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Die nonverbale Kommunikation und ihre Anwendung am Beispiel eines Klavierkonzertes

Title: Die nonverbale Kommunikation und ihre Anwendung am Beispiel eines Klavierkonzertes

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Flohr (Author)

Rhetoric / Elocution / Oratory
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Als Sujet dieser Seminararbeit soll die nonverbale Kommunikation mit ihren reichhaltigen Facetten vorgestellt werden. Körpersprachliche Elemente lassen den Körper beziehungsweise im übertragenen Sinne die Seele eines jeden Menschen im Alltag ohne Zuhilfenahme der Stimmbänder kommunizieren. Die Art zu gehen, zu stehen und zu sitzen prägt die Persönlichkeit eines Menschen, wie auch die Gesten und die Mimik, welche den persönlichen Charakter einer jeden Person für die Lebensumwelt verbildlichen. Neben einer Erörterung des Begriffs der nonverbalen Kommunikation in Verbindung mit einer kurzen Übersicht der Forschungshistorie sollen die einzelnen körpersprachlichen Signale einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Neben den bereits genannten Aspekten der Gestik, der Mimik, des Gangs und der Haltung sind Statussymbole und der persönliche Status in die Betrachtung einzubeziehen, wie auch die menschliche Stimme, die vordergründig ein verbales Instrument ist, hintergründig aber entscheidende nonverbale Impulse mittels unterschiedlicher Klanggebung und individuellen Tonfalls vermittelt. Ebenfalls grenzt der Mensch seine Intimsphäre stufenweise durch gewisse ihn umschließende Territorien ab, welche ebenso erklärt werden. Abgeschlossen wird der theoretisch geprägte Teil mit einer kurzen Analyse des menschlichen nonverbalen Verhaltens in Konfliktsituationen.
Im zweiten Teil dieser Arbeit stehen meine persönlichen Erfahrungen beim Klavierspiel im Mittelpunkt. Welche Bedeutung kann der Körpersprache bei einem Konzert beigemessen werden und welche nonverbalen Elemente finden Anwendung? Wie überzeugt man das Publikum von seinen künstlerischen Ideen und Intentionen? Wie sollte man mit Fehlern umgehen, um das Konzerterlebnis der Zuhörer nicht zu beeinträchtigen? Diese genannten Fragen sollen vor allem im Reflexionsteil beantwortet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeit nonverbale Kommunikation

3. Forschungsgeschichte

4. Körpersprachliche Signale

4.1. Körperhaltung

4.2. Gangarten

4.3. Gestik

4.3.1. Die Begrüßung

4.3.2. Bedeutung und Wahrnehmung der einzelnen Bestandteile von Gestik

4.4. Mimik

4.5. Stimme und Tonfall

4.6. Status

5. Territorien

6. Konflikt und Körpersprache

7. Fallbeispiel: Nonverbale Kommunikation beim Klavierspiel

7.1. Klavierspiel als Monolog oder Dialog

7.2. Die persönliche Reflexion einer Konzertsituation: Die Vorbereitung

7.3. Die persönliche Reflexion einer Konzertsituation: Das Konzert

7.4. Der unverhoffte Moment

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die zentrale Rolle der nonverbalen Kommunikation in zwischenmenschlichen Interaktionen und analysiert deren spezifische Anwendung und Bedeutung im Rahmen eines klassischen Klavierkonzerts. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie körpersprachliche Elemente – von der Mimik und Gestik bis hin zur Körperhaltung – die Wahrnehmung künstlerischer Darbietungen durch das Publikum maßgeblich beeinflussen und authentisch gestalten können.

  • Grundlagen und Forschungshistorie der nonverbalen Kommunikation
  • Analyse körpersprachlicher Signale wie Haltung, Gang, Gestik und Mimik
  • Bedeutung der menschlichen Stimme und Statussymbolen
  • Die Funktion territorialer Zonen und Körpersprache in Konfliktsituationen
  • Praktische Reflexion über die Wirkung nonverbaler Ausdrucksmittel beim Klavierspiel

Auszug aus dem Buch

7.3. Die persönliche Reflexion einer Konzertsituation: Das Konzert

Ein Werk Johann Sebastian Bachs erklingt im Konzertsaal. Gestik und Mimik rücken unter den nonverbalen Aspekten in den Vordergrund. Weiche Bewegungen meiner Finger sind das Fundament, um der Mechanik des Flügels wohlklingende Melodien zu entlocken. Der Zuhörer vernimmt im übertragenen Sinne die Leichtigkeit der Finger, wenn ich sie als Künstler geschmeidig bewege. Ich würde sogar die folgende Aussage formulieren: Das Auge hört mit. Der Ellenbogen bewegt sich kreisförmig mit der aufwärts- oder abwärtsgerichteten Bewegung der Hände auf der Tastatur. Der ganze Arm muss eine Einheit ergeben und stilistisch den Melodiefluss illustrieren. Dies heißt, dass es in einem Musikstück unzählige abzugrenzende Melodiebögen gibt. Mein Arm baut durch eine nach oben gerichtete Bewegung die Spannung visuell für das Publikum auf und nach dem melodischen Höhepunkt sinkt er langsam ab.

