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Theater an der Schule - Ein Theaterprojekt für und mit SprachheilschülerInnen

Title: Theater an der Schule - Ein Theaterprojekt für und mit SprachheilschülerInnen

Examination Thesis , 2009 , 99 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lea Montag (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

„Die Sprache ist zentral für das menschliche Leben.“ (Grimm 2003:15)
Dass der Sprache auch im Bildungswesen eine immer größere Bedeutung zugemessen wird, wird vor allem ersichtlich aus der PISA Debatte der letzten Jahre. Durch die Feststellung der Defizite im Leseverständnis vieler deutscher Schüler werden heute zunehmend Diskussionen zur Förderung dieser Defizite und damit auch zur Förderung, der für die Lesekompetenz zu Grunde liegenden Sprachkompetenz geführt (vgl. Sander/Spanier 2003:13). Daneben werden Projekte, Programme und Materialien zur Förderung der Sprachkompetenz entworfen, durchgeführt und evaluiert.
In meiner Arbeit möchte ich auf eine spezielle Form der Sprachförderung im Rahmen eines Theaterprojektes eingehen, wobei ich zuvor die natürliche Sprachentwicklung des Kindes und daran anknüpfend mögliche Störungsbilder auf den verschiedenen linguistischen Ebenen darstellen werde. Darüber hinaus werde ich kurz auf die Idee der Theaterpädagogik und deren Ziele, auf Sprachfördermöglichkeiten im Rahmen von Spielen sowie auf die wichtigsten Grundsätze der ganzheitlichen Sprachförderung eingehen.
Im praktischen Teil der Arbeit ist auf der Basis der Ganzheitlichkeit ein Theaterprojekt entstanden, das neben rein sprachlichen Fördermöglichkeiten auch Förderspiele für andere Entwicklungsbereiche beinhaltet. Es umfasst einerseits einen reinen Theaterteil, in welchem die Schüler das Theaterstück „Im Zauberwald“ mit Leben erfüllen und erproben, andererseits viele Spiele zur Sprachförderung, die inhaltlich mit dem Stück in Verbindung stehen und einer weiteren Förderung der Sprache der Kinder dienen.
Da das Theaterprojekt in der Gruppe stattfindet, sind viele unterschiedliche Spiele aufgenommen worden, um Rücksicht auf die Verschiedenheit der einzelnen Kinder in Bezug auf ihre individuellen Schwächen nehmen zu können. Das Theaterstück ist gänzlich neu von mir entworfen und noch nicht in der Praxis erprobt. Es ist jedoch für die Praxis konzipiert worden; mein Anliegen ist es jeden Leser theoretisch in die Lage zu versetzen, das Theaterprojekt durchführen zu können. Die einzelnen Stunden können dabei je nach Bedarf für die Besonderheiten einzelner Lerngruppen variiert und erweitert werden und dienen als Grundstock bzw. Anreiz für die Durchführung einer Sprachförderung im Rahmen eines Theaterprojektes.
Ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprachentwicklung

