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Ansätze zur Bestimmung des Wertes von Lebensversicherungsunternehmen

Titel: Ansätze zur Bestimmung des Wertes von Lebensversicherungsunternehmen

Seminararbeit , 2010 , 41 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jan Bopp (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Langfristigkeit von Versicherungsunternehmen hat es schon immer schwierig gemacht, sie relativ zueinander und über die Zeit zu vergleichen. Diese Arbeit soll eine Betrachtung der vergangenen und aktuellen Praxis bzgl. der Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen bieten und eine Diskussion der Anwendungsprobleme beinhalten, sowie einen Überblick über aktuelle Entwicklungen bieten. Dabei soll Kapitel 2 dem Leser ein Grundverständnis für die traditionelle Unternehmensbewertung mittels der DCF Methode vermitteln. Dem anschließend werden Spezifika von Lebensversicherungsunternehmen im Bewertungskontext herausgestellt und es wird auf die Anpassung der DCF Methode diesbezüglich sowie ihre Schwächen eingegangen. Eine Bewertungsmethode, die dem langfristigen Charakter des Lebensversicherungsgeschäfts gerecht wird, wie auch der besonderen Charakteristik und Stellung des versicherungstechnischen Fremdkapitals, ist der Embedded Value (EV), der in den 1980er Jahren bereits in Großbritannien Anwendung fand. In Kapitel 3 wird seine Entwicklung über den European Embedded Value (EEV), der zum ersten Mal Optionen und Garantien explizit berücksichtigt, bis hin zum Market Consistent Embedded Value (MCEV) dargestellt. In einer darauf folgenden Schlussbetrachtung wird abschließend in Kapitel 4 auf Implikationen für Forschung und Praxis eingegangen.
Diese Arbeit soll nicht die unterschiedlichen Bewertungsanlässe thematisieren, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Es ist jedoch anzumerken ist, dass die verschiedenen Bewertungsmethoden im Detail durchaus davon beeinflusst werden können. Ferner wird nicht zwischen Rechtsformen von Lebensversicherungsunternehmen unterschieden, folglich kann keine allgemeingültige Anwendung der behandelten Themengebiete und Methoden gewährleistet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Motivation der Arbeit

2. Lebensversicherungsunternehmen und zu berücksichtigende Spezifika bei ihrer Bewertung

2.1. Grundlagen der traditionellen DCF Bewertung

2.2. Besonderheiten von Lebensversicherungsunternehmen

2.2.1. Aktivseite der Bilanz

2.2.2. Passivseite der Bilanz

2.2.3. Cash Flow Ermittlung

3. Implikationen und Entwicklung von Bewertungsansätzen

3.1. Vorbemerkungen und Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes

3.2. Embedded Value

3.3. European Embedded Value

3.4. Market Consistent Embedded Value

4. Schlussbetrachtung und Implikationen für Forschung und Praxis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen. Ziel ist es, die Grenzen traditioneller DCF-Methoden aufzuzeigen und die Entwicklung spezialisierter Ansätze wie Embedded Value (EV), European Embedded Value (EEV) und Market Consistent Embedded Value (MCEV) kritisch zu beleuchten.

  • Traditionelle DCF-Verfahren und deren Anwendbarkeit auf Versicherungen
  • Spezifika von Lebensversicherern (Aktiv-/Passivseite, Cash Flow Ermittlung)
  • Entwicklung und Prinzipien des Embedded Value Konzepts
  • Methodische Verfeinerung durch EEV und MCEV
  • Kritische Diskussion der Marktkonformität und regulatorischer Anforderungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Vorbemerkungen und Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes

Als Hauptargument für die Notwendigkeit neuer, auf die speziellen Charakteristika eines Lebensversicherungsunternehmens, angepasster Bewertungsansätze, wird in vielen Arbeiten mit der Langfristigkeit des Lebensversicherungsgeschäfts argumentiert. Das Ertragsprofil einer Lebensversicherung belastet die Gewinn- und Verlustrechnung im ersten Jahr, da Abschlusskosten und Provisionen die Einnahmen aus Prämien und Kapitalanlagen übersteigen. Dies kehrt sich in den Folgejahren um, da die Einnahmen höher sind als die Verwaltungskosten. In der Folge jedoch belasten, bei Betrachtung des HGB-Jahresabschlusses oder der Gewinnermittlung nach IFRS, selbst profitable Neugeschäfte die Gewinn- und Verlustrechnung, wohingegen Storni das Ergebnis sogar verbessern können.

