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Insolvenzfrüherkennungssysteme, das Rating und das Risikomanagement als Instrumente für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Title: Insolvenzfrüherkennungssysteme, das Rating und das Risikomanagement als Instrumente für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Doctoral Thesis / Dissertation , 2008 , 286 Pages , Grade: cum laude

Autor:in: Andreas Fiedler (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Insolvenzfrüherkennungssysteme, das Rating und das Risikomanagement als Instrumente für kleine und mittlere Unternehmen zur Gestaltung von Existenzsicherungs- und Unternehmensentwicklungsprozessen unter den Bedingungen der vorherrschenden Strukturpolitik sowie den Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.

Gegenstand der Betrachtung sind vor allem solche kleinen und mittleren Unternehmen, deren Existenz ohne die Durchführung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Struktur und der Prozesse als krisenbehaftet einzuschätzen ist. Die maßgeblichen Krisenursachen können dabei unterschiedlichen Charakter haben. Hierbei lassen sich interne und externe Faktoren feststellen. Interne Faktoren sind solche, wie ungenügende Wirtschaftlichkeit, zu schwache Eigenfinanzierungskraft (Eigenkapital, Missmanagement, eine ungeeignete Aufbauorganisation, schlecht organisierte Unternehmensprozesse, unzureichende Marktarbeit und unzureichendes betriebliches Controlling (Liquiditätsmanagement). Externe Faktoren sind z.B. zu schnelles Wachstum, zunehmender Wettbewerbsdruck, zunehmende Professionalität der Konkurrenz, eine schlechte Finanzierungsstruktur und die Missachtung von rechtlichen Rahmenbedingungen. Das bedeutet, dass die Unternehmen nur unter semi- oder sogar suboptimalen Bedingungen am Markt agieren können. Aktuell werden diese Barrieren durch die Implementierung der Bewertungssysteme wie Basel II für die Unternehmen zusätzlich aufgebaut. Die Unternehmen sind daher gezwungen, geeignete gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Dennoch sind einzelne Strukturen oft so starr, dass die Unternehmen einen Turnaround nicht mehr schaffen und so einer Insolvenz nicht mehr entgehen können. Sanierungsaktivitäten haben unter diesen Bedingungen nur bedingt Erfolgsaussichten.

Für die Unternehmen ist es daher elementar, sich durch dynamische Prozesse neu aufzustellen. Das beinhaltet die Restrukturierung der inneren Organisation, der Finanzierung und des unternehmensinternen Rechnungswesens. Durch immer mehr Vereinheitlichung der Bewertungssysteme für die Finanzierungsfähigkeit und -würdigkeit der Unternehmen durch die Banken, Förderinstitute und andere Geldmittelgeber, durch den zunehmenden Druck eigenkapitalorientiert zu denken und zu handeln, sind die Unternehmen gefordert, neue Abläufe zu organisieren, mehr Transparenz zu schaffen und schneller auf Veränderungen zu reagieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Begriffsbestimmung

1.1 Problemstellung und Zielssetzung der Arbeit – Leitfaden für die praktische Arbeit für KMU

1.2 Existenzsicherungs- und Unternehmensentwicklungsprozesse – Risikoumfeld des unternehmerischen Handelns

1.3 Kleine und mittlere Unternehmen – KMU

2 Unternehmenskrisen und Krisenmanagement

2.1 Die Krise

2.1.1 Krisenformen

2.1.2 Krisenphasen

2.2 Krisenursachen und Wirkungen

2.2.1 Krisenursachen

2.2.1.1 interne Faktoren

2.2.1.2 externe Faktoren

2.2.2 Krisenwirkungen

2.3 Krisenmanagement

2.3.1. Begriff des Krisenmanagements

2.3.2 Aufgaben des Krisenmanagements

2.3.3 Abgrenzung zum Risikomanagement

2.4 Früherkennung einer Krise

3 Gesetzliche Grundlagen und politische Rahmenbedingungen

3.1 Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)

