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Fehleranalyse einer Kinderschreibung

Titel: Fehleranalyse einer Kinderschreibung

Hausarbeit , 2009 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anne-Sophie Schmidt (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird die Fehlschreibung in einem Erstklässlertextes analysiert.
Der Schüler hat das Schreiben mit Hilfe des Häuser-Modells von Prof. Dr. Christa Röber und Prof. Dr. phil. Utz Maas erlernt. Durch das Häuser-Bild sollen den Schülern die silbische Gliederung sowie die Akzentverhältnisse bei trochäischen Zweisilbern veranschaulicht werden. Dieses Modell stellt ein Alternativkonzept zum Lernen mit Hilfe der Anlauttabelle dar und möchte den Kindern Schrift als Repräsentation der lautlichen Ausformung der prosodischen Elemente präsentieren (vgl. Röber 2005: 39f).
Im Folgenden sollen nun die Kenntnisse des Schülers bezüglich des Satzbaus und der Interpunktion, der Getrennt- und Zusammenschreibung, der Groß- und Kleinschreibung sowie schließlich der Buchstabenschreibung geprüft und analysiert werden.
Innerhalb der aufgeführten Fehlerkategorien werden zunächst die einzelnen Fehler aufgeführt und besondere Auffälligkeiten herausgestellt und erläutert. Zudem wird jede Kategorie durch ein Fazit abschließend bewertet.
Die Arbeit schließt mit einer allgemeinen Bewertung des Schülertextes, die auf den Erkenntnissen der analysierten Fehler beruht.
Die Analyse stützt sich auf die im Seminar Phonologie/Orthographie SS 2009 besprochenen Referate und Thesenpapiere, die sich wiederum insbesondere auf die Theorien von Prof. Dr. phil. Utz Maas und Prof. Dr. Peter Eisenberg beziehen. Die darüber hinaus verwendete Literatur ist im Literaturverzeichnis aufgeführt.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interpunktion

2.1 Graphische Gliederung

2.2 Satzaufbau

2.3 Verwendung von Satzzeichen

2.3 Betrachtung der Interpunktionsfehler

2.4 Fazit

3. Getrennt- und Zusammenschreibung

3.1 Verben

3.2 Adjektive

3.3 Substantive

3.4 Adverbien

3.5 Fazit

4. Groß- und Kleinschreibung

4.1 Substantive

4.2 Satzanfang

4.3 Verben

4.4 Adjektive, Adverbien und Präpositionen

4.5 Fazit

5. Buchstabenschreibung

5.1 Schärfungsschreibung

5.2 Dehnungsschreibung

5.2.1 Das Dehnungsgraphem <h>

5.2.2 Dehnung des Graphems <i>

5.2.3 Fazit

6. Phonographische Schreibungen

6.1 Plosive

6.2 f-/v-Schreibung

6.4 Sonstiges

6.5 Fazit

7. Sonstiges

8. Abschließende Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die spezifischen orthographischen Fehlschreibungen eines Erstklässlers, der das Schreiben mit dem Häuser-Modell erlernt hat. Ziel der Untersuchung ist es, den aktuellen Stand des Schrifterwerbs zu bewerten, typische Fehlerkategorien wie Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung sowie Buchstabenschreibung zu identifizieren und den Lernfortschritt im Vergleich zu konventionellen Methoden einzuordnen.

  • Analyse des Satzbaus und der Interpunktionsfähigkeit
  • Untersuchung der Getrennt- und Zusammenschreibung von Wortarten
  • Evaluation der Groß- und Kleinschreibung im Satzgefüge
  • Überprüfung der Buchstabenschreibung und phonographischer Umsetzungen
  • Vergleich des kindlichen Schrifterwerbs basierend auf dem Häuser-Modell

Auszug aus dem Buch

2.2 Satzaufbau

Hinsichtlich des Satzaufbaus sind vor allem die Komplexität und der parataktische Satzaufbau bemerkenswert.

Die Sätze sind nicht einfach strukturiert, so wie man es für den Text eines Erstklässlers durchaus erwarten würde: Zwei Mal verwendet der Schüler die wörtliche Rede, die ihre Kennzeichnung nötig macht. Zudem verlangt seine komplexe Satzstruktur (Zeile 7: Abtrennung der Anrede; Zeile 10: Objektsatz; Zeile 13 und 19: Relativsatz) nach Kommasetzung. Im Text findet sich jedoch weder die Kennzeichnung der wörtlichen Rede, noch die Kommasetzung mit den hierfür vorgesehenen Zeichen. Bemerkenswert ist außerdem die Verwendung von Ausrufungssätzen (Zeile 12 und 15), die jedoch nicht mit dem orthographisch richtigen Satzschlusszeichen gekennzeichnet sind.

