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Mönchtum in der Westkirche Leben und Regeln des Benedikt von Nursia

Title: Mönchtum in der Westkirche Leben und Regeln des Benedikt von Nursia

Term Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ulrike Tschirner (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

Das christliche Mönchtum bedeutet Leben nach dem Evangelium unter der
Bedingung des Alleinlebens (Eremiten) bzw. Gemeinschaftslebens.Verbindliche
Grundvoraussetzungen dafür sind Absonderung vom weltlichen Leben, Ehelosigkeit,
Armut bzw. persönliche Besitzlosigkeit, Unterordnung unter eine geistliche
Autorität, Einordnung in eine Gemeinschaft und damit verbundener Gehorsam.Die
Mönche verfolgen eine asketische Lebensweise, die sich durch Fasten, Wachen,
Arbeiten und verschiedene Formen geistiger und körperlicher Entsagung
kennzeichnet 1.
In meiner wissenschaftlichen Hausarbeit habe ich mich mit dem „Vater des
Abendlandes“2, dem Begründer des westlichen Mönchtums, Benedikt von Nursia
und seiner Klosterregel, der Regula Benedicti, beschäftigt.
Wer war dieser Mann aus Nursia, woher haben wir unser Wissen über ihn und was
kennzeichnet sein uns erhaltenes Werk, seine Regel?
In meinen Ausführungen beziehe ich mich hauptsächlich auf zwei Ausgaben der
Benediktusregel, auf verschiedene Schriften eines bekannten Benediktiners unserer
Zeit – Anselm Grün -, welcher aus eigenen Erfahrungen mit der Regula Benedicti
(RB) schöpft – und auf diverse Lexika-Artikel, um das Thema nicht nur einseitig aus
benediktinischer Sicht zu beleuchten.
Es ist spannend zu entdecken, welche Relevanz die etwa 1500 Jahre alte Klosterregel
für unser Leben heute haben kann!

1Vgl. Frank, Karl Suso , 1998: Mönchtum .In: Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde,
Bd. 2,Wuppertal,2. Aufl. , S.1365.
2 Grün, Anselm , 2000 : Benedikt von Nursia. Münsterschwarzacher Kleinschriften
7.Münsterschwarzach,6. Aufl. , S.7.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Hauptteil

2.1.Das Leben Benedikt von Nursias

2.2.Die Besonderheiten der Darstellung durch Papst Gregor

2.3.DasWerk und die Botschaft Benedikts

2.4.Die Regula Benedicti

2.4.1.Die Spiritualität der Benediktusregel

2.4.1.1.Die Gemeinschaft

2.4.1.2.Die Geistliche Kunst

2.4.1.3.Die Grundzüge benediktinischer Lebensgestaltung

2.5.Die Bedeutung der Benediktusregel heute

2.5.1.Die Benediktiner heute

2.5.2.Die Bedeutung für die Kirche heute

3.Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Wirken und der Klosterregel des Benedikt von Nursia, dem Begründer des westlichen Mönchtums, um dessen historische Bedeutung sowie die heutige Relevanz seiner Regula Benedicti zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Einordnung des Lebens von Benedikt von Nursia
  • Analyse der Regula Benedicti und ihrer spirituellen Grundpfeiler
  • Untersuchung der benediktinischen Lebensgestaltung (Gebet, Lesung, Arbeit)
  • Gegenwärtige Rolle der Benediktiner und Bedeutung der Regel für die moderne Kirche
  • Kritische Reflexion der Regel aus evangelischer Sicht

Auszug aus dem Buch

2.4.1.1. Die Gemeinschaft

Ein kennzeichnendes Symbolwort der Benediktusregel (RB) ist das ‚Haus Gottes’(RB 31,19; 53,22, 64,5). Dabei handelt es sich um ein urchristliches Sinnbild, die Menschen, die im Haus Gottes wohnen sind seine Gäste. Es handelt sich dabei einerseits um ein architektonisches Gebäude, andererseits steht es auch für die Gemeinschaft der Gläubigen, ‚Christi Leib’.

Um die Bedeutung des Hauses Gottes zu verdeutlichen, zitiere ich die Salzburger Äbtekonferenz: „Schließlich ist auch jeder einzelne Haus Gottes, gebaut und berufen, Wohnung Gottes zu werden. Das Kloster, die Gemeinschaft und der einzelne als Haus Gottes stehen in einer Spannung zwischen dem Drinnen und Draußen und zwischen den drei miteinander in Beziehung stehenden Gegebenheiten: dem Ort, der Gemeinschaft und dem einzelnen.“

Mittelpunkt dieses Hauses ist der auferstandene Jesus Christus. Das lässt sich schon daran erkennen, das in den Kapiteln der RB die Gottesdienste, Essens- und Fastensvorschriften, Fastenzeit und Arbeitsordnung regeln, stets der Bezug zu Ostern hergestellt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in das christliche Mönchtum und Zielsetzung der Untersuchung zur Relevanz der Benediktsregel.

