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Montessori-Pädagogik mit geistig behinderten Kindern

Title: Montessori-Pädagogik mit geistig behinderten Kindern

Term Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kirsten Kölmel (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die praktische Umsetzung der Montessori-Pädagogik mit geistig Behinderten im Kindergarten haben wir während unserem Freiwilligen Sozialen Jahr und dem Praxissemester bereits beobachten können, wo teilweise mit Montessori-Materialien gearbeitet wurde. Leider lernten wir den theoretischen Hintergrund der Pädagogik nicht kennen, da die Mitarbeiterinnen keine zusätzliche Ausbildung hierin hatten.

Nachdem wir während einem Seminar mehr über die Pädagogik mit Kindern erfahren haben, interessierten wir uns, aus den bereits genannten Gründen, auch für die Umsetzung in der Behindertenarbeit.
Leider mussten wir aber schnell feststellen, dass auf diesem Gebiet ein Forschungsdefizit herrscht und dementsprechend sehr wenig Literatur zur Verfügung steht.
Aus diesem Grund werden wir versuchen die theoretischen Aspekte mit unseren persönlichen, praktischen Erfahrungen zu belegen.
Wir gehen davon aus, dass die Grundlagen der Pädagogik bekannt sind, und werden deswegen nicht näher darauf eingehen.
Zuerst möchten wir untersuchen, ob die Montessori-Pädagogik überhaupt für die Arbeit mit geistig behinderten Kindern geeignet ist. Die Ergebnisse wollen wir dann anhand der vorbereiteten Umgebung und der Sinnesmaterialien erläutern.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung der Pädagogik für geistig Behinderte

3.Die Geeignetheit

3.1 Die vorbereitete Umgebung

3.2 Übungen des praktischen Lebens

3.3 Die Sinnesmaterialien

3.4 Die Rolle des Erziehers

4. Vorteile der Montessori Pädagogik bei geistig behinderten Kindern

5. Nachteile der Montessori Pädagogik bei geistig behinderten Kindern

6. Fazit

7. Literaturliste

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Eignung der Montessori-Pädagogik im Kontext der Förderung geistig behinderter Kinder. Auf Basis von praktischen Beobachtungen aus dem Kindergartenalltag und theoretischen Grundlagen analysieren die Autoren die spezifischen Anforderungen an die Umgebung, die Materialwahl sowie die Rolle des Erziehers, um ein fundiertes Bild über die Potenziale und Limitierungen dieser pädagogischen Methode für diese Zielgruppe zu zeichnen.

  • Grundlagen und Entstehung der Montessori-Pädagogik für geistig behinderte Kinder
  • Analyse der vorbereiteten Umgebung und der Rolle des Erziehers
  • Erfahrungsbericht zum Einsatz von Montessori-Materialien im Kindergartenalltag
  • Kritische Gegenüberstellung von Vorteilen und Nachteilen der Methode bei geistiger Behinderung
  • Notwendigkeit der Anpassung an moderne und lebenspraktische Anforderungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die vorbereitete Umgebung

Die vorbereitete Umgebung ist für das geistig behinderte Kind fast noch wichtiger als für das normal entwickelte.

Maria Montessori unterteilt den Umgebungsbegriff in unterschiedliche Gesichtspunkt (von Oy, 1978, S: 15), die wir auch anhand von Praxisbeispielen verdeutlichen wollen:

1. Ausreichender Bewegungsspielraum muss vorhanden sein.

Beispiel: A. (5 Jahre) hat Gleichgewichtsstörungen. In einer von uns öfters besuchten Einrichtung sind die Räume etwas enger gestaltet. A. hat in dieser Umgebung erhebliche Probleme, da er sich durch sein ständiges Schwanken öfters anstößt. In einem Raum mit mehr Bewegungsspielraum ist es für ihn einfacher, sich fortzubewegen, wodurch er auch sichtlich aktiver wird.

2. Die Gegenstände müssen auf die Kraft und Größe der Kinder abgestimmt sein.

In der Praxis haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein geistiger Entwicklungsrückstand oft auch mit körperlichen Defiziten zusammenhängt. Für solche Kinder ist es natürlich umso wichtiger, dass kleine Möbel vorhanden sind, „Erwachsenenmöbel“ würden diese Defizite nur noch mehr hervorheben. Auch könnten sie nicht selbständig agieren, wie es von Maria Montessori in ihrer Pädagogik verlangt wird. Ebenso wird z.B. durch eigenständiges Verrücken der Möbel den Kinder ein Erfolgserlebnis vermittelt, da sie nicht auf die Hilfe eines Erwachsenen angewiesen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autoren schildern ihr Interesse an der Umsetzung der Montessori-Pädagogik im Bereich der Behindertenarbeit, motiviert durch eigene Erfahrungen in Kindergärten und das Fehlen einschlägiger Literatur.

