Konservative orthopädische Maßnahmen nach Trauma am medialen Innenband des Knies


Hausarbeit, 2006

13 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Funktionelle Anatomie des Kniegelenkes
2.1 Pathophysiologie der Bandverletzung

3 Orthopädische Diagnostik

4 Therapie
4.1 Therapieformen
4.1.1 Physiotherapie
4.1.2 Krankengymnastik

5 Langzeitfolgen

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Sport ist Spitzenleistung des Bewegungsapparates, beste Trainingsmöglichkeit aber auch größte Beanspruchung. Deshalb ist er leider oft auch das erste, auf das der Patient nach einem Unfall verzichten muss.

Heutzutage wird die Vorstellung, dass Bewegung, aktives Leben und somit Sport und Spaß auch Erfüllung und Gesundheit bedeutet, oft zu einem festen Glaubenssatz. Sport ist als Antwort auf einen bewegungsarmen Arbeitsalltag zum Lebensinhalt vieler moderner Menschen geworden. Die einen fühlen sich nur joggend, surfend, skifahrend oder gleitend als freier Mensch - die andern schauen zu, im Stadion oder am Bildschirm.

Andererseits haben damit auch Sportverletzungen Jahr für Jahr zugenommen. Sie haben die Arbeitsunfälle nahezu überholt und zählen zu den größten Kostenfaktoren infolge von Arbeitsausfällen und Invalidität für Versicherungen und Volkswirtschaft. Gerade junge Menschen werden zu Patienten mit oftmals schweren, irreversiblen Verletzungsfolgen. Vor allem Sportarten mit hohen Geschwindigkeiten, fordern eine Vielzahl schwerer Verletzungen. Kampfspiele, Ballspiele, Ski- und Snowboardfahren liefern große Unfallzahlen. In der Schweiz übersteigen die Kosten durch Unfälle bei Spiel und Sport jährlich bei weitem die Milliardengrenze. Demgegenüber ist der präventive, gesundheitsfördernde Effekt all dieser Sportgattungen vom rein medizinischen Standpunkt aus relativ gering: „Die Bewegungsmuster sind zum Teil durchaus unphysiologisch, und die äußeren Kräfte überwiegen die aktiven eigenen auf weite Strecken erheblich. Damit wird der Bewegungsapparat oft mehr passiv strapaziert als aktiv trainiert. Die Leittragenden sind in erster Linie die Gelenke“ (Debrunner 2005, 410).

Gegenstand dieser Arbeit ist ein Fallbeispiel einer Patientin mit einer Verletzung am Kniegelenk. Die Verletzung umfasst einen Anriss des medialen Seitenbandes im linken Knie ausgelöst durch einen Skiunfall. Dabei werde ich auf kurz auf die funktionelle Anatomie des Kniegelenks eingehen und den Schwerpunkt auf mögliche Behandlungsarten in der konservativen Therapie setzen.

Fallbeispiel:

Uta F. (24 Jahre, Medizinstudentin) – seit 3 Jahren leidenschaftliche Skifahrerin – stellt sich mit starken Schmerzen im linken Knie nach einem heftigen Sturz auf der „Piste“ in der Notfallambulanz der Unfallchirurgie im Ski-Urlaubs-Ort vor. Sie schildert dem behandelnden Arzt, sie sei kurz unaufmerksam gewesen, habe sich „wohl im Knie verdreht“, kurz darauf sei sie nach rechts gestürzt. Nun sei der Schmerz kaum noch zu ertragen. Das linke Knie zeigt sich geschwollen, stark druckschmerzhaft und bei Bewegungsprüfung etwas instabil. Der mediale Kniegelenkspalt lässt sich bei passiver Abduktion (Unterschenkel gegen Femur) leicht aufklappen. Den Hauptschmerz projeziert die Patientin dabei an die mediale, „aufgeklappte“ Seite des Gelenks. Der Arzt lässt eine konventionelle Röntgenaufnahme in zwei Ebenen anfertigen, um Frakturen auszuschließen. Die Aufnahme fällt unauffällig aus. Der Arzt erklärt der wissbegierigen Patientin, den anatomischen Aufbau des Kniegelenks. Er erklärt den Bandhalteapparat und dass von der Dehnung über eine Zerrung bis hin zur Ruptur (Durchriss) bei Unfällen alle Übergänge vorkommen können.

2 Funktionelle Anatomie des Kniegelenkes

Ohne Grundkenntnisse der Anatomie ist ein Verständnis der Funktion und natürlich auch der Fehlfunktion des Kniegelenkes nicht möglich. Auch die Diagnostik und die Therapie werden unklar bleiben. Kurz: Ohne Anatomie keine Orthopädie. Das Kniegelenk übernimmt im Körper wichtige Aufgaben: Wenn wir gehen, laufen oder sitzen ist das Kniegelenk aktiv. Es ist täglich großen Belastungen ausgesetzt, denn es trägt unser gesamtes Körpergewicht. Als bewegliche Verbindung zwischen Oberschenkel und Unterschenkel ermöglicht es die Beugung und Streckung des Beines und zusätzlich eine geringe Drehung des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel. Das Knie ist das größte Gelenk des Körpers, und zugleich aufgrund seines komplizierten Bandapparates vermehrt verletzungsanfällig. Deshalb ist die Stabilität des Kniegelenkes so wichtig. Sie wird aufrechterhalten durch:

a) die Gelenkkapseln und Bänder (statische Kräfte): Die Wölbung der Oberschenkelknochen bleibt erhalten und artikuliert mit den Gelenkflächen der Tibia.
b) Muskelgruppen (dynamische Kräfte): Sie kreuzen das Kniegelenk und sorgen dafür das sich die statischen und dynamischen Kräfte gleichmäßig um die Knieachse verteilen (vgl. Krämer 2001, 395).

Drei Kompartimente werden unterschieden:

1) Femoropatellargelenk
2) mediales Tibiofemoralgelenk
3) laterales Tibiofemoralgelenk.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-fuer-Allgemeine-Unfall-Hand-und-Plastische-Chirurgie/de/fach/kniechirurgie/behandlungsspektrum/kreuzbandruptur/index.html

Das Knie- als sogenanntes Drehscharniergelenk führt folgende Bewegungen aus:

a) Beugung und Streckung. Dabei kommt es gleichzeitig zu einer Gleitbewegung nach ventral bzw. dorsal.
b) In Beugung von 90° sind Innen- und Außenrotation möglich, da dann der Bandapparat nicht gestrafft ist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Konservative orthopädische Maßnahmen nach Trauma am medialen Innenband des Knies
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V152378
ISBN (eBook)
9783668017566
ISBN (Buch)
9783668017573
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konservative, maßnahmen, trauma, innenband, knies
Arbeit zitieren
Tobias Isenhuth (Autor), 2006, Konservative orthopädische Maßnahmen nach Trauma am medialen Innenband des Knies, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152378

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