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Details

Titel
Die Krönungen Philipps und Ottos 1198
Untertitel
Am rechten Ort, von der rechten Hand, mit den rechten Insignien?
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
2,4
Autor
Marie-Therese Härtelt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V152031
ISBN (eBook)
9783640637911
ISBN (Buch)
9783640638086
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krönungen Philipps Ottos Hand Insignien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie-Therese Härtelt (Autor:in), 2009, Die Krönungen Philipps und Ottos 1198, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152031
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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