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Das Smartphone und der Zwang digitaler Medien

Titel: Das Smartphone und der Zwang digitaler Medien

Hausarbeit , 2022 , 21 Seiten

Autor:in: Julian Eberle (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit will ich die als negativ einzustufenden psychologischen und gesellschaftlichen Folgen des zunehmenden Gebrauchs von Smartphones besprechen, und hierbei im Besonderen den Blick auf deren Benutzung zur Verwendung digitaler Medien wie Social-Media-Apps konzentrieren.
Das Smartphone hat die Welt fest im Griff. Vom Handynacken, einer für Smartphone-Nutzer typischen Verspannung des Hals- und Schulterbereiches, über die Häufung von Verkehrsunfällen, als deren Grund Achtlosigkeit im Straßenverkehr aufgrund von Smartphones angegeben wird, bis hin zu Ehescheidungen per SMS; der überall und ständig stattfindende Gebrauch von Smartphones und digitaler Kommunikation hat eine Reihe merkwürdiger, und oft auch tragisch oder absurd erscheinender Phänomene hervorgerufen.
In der vorliegenden Arbeit will ich die als negativ einzustufenden psychologischen und gesellschaftlichen Folgen des zunehmenden Gebrauchs von Smartphones besprechen, und hierbei im Besonderen den Blick auf deren Benutzung zur Verwendung digitaler Medien wie Social-Media-Apps konzentrieren. Im Verlauf der Arbeit soll der Fokus dann auf die Form des Zwanges gelegt werden, der eine exzessive und schädliche Nutzung solcher digitalen Medien bedingt, und auf die Frage, wieso diese Art der Nutzung trotz der wahrnehmbaren negativen Folgen oft nur schwer bis überhaupt nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Um möglichst viele Aspekte des Phänomens in den Blick zu bekommen, habe ich eine offene Betrachtungsweise gewählt, welche soziologische, psychologische und philosophische Sichtweisen bewusst miteinander vermengt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Kontroverse um das Smartphone

2.1.1 Das Smartphone als Objekt des Zwanges

2.2 Überlegungen zu unterschiedlichen Formen des Zwanges

2.3 Smartphones und Social Media

2.3.1 Ein Schein von Geselligkeit

2.3.2 Freiheit und Emotionen als Kapital

2.3.3 Gleichschaltung durch digitale Medien

2.3.4 Die smarte Macht

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und gesellschaftlichen Folgen exzessiver Smartphone-Nutzung unter besonderer Berücksichtigung von Social-Media-Apps. Dabei wird der Frage nachgegangen, durch welche Mechanismen ein Zwang zur dauerhaften Mediennutzung entsteht, warum dieser trotz negativer Folgen schwer kontrollierbar ist und wie sich dieses Phänomen mithilfe des Machtbegriffs von Byung-Chul Han soziologisch und philosophisch einordnen lässt.

  • Soziale und psychologische Auswirkungen des Smartphone-Gebrauchs
  • Funktionsweise und suchtfördernde Mechanismen von Feed-Algorithmen
  • Die Rolle von Social Media als Instrument der Verhaltenssteuerung
  • Das Konzept der "smarten Macht" in der digitalen Gesellschafft
  • Verlust von Autonomie und psychische Entfremdungsprozesse

Auszug aus dem Buch

Die smarte Macht

Ich hatte oben bereits den Zwang äußerer Gewalt von dem Zwang des Argumentes unterschieden, um so anzudeuten, vor welchem gesellschaftlichen Herrschaftsverständnis der Zwang, den das Smartphone, und durch es hindurch die Social-Media-Plattformen, auf das Individuum ausübt, meiner Meinung nach am besten zu verstehen ist. Der Zwang des Argumentes ist in einer demokratisch organisierten Gesellschaft als legitimes Mittel der Herrschaft anerkannt. Über die Regeln, die das Zusammenleben der unterschiedlichen Individuen regulieren, soll in einer offenen und freien Debatte entschieden werden.

