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Ein Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen - lohnend für Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen?

Title: Ein Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen - lohnend für   Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen?

Diploma Thesis , 2002 , 87 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Betriebswirtin (FH) Sandra Keul (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Vor einiger Zeit warb im Radio eine Versicherung für ihr Produkt zur Absicherung einer Berufsunfähigkeit mit etwa folgendem Wortlaut:
„Sind Sie eigentlich versichert, wenn Sie berufsunfähig werden? Klar, Ihnen passiert nichts. Aber jeden Vierten betrifft es - also Ihren Nachbarn links oder rechts oder gegenüber – oder eben doch Sie. Und dann gibt’s Rente vom Staat?
Aber die wird gerade gekürzt...“ Neben der Werbebotschaft für das betreffende Unternehmen enthält dieser Werbespot jedoch zwei wichtige Aussagen:
Die Tatsache, dass jedes Jahr ca. 200.000 Menschen berufsunfähig werden, belegt, dass Berufsunfähigkeit jeden treffen kann und somit in die private Vorsorge eingeplant werden sollte. Des weiteren wurden tatsächlich die staatlichen Leistungen reduziert beziehungsweise der Anspruch darauf erschwert. Nach einer Reform des Rentengesetzes entfiel zum 01.Januar 2001 die Erwerbsunfähigkeits- bzw. die Berufsunfähigkeitsrente. Anstelle dieser beiden Rentenarten trat die „Rente wegen Erwerbsminderung“ . Im Falle einer Erwerbsminderung wird nun nicht mehr nach Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit unterschieden, sondern nur noch nach voller oder teilweiser Erwerbsminderung. Anders als bei der Berufsunfähigkeit entsteht ein Anspruch auf staatliche Rentenleistungen erst, wenn der Versicherte nicht nur seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann, sondern auch keine andere Tätigkeit, die auf dem Arbeitsmarkt angeboten wird. Diese Neuregelung bedeutet für den Versicherten, dass er erst dann eine Rente erhält, wenn er gar keinen Beruf mehr nach den gesetzlichen Vorschriften ausüben kann. Eine eigenständige, private Vorsorge ist daher unerlässlich geworden. Für den Versicherungsnehmer stellt sich jedoch das Problem dar, aus einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte die Versicherung zu finden, die seinen Bedürfnissen entspricht. In der vorliegenden Arbeit werden unterschiedliche Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen verschiedener Anbieter verglichen und bewertet.

Dies erfolgt aus Sicht des Versicherungsnehmers. Als Grundlage dazu dienen die Ratings der Agentur Morgen&Morgen und der Zeitschrift FINANZtest. Darauf aufbauend fließen eigene Aspekte in die Bewertung mit ein. Gleichfalls wird die Lukrativität einer solchen Versicherung für ein Versicherungsunternehmen näher betrachtet. Hierzu werden zwei Angebote unterschiedlicher Anbieter anhand einiger Zahlungsströme miteinander verglichen und ausgewertet.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gesetzliche Grundlage

2.1 Teilweise Erwerbsminderung

2.2 Volle Erwerbsminderung

3. Möglichkeiten der Versicherung

3.1 Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

3.2 Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

4. Rating

4.1 Das Rating von Morgen&Morgen

4.1.1 Ratingschema

4.1.1.1 Rückwirkende Leistung bei verspäteter Meldung

4.1.1.2 Verkürzung des Prognosezeitraumes

4.1.1.3 Rückwirkende Leistung bei andauernder Berufsunfähigkeit

4.1.1.4 Verzicht auf abstrakte Verweisung

4.1.1.5 Verzicht auf sogenannte „Überraschungsklauseln“

4.1.1.6 Begrenzung des Rücktrittsrechtes bei Verletzung des Anzeigepflicht

4.1.1.7 EU-weiter Versicherungsschutz

4.1.1.8 Verzicht auf Anwendung des § 41 des Versicherungsvertragsgesetz (VVG)

4.1.1.9 Verzicht auf Anwendung des § 172 VVG

4.1.1.10 Möglichkeit zur Staffelregelung

4.1.1.11 Möglichkeit für Karenzzeiten

4.1.1.12 Versicherbarkeit der Dynamik der Hauptversicherung

4.1.1.13 Zahlung der vollen Berufsunfähigkeitsrente bei weniger als 6 Pflegepunkten

4.1.1.14 Stundung der Beitrage bei Meldung der Berufsunfähigkeit

4.1.1.15 Verzicht auf (abstrakte) Verweisung ab bestimmtem Lebensalter

4.1.1.16 Rege lungen beim Berufswechsel

4.1.1.17 Leistung bei Kriegsereignissen im Ausland

4.1.1.18 Verzicht auf Leistungsausschluss für Fahrtveranstaltungen mit Kfz, wenn dort Höchstgeschwindigkeiten erzielt werden müssen

