Analyse der Akzeptanz von Paid Content-Angeboten im WWW mit Hilfe der Kausalanalyse


Seminararbeit, 2010
22 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Problemstellung der Seminararbeit – Quo vadis Medienverlage?
1.2. Aufbau der Seminararbeit

2. Erlösmodelle für Online-Medienprodukte
2.1. Begriff – Trennung klassische zu neuen Medien
2.2. Mehrwert von Online-Medien
2.3. Erlösmodelle
2.3.1. Content Syndication
2.3.2. Werbung / Crossmedia
2.3.3. E-Commerce – die Zeitung als Handelshaus
2.3.4. Data Mining
2.3.5. Paid Content

3. Analyse der Determinanten der Nutzerzufriedenheit und Akzeptanz von Paid Content mit Hilfe der Kausalanalyse
3.1. Entstehung von Nutzerzufriedenheit – das C/D-Paradigma
3.2. Die Kausalanalyse als Instrument zur Erfassung latenter Größen
3.3. Determinanten der Nutzerzufriedenheit
3.3.1. Nützlichkeit
3.3.2. Benutzerfreundlichkeit des Transaktionsprozesses
3.3.3. Vertrauenswürdigkeit des Anbieters
3.3.4. Erfahrungs- bzw. Vertrauensgutcharakter
3.4. Handlungsempfehlungen

4. Schlussbetrachtung / Ausblick

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1-1: Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Verbraucher

Abbildung 2-1: Erlösquellen für Inhalteanbieter im Internet

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

1.1. Problemstellung der Seminararbeit – Quo vadis Medienverlage?

Im Hinblick auf die ständig wachsende Globalisierung, der damit einhergehenden Mobilität und dem demografischen Wandel, kommt der digitalen Nutzung von sowie der Versorgung mit Informationen durch das Internet eine immer bedeutendere Rolle zu. Immer mehr Leser beziehen ihre Nachrichten und das benötigte Wissen aus der Online-Welt. Seit der Erfindung des Buchdrucks hat keine andere Technologie das Wesen der Medienwirtschaft so verändert wie das Internet. Vor allem bei den jünge- ren Zielgruppen, der 14- bis 29-Jährigen, ist dieser Trend ‘weg vom Print, hin zum Digitalen‘ eindeutig beobachtbar.1 Diese strukturelle Veränderung im Leserverhalten und der Mediennutzung ist schon seit vielen Jahren ersichtlich und zwingt die Print- medienverlage umzudenken. „Deutsche Tageszeitungen haben in den letzten zehn Jahren etwa fünf Millionen Käufer verloren [...], sagt Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Uni Tübingen.2 Neben den altbewährten Erlösmodel- len, ist Paid Content anscheinend eine Vertriebsmöglichkeit, den stagnierenden oder sogar rückläufigen Umsätzen entgegenzuwirken, alte Zielgruppen wieder zu binden und sogar neue Konsumenten zu generieren.3

Große Probleme bereitet den Printmedienverlagen die Mentalität der „Gratiskultur für die Nutzung intellektueller Inhalte“.4 Hierfür können drei Gründe festgestellt werden.5 Den Internetusern fehlt das Verständnis, dass in Zukunft eine Kostenpflicht für zuvor kostenfrei genutzte Inhalte und Services im WWW eingeführt wird. Ein folgenschwerer Fehler der Verlage.6 Weiterhin sind die Nutzer der Überzeugung, dass mit Hilfe von Suchmaschinen und dem generellen Informationsüberfluss im Internet, äquivalente kostenlose Inhalte leicht gefunden werden können. Suchma- schinen wie z.B. Google nutzen das geistige und verlegerische Eigentum, ohne Wer- beerlöse an die Verlage weiterzuleiten. Als dritten Punkt nennen Verbraucher die Immaterialität von digitalen Produkten. Mit einem Produktkauf implizieren sie etwas Handfestes mit anschließendem Besitz.

Nach neuesten Forschungen und Studien des INSTITUTS FÜR WIRTSCHAFTS- POLITIK UND WIRTSCHAFTSFORSCHUNG der Universität Karlsruhe, können diese Gründe zum Teil relativiert werden, wie die folgende Abbildung zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1-1: Entwicklung der Zahlungsbereitschaft für Paid Content7

Quelle: in Anlehnung an SPREEN (2009), S. 5

Demnach verzichteten 21% der Verbraucher 2002 ganz auf kostenpflichtige Inhalte, jedoch mit rückläufigem Anteil wie die Erhebung 2008 mit 12% zeigt. Auch die zweite Gruppe, die zunächst versucht, das Gut anderweitig kostenlos zu beziehen, ist 2008 um 20%-Punkte gegenüber 2002 gesunken. Erstaunlich an dieser Umfrage ist aber die Erkenntnis, dass die Gruppe der willigen Paid Content-Nutzer von zunächst 13% in 2002 auf eindrucksvolle 43% in 2008 gestiegen ist.