3.1.1 KonTraG und seine Kernaufgaben und Ziele

3.1.2 KonTraG im Kontext zum Risikomanagement

3.2 Basel II, Baseler Akkord – Aufbau und Vorteile

4 Das Rating - Bewertungssysteme für Unternehmen

4.1 Gegenstand des Ratings

4.2 Ratingverfahren und Ratingagenturen

4.3 Rating im Kontext zum Risikomanagement

4.4 Würdigung – Auswirkungen auf den Mittelstand

5 Risiko, Risikomanagement und Frühwarnsysteme

5.1 Risikobegriff

5.2 Risikoarten / Risikokategorien

5.2.1 Strategische Risiken

5.2.2 Marktrisiken

5.2.3 Wachstums- und Wettbewerbsrisiken

5.2.4 Leistungswirtschaftliche Risiken / Produktionsrisiken

5.2.5 Finanzierungsrisiken

5.2.6 Corporate Governance (Organisations-, Personalrisiko)

5.2.7 Rechtsrisiken

5.2.8 Politische/Strukturelle Risiken

5.3 Risikomanagement

5.3.1 Risikomanagement – Begriffsbestimmung

5.3.2 Risikomanagementprozess (Regelkreislauf)

5.3.3 Grundlagen für effektives Risikomanagement

5.3.3.1 Ziele und Aufgaben des Risikomanagements

5.3.3.2 Risikoidentifikation und Instrumente

5.3.3.3 Risikobewertung

5.3.3.4 Risikobewältigung

5.3.3.5 Risikoüberwachung

5.3.4 Risikostrategie als Unternehmensstrategie und umgekehrt

5.3.5 Das Risikomanagement nach KonTraG im Kontext zum betriebswirtschaftlichen Risikomanagement – kritische Würdigung

5.4 Früherkennungs- / Frühwarnsysteme

5.4.1 Begriffsbestimmung und Kernaufgaben

5.4.2 Betriebswirtschaftliche Frühwarnsysteme

5.4.2.1 Operative Frühwarnsysteme

5.4.2.2 Strategische Frühwarnsysteme

5.4.3 Frühwarnsysteme im Kontext zum KonTraG

5.5 Kennzahlensysteme als Bausteine für das Risikomanagement und die Unternehmensbewertung

5.5.1 Balanced Scorecard (BSC)

5.5.2 Benchmarking

5.5.3 Due Diligence

5.5.4 Weitere Kennzahlen im Überblick

6 Konzeptionen und Lösungsansätze

6.1 Aufbau und Implementierung eines Risikomanagement –Handbuchs

6.1.1 Die Phasen des Aufbaus eines Risikomanagementsystems

6.1.2 Die Implementierung nach Martin/Bär

6.2 Sanierung und Fortführung

6.3 Unternehmensfinanzierung

6.3.1 Konventionelle Finanzierung

6.3.2 Alternative Finanzierung und Finanzierungsstrategien

6.3.3 Exkurs - Finanzierung in der Krise / Sanierungsfinanzierung

7 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, ihre Existenz unter veränderten wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen dauerhaft zu sichern. Sie erarbeitet praxisorientierte Lösungsansätze und Konzeptionen, die durch die Verschmelzung von Rating-Anforderungen (Basel II), Risikomanagement-Systemen (nach KonTraG) und internen Controllingsystemen ein effektives Krisenmanagement ermöglichen.

  • Analyse von Krisenursachen und Krisenmanagement-Methoden für KMU
  • Transformation der Anforderungen aus Basel II in praktische Rating-Strategien
  • Implementierung von Risikomanagementsystemen unter Berücksichtigung von KonTraG
  • Entwicklung und Optimierung von Finanzierungsstrategien und Kennzahlensystemen

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Krise

Der Begriff „Krise“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „beurteilen, schneiden und trennen“. Diesen Maximen sollte ein Unternehmen in einer Krise gehorchen.22

Dieser Begriff hat sich heute in vielen Bereichen manifestiert. Dazu zählen nicht mehr nur die Bereiche des ökonomischen, politischen oder gesellschaftlichen Lebens. Sondern die Krise erscheint auch in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.23 Ursprünglich bezeichnet der Begriff der Krise i. w. S. einen Bruch einer bis dato kontinuierlichen Entwicklung. Im engeren Sinne bildet eine Krise eine Entscheidungssituation, die den Wendepunkt oder den Höhepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt.24

Im betriebswirtschaftlichen Sinne bezeichnet man eine Notsituation eines Unternehmens als Krise.25 Dabei geht es um das Endstadium eines vom Unternehmen ungewollten Prozesses, in dessen Verlauf sich die Erfolgspotenziale, das Vermögen (Reinvermögen) und/oder die Liquidität so ungünstig entwickeln, dass dessen Existenz akut bedroht ist.26 Die Bedrohung der Existenz des Unternehmens, also der Lebensfähigkeit eines Schuldners, bedeutet nicht automatisch die Unternehmensvernichtung, denn der betriebswirtschaftlichen Unternehmenskrise ist auch die Chance zur positiven Wende immanent.27

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffsbestimmung: Einführung in die Problemstellung für KMU, die Risikoumwelt unternehmerischen Handelns sowie eine Definition der KMU-Größenklassen.

