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Noten an der Schule. Inwiefern könnte man durch eine Modifizierung der Leistungserfassung für mehr Motivation bei den Schülerinnen und Schülern sowie für gerechtere Ergebnisse sorgen?

Title: Noten an der Schule. Inwiefern könnte man durch eine Modifizierung der Leistungserfassung für mehr Motivation bei den Schülerinnen und Schülern sowie für gerechtere Ergebnisse sorgen?

Term Paper , 2024 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Fabian Berger (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Es benötigt kein Lehramtsstudium, um zu wissen, dass der Einsatz von Noten als Druckmittel und Selektionsmechanismus nicht die Intention hinter der Leistungsbewertung sein kann. Und doch werden sie nicht selten so angewendet. Die Frage ist jedoch, ob die Leistungsbewertung, in der Form der Ziffernzensuren, überhaupt möglich ist, ohne die genannten Effekte des Drucks, aber auch der Angst, zu erzeugen. Wie könnte oder wie müsste man die Leistungsbewertung verändern, um für gerechtere Ergebnisse zu sorgen und die Motivation bei den Lernenden zu erhöhen, anstatt sie durch Druck und Angst zu demoralisieren? Um diese Frage dreht sich die Arbeit.

"Die […] Besten verdienen die besten Plätze, die anderen müssen sich mit weniger guten […] Positionen begnügen." Mit diesem oder einem ähnlichen Grundsatz wurden vielen Schülerinnen und Schülern in ihrer Schulzeit vehement belehrt, warum es stets nötig sei, Bestnoten schreiben zu müssen. Von den Ziffernzensuren hing zuerst die Empfehlung für das Gymnasium und später dann die Zulassung zur Universität ab. Gute Zensuren sollen die Schülerinnen und Schüler im gesellschaftlichen Selektierungsprozess davor schützen, zu der Spreu zu gehören, die vom Weizen getrennt wird.

Der Kult um die schulische Leistungsüberprüfung mit ihren Zensuren wird in vielen Diskursen oft allein auf die gesellschaftliche Funktion von Schule, die Selektionsfunktion, verkürzt. Gerade in schulpädagogischen Diskursen wird die Zensurengebung in der Gegenüberstellung von pädagogischen und gesellschaftlichen Funktionen letztlich gesellschaftlichen Anforderungen angelastet. Das Problem der pädagogisch fragwürdigen Benotung wird externalisiert. Dabei wird ignoriert, dass die Schule, als staatlich organisierte Institution, auf komplexe Art und Weise in die Gesellschaft eingebunden ist. Das heißt, sie reproduziert und gestaltet die Bedingungen mit, die eine Bewertung mit Ziffernzensuren "notwendig" machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Angst zu scheitern

2. Die Funktion der Leistungsbewertung

3. Schulische Legitimation von Zifferzensuren

3.1 Frühzeitige Heranführung

3.2 Zuweisung innerhalb des Schulsystems

4. Die Motivation der Lernenden

5. Ein bessere Leistungsbeurteilung

5.1 Das Portfoliokonzept

5.2 Zertifikate

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie eine Modifizierung der schulischen Leistungserfassung dazu beitragen kann, die Motivation von Schülerinnen und Schülern nachhaltig zu steigern und gleichzeitig eine gerechtere Bewertung ihrer Leistungen zu ermöglichen, anstatt sie durch primär selektionsorientierte Zifferzensuren unter Druck zu setzen.

  • Die psychologischen Auswirkungen von Notendruck und Versagensangst
  • Die gesellschaftliche Selektionsfunktion des Bildungssystems
  • Kritische Analyse der mangelnden Aussagekraft von Ziffernnoten
  • Alternative Bewertungsformen wie Portfoliokonzepte und Zertifikate
  • Die Förderung von intrinsischer Lernmotivation durch sachbezogene Rückmeldung

Auszug aus dem Buch

5.1 Das Portfoliokonzept

Das Portfoliokonzept ist insbesondere im kreativen Bereich lange bekannt. So müssen etwa angehende Kunststudenten für die Zulassung zum Studium meist eine selbst zusammengestellte Auswahl an Arbeiten vorlegen. Ebenso werden bei der Einstellung von Designern und Architekten in der Regel Beispielarbeiten gefordert. Als Belege für die Leistungsfähigkeit werden, von den Aspiranten selbst ausgewählte Arbeiten und Werke direkt vorgelegt. Nicht etwa die Urteile anderer über diese Arbeiten oder die betreffende Person. Die Arbeiten sprechen für sich und die Person selbst.

