Kreativitätstechnik "Mind Mapping"


Hausarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Arbeitsweise des Gehirns
2.1 Die Gehirnzellen
2.2 Aufbau des Gehirns
2.3 Informationsspeicherung
2.4 Wie funktioniert Lernen
2.5 Unterschiede zwischen Computer und Gehirn

3 Was ist Mind Mapping
3.1 Definition
3.2 Entwicklung
3.3 Abgrenzung zum Cluster
3.4 Handgezeichnete versus computergenerierter Mind Maps

4 Einsatzmöglichkeiten von Mind Maps
4.1 Mind Mapping fürs Lernen
4.2 Mind Mapping für den Beruf

5 Besonderheiten bei der Erstellung von Mind Maps

6 Schlussbemerkung

Anhangsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Ehrenwörtliche Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobenichtenthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Beispiel einer Mind Map

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Übersicht Aufgabenbereiche der Gehirnhälften

Tabelle 2 Grundbedingungen des Gehirns für die Entdeckung von Neuem

1 Einleitung

Der angeblich von Henry Ford stammende Spruch „Autos kaufen keine Autos“ macht deutlich, dass Autos für Menschen gebaut werden. Bei der Bearbeitung des Themas Mind Mapping stellte ich mir die Frage: Warum setze ich Mind Mapping ein, wenn wir uns in der Informationsgesellschaft befinden und das Internet ein riesiges „Gehirn“ ist. Mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien können wir über dieses Wissen sofort verfügen. Ist dann das Mind Mapping nicht überflüssig?

Auf der Suche nach der Frage „Ersetzt der Computer den Menschen“ stellte sich vorwiegend heraus, dass dies immer dann nicht möglich ist, wenn es um Emotionen, Gefühle, Intelligenz, Kreativität und freie Entscheidungen geht. Neuesten Forschungen zur Folge, könnten alle dem Menschen zugeschriebenen Eigenschaften nachgebildet werden, da sie „nur“ auf biochemischen Vorgängen beruhen. Es lässt sich daher in der Endkonsequenz keine Eigenschaft finden, an der sich für alle Zeiten ein zwischen Mensch und Maschine beruhenden Unterschied festmachen ließe.[1] Doch bis der Computer alle menschlichen Eigenschaften beherrscht und den Mensch ablöst, ist es noch ein sehr langer Weg. Daher werden Techniken, die den Menschen betreffen wichtig sein und an Bedeutung gewinnen.

Der Mensch neigt dazu, entgegen der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns, komplexe Themen auf einem Blatt Papier sequenziell nacheinander zu entwickeln. Unser Gehirn jedoch arbeitet in einer kreativen Phase so schnell, das nicht alle Gedanken, Verknüpfungen und Bilder in Echtzeit festgehalten werden können. Statt in komplexen Formulierungen denkt das Gehirn in assoziierten Stichwörtern und Bildern.[2] Von den verschiedenen Kreativitätsmethoden verspricht die Methode des Mind Mappings am ehesten, die Lücke zwischen dem Denkprozess und der ihm entsprechenden Visualisierung von Problemen zu schliessen. Die Methode des Mind Mappings soll in dieser Hausarbeit betrachtet und deren erfolgsversprechende Wirkungsweise näher beleuchtet werden. Die Technik, wie Mind Maps erstellt werden, ist nicht Gegenstand dieser Hausarbeit.

2 Arbeitsweise des Gehirns

Dass die Methode des Mind Mappings funktioniert, zeigt eindeutig die Fülle an Literatur, die sich dieser Thematik widmet. Um die Wirkungsweise des Mind Mappings besser zu verstehen, ist ein Verständnis über die Funktionsweise des Gehirns im Bezug auf das Lernen unabdingbar. Die erstaunlichen Potenziale des Gehirns (siehe Anhang 1), die für das Lernen wichtig sind, sollen in den nächsten Kapiteln durch die Betrachtungen zum menschlichen Gehirn detailliert und allgemeinverständlich unterlegt werden. Die Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich dazu, das Funktionieren des Lernens mit Mind Maps zu verstehen.

2.1 Die Gehirnzellen

Bevor die einzelnen für das Lernen wichtigen Organe im Gehirn aufgezeigt werden, müssen zuerst die Zellen, aus denen das menschliche Gehirn aufgebaut ist, betrachtet werden. Das Gehirn besteht aus vielen winzig kleinen Zellen, die als Neuronen bezeichnet werden[3].

Die Form eines Neurons ist mit einem Oktopus und seinen Tentakeln vergleichbar. Verbindungen zu anderen Neuronen werden über die Dendriten (Tentakel der Neuronen) hergestellt. Ein besonderer Ast, der sehr groß und lang ist, wird Axon genannt. Das Axon bildet den Hauptausgang für die Informationen des Neurons (siehe Anhang 2). Zwischen den Neuronen besteht ein Spalt (Synapse) und keine direkte Verbindung. Die Informationsübertragung an dem Spalt erfolgt durch 53 verschiedene chemische Botenstoffe (Neurotransmittern). Die sendende Gehirnzelle schüttet über die Synapse die Transmitter auf die angrenzende Zelle aus, um den Informationsimpuls zu übermitteln.[4]

2.2 Aufbau des Gehirns

Für die Lernprozesse sind im menschlichen Gehirn die Amygdala, der Hippocampus und die Großhirnrinde von Bedeutung (siehe Anhang 3).

