Kalkulation in der flexiblen Plankostenrechnung


Hausarbeit, 2006

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kalkulation

3. Kalkulation standardisierter Erzeugnisse
3.1. Plankalkulation
3.2. Aufbau der Plankalkulation
3.2.1. Doppelkalkulation
3.2.2. Beispiel
3.3. Ergänzungskalkulation
3.3.1 Sollkalkulation
3.3.2 Alternativkalkulation
3.3.3 Änderung der Plankalkulation
3.4. Plankalkulation bei mehrstufiger Produktion
3.5. Plankalkulation bei Kuppelproduktion
3.6. Nachkalkulation

4. Kalkulation bei Auftrags- und Einzelfertigung
4.1. Vorkalkulation
4.1.1 Angebotsvorkalkulation
4.1.2 Auftragsvorkalkulation
4.2. Standard-Nachkalkulation
4.2.1. Charakteristika Standard-Nachkalkulation
4.2.2. Erfassung der Ist-Kosten in der StandardNachkalkulation
4.3. Abweichungsanalyse
4.3.1. Abweichung Angebotsvorkalkulation
4.3.2. Abweichung Auftragsvorkalkulation
4.3.3. Abweichung zwischen Angebots- und Auftragsvorkalkulation
4.3.4. Abweichung zwischen Auftragsvorkalkulation und Standard- Nachkalkulation

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der folgenden Arbeit wird der Teilbereich Kalkulation in der flexiblen Plankostenrechnung näher erläutert. Es werden die Kalkulation standardisierter Erzeugnisse und die Kalkulation bei Auftrags- und Einzelfertigung unterschieden. Bei der Kalkulation standardisierter Erzeugnisse wird in Kapitel 3.1 auf die Plankalkulation eingegangen. Darauf folgen bei Änderungen von Faktoren die Ergänzungskalkulationen, die in Kapitel 3.3 näher erläutert werden. Zuletzt wird in Kapitel 3.6 auf die Nachkalkulation von standardisierten Erzeugnissen eingegangen.

Kapitel 4 setzt sich mit dem Thema Kalkulation bei der Auftrags- und Einzelfertigung auseinander. Im ersten Schritt wird auf die Vorkalkulation in Kapitel 4.1 eingegangen. Nach der Standard-Nachkalkulation in Kapitel 4.2 wird die Abweichungsanalyse erläutert.

Das Ziel beider Kalkulationen ist die Herstell- und Selbstkosten pro Erzeugniseinheit oder pro Auftrag zu ermitteln.

2. Kalkulation

Die Kalkulation ist Synonym als Kostenträgerstückrechnung bekannt und hat die Aufgabe die Herstell- und Selbstkosten pro Erzeugniseinheit oder pro Auftrag zu bestimmen. Die Kalkulationsarten können nach dem rechnerischen Verfahren und nach dem Zeitpunkt der Durchführung unterschieden werden.[1]

Die Aufteilung nach dem rechnerischen Verfahren kann wie folgt unterschieden werden:

- Divisionskalkulation
- Äquivalenzziffernkalkulation
- Zuschlagskalkulation
- Bezugsgrößenkalkulation
- Kostenverteilung bei Kuppelprodukten[2]

Nach dem Zeitpunkt der Durchführung können folgende Kalkulationsarten unterteilt werden:

- Vorkalkulation
- Nachkalkulation
- Zwischenkalkulation
- Plankalkulation[3]

Die Vorkalkulation wird vor Auftragserstellung und vor Beginn der Produktion erstellt. Sie dient als Grundlage für die Preisverhandlung mit dem Kunden. Für die stückbezogenen Kosten- und Erfolgskontrolle wird die Nachkalkulation angefertigt. Diese wird erst nach Abschluss der Produktion und nach Auslieferung an den Kunden erstellt. Bei Unternehmen mit Auftrags- und Einzelfertigung kann nicht auf Vor- und Nachkalkulation verzichtet werden.[4]

Bei Einzelaufträgen mit langer Produktionsdauer (z.B. Brückenbau) wird eine Zwischenkalkulation erstellt, um zu prüfen, ob die vorkalkulierten Kosten eingehalten werden.[5]

Bei der Plankalkulation werden für eine bestimmte Planungsperiode Herstell- und Selbstkosten pro Erzeugniseinheit im Voraus ermittelt. Die Gültigkeitsdauer der Plankalkulation ist die Planungsperiode der Kostenplanung. Bei den meisten Unternehmen entspricht die Planungsperiode ein Jahr. Doch bei Unternehmen mit saisonbedingten Gütern werden kürzere Planungsperioden festgelegt (z.B. 1/2 Jahr bei Sommer- und Winterkollektionen).[6]

Bei Unternehmen mit standardisierten Erzeugnissen wird statt Vor- und Nachkalkulation die Plankalkulation eingesetzt.[7]