2.Hauptteil: Detaillierte Betrachtung des Lebens Benedikts, der Darstellung durch Papst Gregor sowie der inhaltlichen Struktur und Spiritualität der Regula Benedicti.

2.1.Das Leben Benedikt von Nursias: Biografische Eckdaten und die Entwicklung von der frühen asketischen Phase bis zur Gründung des Klosters auf dem Montecassino.

2.2.Die Besonderheiten der Darstellung durch Papst Gregor: Analyse des "Zweiten Buches der Dialoge" als hagiografische Quelle und als Spiegel von Gregors eigener Spiritualität.

2.3.DasWerk und die Botschaft Benedikts: Untersuchung der literarischen Abhängigkeiten der Regel, insbesondere zur Regula Magistri, sowie der zentralen Absichten Benedikts.

2.4.Die Regula Benedicti: Einführung in den Aufbau und die zentralen Prinzipien der Klosterregel sowie deren historische Verbreitung.

2.4.1.Die Spiritualität der Benediktusregel: Erläuterung der geistlichen Grundlagen und der zentralen Begriffe wie Stabilitas und Discretio.

2.4.1.1.Die Gemeinschaft: Bedeutung der Gemeinschaft als "Haus Gottes" und der tägliche Bezug zum auferstandenen Christus.

2.4.1.2.Die Geistliche Kunst: Beschreibung von Grundhaltungen wie Hören, Gehorsam, Schweigen, Demut und Liebe als Werkzeuge des spirituellen Weges.

2.4.1.3.Die Grundzüge benediktinischer Lebensgestaltung: Praktische Umsetzung durch Gebetszeiten, Lectio divina, körperliche Arbeit und Gastfreundschaft.

2.5.Die Bedeutung der Benediktusregel heute: Reflektion über die Aktualität des benediktinischen Modells in der heutigen Zeit.

2.5.1.Die Benediktiner heute: Überblick über die aktuelle Situation des Ordens und dessen Engagement in der heutigen Gesellschaft.

2.5.2.Die Bedeutung für die Kirche heute: Diskussion der Vorbildfunktion Benedikts für die Ökumene und die heutige christliche Lebensgestaltung.

3.Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz der Regel sowie eine kritische evangelische Einschätzung einzelner Aspekte wie Gehorsam und Demut.

Schlüsselwörter

Benedikt von Nursia, Regula Benedicti, Mönchtum, Benediktiner, Spiritualität, Ora et labora, Gemeinschaft, Klosterleben, Christentum, Ordensgeschichte, Geistliche Kunst, Klostertradition, Gottesdienst, Demut, Abendland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und der Klosterregel (Regula Benedicti) des heiligen Benedikt von Nursia sowie deren Bedeutung für das abendländische Mönchtum und die heutige Kirche.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Biografie Benedikts, die Analyse der Klosterregel, die spirituellen Grundhaltungen des Mönchtums sowie die heutige Relevanz und kritische Reflexion des benediktinischen Modells.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Werk Benedikts historisch einzuordnen und herauszufinden, welche Relevanz seine etwa 1500 Jahre alte Klosterregel für das Leben und die Gemeinschaft heute noch haben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kirchengeschichtliche Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse beruht. Dabei werden zeitgenössische Lexika, Ausgaben der Benediktusregel und moderne Sekundärliteratur (insb. Anselm Grün) ausgewertet.

Was steht im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie, die historische Quellenkritik (Gregor der Große), die inhaltliche Auslegung der Regula Benedicti (Geistliche Kunst, Tagesgestaltung) sowie die aktuelle Bedeutung für Benediktiner und die Kirche.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Schlagworte wie Benediktsregel, Spiritualität, Gemeinschaft, Gehorsam, Demut, Ora et labora und die historische Vorbildfunktion des "Vaters des Abendlandes".

Wie bewertet die Autorin das Konzept des Gehorsams?

Die Autorin betrachtet das Konzept des uneingeschränkten Gehorsams gegenüber dem Abt aus evangelischer Sicht kritisch, da sie dies als problematische Vormachtstellung empfindet, die dem Priestertum aller Gläubigen widerspricht.

Warum ist das Klosterleben heute auch für Nicht-Mönche attraktiv?

Die Autorin stellt fest, dass Klöster heute vermehrt als Orte der Besinnung und für ein "Kloster auf Zeit" genutzt werden, da Menschen dort Orientierung, Entschleunigung und einen Dialog mit Gott suchen.

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Details

Title
Mönchtum in der Westkirche Leben und Regeln des Benedikt von Nursia
College
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Course
Alte Kirche R 107
Grade
2,0
Author
Ulrike Tschirner (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V15205
ISBN (eBook)
9783638203937
ISBN (Book)
9783656205555
Language
German
Tags
Mönchtum Westkirche Leben Regeln Benedikt Nursia Alte Kirche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Tschirner (Author), 2002, Mönchtum in der Westkirche Leben und Regeln des Benedikt von Nursia, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15205
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