„Ein Portfolio ist eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der/des Lernenden auf einem oder mehreren Gebieten zeigt. Die Sammlung muss die Beteiligung der/des Lernenden ab der Auswahl der Inhalte, der Kriterien für die Auswahl, der Festlegung der Beurteilungskriterien sowie Hinweise auf die Selbstreflexion der/des Lernenden einschließen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Angst zu scheitern: Der Autor schildert persönliche Erfahrungen mit der leistungsorientierten Grundschulzeit und hinterfragt, ob Ziffernnoten zwingend Angst und Druck erzeugen müssen.

2. Die Funktion der Leistungsbewertung: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftliche Rolle der Schule als Selektionsinstanz und die damit verbundenen meritokratischen Anforderungen.

3. Schulische Legitimation von Zifferzensuren: Hier wird diskutiert, wie durch frühzeitige Notengebung und Zuweisungsprozesse innerhalb des Schulsystems ein legitimierbarer Ausschluss erzeugt wird.

4. Die Motivation der Lernenden: Das Kapitel analysiert, wie Ziffernnoten den Fokus weg vom inhaltlichen Interesse hin zum Statusvergleich verschieben und die Lernfreude negativ beeinflussen können.

5. Ein bessere Leistungsbeurteilung: Es werden alternative Wege skizziert, wie Leistungsbewertung durch Feedback und differenziertere Instrumente gerechter gestaltet werden kann.

6. Fazit: Der Autor fasst zusammen, dass eine Kombination aus verschiedenen Verfahren wie Portfolios und Zertifikaten ein ganzheitlicheres Bild der Schülerleistungen ermöglichen kann.

Schlüsselwörter

Leistungsbewertung, Zifferzensuren, Portfoliokonzept, Lernmotivation, Selektionsfunktion, Schulpädagogik, Leistungsbeurteilung, Kompetenznachweis, Bildungsreform, meritokratisches Prinzip, Selbstreflexion, Zertifikate, Bildungsforschung, Notendruck, Lernprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kritik an herkömmlichen Ziffernnoten und untersucht, wie die schulische Leistungserfassung reformiert werden kann, um Lernende weniger durch Angst zu demotivieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die selektiven Funktionen des Schulsystems, die psychologischen Folgen der Notengebung auf die Schülermotivation sowie moderne alternative Instrumente zur Leistungsdokumentation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie man eine Modifizierung der Leistungserfassung erreichen kann, die sowohl die Motivation der Schüler fördert als auch gerechtere Ergebnisse liefert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit schulpädagogischen Theorien, eine Reflexion relevanter Fachliteratur sowie die Analyse von Konzepten wie dem Portfolio.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte der schulischen Bewertung, die Problematik der Ziffernnote als Selektionsmittel und die Einführung von portfoliogestützten und zertifikatsbasierten Leistungsnachweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Eckpunkte der Untersuchung sind Begriffe wie Leistungsbewertung, Zifferzensuren, Portfolio, Schulselektion und Lernmotivation.

Weshalb sind klassische Ziffernoten laut der Studie problematisch?

Der Autor argumentiert, dass Ziffernnoten oft zu wenig über die individuelle Lernentwicklung aussagen und durch ihren Druckcharakter eher Statuskonkurrenz fördern als die Freude am Lernen.

Worin liegt der spezifische Vorteil des Portfoliokonzepts?

Ein Portfolio dokumentiert Lernfortschritte über einen längeren Zeitraum hinweg anhand konkreter, selbst gewählter Arbeitsproben, was eine individuellere und fachübergreifende Bewertung ermöglicht.

Welche Rolle spielen Zertifikate in diesem Kontext?

Zertifikate erlauben es, auch über klassische Schulfächer hinausgehende Kompetenzen wie "Soft Skills" zu dokumentieren und flexibler auf neue Anforderungen zu reagieren.

Woran könnte eine umfassende Reform nach Ansicht des Autors scheitern?

Eine grundlegende Hürde stellt der Zeitfaktor dar, da die Umsetzung von Portfolios und ausführlichen Feedback-Verfahren angesichts des aktuellen Lehrkräftemangels ressourcenintensiv ist.

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Details

Title
Noten an der Schule. Inwiefern könnte man durch eine Modifizierung der Leistungserfassung für mehr Motivation bei den Schülerinnen und Schülern sowie für gerechtere Ergebnisse sorgen?
College
University of Flensburg  (Erziehungswissenschaften)
Course
Schule und Unterricht
Grade
1,0
Author
Fabian Berger (Author)
Publication Year
2024
Pages
16
Catalog Number
V1523025
ISBN (eBook)
9783389095225
ISBN (Book)
9783389095232
Language
German
Tags
noten schule inwiefern modifizierung leistungserfassung motivation schülerinnen schülern ergebnisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Berger (Author), 2024, Noten an der Schule. Inwiefern könnte man durch eine Modifizierung der Leistungserfassung für mehr Motivation bei den Schülerinnen und Schülern sowie für gerechtere Ergebnisse sorgen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1523025
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