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Nördlinger Ries und Steinheimer Becken - Entstehung und Geologie

Title: Nördlinger Ries und Steinheimer Becken -  Entstehung und Geologie

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1 (volle Punktzahl)

Autor:in: Conrad Philipp (Author)

Geography / Earth Science - Geology, Mineralogy, Soil Science
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Summary Excerpt Details

In der Mitte des Städtedreiecks München-Nürnberg-Stuttgart liegt - eingesenkt in den
Mittelgebirgszug der Schwäbisch-Fränkischen Jura, auch Alb genannt - die nahezu
kreisrunde Ebene des Nördlinger Rieses und des Steinheimer Beckens. In Abb.1 ist
die Lage der Krater dargestellt. Besonders auffällig sind die zwei fast kreisrunden
Becken dieser Landschaft. Das flachwellige Ries-Becken besitzt eine Ausdehnung
von etwa 25 km Durchmesser und ist besonders im Südwesten, Süden und Osten
von einem morphologisch gut entwickelten Kraterrand begrenzt. Den flachwelligen
Boden umkränzen Höhenzüge von 100 bis 200 m im Osten, sowie 60 bis 100 m im
Westen. Die heute sichtbare Kraterebene (die im Mittel 100-150 m tiefer als der
Kraterrand liegt) wird als Ries oder Nördlinger Ries bezeichnet. Seit man weiß, dass
das Ries seine Existenz dem Einschlag eines Meteoriten verdankt, spricht man
allgemein vom Rieskrater. Das andere fast kreisrunde Becken von Steinheim hat heute einen mittleren
Durchmesser von 3,5 km und ist rund 120 m in die umgebende Albhochfläche
eingetieft. In der Mitte ragt ein Hügel auf, der Klosterberg. Die Krater des Nördlinger
Ries und des Steinheimer Beckens sind zur gleichen Zeit entstanden (HÜTTNER & SCHMIDT-KALER 1999:8-9), nachdem ein Meteorit durch Reibung in der
Erdatmosphäre zerbrach und zwei Gesteinskörper vor 15 Millionen in
Süddeutschland einschlugen (HÜTTNER & SCHMIDT-KALER 1999:7).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Nördlinger Ries

2.1 Entstehung

2.2 Typologie der Riesgesteine

2.3 Gliederung der Impaktgesteine

2.3.1 Bunte Trümmermasse

2.3.2 Polymikten Kristallbreccien

2.3.3 Suevit

3 Das Steinheimer Becken

3.1 Die Forschungsgeschichte

3.2 Die Entstehung

3.3 Geologischer Überblick

3.3.1 Bedeckung im Tertiär

3.3.2 Schichtenfolge

3.3.3 Bedeckung im Quartär

3.3.4 Seeentwicklung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geologische Entstehung und die spezifischen Gesteinsbildungen des Nördlinger Rieses sowie des Steinheimer Beckens. Ziel ist es, die Prozesse der Meteoriteneinschläge und die daraus resultierende geologische Entwicklung der Kraterlandschaften in Süddeutschland verständlich aufzuarbeiten.

  • Geologische Entstehungsgeschichte von Meteoritenkratern
  • Typologie und Klassifizierung der durch Impakte veränderten Gesteine
  • Vergleich der Sedimentationsprozesse in den Kraterseen
  • Entwicklung und Schichtenfolge der Beckenfüllungen
  • Bedeutung der Impaktgesteine für die Rekonstruktion geologischer Zeiträume

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Bunte Trümmermassen

Bunte Trümmermassen sind ein chaotisches Gemenge der Gesteine, die sich im und um den Kraterbereich befanden. Eine geschlossene Trümmerdecke mit einem Radius von 43 Kilometer um den Impact konnte nachgewiesen werden. Besonders im Süden und Südosten des Kraterzentrums sind noch große Trümmerfelder zu finden, wo massive Schollen von Malmkalken auftreten (siehe Abb.2). Im Durchschnitt beträgt die Mächtigkeit der Trümmermassen 30 bis 50 m, jedoch existieren große regionale Unterschiede, sowie eine durch Erosion bedingte Abtragung (HÜTTNER & SCHMIDT-KALER 1999:28). Die Partikelgröße „reicht von feinem Gesteinsstaub bis zu zerrütteten und deformierten [...] Komplexen [, die eine Größe] von 1 km Durchmesser [besitzen]“ (HÜTTNER & SCHMIDT-KALER 1999:19).

