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Ausprägung und Entwicklung der cluniazensischen Reform im zehnten Jahrhundert

Titel: Ausprägung und Entwicklung  der cluniazensischen Reform  im zehnten Jahrhundert

Hausarbeit , 2004 , 25 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Philipp Erbslöh (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den historischen Anfängen des Klosters Cluny im burgundischen Frankreich. Der Schwerpunkt der Betrachtung wurde auf die Entwickelung des Klosters im ersten Jahrhunderts seines Bestehens gelegt.
Die Entwickelung wird unter dem Aspekt der cluniazensischen Klosterreform verfolgt werden, und dazu sind in einem ersten einleitenden Schritt die Ausgangsbedingungen der Klostergründung zu untersuchen. Welche Faktoren bedingten, dass Cluny auf eben diese Weise gegründet wurde? Auf den reformerischen Charakter des Klosters und die Orientierung eines monastischen Ideals an der apostolischen Urkirche bezieht sich der zweite Teil der Untersuchung. Abschließend werden die Beziehungen des, qua seiner Gründungsurkunde freien Klosters, zu sowohl den weltlichen als auch den geistlichen Gewalten seiner Zeit herausgestellt. Der letzte Abschnitt gliedert sich jeweils in die Betrachtung des Verhältnisses zu lokalen Mächten und die überregionalen Gewalten auf. Für alle drei Teile der Arbeit war das umfangreiche Werk von Joachim Wollasch hilfreich. An erster Stelle für eine Untersuchung der Cluniacensis Ecclesia sei hier Dietrich W. Poeck genannt. Die Betrachtung des Verhältnisses von Cluny und dem Papsttum stützt sich vornehmlich auf den Aufsatz von Franz Neiske „Das Verhältnis Clunys zum Papsttum“. Dagegen bezieht sich die Darstellung der Beziehungen zum Episkopat vornehmlich auf die Thesen Ulrich Winzers. Johannes Fechters hat das Verhältnis Clunys zu den Ständen beschrieben, in Beziehung gesetzt habe ich seine Untersuchung mit denen von Joachim Wollasch, die auch ergiebig hinsichtlich der Beziehung von Episkopat und Cluny waren. Zur Analyse der Beziehungen Clunys zum französischen Königtum habe ich einen Aufsatz Gert Melvilles herangezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Ursprung der cluniazensischen Klosterreform

I. 1. Historische Einordnung der Gründung Clunys

I. 2. Besondere Vorzeichen bei der Gründung hinsichtlich der Entwicklung der Reformen

I. 3. Privilegiensicherung und Ausbau

II. Die cluniazensische Klosterreform

II. 1. Cluniazensische Reformansätze

II. 2. Cluniazensische Klosterreform unter spezieller Berücksichtigung des urkirchlichen Ideals

III. Die Beziehungen Clunys zu geistlichen und weltlichen Mächten

III. 1. Die Beziehung Clunys zur geistlichen Macht

III. 1.1. Cluny und der Heilige Stuhl

III. 1. 2. Cluny und das Episkopat

III. 2. Die Beziehungen Clunys zur weltlichen Macht

III. 2. 1. Cluny und der regionale Adel

III. 2. 2. Cluny und das französische Königtum

Schlussteil

IV. Literatur

Quellen:

Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die historischen Ursprünge und die Entwicklung des Klosters Cluny im burgundischen Frankreich während des ersten Jahrhunderts seines Bestehens. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie das Kloster durch eine monastische Reform, die Rückbesinnung auf benediktinische Ideale und die strategische Sicherung von Privilegien zu einem bedeutenden geistlichen und politischen Zentrum aufstieg.

  • Ausgangsbedingungen der Klostergründung im 10. Jahrhundert
  • Der reformerische Charakter und die Orientierung an der Urkirche
  • Das Verhältnis Clunys zu päpstlichen und bischöflichen Mächten
  • Die Interaktion des Klosters mit dem regionalen Adel und dem Königtum
  • Strategien zur Existenzsicherung und der Ausbau eines Klosterverbandes

Auszug aus dem Buch

I. 1. Historische Einordnung der Gründung Clunys

Die Entwicklung des Mönchtums der karolingischen Zeit, welches „zweifellos zu einem politischen Faktor geworden“ war, und dabei Rechte im Kloster an die Träger politischer Macht abgegeben hatte, führte dazu, dass sowohl der Kaiser als auch der regionale Adel über einzelne Klöster verfügen konnten. Den an das Ende der Karolingerherrschaft gebundenen Niedergang des Mönchtums kann, nach Karl Suso Frank, die zweite Zerstörung des Klosters Monte Cassino durch die Sarazenen im Jahre 883/884 symbolisieren.

