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Kaizen - Selbstausbeutung oder Chance zur Selbstverwirklichung?

Title: Kaizen - Selbstausbeutung oder Chance zur Selbstverwirklichung?

Research Paper (undergraduate) , 2002 , 23 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Alexandra Hugi (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Summary Excerpt Details

Die Globalisierung der Märkte und ein weltweit niedriges wirtschaftliches Wachstum
sind Beispiele, wie sich die Umwelt der Unternehmungen in den letzten Jahren dramatisch
verändert hat. Daraus ergibt sich auch zwangsläufig eine Veränderung der Arbeitsorganisation
die somit für die gesamte Gesellschaft zu einem wichtigen Thema
geworden ist. Modische Schlagworte wie „Lean Management“, „Total Quality Management“,
„Outsorcing“, usw. stehen in Unternehmen seit geraumer Zeit im Mittelpunkt der
Aufmerksamkeit. Neue Technologien entwickeln sich in rasendem Tempo. Immer
schneller müssen neue, verbesserte Produkte und Dienstleistungen angeboten werden.
Niemand kann sich in diesem Prozess auf seinen bisherigen Erfolgen ausruhen. Damit
rückt die Arbeitskraft Mitarbeiter in den Mittelpunkt eines Unternehmens. Denn der Mitarbeiter
wird letztlich über die Differenz an Innovation, Flexibilität und Produktivität, die
den Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Unternehmungen ausmacht, entscheiden.
Daraus ergibt sich, dass in vielen Unternehmen neue Managementphilosophien
entstehen und eingesetzt werden müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage

1.2 Ziel der Studienarbeit

1.3 Sprachliche Gleichstellung

2. KAIZEN

2.1 Definition

2.2 Die historische Entwicklung des KAIZEN

2.3 Gesellschaft

2.3.1 Die Japanische Gesellschaft als geschlossene Gesellschaft

2.3.2 Die Westliche Gesellschaft als offene Gesellschaft

3. Die Beteiligten des KAIZEN

3.1 Die Mitarbeiter

3.2 Die Gruppe

3.2.1 Motivation durch Gruppenarbeit

3.2.2 Bedürfniserfüllung in KAIZEN-Gruppen

3.2.3 Ein Begriff - Viele Gesichter: Gruppenarbeit in der Praxis

3.2.3.1 Zwei Arten von Gruppenarbeit in einem Betrieb

3.3 Das Management

4. KAIZEN im Sozialdienst?

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Managementphilosophie KAIZEN im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, ob KAIZEN als Instrument zur Selbstverwirklichung dienen kann oder ob es zu einer Form der Selbstausbeutung führt, sowie inwieweit das Konzept auf soziale Institutionen übertragbar ist.

  • Kulturelle Unterschiede in der Arbeitswelt (Japanische vs. Westliche Gesellschaft)
  • Dynamiken und Anforderungen von Gruppenarbeit und Teamgeist
  • Bedürfniserfüllung und Motivation durch partizipative Managementansätze
  • Rolle und Verantwortung des Managements bei der Implementierung von KAIZEN

Auszug aus dem Buch

3.2.3.1 Zwei Arten von Gruppenarbeit in einem Betrieb

Ein österreichischer Betrieb, der zu einem internationalen Konzern gehört, führte aufgrund eines Vorstandsbeschlusses der Konzernmutter neue Arbeitsorganisationsformen ein. Das Konzept enthielt drei Kernelemente: Funktionsintegration, Gruppenbildung, kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KAIZEN).

Im Betrieb orientierte man sich bei der Einführung von Arbeitsgruppen teilweise am japanischen Vorbild. Die Fertigungstechnik und -organisation blieb in der Montage unverändert und wurde nicht auf die Gruppen abgestimmt.

Es wurde also das klassische Fliessband beibehalten. Im Vordergrund stand die Neugestaltung der Beziehungen zwischen Arbeitern und Vorgesetzten bzw. Angestellten, das Übertragen von Vorgesetztenaufgaben an die Gruppen sowie das Einbeziehen der Arbeiter in den Rationalisierungsprozess.