2.1. Entwicklungen auf der phonetisch-phonologischen Ebene

2.2. Entwicklungen auf der semantisch-lexikalischen Ebene

2.3. Entwicklungen auf der syntaktisch-morphologischen Ebene

2.4. Entwicklungen auf der pragmatischen Ebene

3. Beschreibung verschiedener Sprachstörungen

3.1. Störungen auf der phonetisch-phonologischen Ebene

3.1.1. Phonetische Störungen

3.1.1.1.Sigmatismus

3.1.1.2.Schetismus

3.1.1.3.Kappazismus

3.1.2. Phonologische Störungen

3.1.2.1.Verspätete Überwindung phonologischer Prozesse

3.1.2.2.Ungewöhnliche phonologische Prozesse

3.1.2.3.Lautpräferenz

3.2. Störungen auf der semantisch-lexikalischen Ebene

3.3. Störungen auf der syntaktisch-morphologischen Ebene am Beispiel des Dysgrammatismus

3.4. Störungen auf der pragmatischen Ebene

3.4.1. Stottern

3.4.2. Logophobie

4. Theater- und Spielelemente in Verbindung mit ganzheitlicher Sprachförderung

4.1. Theater und Sprachförderung

4.2. Spiel und Sprachförderung

4.3. Merkmale einer ganzheitlichen Sprachförderung

4.4. Integration der Merkmale innerhalb des Projektes

5. Fördermöglichkeiten der einzelnen Bereiche

5.1. Förderung der Sprachentwicklung

5.1.1. Förderung im Bereich der phonetisch-phonologischen Ebene

5.1.1.1. Lautbildung

5.1.1.2. Mundmotorik

5.1.1.3. Atmung

5.1.1.4. Stimme

5.1.1.5. Phonologische Bewusstheit

5.1.2. Förderung im Bereich der semantisch-lexikalischen Ebene

5.1.3. Förderung im Bereich der syntaktisch-morphologischen Ebene

5.1.4. Förderung im Bereich der kommunikativ-pragmatischen Ebene

5.1.4.1. Redefluss/ Rhythmus

5.1.4.2. Nonverbale Kommunikation

5.2. Förderung anderer Entwicklungsbereiche

5.2.1. Wahrnehmung auditiv/taktil

5.2.2. Motorik

5.2.3. Kognition

5.2.4. Emotion/ Selbstbewusstsein

6. Ein Theaterprojekt entsteht

6.1.Die Idee des Theaterprojektes

6.2.Vorüberlegungen zur Durchführung einer Sprachförderung im Rahmen eines Theaterprojektes

6.3.Vorstellung der Gruppe

6.4.Ablauf des Theaterprojektes

6.5.Überlegungen zu einzelnen Stunden

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial eines Theaterprojekts für die sprachliche Förderung von Sprachheilschülern. Das Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Theaterpädagogik und gezielten sprachtherapeutischen Übungen eine ganzheitliche Sprachförderung zu realisieren, die sowohl linguistische Kompetenzen als auch die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder stärkt und ihre Sprechhemmungen abbaut.

  • Grundlagen der natürlichen Sprachentwicklung bei Kindern.
  • Differenzierte Darstellung verschiedener Sprachstörungsbilder.
  • Verbindung von Theaterpädagogik mit ganzheitlicher Sprachförderung.
  • Entwicklung eines praxisorientierten Theaterprojekts unter dem Thema "Der Zauberwald".
  • Integration von Fördermöglichkeiten für Sprache, Motorik, Kognition und Emotion in den Probenalltag.

Auszug aus dem Buch

Die Geräusche des Zauberwaldes

Die kleine Elfe wird am Morgen früh wach und gähnt ganz laut zum wach werden. (…alle Kinder gähnen, und bilden dabei ein a)

Alle anderen Elfen schlafen noch und einige schnarchen dabei sogar. (…alle Kinder schnarchen beim Einatmen und machen „ bsch“ beim Ausatmen)

Der kleinen Elfe wird langweilig, also schüttelt sie kurz ihre Flügel, läuft an und beginnt zu fliegen. (…alle Kinder machen ein Flieggeräusch „fffffffff“)

Sie sieht wie die Sonne ganz langsam aufgeht und wie der Wald unter ihr ganz schön glitzert. (alle Kinder machen das Geräusch zum glitzern „bling“, “bling“, „bling“) Sie fliegt über einen Bach bis zu einer bunten klappernden Mühle. Erst hört sie nur ein leises „k“ „k“ „k“ „k“ bis sie näher kommt und immer lauter ein „klapp“ klapp“ „klapp“ zu hören ist. Sie schaut sich ein wenig um und auf einmal entdeckt sie Wolken, die immer näher kommen und es kommt Wind auf. Erst ganz schwach. (…alle Kinder machen den Wind nach „s, s, s, s“) Doch der Wind wird immer stärker. (lauter werdendes „Sch“, „sch“, „sch“) Und es beginnt zu regnen. Auch erst ganz langsam. (…alle

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Wichtigkeit ganzheitlicher Sprachförderung im Schulalltag und stellt das Theaterprojekt als Methode zur integrativen Förderung vor.

2. Sprachentwicklung: Dieses Kapitel erläutert die natürlichen Entwicklungsphasen der vier linguistischen Ebenen des Kindes als Basis für das Verständnis späterer Auffälligkeiten.

