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Das ARCS-Modell anhand des Beispiels Erste-Hilfe-Kurs. Wie schafft man eine intrinsische Lernmotivation bei Lernenden?

Title: Das ARCS-Modell anhand des Beispiels Erste-Hilfe-Kurs. Wie schafft man eine intrinsische Lernmotivation bei Lernenden?

Term Paper , 2023 , 15 Pages

Autor:in: Thorsten Weber (Author)

Health - Health system
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Welchen Sinn hat Unterricht? Was auf den ersten Blick nach einer banalen und leicht provokanten Frage klingt, hat bei näherer Betrachtung mehr Tiefgang als zunächst vermutet. In erster Linie geht es um Wissensvermittlung. Jemand mit Kompetenzen gibt seinen Erfahrungsschatz an Menschen mit weniger Kompetenzen in diesem Bereich weiter. Doch was passiert dann? Im Idealfall sind die Neulinge jetzt mit Wissen ausgestattet und können daraus einen praktischen Nutzen ziehen. Dieser Ansatz ist jedem zumindest aus der klassischen Schulbildung bekannt.

Der aktuelle Diskurs stellt dieses Modell jedoch infrage. Denn wer garantiert, dass die zu unterrichtenden Personen wirklich das mitnehmen, was sie gemäß Curriculum und Lernzielen auch mitnehmen sollen? Um dieser Fragestellung zu begegnen, haben sich zahlreiche Fachleute der Wissensvermittlung angenommen und Überlegungen darüber angestellt, wie aus dem Input durch das Lehrpersonal der größtmögliche Output bei den zu Unterrichtenden generiert werden kann.

Das ARCS-Modell wurde in den 1980er Jahren von John M. Keller, einem amerikanischen Unterrichtspsychologen, und seinem Team entwickelt. Es basiert auf einer breiten theoretischen Grundlage und wurde in verschiedenen Bildungsbereichen empirisch erprobt. Das Modell zielt auf die Motivation des Lernenden ab und umfasst vier Eckpunkte, die zur Schaffung einer intrinsischen Lernmotivation und somit zur Erzielung des größtmöglichen Lerneffektes gegeben sein müssen. Bei diesen vier Punkten handelt es sich um "Aufmerksamkeit", "Relevanz", "Erfolgserwartung" und "Zufriedenheit". Es wird auch von "Schlüsselfacetten der Motivation" gesprochen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Exposé

2 Theorie

2.1 Grundidee des selbstgesteuerten Lernens

2.2 ARCS-Modell

3 Praxis

3.1 Erste-Hilfe-Kurs

3.2 ARCS-Modell am Beispiel Erste-Hilfe-Kurs

4 Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der Motivationsförderung durch das ARCS-Modell von John M. Keller aufzuzeigen, mit speziellem Fokus auf die praktische Anwendung in einem Erste-Hilfe-Kurs, um Teilnehmern ein intrinsisch motiviertes und effektives Lernumfeld zu bieten.

  • Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens
  • Die vier Kernkomponenten des ARCS-Modells (Aufmerksamkeit, Relevanz, Erfolgsantwortung, Zufriedenheit)
  • Strukturelle Analyse und Optimierungspotenziale klassischer Erste-Hilfe-Kurse
  • Praktische Implementierung des ARCS-Modells in der Notfallschulung

Auszug aus dem Buch

3.2. ARCS-Modell am Beispiel Erste-Hilfe-Kurs

Wurden bis hier hin Form und Inhalt des Erste-Hilfe-Kurses vorgestellt, so folgt nun der Transfer in das ARCS-Modell.