Allerdings erfolgte die Gruppenbildung unter günstigen, vom Betriebsrat wesentlich mitgestalteten Rahmenbedingungen: Die Gruppensprecher werden demokratisch gewählt, die Gruppengespräche finden während der Arbeitszeit statt, der Inhalt der Gespräche wird von der Gruppe selbst bestimmt. Die Gruppen erhielten formal eine Reihe von neuen Kompetenzen: Regelung der Arbeitsverteilung in ihrem Bereich, Urlaubs- und Freischichtplanung, Mitsprache bei der Abtaktung und beim Ausbildungsplan der Gruppenmitglieder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der globalen Märkte und die Notwendigkeit neuer Managementphilosophien zur Steigerung von Flexibilität und Innovationskraft.

2. KAIZEN: Dieses Kapitel definiert KAIZEN als Philosophie der ständigen Verbesserung und analysiert die historische Entwicklung sowie die soziokulturellen Unterschiede zwischen japanischer und westlicher Arbeitskultur.

3. Die Beteiligten des KAIZEN: Der Hauptteil untersucht die Rollen von Mitarbeitern, Gruppen und Management innerhalb des Systems sowie die Bedeutung von Gruppenprozessen und Bedürfniserfüllung im Berufsalltag.

4. KAIZEN im Sozialdienst?: Das Kapitel diskutiert die Anwendbarkeit des KAIZEN-Konzepts in öffentlichen Institutionen und Sozialdiensten unter Berücksichtigung deren spezifischer Gemeinwohlorientierung.

5. Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst zusammen, dass KAIZEN bei korrekter Implementierung und offener Kommunikation eine humanistische Methode zur Selbstverwirklichung darstellen kann.

Schlüsselwörter

KAIZEN, Managementphilosophie, Gruppenarbeit, Selbstverwirklichung, Arbeitsorganisation, Unternehmenskultur, Mitarbeitermotivation, kontinuierliche Verbesserung, Prozessorientierung, Human-Relations, Gruppenprozesse, Soziale Institutionen, Arbeitsbedingungen, Selbstbestimmung, Innovationsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem KAIZEN-Konzept und analysiert, ob diese Managementphilosophie eine Chance auf Selbstverwirklichung bietet oder eine Form der Selbstausbeutung darstellt.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Kulturvergleich, den Anforderungen an moderne Gruppenarbeit, der Rolle des Managements und der Übertragbarkeit von KAIZEN auf den Sozialbereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auswirkungen von KAIZEN auf den einzelnen Mitarbeiter zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob das System die menschlichen Bedürfnisse nach Entfaltung respektiert.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung eines betrieblichen Fallbeispiels, um die theoretischen Aspekte in der Praxis zu veranschaulichen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Interaktion zwischen den drei Personengruppen (Mitarbeiter, Gruppen, Management) und beleuchtet Konfliktpotentiale sowie Erfolgsbedingungen bei der Umsetzung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben KAIZEN prägen Begriffe wie Gruppenprozess, Eigenverantwortung, humanistische Unternehmensführung und Organisationslehre die Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die Gruppenarbeit in der Montage von der in der mechanischen Fertigung?

Das Fallbeispiel zeigt, dass KAIZEN in hochautomatisierten Bereichen mit qualifizierten Fachkräften deutlich besser funktioniert als an taktgebundenen Fließbändern mit eingeschränktem Handlungsspielraum.

Warum ist eine "eigenständige" Form von KAIZEN für Sozialdienste notwendig?

Da Sozialdienste nach anderen Prinzipien (Gemeinwohl, staatliche Regelvorgaben) agieren als gewinnorientierte Industrieunternehmen, kann das Konzept nicht eins zu eins übernommen werden.

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Details

Title
Kaizen - Selbstausbeutung oder Chance zur Selbstverwirklichung?
College
University of Applied Sciences Bern  (FH für Sozialarbeit)
Grade
bestanden
Author
Alexandra Hugi (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V15237
ISBN (eBook)
9783638204118
Language
German
Tags
Kaizen Selbstausbeutung Chance Selbstverwirklichung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Hugi (Author), 2002, Kaizen - Selbstausbeutung oder Chance zur Selbstverwirklichung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15237
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