4.1.1.1.19 Verzicht auf Luftfahrtsklausel

4.1.1.20 Verzicht auf Arztanordnungsklausel

4.1.1.21 Weltweiter Versicherungsschutz

4.1.1.22 Werden Nachversicherungen bedingungsgemäß garantiert

4.1.1.23 Möglichkeit zur lebenslangen Rente

4.1.1.24 Wiedereingliederungshilfen

4.1.1.25 Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Nachprüfung der Berufsunfähigkeit

4.1.1.26 Besonderheiten in den Bedingungen

4.1.2 Das Bewertungsschema von Morgen&Morgen

4.2 Rating der Zeitschrift FINANZtest

4.3 Entwicklung eines Bewertungsschemas

4.3.1 Entscheidung für eine selbstständige Versicherung oder eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

4.3.2 Welche Punkte sind zu beachten – was wird professionell bereits bewertet

4.3.3 Weitere Bedingungen

4.3.3.1 Eindeutigkeit und Informationsgehalt der Verträge

4.3.3.2 Entstehen neben den Beiträgen noch Kosten?

I4.3.3.3 Zusammensetzung der Beiträge, Überschussbeteiligungen

4.3.3.3.1 Risikoergebnis

4.3.3.3.2 Kostenergebnis

4.3.3.3.3 Kapitalertragsergebnis

4.3.3.4 Verzicht auf die konkrete Verweisung

4.3.3.5 Individuelle Vertragsbesonderheiten

4.3.3.6 Anträge zur Risiko- und Gesundheitsprüfung

4.3.3.7 Bewertungsschema

5.0 Die Bewertung der einzelnen Verträge

5.1 MLP

5.1.1 MLP bestpartner SBU

5.1.2 MLP Leben bestpartner BUZ

5.2 Generali – Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (Basis)

5.3 Europa – Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

5.4 Barmenia- Berufsunfähigkeitsversicherung

5.5 Karlsruher

5.5.1 Berufsunfähigkeitsversicherung nach BE-Tarifen

5.5.2 Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

5.6 Alte Leipziger – Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

5.7 Victoria – Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

5.8 Gerling E&L

5.8.1 Berufsunfähigkeitsversicherung nach Tarif 32

5.8.2 Berufsunfähigkeitszusatzversicherung nach Tarif VBZ

5.9 Allianz – Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

5.10 Debeka

5.10.1 Berufsunfähigkeits-Versicherung ABBV 2001

5.10.2 Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung BBUZ 2001

5.11 Cosmos direkt - Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung Basis Schutz

5.12 Gesamtauswertung der Ergebnisse

5.13 Idealbedingungen

6. Leistungsvergleich von Angeboten

6.1 Wann rechnet sich eine Versicherung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Notwendigkeit privater Vorsorge bei Berufsunfähigkeit vor dem Hintergrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen zu beleuchten. Dabei werden unterschiedliche Versicherungsprodukte anhand von Ratings und eigenen Bewertungskriterien verglichen, um dem Versicherungsnehmer eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

  • Analyse der gesetzlichen Rentenänderungen und deren Auswirkungen auf den Berufsunfähigkeitsschutz.
  • Vergleich der Leistungsmerkmale von selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen und Zusatzversicherungen.
  • Anwendung von Rating-Systemen zur Bewertung der Versicherungsbedingungen.
  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs für einen "Idealvertrag" aus Verbrauchersicht.
  • Gegenüberstellung von Kostenstrukturen und Wirtschaftlichkeit ausgewählter Versicherungsangebote.