Die durch das Fehlen einer königlichen Zentralmacht im Westfrankenreich beim Niedergang der Karolingerherrschaft und nach den Normanneneinfällen entstandenen instabilen politischen Verhältnisse hatten vielerorts die Verselbstständigung lokaler Gewalten, des regionalen Adels und der regionalen Kirchenfürsten, zur Folge. Diese Verlagerung von zentraler Königsgewalt zu örtlicher Gewalt ließ nicht selten die lokalen Mächtigen die Herrschaft über, teilweise befestigte, Klöster übernehmen. Darauf, dass die Normannengefahr auch zu Zeiten der Gründung Clunys noch nicht gebannt war, verweist Joachim Wollasch eindrücklich, wenn er daran erinnert, dass „Erzbischof Madelbert von Bourges, der die Gründungsurkunde für Cluny am 01. September unterzeichnete, noch vor Ende des Jahres 910 von den Normannen getötet wurde.“ Unter den gegebenen Umständen „musste [die] mönchische, an den Mönchsgelübden des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit ausgerichtete Lebensart schwer leiden.“ Jener Niedergang führte auch zu einem sinkenden Ansehen des Klerus beim Volk, dessen Ursachen Abt Odo von Cluny beschreibt:

Quae omnia nuns implentur, cum imitationem carnalium ministri Ecclesiae devoluntur; cum similiter eos superbia erigit, avaritia tabefacit, voluptas dilatat, malitia angustat, ira inflammat, discordia separat, invida exulcerat, luxuria inquinans necat. Et item ipsi per quos seculares corrigi debuerant,

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umreißt das Untersuchungsobjekt, den Zeitraum der ersten hundert Jahre nach der Gründung von Cluny und die methodische Herangehensweise anhand zeitgenössischer Quellen und moderner Forschungsliteratur.

I. Ursprung der cluniazensischen Klosterreform: Analysiert die politischen Rahmenbedingungen zur Zeit der Gründung sowie die rechtliche Absicherung der Unabhängigkeit des Klosters durch die Stiftungsurkunde.

II. Die cluniazensische Klosterreform: Erläutert die spirituellen und mönchischen Reformansätze, insbesondere den Fokus auf Liturgie und Memoria als gemeinschaftsstiftende Elemente.

III. Die Beziehungen Clunys zu geistlichen und weltlichen Mächten: Untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Kloster und dem Papsttum, dem Episkopat sowie dem Adel und dem französischen Königtum.

Schlussteil: Fasst zusammen, wie Cluny durch die Verbindung von monastischer Reform und diplomatischer Absicherung zum Vorbild für die Entwicklung der mittelalterlichen Kirche wurde.

IV. Literatur: Listet die verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Fachliteratur auf, die zur Analyse des Forschungsgegenstandes herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Cluny, Klosterreform, Mönchtum, 10. Jahrhundert, Benediktinerregel, Abtei, Papsttum, Episkopat, Gründungsurkunde, Memoria, Liturgie, Freiheit, Adel, Klosterverband, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Gründung und Entwicklung des Klosters Cluny im 10. Jahrhundert, mit besonderem Fokus auf die cluniazensische Reform und die Positionierung des Klosters in seinem zeitgenössischen politischen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die klösterliche Unabhängigkeit, das Verhältnis zu den geistlichen und weltlichen Mächten, die Bedeutung der Liturgie und das Totengedenken sowie der Ausbau des klösterlichen Netzwerks.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Cluny trotz der widrigen Umstände des 10. Jahrhunderts durch rechtliche Privilegien und eine konsequente mönchische Lebensführung zu einem einflussreichen Zentrum der Reformbewegung wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung von Gründungsurkunden, päpstlichen Privilegien und einschlägiger Fachliteratur basiert, um die Entwicklung des Klosters historisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Reformursprungs, der inhaltlichen Ausgestaltung der Reform und der detaillierten Analyse der Beziehungen zu geistlichen Institutionen sowie zur weltlichen Führungsschicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Cluniazensische Reform, benediktinisches Mönchtum, politische Immunität, spirituelle Erneuerung und feudale Gesellschaftsordnung beschreiben.

Welche Rolle spielt Abt Odo bei der Reform?

Odo wird als entscheidender Wegbereiter und Urheber der Reformbewegung identifiziert, der das mönchische Ideal weit über die Mauern eines einzelnen Klosters hinaus auf eine congregatio ausdehnte.

Warum war der rechtliche Status der "Freiheit" so bedeutend?

Die in der Gründungsurkunde festgelegte Unabhängigkeit war essenziell, um das Kloster vor der willkürlichen Einflussnahme lokaler Adliger oder Bischöfe zu schützen und eine autonome klösterliche Entwicklung zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ausprägung und Entwicklung der cluniazensischen Reform im zehnten Jahrhundert
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Historisches Seminar)
Note
2,1
Autor
Philipp Erbslöh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
25
Katalognummer
V152796
ISBN (eBook)
9783640646043
ISBN (Buch)
9783640646111
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausprägung Entwicklung Reform Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Erbslöh (Autor:in), 2004, Ausprägung und Entwicklung der cluniazensischen Reform im zehnten Jahrhundert , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152796
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Leseprobe aus  25  Seiten
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