3. Kalkulation standardisierter Erzeugnisse

3.1. Plankalkulation

In der Plankalkulation werden die Kalkulationsergebnisse während der laufenden Planungsperiode nicht geändert. Es gilt „Stetigkeit vor Richtigkeit“.[8]

Die geplanten Herstell- und Selbstkosten der Erzeugnisse sind Standardkosten, die auf konstanten Daten der Kostenplanung basieren:

- Planpreise für externe Produktionsfaktoren
- Geplante Lohnsätze und Gehälter
- Planvorgaben pro Erzeugniseinheit (insbesondere Fertigungsmaterial)
- Geplante Verrechnungssätze für die Bezugsgrößeneinheiten der Kostenstellen
- Geplante Bezugsgröße pro Erzeugniseinheit[9]

Die Plankalkulation in Unternehmen mit standardisierten Erzeugnissen hat folgende Aufgaben:

- Selbstkostenermittlung für kurzfristige absatzpolitische Entscheidungen (insbesondere Preisuntergrenzen)
- Grundlage für Soll- und Alternativkalkulationen
- Grundlage für die Berechnung von Ist-Selbstkosten
- Grundlage für die monatliche kurzfristige Erfolgsrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren
- Grundlage für öffentliche Aufträge nach LSP(=Leitsätze zur Ermittlung von Selbstkostenerstattungspreisen)[10]

Die Gesamtheit der Plankalkulation kann als eine kalkulatorische Grundrechnung gesehen werden.[11]

3.2. Aufbau der Plankalkulation

Die Plankalkulation kann als reine Vollkostenkalkulation oder als reine Grenzkostenkalkulation aufgebaut sein. Viele Unternehmen arbeiten mit Parallel­oder Doppelkalkulationen, aus denen nebeneinander Voll- und Grenzkosten ermittelt werden.[12]

In der Praxis heißt es daher „Grenzkosten als Hauptrechnung und Vollkosten­rechnung als Nebenrechnung“. Bei Entscheidungen bei Produktions- und Absatzplanung ist die Grenzkostenrechnung zu wählen.[13]

3.2.1. Doppelkalkulation

Aus folgenden Gründen ist eine Doppelkalkulation zu wählen:

- Betriebsvergleich
- Öffentliche Aufträge nach LSP
- Verrechnungspreisbildung in Beteiligungskonzernen
- Preispolitik

Nach dem rechnerischen Verfahren ist die Plankalkulation eine Bezugsgrößen­kalkulation (elektive Zuschlagskalkulation mit Kostenstellenrechnung).

3.2.2. Beispiel

Mit Hilfe der Bezugsgrößenkalkulation sollen die Grenzselbstkosten für eine Einheit und die vollen Selbstkosten pro Stück ermittelt werden.[14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Folgende Daten müssen noch berücksichtigt werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Vgl. Ebbeken, Klaus; Grohnert, Bernd; 2006, S. 63.

[2] Vgl. Ebbeken, Klaus; Grohnert, Bernd; 2006, S. 63.

[3] Vgl. Ebbeken, Klaus; Grohnert, Bernd; 2006, S. 63.

[4] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1981, S. 605.

[5] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1981, S. 605.

[6] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1981, S. 605.

[7] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1981, S. 605.

[8] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1981, S. 605.

[9] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1981, S. 605.

[10] Vgl. Ebbeken, Klaus; Grohnert, Bernd, 2006, S. 64.

[11] Vgl. Ebbeken, Klaus; Grohnert, Bernd, 2006, S. 64.

[12] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1993, S. 679.

[13] Vgl. Kilger, Wolfgang, 1981, S. 607.

[14] Vgl. Ebbeken, Klaus; Sommerfeld, Michael, 1992, S. 112 ff.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Kalkulation in der flexiblen Plankostenrechnung
Hochschule
Hochschule Bochum  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Rechnungswesen: Kostenrechnung
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V152468
ISBN (eBook)
9783640645381
ISBN (Buch)
9783640645459
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kalkulation in der flexiblen Plankostenrechnung, Kalkulation standardisierter Erzeugnisse, Plankalkulation, Doppelkalkulation, Ergänzungskalkulation, Sollkalkulation, Alternativkalkulation, Änderung der Plankalkulation, Plankalkulation bei mehrstufiger Produktion, Plankalkulation bei Kuppelproduktion, Nachkalkulation, Kalkulation bei Auftrags- und Einzelfertigung, Vorkalkulation, Angebotsvorkalkulation, Auftragsvorkalkulation, Standard-Nachkalkulation, Ist-Kosten in der StandardNachkalkulation, Abweichungsanalyse, Abweichung Angebotsvorkalkulation, Abweichung Auftragsvorkalkulation, Abweichung zwischen Angebots- und Auftragsvorkalkulation, Abweichung zwischen Auftragsvorkalkulation und Standard- Nachkalkulation
Arbeit zitieren
Melanie Stor (Autor), 2006, Kalkulation in der flexiblen Plankostenrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152468

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