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Mangel an Vertrauen

Vergleichende Analyse des Sozialkapitals nach Putnam in Südafrika und Nigeria

Título: Mangel an Vertrauen

Trabajo Escrito , 2010 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Florian Philipp Ott (Autor)

Política - Sistemas políticos en general y en comparación
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Nach Robert David Putnam entsteht in formellen und informellen Netzwerken soziales Kapital, das sowohl privat, als auch öffentlich zu positiven Effekten führen kann. Im besten Falle steigert eine hohe Quote an Netzwerkmitgliedschaften das Vertrauen der Bevölkerung in die politischen Institutionen eines Landes. Anhand dieses Ansatzes, werden die Staaten Nigeria und Südafrika in der vorliegenden Arbeit vergleichend analysiert. Nach der ausführlichen Vorstellung des theoretischen Konzeptes, werden dazu insbesondere die Mitgliedschaften in verschiedenen Organisationen, Verbänden und Parteien herangezogen. Außerdem werden die Kontakte mit Personen in informellen Netzwerken und das Wohlbefinden der Bevölkerung betrachtet. Letztendlich kann dann überprüft werden, ob das in Netzwerken gebildete Vertrauen sich auf die politischen Institutionen der beiden Länder übertragen konnte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das theoretische Konstrukt

2.1 Die Idee vom sozialen Kapital

2.2 Dimensionen der Unterscheidung

2.2.1 Formelles und informelles Sozialkapital

2.2.2 Hohe Dichte und geringe Dichte von Sozialkapital

2.2.3 Innenorientiertes und außenorientiertes Sozialkapital

2.2.4 Brückenbildendes und bindendes Sozialkapital

3. Der empirische Vergleich

3.1 Die Fallauswahl

3.2 Mitgliedschaft in formellen Organisationen

3.3 Einbindung in informelle Netzwerke

3.4 Subjektives Wohlbefinden

3.5 Zwischenmenschliches Vertrauen

3.6 Vertrauen in politische Institutionen

4. Fazit: Mangel an generalisiertem Vertrauen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Einbindung der Bevölkerung in soziale Netzwerke und dem Vertrauen in staatliche Institutionen, basierend auf der Sozialkapitaltheorie von Robert David Putnam. Das Ziel ist eine vergleichende Analyse der Situation in den jungen Demokratien Südafrika und Nigeria.

  • Grundlagen des Sozialkapital-Konstrukts nach Putnam
  • Dimensionen wie formelles vs. informelles und brückenbildendes vs. bindendes Sozialkapital
  • Empirischer Abgleich von Organisationsmitgliedschaften und informellen Netzwerken
  • Analyse der Korrelation zwischen Netzwerkeinbindung und politischem Vertrauen in Nigeria und Südafrika

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Brückenbildendes und bindendes Sozialkapital

Die Differenzierung zwischen brückenbildendem und bindendem Sozialkapital ist eng mit der Mitgliederstruktur des zu beschreibenden Netzwerkes verbunden. Brückenbildendes Sozialkapital entsteht demnach in Netzwerken, die völlig unterschiedliche Menschen mit völlig unterschiedlichem sozialen Hintergrund zusammen bringen. „Dank der inneren Heterogenität der Assoziation wird der Zufluss an Information gefördert und der Zugriff auf externe Ressourcen erleichtert. Brückenbildende Gruppen tragen so in besonderem Umfang zur Lösung typischer Kollektivgutprobleme bei [...].“ Auch wenn der Verdacht nahe liegt, dass brückenbildendes Sozialkapital mit außenorientiertem Sozialkapital gleichzusetzen wäre, darf man diesem Trugschluss nicht anheimfallen. Außenorientierte Netzwerke tragen zur Lösung kollektiver Probleme aufgrund ihrer Zielsetzung bei. Brückenbildende Netzwerke hingegen lösen nicht wegen ihres Zieles, sondern wegen der sozial-strukturellen Zusammensetzung ihrer Mitglieder kollektive Probleme leichter. Das Ergebnis mag also im Endeffekt ähnlich sein, die zu untersuchende Kategorie ist jedoch eine andere.

