Im Zuge der Krise steigen die Anforderungen, die ein Unternehmen bewältigen muss. Das gleiche gilt für Krankenhäuser, auf denen ebenfalls der Druck lastet, erfolgreich zu wirtschaften. Im Laufe der letzten Jahre ist der Zweig des Gesundheitsmanagement immer größer und bedeutender geworden. Damit steht im Zusammenhang das Krankenhäuser als betriebswirtschaftliche Institutionen gesehen werden und somit den Aspekten von Produktivität und Wirtschaftlichkeit, genauso wie jedes andere Unternehmen, gerecht werden muss. Bei Krankenhäusern steht vor allem im Vordergrund die Qualität der Behandlung zu verbessern und gleichzeitig dabei die Kosten zu reduzieren.
Bei unserer Betrachtung, werden wir den vornehmlich den Fokus darauf legen die Kosten zu reduzieren. Hierbei geht es um die Betrachtung des Asset Management eines Krankenhauses. In diesem Zusammenhang wird analysiert inwieweit ein wirtschaftlicher Umgang mit mobilen Geräten, wie z.B. eine Infusionspumpe, zum Senken der Kosten beitragen kann. Gründe für erhöhte Kosten ist u.a. das Abhandenkommen von solchen Geräte, die wieder ersetzt werden müssen. Diesem Problem soll in erster Linie mit dem Einsatz von RFID (Radio Frequency Identificaiton) entgegengewirkt werden.
Nachdem erklärt wird, wie ein solches System aufgebaut ist, werden dessen Vorteile qualitativ und, soweit möglich, quantitativ analysiert. Im letzten Schritt wird auf das Problem der Interferenzen der medizinischen Geräte mit den Funkwellen der Antenne und des Readers eingegangen.
Die Arbeit soll klären, ob der Einsatz eines RFID Systems im Krankenhaus sinnvoll ist und welchen Nutzen ein Krankenhaus daraus zieht.
Inhaltsverzeichnis
1 Kann RFID zur Verbesserung des Asset Management führen?
2 Ablauf des Einsatzes von RFID im Asset Management
2.1 Der Tag
2.2 Welche Geräte sollen getagged werden?
2.3 Welche Hardware ist für den Einsatz von RFID nötig?
2.4 Darstellung der Standorte der Assets
3 Nutzen des RFID-Einsatzes im Asset Management
3.1 Verhindern des Verlustes der Assets
3.2 Steigern des Benutzungsgrades
3.3 Verbesserte Geräte Instandhaltung
3.4 Zeitersparnis des Personals durch verkürzte Suchzeiten
4 Elektromagnetische Strahlen als Gefahr für den Einsatz von RFID
5 Bewertung des Einsatzes von RFID im Krankenhaus
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von RFID-Technologie zur Optimierung des Asset Managements in Krankenhäusern. Ziel ist es zu analysieren, ob der Einsatz solcher Systeme ökonomisch sinnvoll ist, um Kosten durch Verlustvermeidung, verbesserte Auslastung und effizientere Suchzeiten zu senken, während gleichzeitig die Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung gewahrt bleibt.
- Technologische Grundlagen von RFID-Tags und Hardware-Infrastrukturen.
- Kriterien für die Auswahl medizinischer Geräte zur RFID-Erfassung.
- Quantifizierung von Kosteneinsparungspotenzialen durch Asset Tracking.
- Prozessoptimierung in der Geräteinstandhaltung und Personalentlastung.
- Risikoanalyse bezüglich elektromagnetischer Interferenzen mit Medizintechnik.
Auszug aus dem Buch
3.1 Verhindern des Verlustes der Assets
Die Technik des Nachverfolgens soll Verhindern das Assets verloren gehen. Wie bereits erwähnt (siehe Kap 2.4), würde im Falle des Verlassen des überwachten Bereich durch einen Alarmton, das zuständige Personal darüber infomiert. Dies geschieht unabhängig davon, ob dies vorsätzlich geschieht oder nicht. Damit wird aber verhindert, dass ein teurer Gegenstand abhanden kommt. Bis zu 10% der technischen Geräte werden im Jahr verloren, geklaut oder verlegt. Einen Verlust von 10% angenommen, hieße das, dass pro 100.00€ Gerätewertes, jedes Jahr 10.000€ verloren/gestohlen werden. Auf Grund der Unsummen die technische Geräte kosten, wird sich der reale Verlust auf ein vielfaches belaufen. In Folge dessen sinkt auch der Servicegrad des Krankenhauses, da benötigtes Inventar nicht vorhanden ist und möglicher Ersatz meist nicht sofort verfügbar ist. Somit führt das System in diesem Fall zu erheblich Kostenreduktionen und in bestimmten Maßen auch zu einer Serviceverbesserung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Kann RFID zur Verbesserung des Asset Management führen?: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Kostendruck in Krankenhäusern und stellt die Forschungsfrage, ob RFID-Technologie zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion beitragen kann.
