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Gunst- und Ungunstfaktoren der Anlage der Stadt Halle

Eine Betrachtung der geographischen Rahmenbedingungen in der Siedlungsentwicklung

Titel: Gunst- und Ungunstfaktoren der Anlage der Stadt Halle

Seminararbeit , 2003 , 17 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Ron Klug (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Halle ist eine Stadt mit einer wechselvollen Geschichte. Die Stadt ist weit über ihre Grenzen hinaus bekannt als die Salzstadt und die Chemiestadt. Das Wirken und Schaffen seiner Bewohner, wie zum Beispiel der Halloren mit ihrer weit zurückreichenden Tradition des
Salzsiedens, ist ebenso für die Entwicklung prägend, wie die natürlichen Gegebenheiten in Halle und seiner Umgebung. In dieser Ausarbeitung sollen die Gunst- als auch die Ungunstfaktoren dargestellt werden, die sich wesentlich auf die Anlage der Stadt Halle auswirkten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Informationen zu Halle

3. Das Klima von Halle

4. Kurze Stadtgeschichte

5. Geologische Aspekte

5.1. Geologische Entwicklung des Raumes Halle

5.2. Die Marktplatzverwerfung

5.3. Das Salz

5.4. Der Hallesche Porphyr

5.5. Der Kaolinton

5.6. Die Kohle

5.7. Die Böden

6. Die Saale

7. Geotope in Halle und Umgebung

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geologischen und physisch-geographischen Rahmenbedingungen der Stadt Halle und analysiert, inwieweit diese Faktoren als begünstigende oder hemmende Einflüsse auf die historische Siedlungsentwicklung und wirtschaftliche Etablierung wirkten.

  • Analyse der geologischen Entwicklungsgeschichte des Raumes Halle
  • Bedeutung von Rohstoffvorkommen wie Salz, Kohle und Porphyr für die industrielle Entwicklung
  • Einfluss klimatischer und bodenkundlicher Gegebenheiten auf Landwirtschaft und Stadtbild
  • Auswirkungen natürlicher Prozesse wie Hochwasser und Subrosion als Ungunstfaktoren

Auszug aus dem Buch

5.4. Der Hallesche Porphyr

Der Porphyr ist ein vulkanisches Gestein, das in einer 25 Mio. Jahre währenden Periode mit acht Hauptausbruchsphasen, beginnend im Oberkarbon bis zum unteren Perm entstand. Dabei bildete sich der Hallesche Vulkanitkomplex heraus. Dieser Vulkanitkomplex bzw. Porphyrkomplex weist eine Mächtigkeit von mehreren hundert Metern auf und nimmt im Raum Halle eine Fläche von ca. 500km² ein. (Wagenbreth u. Steiner, 1990, S. 80).

Der Hallesche Porphyr kommt in zwei Grundvarietäten vor. Zum einen gibt es den Unteren Porphyr, der beim Emporsteigen als porphyrische Schmelze unterhalb der Erdoberfläche in der Erdkruste erstarrte. Der Untere Porphyr ist also ein Intrusivgestein, das aufgrund der langsamen Abkühlung unterhalb der Erdoberfläche große Einsprenglinge ausbilden konnte. So kommen im Unteren Porphyr bis zu 30 mm große Feldspäte und bis zu 4 mm große Quarzkristalle vor. (Friedrich u. Frühauf, 2002, S. 20 – 21).

Das Hauptverbreitungsgebiet des Unteren Porphyr ist Dölau-Brachwitz-Löbejün. Gut aufgeschlossen ist das Gestein am Galgenberg und am Riveufer. Schon früh wurde das Gestein in Steinbrüchen im Stadtgebiet, zum Beispiel an den Galgenbergen, abgebaut und fand als Werks- und Dekorationsstein im Handwerk als Wandverblendung und Fußbodenplatte, aber auch als Bordstein und Straßenpflaster Verwendung. (Krumbiegel u. Schwab, 1974, S. 71).