Bindendes Sozialkapital beschreibt das Gegenteil. „Mit bonding verbinden sich all jene Negativeigenschaften, welche die Produktion von generalisiertem Vertrauen und Reziprozitätsnormen verhindern. In solchen Netzwerken finden Menschen zusammen, die sich in sozialer, ethnischer, oder religiös-kultureller Hinsicht extrem ähneln, und wo solche exklusiven Kriterien zur entscheidenden Mitgliedschaftsbedingung werden.“ „Dies ist eine wichtige Unterscheidung, denn die Außenwirkungen von brückenbildenden Gruppen sind wahrscheinlich eher positiv, während Netzwerke mit bindendem Sozialkapital [...] mit größerer Wahrscheinlichkeit das Risiko negativer Außenwirkungen in sich bergen. Das soll nicht heißen, ‚bindende‘ Gruppen seien schlecht; es gibt im Gegenteil Belege dafür, dass die meisten von uns ihren sozialen Rückhalt eher aus den ‚bindenden‘, als den ‚brückenbildenden‘ sozialen Beziehungen bekommen.“ Auch hier ist also jeweils eine Einzelfallprüfung notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den theoretischen Hintergrund von Sozialkapital nach Robert David Putnam und stellt die Forschungsfrage einer vergleichenden Analyse für die Länder Südafrika und Nigeria auf.

2. Das theoretische Konstrukt: Hier werden die Begrifflichkeiten und verschiedenen Dimensionen des Sozialkapitals definiert, um eine theoretische Basis für die nachfolgende empirische Untersuchung zu schaffen.

3. Der empirische Vergleich: In diesem Kapitel werden anhand von Daten des World Value Survey die Mitgliedschaftsquoten, die Einbindung in Netzwerke und das Vertrauen in Institutionen beider Länder detailliert gegenübergestellt.

4. Fazit: Mangel an generalisiertem Vertrauen: Der Autor schlussfolgert, dass die Theorie Putnams auf Nigeria und Südafrika basierend auf den vorliegenden Daten nicht direkt anwendbar ist, da keine Korrelation zwischen Netzwerkeinbindung und Vertrauen in die Politik feststellbar ist.

Schlüsselwörter

Sozialkapital, Robert David Putnam, Demokratisierung, Nigeria, Südafrika, World Value Survey, Netzwerke, Politisches Vertrauen, Formelle Organisationen, Informelle Netzwerke, Sozialstruktur, Generalisiertes Vertrauen, Brückenbildendes Sozialkapital, Bindendes Sozialkapital, Empirische Vergleichsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Anwendbarkeit der Sozialkapitaltheorie von Robert David Putnam auf die beiden jungen afrikanischen Demokratien Nigeria und Südafrika.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Sozialkapitals, die Bildung von Netzwerken innerhalb der Bevölkerung und das resultierende Vertrauen in demokratische Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu überprüfen, ob eine hohe Einbindung der Bürger in soziale Netzwerke (formell oder informell) in diesen spezifischen Ländern tatsächlich zu einem höheren Vertrauen in politische Institutionen führt, wie es die Theorie postuliert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende Fallanalyse (Comparative Case Study), bei der vor allem quantitative Daten des World Value Survey aus den Jahren 1995 bis 2007 ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der verschiedenen Sozialkapital-Dimensionen und einen umfangreichen empirischen Teil, der Mitgliedschaften, soziale Kontakte und das Wohlbefinden in beiden Ländern untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sozialkapital, Demokratisierung, Nigeria, Südafrika und politisches Vertrauen.

Warum schneidet Nigeria bei den Vertrauenswerten schlechter ab als Südafrika?

Die Untersuchung zeigt, dass trotz starker informeller Netzwerke in Nigeria das Vertrauen in die politischen Institutionen historisch durch die Zeit der Militärherrschaft geprägt war, was eine direkte Übertragung der Theorie erschwert.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Anwendbarkeit von Putnams Theorie?

Der Autor stellt fest, dass die Theorie in den untersuchten Ländern nicht untermauert werden kann und nennt hierfür mögliche Gründe, wie eine zu kurze Zeitspanne seit der Demokratisierung oder eine unzureichende Auswahl der Messindikatoren.

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Detalles

Título
Mangel an Vertrauen
Subtítulo
Vergleichende Analyse des Sozialkapitals nach Putnam in Südafrika und Nigeria
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Vergleichende politische Kulturforschung
Calificación
1,0
Autor
Florian Philipp Ott (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
23
No. de catálogo
V152911
ISBN (Ebook)
9783640648474
ISBN (Libro)
9783640648542
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mangel Vertrauen Vergleichende Analyse Sozialkapitals Putnam Südafrika Nigeria
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Philipp Ott (Autor), 2010, Mangel an Vertrauen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152911
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