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Betrachtung der Lebenssituation der Ruhrpolen gegen Ende des 1. Weltkrieges anhand des Romans "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen" von Inge Meyer-Dietrich

Titel: Betrachtung der Lebenssituation der Ruhrpolen gegen Ende des 1. Weltkrieges anhand des Romans "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen" von Inge Meyer-Dietrich

Hausarbeit , 2004 , 17 Seiten

Autor:in: Andrea Drobny (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit erfolgt zunächst eine Biographie über die Kinder- und Jugendbuchautorin Inge Meyer-Dietrich. Im Anschluss daran wird ihr Roman Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen inhaltlich kurz vorgestellt. Danach befasst sich die Hausarbeit mit den geschichtlichen Anfängen des Ruhrgebiets bis zum Ersten Weltkrieg. Hierbei stehen polnische Arbeitsmigranten unter besonderer Betrachtung. Des Weiteren erfolgt eine Interpretation des oben erwähnten Romans, wobei die Lebensverhältnisse von Plascha und ihrer polnischen Familie bzw. die Lebenssituationen der so genannten Ruhrpolen gegen Ende des Ersten Weltkrieges genauer untersucht werden. Die Versorgungsproblematik im Ruhrgebiet, die Fremdenfeindlichkeit gegenüber Ruhrpolen und das revolutionäre Ruhrrevier stehen hierbei im Mittelpunkt der Betrachtung. Ein Fazit schließt die Hausarbeit ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen – ein Buch von Inge Meyer-Dietrich – eine Autorenbiographie, sowie eine kurze Romanvorstellung

3 Das Ruhrgebiet in seinen geschichtlichen Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg unter besonderer Betrachtung polnischer Arbeitsmigranten

4 Plascha und ihre polnische Familie - Ruhrpolen und ihre Lebenssituation gegen Ende des Ersten Weltkrieges

4.1 Versorgungsproblematik im Ruhrgebiet

4.2 Fremdenfeindlichkeit gegenüber Ruhrpolen – Nationalitäten treffen aufeinander – zwischen heimatlichen Traditionen und dem Leben in der Fremde

4.3 Revolutionäres Ruhrgebiet

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Hausarbeit analysiert den Jugendroman "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen" von Inge Meyer-Dietrich, um die Lebensbedingungen polnischer Arbeitsmigranten im Ruhrgebiet gegen Ende des Ersten Weltkrieges zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie historische Fakten in die literarische Erzählung eingebettet sind und welche Rolle Themen wie Armut, Fremdenfeindlichkeit, Emanzipation und politische Umbrüche spielen.

  • Biografie und Werk von Inge Meyer-Dietrich
  • Historische Hintergründe der Migration polnischer Bergleute ins Ruhrgebiet
  • Soziale Versorgungslage und Alltag während des Ersten Weltkriegs
  • Diskriminierungserfahrungen und Integrationsprozesse von Ruhrpolen
  • Auswirkungen der Novemberrevolution auf die Zivilbevölkerung

Auszug aus dem Buch

4.1 Versorgungsproblematik im Ruhrgebiet

Die große Armut der Familien während des gesamten Ersten Weltkrieges zeigt sich unter anderem in den Wohnverhältnissen, anhand der Kleidung, an den Lebensmittelvorräten sowie an der medizinischen Versorgung. Die Raum- bzw. Wohnungsknappheit äußert sich im Roman Plascha beispielsweise wie folgt: ,,In der Schlafkammer kommt man kaum zwischen den Betten durch […]“16 und ,,Jetzt wälzt sich die große Schwester im Schlaf unruhig auf die andere Bettseite, wo Lischa schläft. […] Der kleine Felix murmelt im Traum undeutlich etwas vor sich hin. Er schläft bei Lodja am Fußende.“ (MEYER-DIETRICH 2002, S. 8). Anzumerken ist, dass die schlechten Wohnverhältnisse mit der finanziellen Lage sowie mit der seit dem Jahre 1880 einsetzenden Einwanderungswelle in das Ruhrgebiet in Verbindung gebracht werden müssen. Das nicht alle Menschen unter der Raumknappheit leiden, wird in Plascha anhand der Romanfigur Frau Hölter ersichtlich. Die Lehrerin von Plascha besitzt im Gegensatz zu den meisten Familien noch gegen Ende Oktober 1917 einen relativ hohen Lebensstandard. Frau Hölter wohnt mit ihrer Mutter und einem Kanarienvogel in einer hellen mit schönen Bildern, Blumenstöcken und einem Klavier versehenen Dreizimmerwohnung. Plascha kennt die Wohnung von Frau Hölter, da sie zu den besten Schülerinnen gehört, die für ihre Lehrerin das Pausenbrot abholen dürfen (vgl. MEYER-DIETRICH 2002, S. 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Autorin, des Romans sowie der Zielsetzung der Hausarbeit inklusive einer Untersuchung der Lebensverhältnisse polnischer Zuwanderer.