Die Amygdala hat die Größe und Form einer Mandel und wird auch als Mandelkern bezeichnet. Sie befindet sich etwa in der Mitte des Kopfes und gehört zum limbischen System, welches im Zusammenwirken mit anderen Regionen des Gehirns, unter anderen für die Entstehung und Verarbeitung von Emotionen zuständig ist. Eine Amygdala besitzen nicht nur Menschen sondern auch Ratten und Fische. Es ist aus der Evolutionsgeschichte gesehen, ein sehr altes Organ. Die Amygdala lässt uns bei Gefahr entsprechend reagieren lässt und ist für die Angst zuständig. Beim Menschen, anders als bei Tieren, ist sie mit fast allen Gehirnregionen verbunden. Für die Speicherung der Informationen im Gedächtnis hat sie eine zentrale Bedeutung, da sie eingehende Informationen emotional bewertet. Je mehr die Amygdala der Information eine Stellenwert beimisst, egal ob positiver oder negativer Art, umso mehr hat diese Information Erfolg dauerhaft gespeichert zu werden.[5]

Der Hippocampus, auch Seepferdchen genannt, ist die Schnittstelle zwischen dem Kurz- und Langzeitgedächtnis, auch er ist wie die Amygdala evolutionär sehr alt und gehört ebenfalls zum limbischen System. Alle Informationen der sensorischen Systeme laufen im Hippocampus zusammen. Die sensorischen Systeme umfassen z.B. den Geschmack, den Geruch, das Fühlen, das Sehen und das Hören. Durch die immense an das Gehirn gesendete Datenfülle muss der Hippocampus nach Neuigkeit, Wichtigkeit und Dringlichkeit eine Auswahl zur Auswahl an die Großhirnrinde treffen. Nicht benötigte Informationen werden vom Hippocampus verworfen.[6]

Die Großhirnrinde, die lateinische Bezeichnung dafür ist Cortex, ist für das Lernen, das Denken, das Gedächtnis, die Wahrnehmung und die Sprache zuständig. Evolutionär gesehen ist es ein sehr junges Organ. Die Großhirnrinde ist der größte Gehirnbereich. Es unterteilt sich in vier Hirnlappen. Das Ultrakurzzeit-, das Kurzzeit- und das Langzeitgedächtnis befinden sich in der Großhirnrinde.[7]

Nach dem relativ knapp die Aufgaben der Amygdala, des Hippocampus und der Großhirnrinde beschrieben wurden, hat man ansatzweise einen Einblick in die Aufgabenteilung des Gehirns. In der der aktuellen Literatur zu Kreativitätstechniken und dem Lernen sind aber auch allgemeingehaltene Übersichten über die Aufteilung der Aufgaben des Gehirns, ohne eine Zuordnung zu den Organen zu finden. Jeder Gehirnhälfte werden darin unterschiedliche Aufgaben zugeordnet und das Gehirn in eine linke und eine rechte Gehirnhälfte geteilt.

Aus der nachfolgenden Tabelle werden die geläufigsten Aufgabenbereiche des Gehirns und deren Zuordnung zu einer Gehirnhälfte ersichtlich. Aber ist dies überhaupt so? Meist überschneiden sich nämlich die Aufgabenbereiche und beide Gehirnhälften arbeiten zusammen und kommunizieren untereinander.[8]

Zunehmend werden Kritiken lauter, die diese strikte Teilung in Frage stellen. Durch wissenschaftliche Untersuchungen von Roger Sperry konnte festgestellt werden, dass diese bisher in der Literatur propagierte Trennung und Aufgabenteilung so nicht zutreffend sei. Vielmehr kristallisierten sich in Summe betrachtet alle möglichen Variationen heraus. Aufgaben wurden von beiden Teilen gleichmäßig bearbeitet oder die linke Gehirnhälfte erledigte mehrheitlich die kreativeren Tätigkeiten.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 Übersicht Aufgabenbereiche der Gehirnhälften [10]

2.3 Informationsspeicherung

[...]


[1] Vgl. http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/96163,0.html, Stand 06.03.2010; http://www.e-tivity.de/webquest/computer/material/1.htm, Stand 06.03.2010; http://transhumanismus.wordpress.com/2009/07/29/unterschied-mensch-maschine-oder-was-ist-der-mensch/, Stand 06.03.2010

[2] Vgl. Backerra, H.; Malorny, C.; Schwarz, W. (2007), S. 61 f.

[3] Vgl. Buzan, T.; Buzan, B. (2002) S. 27

[4] Vgl. Buzan, T.; Buzan, B. (2002) S. 27 f.; Buzan, T. (2009) S. 26 f.; http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/Gehirn-Neuronen.shtml, Stand 08.03.2010

[5] Vgl. http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/koerperhelden/helden-des-koerpers-die-amygdala-513716.html, Stand 02.03.2010

[6] Vgl. http://www.brain-fit.com/html/hippocampus.html, Stand 02.03.2010

[7] Vgl. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/GehirnAufbau.shtml, Stand 02.03.2010; Buzan, T. (2009), S. 33 f.; http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/ModelleSpeicher.shtml, Stand 02.03.2010

[8] Vgl. Turecek, K. (2004), S. 9

[9] Vgl. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/GehirnRechtsLinks.shtml, Stand 01.03.2010

[10] Vgl. Turecek, K. (2004), S. 9

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Kreativitätstechnik "Mind Mapping"
Hochschule
BA Hessische Berufsakademie
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
31
Katalognummer
V152147
ISBN (eBook)
9783640648108
ISBN (Buch)
9783640647835
Dateigröße
685 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreativitätstechnik, Mind Mapping, MindMap, Mind Map, Gedächtnis, Gehirn, Lernmethode, Lernen
Arbeit zitieren
Marko Filler (Autor), 2010, Kreativitätstechnik "Mind Mapping", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152147

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