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Variabel verzinsliche Anleihen

Title: Variabel verzinsliche Anleihen

Presentation (Elaboration) , 2002 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Manfred Rabl (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Ganz allgemein kann man sagen das Anleihen verbriefte Kredite sind, die in Form
von Wertpapieren am Anleihenmarkt gehandelt werden. Der Schuldner (Emittent)
erhält vom Käufer für die Laufzeit der Anleihe Kapital zur Verfügung gestellt und
muss im Gegenzug Zinsen an den Käufer der Anleihe bezahlen. Wenn die Anleihe
dann schließlich ausgelaufen ist, muss der Schuldner dem Gläubiger das geliehene
Kapital zurückbezahlen. Das Besondere der Anleihe gegenüber anderen Kreditformen
ist jedoch, dass die schuldrechtliche Verpflichtung in Form eines Wertpapiers
verbrieft wird. Durch diese Verbriefung in ein Wertpapier ist es möglich die Anleihen
täglich am Anleihenmarkt zu handeln. Diese Handelbarkeit am Anleihenmarkt, auch
Rentenmarkt genannt, hat für den Käufer einer Anleihe den Vorteil, dass er nicht
unbedingt auf das Ende der Laufzeit warten muss um wieder an sein Geld zu
kommen. 1 Durch Angebot und Nachfrage ergibt sich auf dem Anleihenmarkt ein
Kurswert für die verschiedenen Anleihen. Man kann sagen das der Kurswert der
Anleihen bei steigenden Zinsen sinkt und bei fallenden Zinsen steigt. So kann es bei
einem Verkauf von Anleihen durchaus auch zu Kursgewinnen bzw. Kursverlusten
kommen.2 Im Gegensatz zur Aktie bei deren Kauf man Miteigentümer einer
Unternehmung wird, ist der Käufer einer Anleihe lediglich Fremdkapitalgeber. Dies
hat den großen Vorteil das der Käufer einer Anleihe vom Erfolg des Emittenten
weitaus weniger abhängig ist als der Käufer einer Aktie, denn die Zinszahlungen bei
der Anleihe müssen sowohl in guten wie auch in schlechten Jahren bezahlt werden,
währen die Dividendenzahlungen und der Kursverlauf einer Aktie ganz erheblich vom
Erfolg des Emittenten abhängig ist. Aus diesem Grund ist die Anleihe im allgemeinen
die sicherere Anlage, dafür muss sich der Käufer einer Anleihe jedoch grundsätzlich
auch mit geringeren Erträgen begnügen, was jedoch nicht immer der Fall sein muss.3
Schuldverschreibungen werden vor allem vom Staat, öffentlichen Körperschaften
(z.B. Gemeinden), Kreditanstalten und von Unternehmungen ausgegeben4. Mit der
Zeit hat sich auf dem Rentenmarkt eine unüberschaubare Produktvielfalt an Anleihen
entwickelt. Ich möchte nun nachfolgend speziell auf die variabel verzinslichen
Anleihen, die sogenannten Floater eingehen.
1 Vgl. Müller, J.,Finanzmärkte, 2000, S. 109
2 Vgl. Siebers, J./Siebers, A., Anleihen-Seminar, 1991, S. 33
3 Vgl. Beike, R.,Index-Zertifikate, 1999, S. 13
4 Vgl. Perridon, L./Steiner, M., Finanzwirtschaft, 1999, S. 384

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Anleihen allgemein

2 Variabel verzinsliche Anleihen

2.1 Die Floating-Rate-Note

2.2 Sonderformen der Floating-Rate-Note

2.2.1 Der Reverse-Floater

2.2.2 Der Cap-Floater

2.2.3 Der Floor-Floater

2.2.4 Die Floating-Rate-Note mit Collar

2.2.5 Die Minmax-Floating-Rate-Note

2.2.6 Der Perpetual-Floater

2.2.7 Der Convertible Floater

2.2.8 Die Rolling-Rate-Note

2.2.9 Die Mismatch-Floating-Rate-Note

2.2.10 Die Drop-lock-Floating-Rate-Note

3 Referenzzinssätze

3.1 Der EURIBOR

3.2 Der LIBOR

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit gibt einen systematischen Überblick über variabel verzinsliche Anleihen, erläutert deren Funktionsweise im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen und analysiert verschiedene Sonderformen sowie die zugrunde liegenden Referenzzinssätze.