2 Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen – ein Buch von Inge Meyer-Dietrich – eine Autorenbiographie, sowie eine kurze Romanvorstellung: Biografische Skizze der Autorin Inge Meyer-Dietrich und inhaltliche Einführung in ihren Roman.

3 Das Ruhrgebiet in seinen geschichtlichen Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg unter besonderer Betrachtung polnischer Arbeitsmigranten: Historischer Abriss zur Entwicklung des Ruhrgebiets sowie zur Zuwanderung und Lebenssituation polnischer Bergleute.

4 Plascha und ihre polnische Familie - Ruhrpolen und ihre Lebenssituation gegen Ende des Ersten Weltkrieges: Detaillierte Analyse des Romans bezüglich der Alltagsbelastungen während des Krieges.

4.1 Versorgungsproblematik im Ruhrgebiet: Untersuchung der Armut, Wohnungsnot und Lebensmittelknappheit im Roman.

4.2 Fremdenfeindlichkeit gegenüber Ruhrpolen – Nationalitäten treffen aufeinander – zwischen heimatlichen Traditionen und dem Leben in der Fremde: Analyse von Diskriminierung und den Bemühungen um Identität und Integration.

4.3 Revolutionäres Ruhrgebiet: Einordnung der revolutionären Geschehnisse und des politischen Erwachens in die Romanhandlung.

5 Fazit: Zusammenfassende Würdigung des Romans als literarische Aufarbeitung von Zeitgeschichte und dessen Relevanz für heutige Themen wie Fremdenfeindlichkeit.

Schlüsselwörter

Ruhrgebiet, Inge Meyer-Dietrich, Plascha, Arbeitsmigration, Ruhrpolen, Erster Weltkrieg, Versorgungsnot, Fremdenfeindlichkeit, Integration, Novemberrevolution, Bergbau, Sozialgeschichte, Emanzipation, Kinderliteratur, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Jugendromans "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen" der Autorin Inge Meyer-Dietrich im Kontext der sozialen und historischen Bedingungen polnischer Einwanderer im Ruhrgebiet um 1918.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Arbeitsmigration ins Ruhrgebiet, die Lebenssituation polnischer Familien im Ersten Weltkrieg, den Alltag im "Steckrübenwinter", Fremdenfeindlichkeit, politische Streiks sowie die Rolle der Frau in der Novemberrevolution.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen der literarischen Darstellung im Roman und der historischen Realität der damaligen Zeit aufzuzeigen und zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer inhaltlichen Analyse des Romans basiert und diese mit historischer Fachliteratur zur Migrationsgeschichte und zum Ruhrbergbau abgleicht.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung des Ruhrgebiets, eine detaillierte Auswertung der Versorgungsproblematik im Roman sowie eine Analyse von Diskriminierung und politischen Umbrüchen aus der Perspektive der Romanfiguren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Ruhrgebiet, Arbeitsmigration, Ruhrpolen, Erster Weltkrieg, soziale Not, Integration und Novemberrevolution.

Welche Rolle spielt die Romanfigur Plascha bei der politischen Emanzipation?

Plascha verkörpert den Wandel hin zu einer politisch interessierten jungen Generation, die trotz gesellschaftlicher Widerstände und traditioneller Geschlechterrollen beginnt, sich aktiv für Veränderungen einzusetzen.

Wie bewertet die Autorin das Konzept der "Heimat" für die Ruhrpolen?

Die Arbeit zeigt, dass die Identitätsfindung der Migranten ein komplexer Prozess ist; während anfangs die polnische Herkunft dominiert, entwickelt sich durch das Leben im Ruhrgebiet eine neue, ambivalente Bindung an den Ort der Kindheit als Zuhause.

Welchen Einfluss hatte der "Steckrübenwinter" auf die im Roman beschriebene Bevölkerung?

Der Winter 1916/17 führte zu extremer Nahrungsmittelknappheit und Elend, was im Roman zur Schilderung von Hamsterfahrten, Lebensmitteldiebstählen und dem Verfall sozialer Normen genutzt wird.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Betrachtung der Lebenssituation der Ruhrpolen gegen Ende des 1. Weltkrieges anhand des Romans "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen" von Inge Meyer-Dietrich
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Das Ruhrgebiet im Jugendbuch
Autor
Andrea Drobny (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V152349
ISBN (eBook)
9783640645350
ISBN (Buch)
9783640645473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Polen 1. Weltkrieg Inge Meyer Dietrich Roman Plascha Ruhrgebiet
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Drobny (Autor:in), 2004, Betrachtung der Lebenssituation der Ruhrpolen gegen Ende des 1. Weltkrieges anhand des Romans "Plascha oder Von kleinen Leuten und großen Träumen" von Inge Meyer-Dietrich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152349
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Leseprobe aus  17  Seiten
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