Darüber hinaus wird in der Literatur eine fehlende Vergleichbarkeit, zum einen zwischen Lebensversicherungsunternehmen, die unterschiedlichen Rechnungslegungsstandards unterliegen, zum anderen zwischen unterschiedlichen Versicherungsgeschäften, bemängelt.

Daher bedarf es eines Bewertungsansatzes, der den Besonderheiten eines Lebensversicherungsunternehmens, die hier und bereits in Abschnitt 2.2. problematisiert wurden, gerecht wird und die Schwächen der DCF Modelle nicht aufweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Motivation der Arbeit: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit der Bewertung von Lebensversicherungsbeständen und stellt den Kontext der Arbeit dar, die eine kritische Diskussion aktueller Bewertungsansätze beabsichtigt.

2. Lebensversicherungsunternehmen und zu berücksichtigende Spezifika bei ihrer Bewertung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der DCF-Bewertung und analysiert die spezifischen Bilanz- und Cash-Flow-Strukturen, die eine Anwendung herkömmlicher Methoden auf Versicherungsunternehmen erschweren.

3. Implikationen und Entwicklung von Bewertungsansätzen: Hier werden die methodischen Entwicklungen vom traditionellen Embedded Value über den European Embedded Value bis hin zum Market Consistent Embedded Value detailliert analysiert und kritisch hinterfragt.

4. Schlussbetrachtung und Implikationen für Forschung und Praxis: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass trotz der stetigen Weiterentwicklung der Ansätze derzeit keine universell optimale Bewertungsmethode existiert.

Schlüsselwörter

Lebensversicherung, Unternehmensbewertung, Embedded Value, EEV, MCEV, DCF-Methode, versicherungstechnische Rückstellungen, Solvency II, Kapitalmarktkonsistenz, Cash Flow Ermittlung, Versicherungsmanagement, Risikobewertung, Bewertungsreserven, Finanzberichterstattung, Ertragsprofil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Methoden zur Bestimmung des Unternehmenswertes von Lebensversicherern und untersucht, warum klassische Bewertungsmethoden hier oft an ihre Grenzen stoßen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Besonderheiten der Bilanzierung bei Lebensversicherungen, die Herausforderungen der Cash Flow Prognose und die methodische Evolution hin zu marktkonsistenten Bewertungsansätzen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die historische und aktuelle Praxis der Versicherungsbewertung zu geben und zu diskutieren, wie methodische Anpassungen den spezifischen Charakteristika des Versicherungsgeschäfts besser gerecht werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich theoretischer Finanzmodelle, um deren Anwendungseignung auf die Versicherungswirtschaft zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die DCF-Grundlagen, die spezifischen Herausforderungen bei der Bewertung von Versicherungsunternehmen und die detaillierte Darstellung von EV, EEV und MCEV.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Embedded Value, Market Consistent Valuation, versicherungstechnische Rückstellungen, Risikodiskontierung und die Konsistenz der Finanzberichterstattung.

Warum ist die Bewertung von Lebensversicherern schwieriger als bei Industrieunternehmen?

Aufgrund der langfristigen Vertragsstrukturen, der Besonderheiten in der Bilanzierung (versicherungs-technische Rückstellungen) und der Abhängigkeit von komplexen Kapitalmarkteinflüssen sind Standardmodelle für Industrieunternehmen oft nicht unmittelbar übertragbar.

Welche Rolle spielt die Finanzkrise bei der MCEV-Bewertung?

Die Finanzkrise hat Schwachstellen im MCEV-Konzept offengelegt, insbesondere im Hinblick auf die Vergleichbarkeit und die Volatilität der Ergebnisse, was zu einer Verschiebung der verpflichtenden Anwendung führte.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ansätze zur Bestimmung des Wertes von Lebensversicherungsunternehmen
Hochschule
Universität Mannheim  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Risikotheorie, Portfolio Management und Versicherungswirtschaft)
Veranstaltung
Ausgewählte Fragen des Versicherungsmanagements
Note
1,3
Autor
Jan Bopp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
41
Katalognummer
V152490
ISBN (eBook)
9783640645107
ISBN (Buch)
9783640645282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebensversicherung Lebensversicherungsunternehmen Versicherung Versicherungsunternehmen Bewertung Valuation Embedded Value European Embedded Value Market Consistent Embedded Value Wert Wertes DCF Bewertungsansätze Bewertungsansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Bopp (Autor:in), 2010, Ansätze zur Bestimmung des Wertes von Lebensversicherungsunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152490
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Leseprobe aus  41  Seiten
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