Die Herkunft der bunten Trümmermassen ist das sedimentäre Deckengebirge, wobei nur 5 bis 10 % aus dem kristallinen Grundgebirge stammen (HÜTTNER & SCHMIDT-KALER 1999:19). Sie sind schlecht durchmischt, weswegen Ihre regionalen Verteilungsverhältnisse sehr differenziert sind. Die großen Trümmermassen erfuhren eine intensive mechanische Beanspruchung, was eine große Verruschlung, Stauchung und Verschiefeung bedeutete. Diese Gesteine werden als Gries bezeichnet. Die „sedimentären Komponenten der Bunten Trümmermasse“ (HÜTTNER & SCHMIDT-KALER 1999:19) wurden geringfügig verändert und gehören deswegen auf Stöfflers Stoßwellenskala zur Stufe 0 (HÜTTNER & SCHMIDT-KALER 1999:19).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die geographische Lage des Nördlinger Rieses und des Steinheimer Beckens ein und stellt die Grundannahme des meteoritischen Einschlags vor.

2 Das Nördlinger Ries: Hier werden die Entstehung, die Klassifizierung der Gesteinsveränderungen sowie die spezifischen Impaktgesteine wie Bunte Trümmermasse und Suevit detailliert erläutert.

3 Das Steinheimer Becken: Dieses Kapitel behandelt die Forschungsgeschichte, die Entstehungsweise und die detaillierte Geologie inklusive der Seeentwicklung und Schichtenfolgen des Steinheimer Beckens.

4 Zusammenfassung: Abschließend wird die Bedeutung der beiden Krater als einzigartige Forschungsobjekte für Geologie und Naturwissenschaften hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Nördlinger Ries, Steinheimer Becken, Meteoriteneinschlag, Impakt, Suevit, Bunte Trümmermassen, Geologie, Schichtenfolge, Kratersee, Stoßwellenmetamorphose, Sedimentation, Zentralhügel, Meteoritenkrater, Impaktgestein, Tertiär.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geologischen Entstehung und der Beschaffenheit der beiden süddeutschen Meteoritenkrater, dem Nördlinger Ries und dem Steinheimer Becken.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Impaktmechanismen, die Klassifizierung der entstandenen Gesteine (Stoßwellenmetamorphose) und die anschließende Entwicklung der Kraterseen und Sedimentfolgen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine fundierte geologische Dokumentation der Entstehungsgeschichte beider Krater und der Prozesse, die nach dem Einschlag zur heutigen Beschaffenheit der Becken führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit primär verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse geologischer Standardwerke und Forschungsergebnisse, um die geologische Entwicklung und Gesteinsklassifikation zu synthetisieren.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Gesteinstypen beim Nördlinger Ries sowie eine umfassende stratigraphische und sedimentologische Untersuchung des Steinheimer Beckens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk am besten?

Die zentralen Begriffe sind Impaktgestein, Suevit, Meteoritenkrater, stratigraphische Schichtenfolge, progressive Stoßwellenmetamorphose und Seesedimentation.

Wie unterscheiden sich die Gesteinsauswürfe im Nördlinger Ries?

Man unterscheidet hauptsächlich zwischen den sedimentären Bunten Trümmermassen, den meist tiefer aus dem Kristallin stammenden Polymikten Kristallbreccien und dem durch Aufschmelzung geprägten Suevit.

Was war die ursprüngliche wissenschaftliche Fehlannahme bezüglich des Steinheimer Beckens?

Lange Zeit wurde das Steinheimer Becken fälschlicherweise für vulkanischen Ursprungs gehalten, wobei Theorien wie die Lakolithentheorie oder die Explosionstheorie durch vulkanische Gase diskutiert wurden.

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Details

Title
Nördlinger Ries und Steinheimer Becken - Entstehung und Geologie
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Geographie)
Course
Landschaftsformen in Süddeutschland
Grade
1 (volle Punktzahl)
Author
Conrad Philipp (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V15274
ISBN (eBook)
9783638204392
Language
German
Tags
Nördlinger Ries Steinheimer Becken Entstehung Geologie Landschaftsformen Süddeutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Conrad Philipp (Author), 2003, Nördlinger Ries und Steinheimer Becken - Entstehung und Geologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15274
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