Eine solche Debatte ist allerdings davon abhängig, dass erstens jedem Argument und jedem Argumentierenden Raum gegeben wird, seinen oder ihren Standpunkt zu vertreten, und dass zweitens die Argumente dann auch in einem vernünftigen Diskurs gegeneinander abgewogen werden. Was heute sowohl im privaten, als auch im öffentlichen Bereich oft vermisst wird, betrifft vor allem den zweiten Punkt. Es findet selten ein wirklich vernünftiger, diskursiver Umgang mit den vorliegenden Positionen und Argumenten statt. Es wird zwar jedem Einzelnen Raum gegeben, seine Meinung zu präsentieren, und niemandem wird verboten, sich frei zu äußern. Aber die Aufmerksamkeit, das Gehör, welches den einzelnen Positionen geschenkt wird, ist streng limitiert und monopolisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des exzessiven Smartphone-Gebrauchs ein und umreißt die interdisziplinäre Herangehensweise, die soziologische, psychologische und philosophische Perspektiven verbindet.

Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die technologischen Eigenschaften des Smartphones, die zu Zwanghaftigkeit führen, und untersucht kritisch, wie Social-Media-Plattformen mittels algorithmischer Steuerung Emotionen kartieren und das Individuum in einer "smarten" Abhängigkeit halten.

Fazit: Das Fazit resümiert, dass technologische Fortschritte zwar Chancen bieten, aber aufgrund aktueller Strukturen der digitalen Medien oft eine psychische Entfremdung fördern, wodurch ein bewussterer Umgang mit analogen Lebensbereichen notwendig bleibt.

Schlüsselwörter

Smartphone, Social Media, Zwang, Macht, Byung-Chul Han, Suchtverhalten, Algorithmen, Feed, Psychopolitik, Identitätsfindung, Entfremdung, digitale Medien, Überwachung, Selbstwiederholung, Konsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der intensiven und zwanghaften Smartphone-Nutzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Suchtmechanismen durch Algorithmen (Feeds), die Verhaltenssteuerung über soziale Medien und die philosophische Einordnung der Macht in digitalen Zeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Zwanghaftigkeit hinter der Mediennutzung zu untersuchen und zu erklären, warum diese trotz negativer Konsequenzen schwer zu unterbrechen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt eine interdisziplinäre Herangehensweise, die soziologische, psychologische und philosophische Theorien miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Kontroverse um das Smartphone, der Rolle von Influencern, der Datennutzung für Marketing sowie der Theorie der "smarten Macht" nach Byung-Chul Han.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Smartphone, Social Media, Zwang, Macht, Algorithmen, Identitätsfindung und digitale Entfremdung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Formen des Zwangs?

Der Autor unterscheidet zwischen körperlichen Zwängen, Zwängen durch äußerer Gewalt und dem subtilen Zwang des argumentativen Diskurses sowie der "smarten Macht".

Warum wird das Smartphone mit einem "digitalen Beichtstuhl" verglichen?

Der Vergleich verdeutlicht, wie Nutzer freiwillig persönliche Daten preisgeben, was eine digitale Unterordnung unter algorithmische Systeme nach sich zieht.

Welche Rolle spielen Algorithmen bei der "Gleichschaltung"?

Algorithmen präsentieren Nutzern personalisierte Inhalte, die bestehende Meinungen bestätigen, und fördern so eine Echokammer-Bildung, die divergierende Ansichten ausschließt.

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Details

Titel
Das Smartphone und der Zwang digitaler Medien
Autor
Julian Eberle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
21
Katalognummer
V1523966
ISBN (PDF)
9783389095102
ISBN (Buch)
9783389095119
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitale Medien Smartphone Zwang Macht Byung-Chul Han Philosophie Sozialpsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Eberle (Autor:in), 2022, Das Smartphone und der Zwang digitaler Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1523966
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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