2 Ablauf des Einsatzes von RFID im Asset Management: Dieses Kapitel erläutert die technischen Komponenten, wie Tags und Reader, sowie den Prozess der Systemeinrichtung und der Auswahl geeigneter Assets.
3 Nutzen des RFID-Einsatzes im Asset Management: Hier werden die spezifischen Vorteile analysiert, darunter die Reduzierung von Geräteverlusten, die Steigerung der Anlagennutzung sowie Zeitersparnisse bei der Instandhaltung und Suche.
4 Elektromagnetische Strahlen als Gefahr für den Einsatz von RFID: Das Kapitel widmet sich der kritischen Prüfung, ob Funkwellen die Funktion medizinischer Geräte stören könnten, und diskutiert den aktuellen Forschungsstand dazu.
5 Bewertung des Einsatzes von RFID im Krankenhaus: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische Sinnhaftigkeit sowie das Marktpotenzial der RFID-Implementierung im Gesundheitssektor.
Schlüsselwörter
RFID, Krankenhauslogistik, Asset Management, Prozessoptimierung, Kostenreduktion, Medizintechnik, Funkwellen, Transponder, Geräteverlust, Instandhaltung, Effizienzsteigerung, Gesundheitsmanagement, Rückverfolgbarkeit, Return on Investment, Patientensicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert den Einsatz von RFID-Technologie zur Verbesserung des Asset Managements in Krankenhäusern, um durch effizientere Bestandsverfolgung Kosten zu senken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Umsetzung, der Auswahl rentabler Assets, dem quantifizierbaren Nutzen durch Zeit- und Kosteneinsparung sowie der Risikobewertung elektromagnetischer Interferenzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob ein RFID-gestütztes System einen signifikanten Mehrwert für das Krankenhaus bietet und ob es unter Berücksichtigung technischer Sicherheitsaspekte sinnvoll einsetzbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die den Prozessaufbau beschreibt, den Nutzen anhand von Fallbeispielen quantifiziert und technische Sicherheitsrisiken durch die Auswertung existierender Studien bewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den Aufbau des RFID-Systems, die Identifizierung und Priorisierung der zu erfassenden medizinischen Geräte sowie die detaillierte Nutzenanalyse der Prozessoptimierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe RFID, Asset Management, Krankenhauslogistik, Kostenreduktion und Medizintechnik charakterisieren.
Welche Rolle spielt die Batterietechnologie bei RFID-Tags in Krankenhäusern?
Die Arbeit konzentriert sich ausschließlich auf aktive Transponder, da diese eine höhere Reichweite und Speicherkapazität bieten, die für die präzise Lokalisierung mobiler Geräte wie Infusionspumpen im Klinikalltag notwendig sind.
Wie stark beeinträchtigen RFID-Signale die medizinischen Geräte?
Obwohl theoretische Bedenken bestehen, zeigen Praxisstudien, dass bei Einhaltung gewisser Distanzen und moderner Systemauslegung eine störungsfreie Integration möglich ist.
Warum ist das Asset Management gerade bei Rollstühlen relevant?
Rollstühle zirkulieren sehr häufig zwischen verschiedenen Abteilungen und Patienten, was die Wahrscheinlichkeit für das Abhandenkommen erhöht und somit ein hohes Potenzial für effiziente Nachverfolgung bietet.
Wie hoch ist das Einsparungspotenzial pro Krankenhaus?
Basierend auf Branchenschätzungen wird für ein 500-Betten-Krankenhaus ein jährliches Einsparungspotenzial von rund 1.000.000 Dollar angenommen.
- Arbeit zitieren
- Michael Wonner (Autor:in), 2009, Asset Management im Krankenhaus mit Hilfe von RFID, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152496