Auszug aus dem Buch

4.1.1.4 Verzicht auf abstrakte Verweisung

Prinzipiell steht dem Versicherer im Falle einer Berufsunfähigkeit das Recht zu, den Versicherten auf eine andere Tätigkeit zu verweisen, die er auf Grund seiner „Kenntnisse und Fähigkeiten“ (oder auch „Ausbildung und Erfahrung“) weiterhin ausüben könnte, wenn dieser seiner „bisherigen Lebensstellung entspricht“. Da aber der Versicherte keinen Arbeitsplatz im verwiesenen Beruf innehat, entspricht diese Verweisung einer theoretischen Annahme. Der Versicherte könnte in einem anderen Beruf vielleicht arbeiten, tut dies aber nicht. Die meisten Versicherungsgesellschaften verzichten inzwischen auf diese Klausel in ihren Verträgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der privaten Berufsunfähigkeitsvorsorge aufgrund staatlicher Rentenkürzungen und den Bedarf für einen Produktvergleich.

2. Die gesetzliche Grundlage: Erläutert die Neuregelung der Erwerbsminderungsrente und deren Auswirkungen auf die staatliche Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

3. Möglichkeiten der Versicherung: Unterscheidet zwischen selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen und Zusatzversicherungen als Kernprodukte der privaten Vorsorge.

4. Rating: Detaillierte Darstellung der Bewertungsmaßstäbe, insbesondere der Kriterien von Morgen&Morgen und FINANZtest, sowie die Ableitung eines eigenen Bewertungsschemas.

5.0 Die Bewertung der einzelnen Verträge: Umfassende Analyse und Bepunktung der Bedingungswerke von elf verschiedenen Versicherungsgesellschaften.

6. Leistungsvergleich von Angeboten: Wirtschaftliche Gegenüberstellung konkreter Angebote auf Basis von Zahlungsströmen und Kostenstrukturen.

7. Fazit: Zusammenfassende Handlungsempfehlung für den Versicherungsnehmer zur Auswahl eines passenden Schutzes und zur Gestaltung eines idealen Versicherungsvertrages.

Schlüsselwörter

Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung, private Vorsorge, Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, SBU, BUZ, Rating, Vertragsbedingungen, abstrakte Verweisung, Gesundheitsprüfung, Zillmerverfahren, Überschussbeteiligung, Rentenversicherung, Leistungsvergleich, Vorsorgeplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und Qualität von privater Berufsunfähigkeitsvorsorge für Versicherungsnehmer nach der Rentenreform 2001.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Bewertung verschiedener Versicherungsmodelle durch Ratings sowie die praktische Vergleichbarkeit von Kosten und Leistungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Versicherungsnehmern bei der Auswahl eines geeigneten Produkts aus der Vielzahl am Markt befindlicher Berufsunfähigkeits- und Zusatzversicherungen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und vergleichende Analyse durchgeführt, basierend auf vorhandenen Ratings (Morgen&Morgen, FINANZtest) und einer selbst entwickelten Bewertungsmatrix für Bedingungswerke.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die detaillierte Vorstellung und Bewertung von 15 Vertragsvarianten elf verschiedener Anbieter sowie einen konkreten Kosten-Leistungs-Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Berufsunfähigkeitsversicherung, abstrakte Verweisung, Ratings, Erwerbsminderungsrente, Vorsorgeplanung und Versicherungsbedingungen.

Warum ist die "abstrakte Verweisung" ein so wichtiges Kriterium im Rating?

Sie ermöglicht dem Versicherer, den Kunden auf einen theoretisch möglichen anderen Beruf zu verweisen, was den Anspruch auf Rente gefährden kann, weshalb ein Verzicht darauf als Qualitätsmerkmal gilt.

Wie wirken sich die Kostenstrukturen (z.B. Zillmerverfahren) auf den Versicherungsvergleich aus?

Das Zillmerverfahren führt dazu, dass Abschlusskosten zu Beginn der Laufzeit verrechnet werden; dies mindert die Produktivität der Anlage, was beim Vergleich der Rentabilität von Bedeutung ist.

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Details

Title
Ein Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen - lohnend für Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen?
College
University of Applied Sciences Koblenz  (Fachbereich BWL)
Course
Finanz- und Investitionsrechnung
Grade
2,0
Author
Diplom-Betriebswirtin (FH) Sandra Keul (Author)
Publication Year
2002
Pages
87
Catalog Number
V15262
ISBN (eBook)
9783638204293
ISBN (Book)
9783638699204
Language
German
Tags
Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherungen Versicherungsnehmer Versicherungsunternehmen Finanz- Investitionsrechnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirtin (FH) Sandra Keul (Author), 2002, Ein Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen - lohnend für Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15262
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