Aufmerksamkeit

Der Erfolg des Kurses steht und fällt damit, wie die Teilnehmer für den Kursinhalt gewonnen werden können. Im Erste-Hilfe sieht das Curriculum zu Beginn eine Vorstellungsrunde der Teilnehmer vor. Jedoch soll auch auf die Rahmenbedingungen des Kurses sowie dessen Inhalte eingegangen werden, sodass jeder bereits vorab weiß, was ihn in den folgenden 9 Unterrichtseinheiten zu erwarten hat. Im Theorieteil dieser Ausarbeitung wurde bereits erörtert, dass Teilnehmer grundsätzlich auf drei Wegen animiert werden können. Diese sind Humor, Irritation oder aktive Teilhabe. Auf letzteres legt das gesamte Kurskonzept besonderen Augenmerk. So wurde im Sinne des aktuellen Diskurses in der Erwachsenenbildung bewusst vom reinen Ausbildervortrag Abstand genommen und die Teilnehmer bewusst in den Mittelpunkt gerückt. In Übungen und Gruppenarbeiten sollen die Teilnehmer sich die Gegebenheiten selber erarbeiten, während der Ausbilder weitestgehend als Moderator fungiert und lediglich an geeigneter Stelle mit Tipps und Tricks aus seiner Expertise ergänzend eingreift. Doch bereits vor Absolvierung der ersten Teilnehmeraktivierung gilt es für den Ausbilder, die Aufmerksamkeit der Teilnehmer zu erregen. Hier soll noch einmal auf Humor und Irritation verwiesen werden. Über die Sinnhaftigkeit von Humor als Einstieg für einen Erste-Hilfe-Kurs lässt sich diskutieren, wenn dieser auch an der oder anderen Stelle sicherlich zur Auflockerung hilfreich ist. Dennoch empfiehlt sich die Irritation als Mittel der Wahl. Das kann beispielsweise wie folgt aussehen. Die Teilnehmer erleben den Ausbilder aufgrund dessen medizinischer Expertise als Autorität. Wenn dieser nun mit einem Beispiel aus seinem eigenen Umfeld in die Thematik der Laienhilfe einführt, passieren zwei Dinge. Die Teilnehmer nehmen den Fachmann als einen der Ihren wahr, der ohne sein Equipment und wenn persönlich betroffen vor den gleichen Schwierigkeiten steht wie der Laienhelfer. Weiterhin sind durch latentes Mitleid mit der betroffenen Person aus dem persönlichen Beispiel Emotionen geweckt, die zum aufmerksamen Zuhören animieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Exposé: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Wissensvermittlung ein und begründet die Notwendigkeit, Unterricht motivierender zu gestalten, wobei das ARCS-Modell als zentraler Ansatz eingeführt wird.

2 Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen erläutert, insbesondere das Konzept des selbstgesteuerten Lernens und die detaillierten vier Säulen des ARCS-Modells.

3 Praxis: Dieses Kapitel analysiert das Format des Erste-Hilfe-Kurses kritisch und demonstriert konkret, wie die Prinzipien des ARCS-Modells zur Motivationssteigerung in dieser spezifischen Ausbildung eingesetzt werden können.

4 Resümee: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Wirksamkeit des ARCS-Modells zur Überwindung von Stigmata und zur Förderung intrinsischer Motivation in praxisorientierten Lernumgebungen.

Schlüsselwörter

ARCS-Modell, Lernmotivation, Erwachsenenbildung, Erste-Hilfe-Kurs, selbstgesteuertes Lernen, Aufmerksamkeit, Relevanz, Erfolgsantwortung, Zufriedenheit, Motivationsförderung, Didaktik, Wissensvermittlung, Notfallmedizin, Teilnehmeraktivierung, Unterrichtsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das ARCS-Modell zur gezielten Steigerung der Lernmotivation von Erwachsenen in der praktischen Ausbildung genutzt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Lernpsychologie, das selbstgesteuerte Lernen, die Anwendung des ARCS-Modells und die didaktische Analyse von Erste-Hilfe-Schulungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der vier Motivationsfaktoren des ARCS-Modells konkrete Strategien für eine motivierende Kursgestaltung zu demonstrieren, die über die bloße Wissensvermittlung hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung des ARCS-Modells von John M. Keller und führt deren Anwendung durch einen praktischen Transfer (Fallbeispiel Erste-Hilfe-Kurs) aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Theorie des selbstgesteuerten Lernens und das ARCS-Modell erläutert, gefolgt von einer detaillierten Anwendung dieser Erkenntnisse auf den realen Kontext eines Erste-Hilfe-Kurses.

Was zeichnet die Arbeit besonders aus?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Übertragung trockener Theorie auf die spezifischen Herausforderungen eines hochfrequentierten, oft als „Pflichtübung“ wahrgenommenen Kursformats wie der Erste-Hilfe-Ausbildung aus.

Wie trägt das ARCS-Modell zur Überwindung von Widerständen bei?

Durch die Faktoren Relevanz und Zufriedenheit werden die Teilnehmer abgeholt – etwa durch das Aufzeigen des Nutzens im persönlichen Umfeld –, was das Stigma der „Zwangsveranstaltung“ verringert.

Welche Rolle spielt der Ausbilder beim ARCS-Ansatz?

Der Ausbilder tritt vom klassischen Frontalunterricht zurück und agiert primär als Moderator, der die Teilnehmer durch gezielte Aktivierung und positive Feedbackkultur eigenverantwortlich lernen lässt.

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Details

Title
Das ARCS-Modell anhand des Beispiels Erste-Hilfe-Kurs. Wie schafft man eine intrinsische Lernmotivation bei Lernenden?
College
Steinbeis University Berlin
Course
Erwachsenengerechtes lebenslanges Lernen
Author
Thorsten Weber (Author)
Publication Year
2023
Pages
15
Catalog Number
V1523009
ISBN (PDF)
9783389095669
ISBN (Book)
9783389095676
Language
German
Tags
ARCS-Modell Erste Hilfe Kurs Erwachsenenbildung Erwachsenengerechtes Lernenn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Weber (Author), 2023, Das ARCS-Modell anhand des Beispiels Erste-Hilfe-Kurs. Wie schafft man eine intrinsische Lernmotivation bei Lernenden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1523009
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