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Indigene Mobilisierung in Kolumbien am Beispiel des Consejo Regional Indígena del Cauca (CRIC)

Titel: Indigene Mobilisierung in Kolumbien am Beispiel des Consejo Regional Indígena del Cauca (CRIC)

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Wehnhardt (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die wenigen Menschen, die einmal in ihrem Leben das Glück haben, Kolumbien besuchen zu können, werden das Land kennenlernen, wie es heute ist. Das Kolumbien, wie es viele Jahrhunderte nach der Kolonisation durch die spanische Krone ist. Dabei bleibt häufig der Kontakt mit der indigenen Bevölkerung, den Ureinwohnern des Landes, auf der Strecke.
Im Zuge der Kolonisation des Landes durch die spanische Krone musste diese eine Lösung im Umgang mit der indigenen Bevölkerung finden – und fand diese in einer Unterbringung der Indianer in Reservaten, so genannten „Resguardos“. Dort konnten die Bewohner regelmäßig eine Art Gemeinderat, auch „Cabildo“ genannt, wählen und das – laut Gesetz – ihnen zustehende Land selbstständig verwalten. Da viele Siedler allerdings weite Landstriche an sich rissen und Latifundien, auch „Haciendas“ genannt, entstanden, brachten sie immer mehr Indianer in eine direkte oder indirekte
Abhängigkeit, wodurch diese immer mehr zurückgedrängt und ausgebeutet wurden.
Nicht erst durch die stete Neoliberalisierung des Landes erreichte die Ausbeutung im Laufe der Jahre ein Maß, welches für die indigene Bevölkerung nicht länger tragbar war. Es kam zur Entstehung mehrerer sozialer Bewegungen, darunter Agrarreformund
auch indigener Bewegungen, welche anfangs sogar im Verbund verliefen. Eine wichtige davon ist der „Consejo Regional Indígena del Cauca“ (fortan: CRIC), welche der zentrale Untersuchungsgegenstand des vorliegenden Essays ist.
Dabei unterliegt die vorliegende Arbeit der Aufgabe, die Ziele, die Motivation und die „Kampfmittel“ einer indigenen Mobilisierung am Beispiel des CRIC zu illustrieren.
Es soll darauf geachtet werden, dass aufgrund des begrenzten Umfangs insbesondere die Zielformulierung obliegt, den zentralen Aspekten der indigenen Bewegung des CRIC nachzugehen, diese detaillierter zu beleuchten und Allgemeingültiges oder auf
andere indigene Bewegungen Übetragbares herauszufinden.

Leseprobe


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Der „Consejo Regional Indígena del Cauca“

2.1 Formelle Entstehung

2.2 Programmatik

3. Das Land und seine Signifikanz

3.1 Die Bedeutung des Landes

3.2 Der Kampf um das Land

4. Der Kampf um die kulturelle Identität

4.1 Die Rolle des Bildungssystems

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mobilisierung indigener Bevölkerungsgruppen in Kolumbien am Beispiel des „Consejo Regional Indígena del Cauca“ (CRIC). Ziel ist es, die Ziele, Motivationen und Methoden dieser Bewegung zu analysieren, um allgemeingültige Aspekte indigener Widerstandsprozesse zu identifizieren und auf andere Bewegungen übertragbar zu machen.

  • Historische Entstehung und organisatorische Struktur des CRIC
  • Die fundamentale Bedeutung des Landes für die indigene Lebensweise
  • Methoden des Protests und Kampf um territoriale Rückgewinnung
  • Rolle des Bildungswesens bei der Stärkung der kulturellen Identität
  • Zusammenhang zwischen Landrechten und dem Erhalt indigener Traditionen

Auszug aus dem Buch

2. Der „Consejo Regional Indígena del Cauca“

„Im Südwesten Kolumbiens, im Department Cauca, konzentriert sich ein Großteil der indianischen Bevölkerung [...] (Möller, 1986, S. 1). Der vor Ort lebenden indigenen Bevölkerung zwangen die Spanier in der Kolonialzeit ein Lebensmodell auf, bei dem sie in Reservaten, so genannten „Resguardos“, lebten und ihre Angelegenheiten selbstständig regeln konnten (vgl. Möller, 1986, S. 1). Jedes Jahr wählen die Bewohner eine Gemeinderat, auch „Cabildo“ genannt (vgl. Möller, 1986, S. 1). Laut der offiziellen Internetpräsenz des CRIC ist er die Organisation, welche mehr als 90 Prozent der indigenen Gemeinschaften / Dörfer im Department Cauca umfasst (vgl. Internetlink A). Darunter fallen 115 Cabildos, 84 Resguardos und acht indigene Stämme (vgl. Internetlink A).

