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Chinas Expansionspolitik im Südchinesischen Meer. Auf dem Weg zur regionalen Hegemonie?

Titel: Chinas Expansionspolitik im Südchinesischen Meer. Auf dem Weg zur regionalen Hegemonie?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2023 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Svenja Stubner (Autor:in)

Politik - Internationale Politik und Länderanalysen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Chinas aggressive Expansionspolitik im Südchinesischen Meer (SCM) ist ein zentraler Konfliktpunkt in der internationalen Politik. Mit der Errichtung künstlicher Inseln, der Militarisierung der Region und territorialen Ansprüchen erzeugt China Spannungen mit Nachbarstaaten und globalen Mächten wie den USA. Diese Arbeit untersucht die Beweggründe hinter Chinas Vorgehen im SCM und ordnet diese in die theoretischen Rahmen des Neorealismus ein, mit besonderem Fokus auf den offensiven Neorealismus nach John J. Mearsheimer.

Die theoretische Grundlage wird zunächst dargelegt, indem Mearsheimers Definition von Macht und seine Annahmen über die Dynamik aufstrebender Mächte erläutert werden. Anschließend wird die Hypothese formuliert, dass Chinas Verhalten im SCM auf dem Ziel basiert, regionale Hegemonie zu erlangen und strategische Sicherheit zu gewährleisten. Im empirischen Teil der Arbeit werden Chinas militärische und politische Maßnahmen analysiert sowie das Kräftegleichgewicht zwischen China, den Anrainerstaaten und den USA untersucht.

Die Analyse zeigt, dass Chinas Expansionspolitik sowohl durch strategische und sicherheitspolitische Überlegungen als auch durch historische und ideologische Faktoren motiviert ist. Die Erkenntnisse liefern wichtige Einblicke in die langfristigen geopolitischen Ziele Chinas und tragen zum Verständnis bei, wie die internationalen Beziehungen in der asiatisch-pazifischen Region gestaltet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage

2.1. Neorealismus nach Mearsheimer

2.2. Macht

3. Empirie

3.1. Latentes Kräftegleichgewicht

3.2. Militärisches Kräftegleichgewicht

3.2.1. Militärausgaben

3.2.2. Militärische Capabilities

4. Regionale Hegemonie in Ostasien

5. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die treibenden Faktoren hinter Chinas offensiver Expansionspolitik im Südchinesischen Meer. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, ob der Aufstieg der Volksrepublik und die damit einhergehende Verschiebung des Kräftegleichgewichts als zielgerichtetes Streben nach regionaler Hegemonie im Sinne des offensiven Neorealismus interpretiert werden kann.

  • Anwendung des offensiven Neorealismus nach John J. Mearsheimer
  • Analyse des latenten Kräftegleichgewichts durch Wirtschaftsdaten
  • Untersuchung des militärischen Machtwachstums (Capabilities & Budgets)
  • Einordnung der Rolle der USA als Offshore-Balancer
  • Bewertung regionaler hegemonialer Bestrebungen Chinas

Auszug aus dem Buch

2.1.Neorealismus nach Mearsheimer

Im Jahr 2001 veröffentlichte John J. Mearsheimer sein Hauptwerk "The Tragedy of Great Power Politics". Darin kritisiert er die gängige Ansicht in den internationalen Beziehungen, dass neorealistische Analysen der Weltpolitik nach dem Kalten Krieg und dem Zerfall der UdSSR keine Daseinsberechtigung mehr hätten, Konzepte der Balance of Power, des hegemonialen Strebens und der Großmächte keine Rolle mehr spielen würden und stattdessen die sich intensivierende transnationale Kooperation eine zentrale Rolle einnehmen würde. Mearsheimer widerspricht dieser Ansicht und stellt seine eigene Theorie, den offensiven Neorealismus, vor. Hierbei baut Mearsheimer auf den Ideen von Waltz auf, welcher als Begründer des strukturellen Neorealismus gilt. Für beide Theoretiker sind Staaten und insbesondere Großmächte die zentralen und strukturprägenden Akteure im internationalen System. Sowohl für Waltz wie auch für Mearsheimer sind die Capabilities von Staaten die einzige relevante Eigenschaft, während die innere Beschaffenheit vernachlässigt wird. Im Gegensatz zu Waltz, nach dessen Theorie Staaten nur so lange danach streben ihre Macht zu vergrößern, bis ihr Sicherheitsbedürfnis erfüllt ist, argumentiert Mearsheimer, dass Staaten im internationalen System bestrebt sind, die größtmögliche Macht und Einfluss zu gewinnen: “Great powers, I argue, are always searching for opportunities to gain power over their rivals, with hegemony as their final goal.”