Die Sätze sind somit erstaunlich ausdifferenziert gestaltet. Jedoch fehlt dem Schüler noch das nötige Rüstzeug der Interpunktion, um die Gestalt der Sätze orthographisch richtig zu kennzeichnen. Obgleich die satzinterne Interpunktion nicht angewendet wurde und einige Fehler beim Setzen der Satzschlusszeichen zu bemerken sind, hat der Leser jedoch keine großen Schwierigkeiten bei der Zerlegung des Textes.

Trotz einiger hypotaktischer Strukturen weist der Text jedoch überwiegend einen parataktischen Aufbau auf. Dieser äußert sich in der häufigen Verwendung der Konjunktion und; so wirkt der Text recht monoton strukturiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes, der zugrunde liegenden Lehrmethode (Häuser-Modell) und der methodischen Herangehensweise an die Fehleranalyse des Erstklässlertextes.

2. Interpunktion: Untersuchung der graphischen Textstruktur, des komplexen Satzbaus und der Defizite bei der Verwendung von Satzzeichen, was auf eine Übergangsphase im Schrifterwerb hindeutet.

3. Getrennt- und Zusammenschreibung: Analyse der Probleme bei Komposita und der Verwendung des Bindestrichs als Hilfsmittel zur lautlichen Segmentierung bei für das Kind noch unbekannten Wörtern.

4. Groß- und Kleinschreibung: Aufzeigen der Unsicherheiten bei der Anwendung von Majuskeln und Minuskeln, insbesondere bei Substantiven, Satzanfängen und Verben, die oft lautlich motiviert falsch markiert werden.

5. Buchstabenschreibung: Diskussion der Schärfungs- und Dehnungsschreibung sowie der Komplexität, die das Kind bei der lautgerechten Umsetzung einzelner Phoneme erlebt.

6. Phonographische Schreibungen: Bewertung der Fehler, die aus der lautlichen Wahrnehmung resultieren, speziell bei Plosiven und der f-/v-Schreibung, die den Übergang zu morphologischem Wissen verdeutlichen.

7. Sonstiges: Kurze Betrachtung von Einzelfehlern, die sich nicht in die Hauptkategorien einordnen ließen, wie z.B. spezifische Wortschreibungen.

8. Abschließende Bewertung: Zusammenfassendes Fazit über den hohen Fortschrittsgrad des Schülers und die Wirksamkeit des Häuser-Modells gegenüber klassischen Ansätzen.

Schlüsselwörter

Schrifterwerb, Erstklässlertext, Häuser-Modell, Rechtschreibfehler, Interpunktion, Getrennt- und Zusammenschreibung, Groß- und Kleinschreibung, Dehnungsschreibung, Schärfungsschreibung, Laut-Buchstaben-Zuordnung, Phonologie, Orthographie, Sprachwissen, Komposita, Satzaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten Fehleranalyse eines von einem Erstklässler verfassten Textes, um dessen individuellen Stand im Schrifterwerb zu bestimmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Hauptthemen umfassen Interpunktion, Getrennt- und Zusammenschreibung, Groß- und Kleinschreibung sowie verschiedene Aspekte der Buchstabenschreibung wie Dehnung und Schärfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein Erstklässler, der mit dem sogenannten Häuser-Modell lernt, orthographische Herausforderungen bewältigt und welche Fortschritte er in der Schriftsprache bereits erzielt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Fehleranalyse durchgeführt, die die Schülerschreibung mit der normgerechten Rechtschreibung vergleicht und die Fehler auf Basis phonologischer und morphologischer Prinzipien interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung spezifischer orthographischer Kategorien, in denen jeweils die aufgetretenen Fehler einzeln beschrieben, erläutert und abschließend bewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Schrifterwerb, Häuser-Modell, Rechtschreibanalyse, Orthographie, Interpunktion und lautliche Wahrnehmung.

Welche Rolle spielt das Häuser-Modell für den Schüler?

Das Modell dient als didaktische Grundlage, um Kindern die silbische Gliederung und Akzentverhältnisse zu veranschaulichen, anstatt sich rein auf Anlauttabellen zu verlassen.

Warum schreibt der Schüler viele Wörter lautgerecht statt orthographisch korrekt?

Der Schüler befindet sich in einer Übergangsphase, in der er sich primär an seiner lautlichen Wahrnehmung der Sprache orientiert, bevor er das notwendige morphologische Wissen zur normgerechten Schreibung vollständig verinnerlicht hat.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fehleranalyse einer Kinderschreibung
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,0
Autor
Anne-Sophie Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V152391
ISBN (eBook)
9783640643318
ISBN (Buch)
9783640643998
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Orthographie Transkription
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne-Sophie Schmidt (Autor:in), 2009, Fehleranalyse einer Kinderschreibung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152391
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Leseprobe aus  25  Seiten
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