2.1 Formelle Entstehung

Die Gründung des CRIC ist im Zusammenhang mit der Agrarreformbewegung um die Bauerngewerkschaft „Asociación Nacional de Usuarios Campesinos“ (fortan: ANUC) zu sehen (vgl. Möller, 1986, S. 4). Als CRIC-Mitarbeiter 1974 jedoch erkannten, „[...] dass die Landfrage bei den Indianern nicht isoliert von deren kulturellen und sozialen Eigenheiten angegangen werden kann [...]“ (Möller, 1986, S. 4), kam es zu einer Loslösung des CRIC von der ANUC (vgl. Möller, 1986, S. 4). Offiziell kann die Gründung des CRIC zwar auf den 24. Februar 1971 datiert werden; Mayr weist allerdings darauf hin, dass die Entstehung des CRIC vielmehr ein Prozess als ein einmaliges Erlebnis war (vgl. Mayr, 1985, S. 68).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Marginalisierung indigener Völker in Kolumbien seit der Kolonialzeit und stellt den CRIC als zentrales Untersuchungsobjekt zur Analyse indigener Mobilisierung vor.

2. Der „Consejo Regional Indígena del Cauca“: Dieses Kapitel erläutert den organisatorischen Rahmen, die Mitgliederstruktur sowie die historische Entstehung des CRIC aus der Agrarreformbewegung heraus.

3. Das Land und seine Signifikanz: Hier wird die duale Bedeutung des Landes als kulturelle Identitätsgrundlage und ökonomische Existenzgrundlage analysiert, verbunden mit den praktischen Landkämpfen des CRIC.

4. Der Kampf um die kulturelle Identität: Dieses Kapitel untersucht, wie durch Bildungsarbeit und die Rückbesinnung auf indigene Geschichte und Sprache das kollektive Bewusstsein der Bewegung gestärkt wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass der Kampf um das Land und die kulturelle Identität die tragenden Säulen des indigenen Widerstands bilden.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Quellen und Internetverweise aufgeführt.

Schlüsselwörter

Indigene Bevölkerung, Kolumbien, CRIC, Consejo Regional Indígena del Cauca, Landrechte, Resguardos, kulturelle Identität, Agrarreform, Cabildos, Widerstand, Marginalisierung, soziale Bewegung, Bildungssystem, indianische Geschichte, Selbstverwaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Mobilisierung indigener Völker in Kolumbien mit einem speziellen Fokus auf die Entstehung, Ziele und Strategien des Consejo Regional Indígena del Cauca (CRIC).

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die historische Unterdrückung, die Bedeutung von Landrechten, die Bewahrung kultureller Identität und die Rolle des Bildungswesens als Instrument des Widerstands.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen „Kampfmittel“ und Strategien des CRIC zu illustrieren, um allgemeingültige Erkenntnisse über indigene Bewegungen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung dokumentarischer Informationen zur Organisation und Praxis des CRIC.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formelle Organisation des CRIC, die ökonomische und kulturelle Bedeutung des Landes sowie den Kampf um kulturelle Identität und Bildung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie indigene Rechte, Landkampf, kulturelle Autonomie, Resguardos und soziale Mobilisierung charakterisieren.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen kultureller und ökonomischer Bedeutung des Landes eine Rolle?

Sie erklärt, warum indigene Landkämpfe nicht nur materiell motiviert sind, sondern eng mit der Erhaltung der „Mutter Erde“ und der eigenen Identität verknüpft sind.

Welche Rolle spielt das Bildungswesen laut der Arbeit für den CRIC?

Das Bildungswesen dient dazu, eine indigene Identität zu stärken, die koloniale Didaktik zu überwinden und eine zweisprachige Ausbildung zu fördern, die den eigenen Werten entspricht.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Indigene Mobilisierung in Kolumbien am Beispiel des Consejo Regional Indígena del Cauca (CRIC)
Hochschule
Universität Kassel  (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Indigene Mobilisierungen in Lateinamerika
Note
2,0
Autor
Daniel Wehnhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V152280
ISBN (eBook)
9783640641710
ISBN (Buch)
9783640858170
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CRIC Kolumbien Lateinamerika Indigene Mobilisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Wehnhardt (Autor:in), 2010, Indigene Mobilisierung in Kolumbien am Beispiel des Consejo Regional Indígena del Cauca (CRIC), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152280
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Leseprobe aus  13  Seiten
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