Diese Grundaussage seiner Theorie des offensiven Neorealismus basiert Mearsheimer auf fünf ‚bedrock assumptions‘ über das internationale System:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Debatte um Chinas Expansionspolitik im Südchinesischen Meer ein und stellt die theoretische sowie methodische Grundlage der Arbeit vor.

2. Theoretische Grundlage: Hier wird der offensive Neorealismus nach Mearsheimer als Analyseinstrument dargelegt, insbesondere die Konzepte von Anarchie, Machtmaximierung und der Unterscheidung zwischen latenter und militärischer Macht.

3. Empirie: Das Kapitel bietet eine detaillierte Untersuchung der wirtschaftlichen Daten und militärischen Kapazitäten Chinas im Vergleich zu den Anrainerstaaten und den USA, um eine Machtverschiebung zu belegen.

4. Regionale Hegemonie in Ostasien: Es wird analysiert, wie China seine gewachsene ökonomische und militärische Stärke einsetzt, um seine territoriale Vorherrschaft zu sichern und US-Einfluss zurückzudrängen.

5. Ergebnisse: Das Fazit bestätigt die aufgestellte Hypothese, dass Chinas Handeln als Ausdruck eines nach Hegemonie strebenden, offensiven neorealistischen Verhaltens zu werten ist.

Schlüsselwörter

Südchinesisches Meer, China, offensiver Neorealismus, John J. Mearsheimer, regionale Hegemonie, Balance of Power, Militärausgaben, PLA, Offshore-Balancer, Geopolitik, Wirtschaftswachstum, Anrainerstaaten, internationale Beziehungen, Machtmaximierung, territoriale Ansprüche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die Analyse der expansiven Außenpolitik Chinas im Südchinesischen Meer und deren Einordnung in strukturtheoretische Konzepte der internationalen Politik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Aufstieg Chinas zur Großmacht, die maritime Rüstung, die wirtschaftliche Dynamik in Südostasien sowie die sicherheitspolitische Konkurrenz zwischen China und den USA.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die aggressive chinesische Expansionspolitik durch die Theorie des offensiven Neorealismus als ein zielgerichtetes Streben nach regionaler Dominanz erklärt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die wirtschaftliche BIP-Daten und militärische Kennzahlen (Budgets, Kapazitäten) auswertet, um eine Verschiebung des Kräftegleichgewichts darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung des Neorealismus und eine empirische Überprüfung der Machtfaktoren (latent und militärisch), gefolgt von einer politischen Einordnung der hegemonialen Ambitionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie "Hegemonie", "Balance of Power", "Machtmaximierung" und "Offensiver Neorealismus".

Wie bewertet der Autor die Modernisierung der PLA?

Der Autor konstatiert, dass China massiv in fortschrittliche Waffensysteme und die technologische Aufrüstung der Marine und Luftwaffe investiert hat, um das militärische Gleichgewicht zugunsten Pekings zu verschieben.

Welche Rolle spielen die USA in dieser Analyse?

Die USA werden als notwendiger "Offshore-Balancer" betrachtet, deren Präsenz das Ziel hat, das hegemoniale Streben Chinas in der Region einzudämmen.

Warum spielt das BIP der Anrainerstaaten eine Rolle?

Das BIP dient als Indikator für "latente Macht", wobei der Vergleich zeigt, dass China seinen wirtschaftlichen Vorsprung gegenüber den regionalen Anrainerstaaten in den letzten zwei Jahrzehnten massiv ausgebaut hat.

Was ist das Ergebnis bezüglich der Hegemonie-Hypothese?

Die Analyse liefert substanzielle empirische Hinweise, welche die Hypothese stützen, dass China gezielt auf eine regionale Hegemonie im Südchinesischen Meer hinarbeitet.

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Details

Titel
Chinas Expansionspolitik im Südchinesischen Meer. Auf dem Weg zur regionalen Hegemonie?
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,0
Autor
Svenja Stubner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
24
Katalognummer
V1524368
ISBN (eBook)
9783389096291
ISBN (Buch)
9783389096307
Sprache
Deutsch
Schlagworte
chinas expansionspolitik südchinesischen meer hegemonie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Svenja Stubner (Autor:in), 2023, Chinas Expansionspolitik im Südchinesischen Meer. Auf dem Weg zur regionalen Hegemonie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1524368
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