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E-Business Controlling

Titel: E-Business Controlling

Seminararbeit , 2003 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Timo Runge (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Electronic Business ist als Schlagwort seit Mitte bzw. Ende der 90er Jahre des letzten
Jahrhunderts in aller Munde und erlebte seinen vorläufigen Höhepunkt während der
Hausse am Neuen Markt im Jahre 1999. Die primären Protagonisten des E-Business, die
Unternehmen der „New Economy“, nutzten sehr früh die Börse als Finanzierungsinstrument,
so dass die Marktführer der digitalen Welt im Zuge der gewaltigen „Aktienblase“ am
Neuen Markt bald deutlich höher bewertet wurden als ihre traditionellen Mitbewerber.1
Primäres Unternehmensziel war seinerzeit stets Wachstum zur Sicherung von Marktführerschaft
und Steigerung des Börsenwertes, während eine Orientierung an eher klassischen
Ziel- und Steuerungsgrößen wie Erfolgskennzahlen (z.B. Return on Investment, ROI) mit
der unbestrittenen internen und externen Dynamik des E-Business unvereinbar schienen.
Demzufolge wurde ein systematisches Controlling lange Zeit sträflich vernachlässigt -
wohl nur einer der zahlreichen Gründe, die zur aktuell immer noch anhaltenden Ernüchterungsphase
der Internet-Ökonomie führten.2 Doch diese auch als Konsolidierungsphase
aufzufassende Zeitspanne rückt vermehrt die vermeintlich als konservativ angesehene
Controllingfunktion in den Mittelpunkt sowohl des betriebswirtschaftlich-theoretischen als
auch unternehmenspraktischen Interesses: auch für „dot.com“-Unternehmen und Unternehmungen
der Old Economy, die intensiv E-Business betreiben,
· stellt die Liquidität eine einzuhaltende Nebenbedingung dar,
· bedarf es zumindest mittelfristig eines positiven Unternehmensergebnisses und
· vor allem eine zu dessen Erreichung unabdingbare systematische Unternehmenssteuerung
auf strategischer wie operativer Ebene,
um langfristig wirtschaftlichen Erfolg zu haben.3 Somit wird das Controlling des EBusiness
– also des „Enablers“ neuer Geschäftsmodelle - zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor,
um im hohen Verdrängungswettbewerb der Internet-Ökonomie zu überleben.
[...]

1 Vgl. Stelter, Daniel; Strack, Rainer; Roos, Alexander, (Bewertung), 2000, S. 409
2 Vgl. Fröhling, Oliver; Oehler, Karsten, (E-Business braucht), 2002, S. 179
3 Vgl. Erben, Roland Franz, (E-Controlling), 2001, S. 235 und Wall, Friederike, (Controlling im EBusiness),
2002, S. 381

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Zu den Begriffen Controlling und E-Business

2.1 Controlling als Führungsunterstützung

2.2 Electronic Business

2.2.1 Die Internet-Ökonomie

2.2.2 Grundlagen des E-Business

3 Implikationen des E-Business für das Controlling

3.1 Neue Anforderungen an das Controlling

3.1.1 Adaption des Controllinginstrumentariums

3.1.2 Controlling der eigentlichen E-Business-Aktivitäten

3.1.3 Veränderung der Controllingprozesse

3.2 Neue Potentiale für das Controlling

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten eines angepassten Controllings für E-Business-Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich durch den technologischen Wandel veränderte Rahmenbedingungen auf die Controlling-Funktion auswirken und welche strategischen Instrumente sowie Prozesse zur Sicherung des Unternehmenserfolgs in der digitalen Ökonomie erforderlich sind.

  • Grundlagen von Controlling und E-Business
  • Implikationen der Internet-Ökonomie für das strategische Management
  • Anforderungen an das Controlling-Instrumentarium und Controlling-Prozesse
  • Messung der Leistungsfähigkeit von E-Business-Aktivitäten
  • Nutzung neuer Potenziale durch Web-Technologien

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Controlling der eigentlichen E-Business-Aktivitäten

Durch die neuartigen, E-Business induzierten Geschäfts- und Kommunikationsprozesse entstehen innerhalb eines Unternehmens neuartige Wertschöpfungsketten, die es durch ein geeignetes Controlling entsprechend zu steuern gilt. Deshalb führen nicht nur die zuvor diskutierten Umweltveränderungen zu neuen Anforderungen, sondern vielmehr muss sich das Controlling auch auf die operative Durchführung der elektronischen Geschäfts- und Kommunikationsprozesse konzentrieren. Demzufolge wird das E-Business selbst zu einem Objekt des Controlling, denn die E-Business Anwendungen in den einzelnen Wertschöpfungsstufen müssen entsprechend vom Controlling begleitet werden. In diesem Kontext sollen primär zwei Aspekte betrachtet werden: so erfordert die Neukonfiguration der Wertschöpfungskette zum einen eine nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten optimale Auswahl und Gestaltung von elektronisch unterstützten Wertschöpfungsprozessen als auch eine adäquate Leistungsmessung dieser E-Business-Prozesse.