Dieses Wechselspiel zwischen Spannungsaufbau und Spannungsabbau prägt ein musikalisches Werk. Hierbei können die Bewegungen im dreidimensionalen Raum je nach meiner spezifischen Intention in alle Richtungen ausstrahlen. Der Körper neigt sich aufrecht nach hinten, wenn eine Phrase im piano erklingt. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Körperspannung umso größer sein muss, je leiser ich dem Publikum einen Klang vermitteln möchte. Die Ruhe verlangt einen körperlichen Abstand vom Instrument, um die leisen Tonschwingungen dennoch klar dem Zuhörer näher zu bringen. Plötzlich nimmt die körperliche Spannung beim Übergang zum pianissimo weiter zu. Die folgende Aussage mag logisch betrachtet keinen Sinn ergeben, entspricht aber meinen Erfahrungen: Ein leiser Melodiebogen benötigt körperliche Weite, um klanglich ausstrahlen zu können, wogegen eine sehr leise und zarte Stelle die körperliche Geborgenheit und Geschlossenheit benötigt, um die tonale Spannung aufrecht zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der nonverbalen Kommunikation und Zielsetzung der Arbeit unter Einbeziehung des Klavierspiels als Reflexionsbeispiel.

2. Begrifflichkeit nonverbale Kommunikation: Definition des Begriffs und Erläuterung der engen Verzahnung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation.

3. Forschungsgeschichte: Überblick über die historische Entwicklung der Erforschung des nonverbalen Verhaltens von der Antike bis zu Charles Darwin.

4. Körpersprachliche Signale: Detaillierte Analyse verschiedener Ausdrucksformen wie Haltung, Gestik, Mimik, Stimme und Status.

5. Territorien: Erklärung der räumlichen Distanzzonen des Menschen und deren Bedeutung in der Interaktion.

6. Konflikt und Körpersprache: Untersuchung der körpersprachlichen Reaktionen in Streit- und Konfliktsituationen.

7. Fallbeispiel: Nonverbale Kommunikation beim Klavierspiel: Praktische Anwendung der Theorie auf den Klavierkonzert-Kontext inklusive Reflexionen zu Vorbereitung, Konzert und Fehlermanagement.

8. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der hohen Bedeutung nonverbaler Ausdrucksmittel für die Authentizität menschlichen Wirkens und künstlerischer Darbietungen.

Schlüsselwörter

Nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Gestik, Mimik, Körperhaltung, Klavierspiel, Konzert, Authentizität, Ausdrucksmittel, Kommunikation, Musikalische Interpretation, Soziale Interaktion, Forschungsgeschichte, Signalwirkung, Bühnenpräsenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die vielfältigen Facetten der nonverbalen Kommunikation und ihre Bedeutung als ausdrucksstarkes Instrument des menschlichen Verhaltens und der persönlichen Interaktion.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit beleuchtet die Definition nonverbaler Signale, deren historische Erforschung, physiologische Ausdrucksmöglichkeiten wie Gestik und Mimik sowie die Rolle von Territorien und Status.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Macht und Bedeutung nonverbaler Kommunikation theoretisch darzulegen und diese Erkenntnisse in einem Reflexionsteil auf die künstlerische Praxis eines Klavierkonzerts zu übertragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Teil zur fundierten Definition und historischen Einordnung, ergänzt durch einen reflexiven, praxisbezogenen Teil, in dem die eigenen Erfahrungen als Pianist analysiert werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil explizit behandelt?

Neben der Theorie der körpersprachlichen Signale werden die Themen Konfliktverhalten, räumliche Distanz sowie spezifische Aspekte der musikalischen Darbietung, wie der Umgang mit Pausen und Fehlern, thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Authentizität, Klavierspiel, Gestik, Mimik und Bühnenpräsenz.

Wie unterscheidet sich die Vorbereitung auf verschiedene musikalische Epochen körperlich?

Die Arbeit zeigt, dass unterschiedliche musikalische Charaktere, etwa ein filigranes Bach-Werk gegenüber einem kämpferischen Stück der russischen Klavierschule, eine Anpassung der Körperhaltung und der inneren Spannung erfordern.

Warum spielt das "Wie" beim Klavierspielen eine größere Rolle als die technische Perfektion?

Der Autor argumentiert, dass das Publikum den künstlerischen Ausdruck durch nonverbale Kommunikation stärker wahrnimmt als die rein technische Ausführung, weshalb die Interpretation und emotionale Vermittlung für den Konzerterfolg entscheidend sind.

Wie sollte ein Pianist mit Fehlern während eines Konzerts umgehen?

Der Autor empfiehlt, durch eine kontrollierte und gelassene Körpersprache Souveränität zu bewahren, statt die Aufmerksamkeit durch Unsicherheit oder Entgleisen der Mimik auf den Fehler zu lenken.

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Details

Title
Die nonverbale Kommunikation und ihre Anwendung am Beispiel eines Klavierkonzertes
College
University of Erfurt
Course
Persönlichkeitsfördernde Rhetorik
Grade
1,0
Author
Michael Flohr (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V152192
ISBN (eBook)
9783640640478
ISBN (Book)
9783640640676
Language
German
Tags
Rhetorik Nonverbale Kommunikation Klavier Klavierspiel Klavierkonzert Körpersprachliche Signale Körperhaltung Gangart Gestik Begrüßung Mimik Stimme Tonfall Status Habitus Territorien Territorium Konflikt Streit Körpersprache Monolog Dialog persönliche Reflexion Konzert Rede Referat Vortrag actio Charles Darwin Paul Watzlawick Janet Beavin Don Jachson Man kann nicht nicht kommunizieren Charakter überspannte Haltung entspannte Haltung unterspannte Haltung geschlossene Haltung offene Haltung introvertiert extravertiert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Flohr (Author), 2009, Die nonverbale Kommunikation und ihre Anwendung am Beispiel eines Klavierkonzertes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152192
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