  • Grundlagen und Definition variabel verzinslicher Anleihen (Floater)
  • Detaillierte Analyse von Sonderformen wie Reverse-, Cap- und Floor-Floatern
  • Darstellung der Zinsanpassungsmechanismen anhand fiktiver Beispiele
  • Bedeutung und Funktionsweise der Referenzzinssätze EURIBOR und LIBOR

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Floating-Rate-Note

Der geläufigere Begriff für die variabel verzinslichen Anleihen ist die englischsprachige Bezeichnung Floating-Rate-Note (FRN), kurz Floater. Anders als bei herkömmlichen Anleihen, bei denen der Nominalzins über die gesamte Laufzeit unverändert bleibt, wird der Zinssatz bei einer Floating Rate Note in festgelegten Zeitabständen an die jeweils aktuelle Zinssituation angepasst. Der Rhythmus für die Anpassung des Zinssatzes an die Aktuelle Zinssituation wird in den Anlagebedingungen festgelegt, üblicherweise betragen die Zeitabstände zwischen den Zinssatzfestlegungen drei bzw. sechs Monate. Die Anpassung an die aktuelle Zinssituation erfolgt anhand eines Referenzzinssatzes. Als Referenzzinssätze werden fast ausschließlich kurzfristige Geldmarktsätze verwendet. Im allgemeinen wird der LIBOR (London Interbank Offered Rate) oder der EURIBOR (European Interbank Offered Rate) als Referenzzinssatz verwendet.

Zusätzlich zum Geldmarktzins wird meist noch ein Aufschlagssatz, der sogenannte Spread, gezahlt. Die Höhe dieses Aufschlagssatzes ist abhängig von der Kreditwürdigkeit des Emittenten und liegt meist zwischen einem achtel und einem dreiviertel Prozent. Bei der Floating Rate Note handelt es sich um ein langfristiges Wertpapier dessen Laufzeit meistens zwischen fünf und zehn Jahren liegt. Der Käufer einer Floating-Rate-Note stellt dem Emittenten also formell langfristiges Kapital zur Verfügung, dass jedoch nur mit einem Zinssatz für kurzfristige Anlagen verzinst wird. Die Anpassung des Zinssatzes an den Referenzzinssatz kann abhängig von der Zinsentwicklung für den Schuldner und den Gläubiger sowohl ein Risiko als auch ein Vorteil sein, in jedem Fall ist jedoch eine stets aktuelle Verzinsung gegeben. Bei einer fallenden Zinsentwicklung läuft der Anleger Gefahr das sich die Rendite seiner Anlage verschlechtert. Für den Schuldner hingegen bedeutet eine fallende Zinsentwicklung, dass die finanzielle Belastung durch die Zinszahlungen sinkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Anleihen allgemein: Einführung in das Wesen von Anleihen als verbriefte Kredite und Erläuterung der grundlegenden Marktmechanismen sowie Vorteile für Emittenten und Anleger.

2 Variabel verzinsliche Anleihen: Detaillierte Beschreibung der Floating-Rate-Notes, ihrer Funktionsweise durch Zinsanpassungen sowie der Auswirkung von Referenzzinssätzen und Spreads.

2.1 Die Floating-Rate-Note: Konkrete Erläuterung der Struktur von Floatern, inklusive der zeitlichen Zinsanpassung und der Rolle von Spread und Referenzzinssatz.

2.2 Sonderformen der Floating-Rate-Note: Systematische Vorstellung diverser Varianten, die durch spezifische Zusatzausstattungen auf veränderte Marktbedingungen reagieren.

2.2.1 Der Reverse-Floater: Erklärung einer speziellen Anleiheform, bei der sich der Kupon entgegen der Entwicklung des Referenzzinssatzes bewegt.

2.2.2 Der Cap-Floater: Analyse einer Variante mit einer festgelegten Zinsobergrenze, die als Absicherung für den Emittenten gegen steigende Zinsen dient.

2.2.3 Der Floor-Floater: Beschreibung eines Floaters mit Mindestzinssatz, der dem Anleger Schutz gegen fallende Marktzinsen bietet.

2.2.4 Die Floating-Rate-Note mit Collar: Erläuterung der Kombination aus Cap und Floor, die den Zinssatz innerhalb eines definierten Korridors stabilisiert.

