In dieser Arbeit behandle ich das Thema ‚Was ist eine gute Gruppe?’. Und ich bezeichne hier eine Gruppe ‚gut’ wenn sie den Mitgliedern hilft persönlich zu wachsen. Persönliches Wachstum definiere ich hier vage als Steigerung des Selbstwertgefühls und Steigerung der interpersonalen Kompetenz. Wobei die Änderung des Selbstwertgefühls in der Gruppensituation wohl direkt mit der Entwicklung der interpersonalen Kompetenz abhängt. Mein Haupttexte sind Argyris, C.: Explorations in Interpersonal Competence I (1965) und Rogers Carl R.: Entwicklung der Persönlichkeit (1983, amerik. Original 1954). Carl Rogers ist der Begründer der Gesprächs- / Klientenzentrierte- bzw. Personenzentrierte Schule der Psychotherapie. Argyris hat Gruppen wissenschaftlich untersucht und ist so auf seine Befunde gekommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hauptteil
3 Schlusswort
4 LITERATUR
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedingungen für ein effektives persönliches Wachstum innerhalb von Gruppen und analysiert hierfür die theoretischen Ansätze von Chris Argyris und Carl Rogers, um Kriterien für eine förderliche Gruppenumgebung zu definieren.
- Definition von persönlichem Wachstum durch Selbstwertgefühl und interpersonale Kompetenz
- Analyse der Individualebene (Offenheit, Eingeständnis, Risikofreudigkeit)
- Untersuchung der Interpersonalen Ebene und deren Einfluss auf die Gruppenkommunikation
- Bedeutung von Gruppennormen wie Individualität, Anteilnahme und Vertrauen
- Ableitung konkreter Bewertungsrichtlinien für Gruppenverhalten
Auszug aus dem Buch
2 Hauptteil
Nach Argyris ist Interpersonale Kompetenz die Fähigkeit in sozialer Umgebung zu überleben und psychologisch zu wachsen. Interpersonale Kompetenz steigt wenn 1. besser erkannt wird welche Faktoren für Interpersonale Kompetenz relevant sind 2. Probleme langfristig gelöst werden, sodass sie gelöst bleiben 3. die Ablenkung vom Problemlösungsprozess nur minimal ist Bestimmtes individuelles Verhalten ist bestimmend für Interpersonale Kompetenz. Interpersonale Kompetenz wird gefördert durch Eingeständnis, Offenheit und Risikofreudigkeit. Eingeständnis heißt hier sich seines Verhaltens, seiner Gefühle, Gedanken usw. bewusst zu sein, sie zu akzeptieren und zu ihnen zu stehen. Offenheit ist eine positive Einstellung zum Erhalten neuer Informationen. Risikofreudigkeit ist notwendig weil man oft nur durch Übernahmen von Risken zu neuen Informationen kommt, es bedarf experimentelles Verhalten.
Auch bestimmend für Interpersonale Kompetenz ist bestimmtes zwischenmenschliches Verhalten. Interpersonale Kompetenz des Anderen wird gefördert wenn man ihm hilft zu sich zu stehen, offen und risikofreudig zu sein. Normen sind Verhaltensweisen in der Gruppe die sich etabliert haben. Normverletzungen werden sanktioniert und Beeinflussen das Verhalten der Gruppenmitglieder und der Individuen die der Gruppe beitreten wollen. Die Normen ‚Individualität’, ‚Anteilnahme’ und ‚Vertrauen’ sind für Interpersonale Kompetenz förderlich. Die Norm ‚Individualität’ (Gegenteil: ‚Konformität’) beinhaltet Verhaltensweisen die andere ermutigen ihre Ideen und Gefühle in der Gruppe auszudrücken. Die Norm ‚Anteilnahme’ (Gegenteil: ‚Antagonismus’) beinhaltet Verhaltensweisen die vermitteln dass die Ideen und Gefühle der Mitglieder wichtig, bedeutend und entscheidend sind. Die Norm ‚Vertrauen’ (Gegenteil: Misstrauen) beinhaltet Verhaltensweisen die die Mitglieder zum übernehmen von Risiken, zum experimentieren, ermutigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das persönliche Wachstum als Steigerung des Selbstwertgefühls und der interpersonalen Kompetenz unter Rückgriff auf die Theorien von Argyris und Rogers.
2 Hauptteil: Der Hauptteil erläutert die Bedingungen für interpersonale Kompetenz auf individueller und zwischenmenschlicher Ebene sowie durch die Etablierung förderlicher Gruppennormen.
3 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Arbeit als konkrete Anleitung, um durch den Ausdruck eigener Gefühle und den Austausch mit förderlichen Personen die interpersonale Kompetenz zu steigern.
4 LITERATUR: Das Literaturverzeichnis listet die primär verwendeten Quellen von Chris Argyris und Carl Rogers auf.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitswachstum, Interpersonale Kompetenz, Argyris, Rogers, Gruppendynamik, Selbstwertgefühl, Offenheit, Risikofreudigkeit, Eingeständnis, Gruppennormen, Individualität, Anteilnahme, Vertrauen, Kommunikation, Sozialpsychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren und Verhaltensweisen in einer Gruppe dazu beitragen, das persönliche Wachstum und die interpersonale Kompetenz der Mitglieder zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Konzepte zur interpersonalen Kompetenz nach Argyris sowie die personenzentrierten Ansätze von Carl Rogers, angewandt auf die Dynamik innerhalb von Gruppen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Kriterien für eine „gute“ Gruppe zu definieren, die ihren Mitgliedern hilft, psychologisch zu wachsen und ihre interpersonale Kompetenz zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Modellbildung basierend auf den wissenschaftlichen Befunden von Argyris sowie den therapeutischen Ansätzen von Rogers.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen für Kompetenzsteigerung auf Individual- und Interpersonaler Ebene und beschreibt die Bedeutung von Gruppennormen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie interpersonale Kompetenz, Gruppennormen, Selbstwertgefühl, Offenheit und Vertrauen charakterisiert.
Was bedeutet "Eingeständnis" im Kontext der Arbeit?
Eingeständnis bedeutet, sich seines eigenen Verhaltens, seiner Gefühle und Gedanken bewusst zu sein, diese zu akzeptieren und offen dazu zu stehen.
Wie werden Gruppennormen in der Analyse bewertet?
Normen werden anhand ihrer Wirkung auf die Kompetenz der Mitglieder in förderliche (z.B. Individualität, Vertrauen) und hemmende (z.B. Konformismus, Misstrauen) Kategorien unterteilt.
- Arbeit zitieren
- Michael Koller (Autor:in), 2006, Was ist eine gute Gruppe für Persönlichkeitswachstum?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152619