2. Die Entstehung der Pädagogik für geistig Behinderte: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Ursprung der Methode durch Maria Montessori und ihre psychologische wie pädagogische Erkenntnis, dass geistig behinderte Kinder individuelle Förderung benötigen.

3.Die Geeignetheit: Hier wird untersucht, inwieweit geistig behinderte Kinder nach der Montessori-Methode lernen können, unterstützt durch Ergebnisse aus wissenschaftlichen Dissertationen zum Lernrhythmus.

3.1 Die vorbereitete Umgebung: Dieser Abschnitt erläutert die essenziellen Anforderungen an den Raum und die Möbel, um geistig behinderten Kindern Sicherheit und Selbstständigkeit zu ermöglichen.

3.2 Übungen des praktischen Lebens: Die Autoren beschreiben, wie alltägliche Handlungen und der Umgang mit echtem Material die Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme bei behinderten Kindern fördern.

3.3 Die Sinnesmaterialien: Das Kapitel diskutiert die Anwendung der klassischen Montessori-Sinnesmaterialien und die Notwendigkeit, diese individuell auf den Entwicklungsstand des Kindes abzustimmen.

3.4 Die Rolle des Erziehers: Hier werden die spezifischen Anforderungen an Erzieher herausgearbeitet, die bei dieser Zielgruppe eine intensivere Beobachtung und Anleitung erfordern als bei normal entwickelten Kindern.

4. Vorteile der Montessori Pädagogik bei geistig behinderten Kindern: Die Förderung an sensiblen Phasen und die Ermöglichung eines individuellen Lerntempos werden als zentrale Vorzüge identifiziert.

5. Nachteile der Montessori Pädagogik bei geistig behinderten Kindern: Die Autoren kritisieren unter anderem das Fehlen moderner, technischer Fördermaterialien und die teils schwierige Nutzung der Selbstkontrollmechanismen.

6. Fazit: Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Methode bei qualitativ guter Umsetzung sehr geeignet ist, sofern sie an moderne Anforderungen und das jeweilige Kind angepasst wird.

7. Literaturliste: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Montessori-Pädagogik und Sonderpädagogik.

Schlüsselwörter

Montessori-Pädagogik, geistig behinderte Kinder, Frühförderung, vorbereitete Umgebung, Sonderpädagogik, individueller Lernrhythmus, Sinnesmaterialien, Übungen des praktischen Lebens, Inklusion, Erzieherrolle, Entwicklungsstand, Lernmotivation, Behindertenarbeit, Selbstständigkeit, Förderdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die praktische Anwendbarkeit der Montessori-Pädagogik bei Kindern mit geistiger Behinderung und untersucht, wie diese Methode zur Förderung eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Gestaltung der Umgebung, die Anwendung spezifischer Montessori-Materialien, die notwendige Rolle des Erziehers und die kritische Abwägung von Vor- und Nachteilen für die Zielgruppe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Montessori-Methode für geistig behinderte Kinder geeignet ist und welche spezifischen Anpassungen in der Praxis notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche, wissenschaftlichen Studien (u.a. Dissertationen) und den persönlichen praktischen Erfahrungen der Autoren aus ihrem Praxissemester.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Geeignetheit der Montessori-Pädagogik, die Rolle der Umgebung, der Einsatz von Sinnesmaterialien, die Rolle des Erziehers sowie eine fundierte Analyse der Vorteile und Nachteile erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Montessori-Pädagogik, geistige Behinderung, Frühförderung, vorbereitete Umgebung und individuelle Entwicklungsförderung charakterisiert.

Warum ist die vorbereitete Umgebung für geistig behinderte Kinder besonders wichtig?

Die Autoren argumentieren, dass eine klare, geordnete und an die physische Kraft der Kinder angepasste Umgebung Orientierung und Sicherheit bietet, die geistig behinderte Kinder noch stärker benötigen als andere.

Warum reicht der Einsatz der klassischen Materialien laut den Autoren oft nicht aus?

Die Autoren stellen fest, dass das klassische Material viele Anforderungen der heutigen, technisierten Lebenswelt nicht abdeckt, weshalb eine Ergänzung durch alltagsnahe Materialien sinnvoll sein kann.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Montessori-Pädagogik mit geistig behinderten Kindern
College
University of Applied Sciences Esslingen
Grade
1,0
Author
Kirsten Kölmel (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V15276
ISBN (eBook)
9783638204408
Language
German
Tags
Montessori-Pädagogik Kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirsten Kölmel (Author), 2001, Montessori-Pädagogik mit geistig behinderten Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15276
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