Um diesen Trend zu erklären und zu verstärken, bedarf es der Ermittlung der Er- folgs- und Einflussfaktoren, die einen Mehrwert und Leistungsnutzen für den Kon- sumenten schaffen. Ein Modell, an dem Verlage und Redaktionen direkt Erlöse er- zielen ist unverzichtbar. „Der Qualitätsjournalismus droht seine tradierte ökonomi- sche Basis zu verlieren.8

1.2. Aufbau der Seminararbeit

Im Anschluss an die Einführung, werden in Kapitel 2 zunächst die Unterschiede zwi- schen klassischen und Online-Medienprodukten verdeutlicht. Später zeigen ver-

schiedene Erlösmodelle, wie Verlage Umsätze mit Hilfe des Internets generieren können, im Besonderen das Modell Paid Content, welches Schwerpunkt dieser Ar- beit ist. In Kapitel 3 wird erklärt, wie Zufriedenheit entsteht und anhand der Erkennt- nisse einer Kausalanalyse demonstriert, welche Determinanten essentiell für die Nut- zerzufriedenheit mit Paid Content sind. Weiterhin werden Handlungsempfehlungen für Verlage vorgestellt, bis schließlich in Kapitel 4 eine Schlussbetrachtung erfolgt und ein Blick auf zukünftige Herausforderungen für Verlage geworfen wird.

2. Erlösmodelle für Online-Medienprodukte

Im vorliegenden Kapitel wird auf verschiedene Erlösmodelle eingegangen, mit denen Print-Verlage durch Online-Medienprodukte zusätzliche Umsätze generieren können. Zunächst soll der Begriff Medienprodukt definiert werden. Nach Sjurts (2005) lässt er sich in zwei Komponenten teilen: In den Medieninhalt (Content), der eine immate-

rielle Leistung darstellt, sowie das Trägermedium, an welches der Inhalt gekoppelt ist und transportiert wird.9

2.1. Begriff – Trennung klassische zu neuen Medien

Seit der immer intensiveren Kommunikationsmöglichkeit durch das Internet und neuen technologischen Plattformen sind die neuen Medien auf dem Vormarsch. Im Hinblick auf die Seminararbeit mit journalistischem Schwerpunkt wird als klassi- sches Medium nur die Printausgabe betrachtet.

Vergleicht man zunächst die Printausgabe der klassischen Medien mit der verwand- ten Ausgabe im Internet, ergeben sich einige Gemeinsamkeiten. Beide sind textba- sierte Medien, die ähnlich aufgebaut sind und den Informationssuchenden durch den Inhalt mit einer klaren Struktur führen. Aber die Unterschiede sind umso gravieren- der. Sie unterscheiden sich in ihrer Haptik und Mobilität. Während die Zeitung über- all mitgenommen werden kann, ist dies mit der Online-Zeitung erst seit kurzem für einen kleinen Rezipiententeil möglich. Neue Geräteplattformen könnten „nach Com- puter, TV und Mobile der vierte Screen werden“ sagt Plan.Net Chef Michael Frank und somit Verlagen ermöglichen, journalistische Inhalte auf Tablet-Rechnern ihren Lesern zur Verfügung zu stellen,10 z.B. kürzlich durch den Launch des iPads. Ob die Medienhäuser eigene Plattformen oder Endgeräte entwickeln sollen, um somit stra- tegisch für die Zukunft gewappnet zu sein, wird im Gliederungspunkt ‚Schlussbetrachtung / Ausblick‘ erneut aufgegriffen. Ein weiterer Unterschied besteht in der geographischen Verfügbarkeit der Medien. Inhalte, die aus dem WWW konsumiert werden können, sind weltweit und rund um die Uhr verfügbar.11 Nach der Darstel- lung der Unterschiede bietet es sich an, den Mehrwert von Online-Medien näher zu betrachten.

[...]


1 Vgl. VOGELSANG; FISCHER (2007), S. 519; FRIEDRICHSEN; KURAD (2007), S. 344

2 PÖRKSEN im Hamburger Abendblatt 09.03.2010

3 Vgl. SJURTS (2005), S. 415

4 VDZ (21.01.2010); RADEMACHER; SIEGERT (2007), S. 483

5 Vgl. D. BOLES; C. BOLES; SCHMEES (2004), S. 168

6 Vgl. RZESNITZEK (2003), S. 235 f.

7 Vgl. KRÜGER; LEIBOLD; SMASAL (2009): Ergebnisse der Online-Umfrage: Internet- Zahlungssysteme aus der Sicht der Verbraucher (IZV): 5-9 (2002-2008)

8 PÖRKSEN im Hamburger Abendblatt 09.03.2010; vgl. VDZ (21.01.2010)

9 Vgl. SPREEN (2009), S. 15; SJURTS (2005), S. 8

10 Vgl. PIMPL in HORIZONT: 05/2010, S. 26 und 06/2010, S. 26

11 Vgl. DIRSCHERL; EICHHORN (2007), S. 393

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Analyse der Akzeptanz von Paid Content-Angeboten im WWW mit Hilfe der Kausalanalyse
Hochschule
Universität Hamburg  (Department Wirtschaftswissenschaften, Industrielles Management)
Veranstaltung
Strategisches Management in der Medienindustrie
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V152053
ISBN (eBook)
9783640651399
ISBN (Buch)
9783640652945
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Paid Content, Content, Erlösmodelle, Kausalanalyse, Medien, Medienprodukt, Nutzerzufriedenheit, Strategisches Management, E-Kiosk, Online-Vetrieb, Online-Ökonomie, Verlag
Arbeit zitieren
Philipp Manke (Autor), 2010, Analyse der Akzeptanz von Paid Content-Angeboten im WWW mit Hilfe der Kausalanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152053

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