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Konstantin der Große

Über die Ambivalenz seiner Bekehrung zum Christentum als dessen konstituierendes Element

Titel: Konstantin der Große

Seminararbeit , 2006 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexis Demos (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Konstantin der Große als ein Faszinosum der Spätantike sollte postum prägend für eine ebenfalls große Epoche der Historie sein, dem Mittelalter. War er es doch angeblich, der das Christentum in seiner Gänze begründete und das Handeln des im Mittelalter dominierenden Papsttums legitimierte. Es gibt nur wenige antike Persönlichkeiten, die in der modernen Forschung so häufig und so kontrovers diskutiert worden sind wie Konstantin der Große; Urteile reichen vom politischen Pragmatismus, bis hin zur mythologischen Suprematie. Erschwerend für die Forscher ist die Frage nach der Motivation für das jeweilige Handeln Konstantins, da es aufgrund von nachträglicher christlicher Einfärbung quasi unmöglich ist, Ursachenforschung in der Kindheit und Jugend zu betreiben. Im Zentrum dieser Arbeit stehen – retrospektiv betrachtet – bedeutende Zäsuren, die Konstantins Leben und die Beschaffenheit seiner Umwelt gänzlich umgestalten sollten, ergo wird seiner Kaiserkrönung im Jahre 306 n. Chr. und der siegreichen Schlacht über Maxentius am Pons Milvius (Milvische Brücke) am 28. Oktober 312 n. Chr. genauso viel Aufmerksamkeit gewidmet, wie seiner Erringung der Alleinherrschaft im Jahre 324 n. Chr. gegenüber Licinius.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundzüge und Einflusssphären der Tetrarchie unter Diokletian

3. Die Kaiserkrönung Konstantins im Jahre 306 n. Chr.

3.1 Die positive Christenpolitik

3.2 Das Toleranzedikt des Galerius im Jahre 311 n. Chr.

4. Die Schlacht am Pons Milvius

4.1 Die Instrumentalisierung des Kreuzes als Insignie des Sieges

4.2 Der pagane Polytheismus versus christlichem Monotheismus

5. Die Erringung der Alleinherrschaft Konstantins im Jahre 324 n. Chr.

6. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Transformationsprozess von Konstantin dem Großen und dessen Einfluss auf die Etablierung des Christentums als prägende Kraft der Spätantike und des Mittelalters. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, ob Konstantins Hinwendung zum Christentum primär auf politischem Machtkalkül oder auf echter religiöser Überzeugung basierte, indem wichtige historische Zäsuren in ihrem Kontext beleuchtet werden.

  • Analyse der tetrarchischen Herrschaftsstruktur unter Diokletian als prägender Umwelt Konstantins.
  • Untersuchung der Kaiserkrönung von 306 n. Chr. und der Rolle von Toleranzedikten.
  • Kritische Würdigung der Schlacht am Pons Milvius und der visionären Symbolik.
  • Betrachtung der Erringung der Alleinherrschaft 324 n. Chr. und der christlichen Kirchenpolitik.
  • Aufklärung der Ambivalenz zwischen paganem Erbe und christlichem Bekenntnis.

Auszug aus dem Buch

4. Die Schlacht am Pons Milvius

Dem „orbis catholicus“, der katholischen Weltgemeinde, gilt gemäß päpstlich sanktionierter Auffassung der 28. Oktober 312 n. Chr., Sieg über Maxentius an der Milvischen Brücke, „als welthistorische Epochengrenze zwischen dem bis dato herrschenden Heidentum und dem fortan sich sukzessive durchsetzenden und seit dem späten 4. Jahrhundert als offizielle Staatsreligion dominierenden Christentum.“ Die Frage ist jedoch, ob sich diese These der konstantinischen Wende auch ohne christliche Einfärbung aufrechterhalten lässt.