2.2.5 Die Minmax-Floating-Rate-Note: Darstellung einer Variante mit sehr eng gefasstem Zinskorridor, die eine stärkere Annäherung an Festzinsanleihen ermöglicht.

2.2.6 Der Perpetual-Floater: Erklärung von Anleihen ohne festgelegtes Endfälligkeitsdatum, die eine "ewige" variable Verzinsung bieten.

2.2.7 Der Convertible Floater: Darstellung der Möglichkeit, das Wertpapier innerhalb der Laufzeit in eine herkömmliche Festzinsanleihe zu wandeln.

2.2.8 Die Rolling-Rate-Note: Erläuterung einer Zinsberechnungsmethode, bei der monatliche Fixing-Werte geglättet zur Zinsfestsetzung herangezogen werden.

2.2.9 Die Mismatch-Floating-Rate-Note: Analyse einer Wahlmöglichkeit des Anlegers zwischen unterschiedlichen Referenzzinssätzen zur Zinsoptimierung.

2.2.10 Die Drop-lock-Floating-Rate-Note: Beschreibung eines Instruments, das bei Unterschreiten einer Zinsuntergrenze automatisch in eine Festzinsanleihe wechselt.

3 Referenzzinssätze: Überblick über die wesentlichen Basisgrößen, die für die Zinsanpassungen bei variabel verzinslichen Anleihen maßgeblich sind.

3.1 Der EURIBOR: Detaillierte Darstellung der Ermittlung und Bedeutung des Euro Interbank Offered Rate als Referenz für die Europäische Währungsunion.

3.2 Der LIBOR: Beschreibung der Berechnungsmethode für den London Interbank Offered Rate als weltweit bedeutendsten Referenzzinssatz.

Schlüsselwörter

Variabel verzinsliche Anleihen, Floating-Rate-Note, Floater, Referenzzinssatz, EURIBOR, LIBOR, Reverse-Floater, Cap-Floater, Floor-Floater, Collar, Zinsanpassung, Spread, Wertpapiermarkt, Kupon.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Funktionsweise und die unterschiedlichen Ausgestaltungsformen von variabel verzinslichen Anleihen, im Fachjargon auch Floating-Rate-Notes oder Floater genannt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die Grundlagen der Anleihenmärkte, die Zinsanpassungsmechanismen bei Floatern, verschiedene Sonderformen (wie Collar oder Reverse-Floater) sowie die Funktionsweise der international relevanten Referenzzinssätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser ein strukturiertes Verständnis für die Produktvielfalt bei Floatern zu vermitteln und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Ausstattungsmerkmale die Zinsbelastung für Emittenten und die Erträge für Anleger beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen deskriptiven Ansatz, bei dem theoretische Grundlagen mit praxisnahen fiktiven Beispielen und grafischen Darstellungen der Zinsentwicklung kombiniert werden, um die Mechanismen verständlich zu machen.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Standard-Floating-Rate-Note, die Analyse zahlreicher Sonderformen inklusive deren spezifischer Zinsformeln sowie eine detaillierte Erläuterung der Ermittlungsweise von EURIBOR und LIBOR.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Floater, Referenzzinssatz, Spread, Zinskorridor (Collar), Zinsfestsetzung und die Unterscheidung zwischen Emittenten- und Anlegerperspektive bei der Zinsentwicklung.

Was unterscheidet einen Cap-Floater von einem Floor-Floater?

Ein Cap-Floater begrenzt den maximalen Zins für den Emittenten nach oben, während ein Floor-Floater dem Anleger einen Mindestzins garantiert und ihn somit vor einer zu starken Zinsabwärtsbewegung schützt.

Wie funktioniert der Zinsanpassungsmechanismus bei einer Rolling-Rate-Note?

Bei dieser Form wird der Zinssatz häufiger (z.B. monatlich) festgestellt, wobei zur tatsächlichen Zinszahlung ein Durchschnitt dieser Werte gebildet wird, um kurzfristige Zinsschwankungen zu glätten.

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Details

Title
Variabel verzinsliche Anleihen
College
University of Applied Sciences Ingolstadt
Course
Portfoliomanagement
Grade
1,3
Author
Manfred Rabl (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V15203
ISBN (eBook)
9783638203913
Language
German
Tags
Variabel Anleihen Portfoliomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manfred Rabl (Author), 2002, Variabel verzinsliche Anleihen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15203
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