Die zweite Grundvarietät ist der Obere Porphyr. Er trat an der Oberfläche aus und erkaltete viel schneller. Es handelt sich also um ein Eruptivgestein, dessen Einsprenglinge aufgrund der schnellen Abkühlung viel kleiner sind. Sein Hauptverbreitungsgebiet hat der Obere Porphyr bei Petersberg-Brachstedt-Niemberg und Wettin. Aufgrund seiner hohen Schlagfestigkeit und Frostbeständigkeit wurde der Obere Porphyr als Schotter-, Splitt- und Betonzuschlagstoff im Gleis- und Straßenbau verwendet. (Krumbiegel u. Schwab, 1974, S. 71).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Kurze Vorstellung der Stadt Halle als historische Salz- und Chemiestadt sowie Erläuterung der Zielsetzung der Untersuchung.

2. Allgemeine Informationen zu Halle: Darstellung der demographischen und geographischen Eckdaten sowie der Lage des Stadtgebietes.

3. Das Klima von Halle: Analyse der klimatischen Einordnung im Übergangsbereich zwischen maritimem und kontinentalem Klima sowie der Auswirkung der Leelage.

4. Kurze Stadtgeschichte: Überblick über die historische Entwicklung der Siedlung von der Gründung bis zur Industrialisierung.

5. Geologische Aspekte: Detaillierte Untersuchung der Gesteinsvorkommen, der tektonischen Prozesse und der Bedeutung einzelner Bodenschätze für die wirtschaftliche Entwicklung.

6. Die Saale: Beschreibung der hydrologischen Bedeutung des Flusses sowie dessen Einfluss auf Siedlungsraumentwicklung und Hochwasserproblematik.

7. Geotope in Halle und Umgebung: Aufzählung bedeutender erdgeschichtlicher Bildungen und Aufschlüsse im Umland von Halle.

8. Zusammenfassung: Synthese der identifizierten Gunst- und Ungunstfaktoren, die die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt prägten.

Schlüsselwörter

Halle, Geologie, Salzgewinnung, Porphyr, Braunkohle, Stadtgeschichte, Saale, Geotope, Kaolin, Schwarzerde, Gunstfaktoren, Ungunstfaktoren, Subrosion, Industriestadt, Stadtentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die physisch-geographischen Voraussetzungen der Stadt Halle und bewertet deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt als Siedlungs- und Wirtschaftsraum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Geologie, Klimatologie, Stadtgeschichte, Rohstoffvorkommen, Hydrologie sowie Bodenkunde im Kontext der städtischen Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifizierung und Darstellung der naturräumlichen Gunst- und Ungunstfaktoren, die die Anlage und Ausprägung der Stadt Halle maßgeblich beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographische Bestandsaufnahme, die auf der Analyse von Fachliteratur und historischen sowie geologischen Dokumentationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die geologische Historie, spezifische Gesteinsvorkommen (Salz, Porphyr, Kohle, Kaolin), das lokale Klima, die Rolle der Saale und die Auswirkungen geologischer Prozesse wie Subrosion und Hochwasser detailliert besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Halle, Geologie, Rohstoffe wie Salz und Kohle, Stadtentwicklung, industrielle Nutzung, klimatische Einflüsse und geomorphologische Prozesse.

Warum war das Salz für die frühe Stadtentwicklung so wichtig?

Das Salz fungierte als zentrales Wirtschaftsgut, das bereits seit dem Mittelalter gefördert wurde und den Aufstieg Halles zu einer bedeutenden Handelsstadt ermöglichte.

Was sind die negativen Auswirkungen der geologischen Gegebenheiten in Halle?

Zu den Ungunstfaktoren zählen unter anderem Hochwasserereignisse durch die Saale sowie durch natürliche Salzauslaugung oder anthropogene Bergbauaktivitäten verursachte Bodenabsenkungen (Subrosion).

Was versteht man in der Arbeit unter einer Marktplatzverwerfung?

Es handelt sich um eine tektonische Störung im Stadtgebiet, deren Entstehung und Hebung der Schichten entscheidend für die Freilegung bestimmter Gesteine und den Austritt von Solquellen war.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gunst- und Ungunstfaktoren der Anlage der Stadt Halle
Untertitel
Eine Betrachtung der geographischen Rahmenbedingungen in der Siedlungsentwicklung
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Mittelseminar Physische Geographie
Note
1,5
Autor
Ron Klug (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V152518
ISBN (eBook)
9783640647255
ISBN (Buch)
9783640647408
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Halle Siedlungsentwicklung Regionale Geographie Salz Kohle Porphyr Saale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ron Klug (Autor:in), 2003, Gunst- und Ungunstfaktoren der Anlage der Stadt Halle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152518
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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