Wie im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch zu klären sein wird, ist Konstantin im Vorfeld der Schlacht ein Symbol erschienen, womit er daraufhin mit seinen Soldaten in die Schlacht zog. Aus dieser nachträglich zum Glaubenskrieg zwischen dem Heiden- und Christentum mystifizierten und mythologisierten Schlacht ging Konstantin glorreich hervor. Konstantin ist jedoch mitnichten ein Missionar par excellence gewesen. „Ein Verlust der Schlacht hätte auch den seines Glaubens bedeutet. Er konnte über diesen Tag nicht hinausdenken und eine andere Möglichkeit ins Auge fassen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung Konstantins des Großen ein, umreißt die Schwierigkeiten der Quellenlage und legt die Zielsetzung der Arbeit sowie die zu untersuchende Ambivalenz seines Handelns fest.

2. Die Grundzüge und Einflusssphären der Tetrarchie unter Diokletian: Das Kapitel erläutert die theokratische Herrschaftsideologie unter Diokletian und deren repressive Haltung gegenüber den Christen, um das Umfeld von Konstantins Aufstieg zu verdeutlichen.

3. Die Kaiserkrönung Konstantins im Jahre 306 n. Chr.: Hier wird der unrechtmäßige Machtantritt Konstantins im tetrarchischen System sowie der Beginn seiner Religionspolitik und die Bedeutung des Toleranzedikts des Galerius thematisiert.

4. Die Schlacht am Pons Milvius: Dieses Kapitel analysiert die Ereignisse um den Sieg über Maxentius, die Rolle der Vision und die kontroverse Forschung zur Instrumentalisierung christlicher Symbole.

5. Die Erringung der Alleinherrschaft Konstantins im Jahre 324 n. Chr.: Das Kapitel behandelt die Festigung der Macht, die Umsetzung des Mailänder Abkommens im Osten und die Förderung des Christentums bei gleichzeitiger Vermeidung eines radikalen Bruchs mit paganen Traditionen.

6. Resümee: Zusammenfassend wird Konstantins Wirken in drei Etappen unterteilt und als konstitutives Element des Christentums gewertet, wobei die endgültige Antwort auf die Frage nach Kalkül oder Überzeugung offen bleibt.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Spätantike, Tetrarchie, Christentum, Schlacht am Pons Milvius, Glaubenskrieg, Konstantinische Wende, Christogramm, Toleranzedikt, Maxentius, Licinius, Reichssynode, religiöse Ambivalenz, Heidentum, Machtkalkül.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Figur Konstantins des Großen und seinem ambivalenten Verhältnis zum Christentum während seiner Herrschaft in der Spätantike.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Machtstrukturen der Tetrarchie, die religiöse Entwicklung vom Heidentum zum Christentum, militärische Wendepunkte und die kaiserliche Religionspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Konstantins Handlungen und seine Hinwendung zum Christentum vor dem Hintergrund des historischen Kontexts zu analysieren, ohne dabei die Ambivalenz zwischen politischem Kalkül und religiöser Überzeugung vorschnell aufzulösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der kritischen Auswertung von Fachliteratur und antiken Quellen basiert, um die Motive und das Handeln des Kaisers zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil behandelt die tetrarchische Ausgangslage, die Ereignisse um die Jahre 306 und 312 n. Chr., die Bedeutung der Schlacht am Pons Milvius, das Toleranzedikt sowie die Konsolidierung der Alleinherrschaft ab 324 n. Chr.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Konstantinische Wende, Tetrarchie, religiöse Ambivalenz, Christogramm und die Transformation des Römischen Reiches geprägt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Galerius im Kontext des Christentums?

Galerius wird nicht als Überzeugter gesehen, sondern als Akteur, der aus politischer Zweckrationalität handelte und mit seinem Edikt unwissentlich den Weg für die rechtliche Anerkennung der Christen ebnete.

Welche Bedeutung wird dem Fund der Laterans-Basilika beigemessen?

Die Basilika dient als eines von drei angeführten Beispielen, um zu illustrieren, wie Konstantin versuchte, das antike Erbe nicht radikal zu brechen, sondern behutsam in einen christlichen Kultkontext zu überführen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konstantin der Große
Untertitel
Über die Ambivalenz seiner Bekehrung zum Christentum als dessen konstituierendes Element
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,3
Autor
Alexis Demos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V152325
ISBN (eBook)
9783640640539
ISBN (Buch)
9783640640300
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstantin der Große Christentum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexis Demos (Autor:in), 2006, Konstantin der Große, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152325
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Leseprobe aus  18  Seiten
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