3. Beschreibung verschiedener Sprachstörungen: Hier werden spezifische Sprachauffälligkeiten und Störungsbilder auf den verschiedenen linguistischen Ebenen unter Berücksichtigung ihrer Ursachen beschrieben.

4. Theater- und Spielelemente in Verbindung mit ganzheitlicher Sprachförderung: Das Kapitel verknüpft theaterpädagogische Konzepte mit den Grundsätzen der Sprachförderung und betont die Bedeutung ganzheitlicher Ansätze für die kindliche Entwicklung.

5. Fördermöglichkeiten der einzelnen Bereiche: Hier werden konkrete, praxisnahe Spielideen für die unterschiedlichen Förderbereiche (Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Kognition, Emotion) vorgestellt.

6. Ein Theaterprojekt entsteht: Dieses Kapitel beschreibt die konzeptionelle Entwicklung des Theaterprojekts "Im Zauberwald", inklusive der Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und der detaillierten Planung der einzelnen Stunden.

7. Fazit: Das Fazit resümiert den Erfolg und die Relevanz des Theaterprojekts als motivierende, ganzheitliche Fördermethode im schulischen Kontext.

Schlüsselwörter

Sprachheilpädagogik, Theaterpädagogik, ganzheitliche Sprachförderung, Sprachentwicklung, Sprachstörungen, Dysgrammatismus, Stottern, Förderung, Theaterprojekt, Im Zauberwald, Grundstufe, Sprechhemmung, Förderspiele, Mundmotorik, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Theaterprojekts, das gezielt zur Sprachförderung von Kindern mit Sprachauffälligkeiten in der Grundstufe eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Sprachentwicklung, die Beschreibung von Sprachstörungen, die Grundlagen der Theaterpädagogik und deren Anwendung für eine ganzheitliche Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Kindern eine Methode anzubieten, ihre sprachlichen Fähigkeiten in einem geschützten, spielerischen Rahmen zu trainieren, ohne dass der Fokus explizit auf ihren Defiziten liegt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der Sprachheilpädagogik und der praktischen Entwicklung eines pädagogischen Förderkonzepts in Anlehnung an fachwissenschaftliche Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Sprachentwicklung und Störungsbilder sowie einen umfangreichen praktischen Teil mit detaillierten Förderübungen und der Planung eines kompletten Theaterprojekts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachheilpädagogik, Theaterpädagogik, Ganzheitlichkeit, Sprachförderung und Persönlichkeitsentwicklung charakterisiert.

Warum wird im Theaterprojekt eine Geschichte namens "Im Zauberwald" verwendet?

Die Phantasiewelt des "Zauberwaldes" dient als motivierender Rahmen, der das Interesse der Kinder weckt und eine einfache Einbettung von verschiedenen Übungsbereichen in eine kohärente Erzählstruktur ermöglicht.

Wie werden motorische Defizite im Rahmen dieses Konzepts berücksichtigt?

Durch gezielte Bewegungsspiele, wie zum Beispiel den "Rhythmuslauf" oder "Zwergenturnen", werden motorische Fähigkeiten ganzheitlich mit der Sprachförderung verknüpft, anstatt diese isoliert zu behandeln.

Inwieweit unterstützt das Theaterprojekt den Abbau von Sprechangst?

Da die Kinder in die Rolle eines Schauspielers schlüpfen und sich auf eine Phantasiewelt konzentrieren, wird der Druck der unmittelbaren Bewertung reduziert und Sprechhemmungen durch spielerisches Agieren abgebaut.

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Details

Title
Theater an der Schule - Ein Theaterprojekt für und mit SprachheilschülerInnen
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Heil- und Sonderpädagogik)
Grade
1,0
Author
Lea Montag (Author)
Publication Year
2009
Pages
99
Catalog Number
V152370
ISBN (eBook)
9783640653928
Language
German
Tags
Theater Schule Theaterprojekt SprachheilschülerInnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea Montag (Author), 2009, Theater an der Schule - Ein Theaterprojekt für und mit SprachheilschülerInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152370
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