2 Unternehmenskrisen und Krisenmanagement: Detaillierte Betrachtung von Krisenformen, Krisenursachen und -wirkungen sowie die Abgrenzung von Krisenmanagement zum Risikomanagement.

3 Gesetzliche Grundlagen und politische Rahmenbedingungen: Untersuchung des KonTraG und dessen Anforderungen sowie die Auswirkungen von Basel II auf die Unternehmensfinanzierung.

4 Das Rating - Bewertungssysteme für Unternehmen: Erläuterung der Rating-Grundlagen, der Verfahren und der Bedeutung von Bonitätsbeurteilungen für den Mittelstand.

5 Risiko, Risikomanagement und Frühwarnsysteme: Umfassende Darstellung von Risikoarten, Risikomanagement-Prozessen sowie Frühwarn- und Kennzahlensystemen als Instrumente zur Existenzsicherung.

6 Konzeptionen und Lösungsansätze: Praxisleitfaden zum Aufbau eines Risikomanagement-Handbuchs sowie Darstellung alternativer Finanzierungsstrategien und Sanierungsoptionen.

7 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der behandelten Themen und Bestätigung der Notwendigkeit einer ganzheitlichen, proaktiven Unternehmenssteuerung zur Existenzsicherung.

Schlüsselwörter

KMU, Risikomanagement, Rating, Basel II, KonTraG, Unternehmenskrise, Existenzsicherung, Controlling, Frühwarnsystem, Liquidität, Sanierung, Finanzierung, Bonität, Risikobewertung, Eigenkapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Dissertation befasst sich mit der Existenzsicherung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) durch ein integriertes System aus Risikomanagement, Rating und Controlling.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Krisenfrüherkennung, die Anforderungen von Basel II an die Bonitätsbewertung und die Umsetzung gesetzlicher Risikomanagement-Vorgaben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung von Lösungsansätzen und Konzeptionen, die es KMU ermöglichen, ihre Existenz nachhaltig zu sichern und ihre Finanzierungswürdigkeit zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische wissenschaftliche Ansätze mit praktischen Erfahrungen des Autors aus der Sanierungsberatung, um einen praxisnahen Leitfaden zu erstellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vermittlung wissenschaftlicher Grundlagen und die praktische Transformation gesetzlicher Anforderungen in betriebliche Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Risikomanagement, KMU, Rating, Basel II, KonTraG, Liquidität und Unternehmenskrise.

Wie genau hilft die Arbeit bei der Vorbereitung auf ein Rating?

Die Arbeit erläutert die Bewertungsfelder und Faktoren, die Banken bei einem Rating heranziehen, und gibt konkrete Handlungsanweisungen zur Optimierung dieser Bereiche.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Krisenmanagement und Risikomanagement so wichtig?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Risikomanagement primär auf die Krisenvermeidung abzielt, während Krisenmanagement zusätzlich die akute Krisenbewältigung umfasst.

Excerpt out of 286 pages  - scroll top

Details

Title
Insolvenzfrüherkennungssysteme, das Rating und das Risikomanagement als Instrumente für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Grade
cum laude
Author
Andreas Fiedler (Author)
Publication Year
2008
Pages
286
Catalog Number
V152429
ISBN (eBook)
9783640643349
ISBN (Book)
9783640643974
Language
German
Tags
Insolvenzfrüherkennungssysteme Rating Risikomanagement Instrumente Unternehmen Gestaltung Existenzsicherungs- Unternehmensentwicklungsprozessen Bedingungen Strukturpolitik Finanzierungs- Fördermöglichkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Fiedler (Author), 2008, Insolvenzfrüherkennungssysteme, das Rating und das Risikomanagement als Instrumente für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152429
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