Seelsorge in der Deutschen Bundespolizei


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010
9 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Geschichte der Bpol-Seelsorge
2.1 Strukturen der Seelsorge
2.1.1 Der Beauftragte für die katholische Seelsorge in der Bpol
2.1.2 Der katholische Dekan der Bpol
2.1.3 Der Bundespolizeioberpfarrer / -Pfarrer

3 Die Seelsorge in der Bpol
3.1 Der Berufsethische Unterricht

4 Die rechtlichen Grundlagen
4.1 Staatskirchenrecht
4.2 Kirchenrecht

5 Exkurs: Seelsorge in der Deutschen Bundeswehr

6 Situation in Südtirol

7 Quellen- und Literaturverzeichnis

1 Vorwort

Im Jahr 2006 schuf der Künstler Willi Poiger ein einheitliches Symbol für die katholische Seelsorge in der deutschen Bundespolizei (Bpol). Dieses Symbol verdeutlicht die verschiedenen Aspekte, die in dieser besonderen Seelsorge von Bedeutung sind. Die Basis des Logos bildet ein Rechteck, das den begrenzten Raum der Inneren Sicherheit, für den die Bpol Verantwortung trägt, verdeutlicht. Gleichzeitig drückt es die innere Verschwiegenheit der Seelsorger aus, die sich in Gesprächen über den Alltag bzw. den Einsatz ergibt aber auch den Raum des Berufsethischen Unterrichts schützt.[1]

Über diesem Rechteck befindet sich das Kreuz als Maß und Mitte, an der sich alle Seelsorge orientieren muss. Die Farbgebung lässt das warme Licht der Ostersonne erkennen, als Zeichen der Hoffnung für alle Menschen.

2 Geschichte der Bpol-Seelsorge

Die Entstehung der Seelsorge in der Bpol geht zurück auf zwei Interessenlagen. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und der NS-Herrschaft stand in den Streitkräften die Sorge um die Gewissensfreiheit und eine neue Wertorientierung im Vordergrund. Der neue Staat wurde organisiert und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland trat in Kraft. Dadurch mussten die ehemaligen Wehrmachtbeamten eine neue ethische Unterweisung erhalten, die dem gegründeten Staatssystem Rechnung trägt. Die Unterschiede zum Dritten Reich mussten so groß wie möglich gehalten und die Inhalte glaubwürdig vermittelt werden. Diese Aufgabe konnte nur von einer Institution übernommen werden, die ihre Glaubwürdigkeit bewahrt hatte und nicht indoktrinierte Zeugen bereitstellen konnte. In dieser Zeugenschaft liegt die Grundlegung des Berufsethischen Unterrichts.[2]

Aus einem anderen Blick wurde jedoch die Situation von den Kirchen beurteilt. Der Dienst in der Bpol erfordert den Einsatz des ganzen Menschen und geht bis zum Verlust des Lebens. Jedoch soll die Seelsorge um das ganzheitliche Wohl des Menschen besorgt sein und nicht nur zu einer Neuindoktrination im Dienste des Staates stehen. Sie soll neben Gespräch und Zuspruch auch Beistand in schwierigen Situationen leisten und das geistliche Angebot in Wort und Sakrament sicherstellen.

2.1 Strukturen der Seelsorge

Die Seelsorge in der Bpol ist Teil der gesamt bischöflichen Arbeit der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Die Seelsorger sind nicht an staatliche Weisungen gebunden und unterstehen ihren kirchlichen Vorgesetzten. Drei Hauptbereiche lassen sich in der Organisationsstruktur herausarbeiten.[3]

2.1.1 Der Beauftragte für die katholische Seelsorge in der Bpol

Der Seelsorgsbeauftragte in der Bpol ist für alle kirchlichen Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Seelsorge zuständig. Er ist ein residierender Bischof / Weihbischof eines deutschen Bistums und wird im Einvernehmen von Bundesinnenminister (BIM) und der DBK ernannt. Er hat die Möglichkeit, seine Befugnisse dem dienstaufsichtsführenden Seelsorger (Dekan der Bpol) zu übertragen. An anderen Dienststellen kann er nach Anhörung des BIM weitere Seelsorger ernennen.

2.1.2 Der katholische Dekan der Bpol

Der Dekan der Bpol wird durch den BIM auf Vorschlag des Beauftragten der DBK ernannt. Er hat das Recht, des unmittelbaren Vortrags beim BIM. Seine Zuständigkeit liegt bei der Sorge für die Einheitlichkeit der Seelsorge an den Standorten und der Dienstaufsicht in kirchlichen Angelegenheiten.

2.1.3 Der Bundespolizeioberpfarrer / -Pfarrer

Die Pfarrer in der Bpol-Seelsorge sind für einen bestimmten Bereich des Präsidiums zuständig und gehören in kirchlichen Angelegenheiten dem Dekanat an. In bundespolizeidienstlichen Dingen sind sie Angehörige der Behörden und Dienststellen, bei denen sie tätig sind.

3 Die Seelsorge in der Bpol

Die Seelsorge in der Bpol ist sehr vielschichtig. Sie erstreckt sich über die Beratung aller Mitglieder der Bundespolizei und geht hin bis zu seelsorglichen Gesprächen, die der Schweigepflicht unterliegen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Begleitung unter Krisen und dienstlichen sowie persönlichen Notlagen. Durch die Einbeziehung der Bpol in Auslandseinsätze der Bundeswehr (Irak, Afghanistan) stellt dieser Dienst einen wichtigen Bestandteil in der Begleitung der Polizisten dar. Sie steht Familienangehörigen zur Seite und übernimmt Teilbereiche der Therapie bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

[...]


[1] Vgl. Onlinepräsenz der Bpol-Seelsorge Deggendorf (www.seelsorge-bpol.de).

[2] Vgl. Onlinepräsenz der Katholischen Bundespolizei Seelsorge (www.bundespolizei-seelsorge-katholisch.de).

[3] Vgl. ebd.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Seelsorge in der Deutschen Bundespolizei
Hochschule
Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
9
Katalognummer
V152507
ISBN (eBook)
9783640645114
ISBN (Buch)
9783640645299
Dateigröße
411 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Seelsorge, Deutschen, Bundespolizei
Arbeit zitieren
Martin Baier (Autor), 2010, Seelsorge in der Deutschen Bundespolizei, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152507

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