Steuerung der Wertschöpfungskette nach Wirtschaftlichkeitsaspekten

Auch im Informationszeitalter besteht eine der wichtigsten Controllingaufgaben in der möglichst effizienten Gestaltung der Wertschöpfungsprozesse. So ist es auch bei E-Business-Prozessen Aufgabe des Controlling, alternative Gestaltungsmöglichkeiten der Wertschöpfungskette unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten zu analysieren. Das bedeutet konkret, dass Kosten und Nutzen unterschiedlicher E-Business-Aktivitäten gegeneinander bzw. gegenüber der Unterlassungsalternative abgewogen werden müssen. In diesem Zusammenhang sind z.B. Kosten- und Erlöswirkungen zu konstatieren, wie sie in Abbildung 3.1.2/1 dargestellt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Internet-Ökonomie und die Notwendigkeit, das Controlling als Instrument zur Unternehmenssteuerung in E-Business-Kontexten zu etablieren.

2 Zu den Begriffen Controlling und E-Business: Hier werden die theoretischen Grundlagen für die Begriffe Controlling als Führungsunterstützung, Internet-Ökonomie und E-Business definiert, um eine Basis für die weitere Analyse zu schaffen.

3 Implikationen des E-Business für das Controlling: Das zentrale Kapitel analysiert die duale Wirkung des E-Business als Treiber neuer Anforderungen und als Enabler neuer Steuerungsmöglichkeiten.

4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst zusammen, dass ein proaktives und adaptives Controlling entscheidend ist, um in der digitalen Ökonomie nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Schlüsselwörter

E-Business, Controlling, Internet-Ökonomie, Strategisches Management, Wertschöpfungskette, E-Business-Aktivitäten, Wirtschaftlichkeit, Performance Measurement, Balanced Scorecard, Frühwarnsysteme, Risikomanagement, Kostenstruktur, Digitalisierung, Online-Controlling.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des E-Business auf die Controlling-Funktion und zeigt auf, wie Unternehmen ihre Controlling-Systeme an die neuen ökonomischen Rahmenbedingungen anpassen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition des E-Business, die Analyse veränderter Anforderungen an Instrumente und Prozesse sowie die Identifikation neuer Potenziale durch moderne Web-Technologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Ableitung konkreter Empfehlungen, wie das Controlling als "Enabler" zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs in einem durch Dynamik und Komplexität geprägten Internet-Umfeld beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer systematischen Herleitung der Controlling-Anforderungen unter Berücksichtigung spezifischer E-Business-Charakteristika.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung neuer Anforderungen an Controlling-Instrumente und Prozesse sowie die Darstellung neuer Potenziale, etwa durch Web-Reporting oder Datenanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem E-Business, Controlling, Internet-Ökonomie, Performance Measurement, Strategisches Management und Wertschöpfungssteuerung.

Was versteht der Autor unter der "Duale Wirkung" des E-Business?

E-Business wirkt einerseits als Treiber, der neue Anforderungen an das Controlling stellt, und andererseits als Enabler, der neue technologische Potenziale zur Unterstützung der Controlling-Aufgaben eröffnet.

Warum ist die Kostenrechnung im klassischen Sinne im E-Business oft unzureichend?

Aufgrund der hohen Fixkostenanteile bei digitalen Gütern und der Verschiebung von Einzelkosten hin zu Gemeinkosten verlieren traditionelle Systeme wie die Zuschlagskalkulation an Aussagekraft und müssen durch Instrumente wie Target Costing ergänzt werden.

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Details

Titel
E-Business Controlling
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für industrielles Management und Unternehmensrechnung)
Veranstaltung
Seminar zum Strategischen Management
Note
2,0
Autor
Timo Runge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
27
Katalognummer
V15261
ISBN (eBook)
9783638204286
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Business Controlling Seminar Strategischen Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Timo Runge (Autor:in), 2003, E-Business Controlling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15261
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Leseprobe aus  27  Seiten
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