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Satzgliedanalyse

Wissenschaftliche und didaktische Überlegungen zum Thema

Title: Satzgliedanalyse

Seminar Paper , 2009 , 27 Pages , Grade: 2-3

Autor:in: Matthias Quinzer (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Das Fach Deutsch hat in unserem Bildungssystem und unserer Gesellschaft einen besonderen Stellenwert, da die Sprache Kommunikation erst möglich macht und dadurch auch in den anderen Unterrichtsfächern Deutschunterricht stattfindet. Stets wird auf die korrekte Orthografie, die Darstellung und Sprechweise geachtet. Die Schülerinnen und Schüler tun das, indem sie einen Versprecher mit schallendem Gelächter quittieren. Der Bildungsplan für die Hauptschule sieht die Kompetenz, sich verständlich zu machen als eine der zentralen Aufgaben des Deutschunterrichts. Damit die Schülerinnen und Schüler dies Kompetenzen erlangen, ist es wichtig, ihnen die Strukturen der deutschen Sprache näher zu bringen. Die Satzgliedanalyse spielt dabei eine wichtige Rolle.
Aus diesem Grund haben wir uns in dem Seminar Grammatikdidaktik für das Thema Satzgliedanalyse entschieden. Die Sachanalyse, die das erste große Kapitel in meiner Hausarbeit darstellt, wurde im Seminar besprochen und danach von mir überarbeitet. Das Kapitel beinhaltet als Erstes vier unterschiedliche Definitionen des Satzes und als Zweites drei Definitionen unterschiedlicher Grammatiken. Im Weiteren beschäftige ich mich mit den Satzgliedern, bzw. mit verschiedenen Methoden sie zu definieren und analysieren. Dazu haben wir die Werke von Pittner/Berman und Musan ausgewählt, weshalb dieses Kapitel zweigeteilt ist. In den einzelnen Unterkapiteln zeige ich, wie die Werke die einzelnen Satzglieder darstellen.
Die Didaktische Analyse bildet das zweite große Kapitel meiner Hausarbeit. Es beinhaltet die Befassung mit der allgemeinen Didaktik zur Grammatik, wobei ich mich schwerpunktmäßig mit dem Funktionalen Grammatikunterricht.
Das vierte und letzte Kapitel beschreibt zunächst die Verankerung des
Themengebietes im Bildungsplan. Anschließend daran formuliere ich Ideen für die Umsetzung der Satzgliedanalyse im Grammatikunterricht. Dabei stelle ich vor, wie ich das Thema im Unterricht angehen und umsetzen würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse zum Thema Satzglieder

2.1 Terminusdefinition „Syntax“

2.2 Definitionen der verschiedenen Grammatiken

2.3 Satzgliedanalyse – Was ist das?

2.3.1 Satzgliedanalyse nach Pittner und Berman

2.3.2 Satzgliedanalyse nach Musan

3. Didaktische Analyse

4. Überlegungen zur Erarbeitung und Behandlung von Satzgliedern im Unterricht

4.1 Verankerung im Bildungsplan

4.2 Ideen für den Grammatikunterricht

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Satzgliedanalyse und deren didaktische Vermittlung im Deutschunterricht der Hauptschule. Ziel ist es, den Nutzen des funktionalen Grammatikunterrichts darzustellen, um die abstrakte Materie der Syntax für Schülerinnen und Schüler praxisnah, motivierend und verständlich aufzubereiten.

  • Wissenschaftliche Fundierung durch Definitionen verschiedener Grammatikmodelle.
  • Vergleichende Analyse der Satzgliedbestimmung nach Pittner/Berman und Musan.
  • Didaktische Konzepte zur Implementierung der Syntax im Grammatikunterricht.
  • Berücksichtigung des Bildungsplans und induktiver Lehransätze.
  • Praktische Anregungen zur Unterrichtsgestaltung und Motivationssteigerung.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Satzgliedanalyse nach Pittner und Berman

Nach Pittner und Berman können Satzglieder in vier Funktionen auftreten: Subjekt, Objekt, Adverbial, Prädikativ. Sie nehmen diese Funktion in Bezug auf das Voll- oder Kopulaverb eines Satzes ein. „Begriffe wie Subjekt, Objekt, Adverbial usw. sind also relationale Begriffe, eine Nominalphrase ist nicht für sich alleine Subjekt oder Objekt, sondern immer in Bezug auf ein bestimmtes Verb.“ (Pittner/Berman, 2008 S. 35)

Satzglieder lassen sich durch Tests ermitteln: Pronominalisierungstest (Man kann das Satzglied durch ein Pronomen oder eine andere Proform ersetzen.), Fragetest (Man kann das Satzglied erfragen. (z.B. mit wer? oder was? beim Subjekt)), Permutationstest (Man kann das Satzglied als Gesamtheit verschieben.), Vorfeldtest (Das Satzglied kann alleine die Stellung vor dem finiten Verb in Aussagesätzen einnehmen.)

Will man die Funktionen der Satzglieder ermitteln, sind Pronominalisierungs- und Fragetests eine einfache Methode. Die Satzglieder nach Pittner/Bermann: Subjekt. Subjekte sind die Ergänzung zu Verben, die am häufigsten auftreten. Fast jedes Verb hat auch ein Subjekt als Ergänzung, denn es gibt nur wenige Verben, die kein Subjekt fordern. Subjekte stehen im Nominativ und lassen sich mit wer? oder was? erfragen. „Die wichtigste syntaktische Eigenschaft des Subjekts ist, dass es mit dem finiten Verb in Person und Numerus kongruiert.“ (ebd. S. 36) Außerdem ist das Subjekt nicht wie andere Ergänzungen verbabhängig, sondern verbformabhängig, da es in der Regel nur mit finiten Verben auftritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der Satzgliedanalyse im Deutschunterricht und den Aufbau der Arbeit, die sich in eine theoretische Sachanalyse und eine darauf aufbauende didaktische Reflexion gliedert.

2. Sachanalyse zum Thema Satzglieder: Dieses Kapitel definiert grundlegende syntaktische Begriffe und vergleicht verschiedene Ansätze zur Satzgliedanalyse anhand der Fachliteratur von Pittner/Berman und Musan.

3. Didaktische Analyse: Hier wird der theoretische Rahmen für einen modernen Grammatikunterricht abgesteckt, wobei insbesondere der funktionale Grammatikunterricht und dessen Reformansätze sowie die besondere Relevanz für den Hauptschulkontext diskutiert werden.

4. Überlegungen zur Erarbeitung und Behandlung von Satzgliedern im Unterricht: Dieser Abschnitt verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem Bildungsplan und entwickelt konkrete methodische Vorschläge für eine motivierende Einführung der Satzgliedanalyse.

5. Resümee: Das Resümee reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit, Grammatik nicht als abstrakte Pflichtaufgabe, sondern durch funktionale, schülerorientierte Ansätze lebendig zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Satzgliedanalyse, Syntax, Grammatikdidaktik, Funktionale Grammatik, Sprachbewusstsein, Bildungsplan, Satzglieder, Subjekt, Objekt, Adverbial, Prädikativ, Induktiver Ansatz, Unterrichtsmethodik, Sprachproduktion, Sprachwissen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Fundierung der Satzgliedanalyse und deren didaktischer Umsetzung im Deutschunterricht, insbesondere für die Hauptschule.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die theoretische Definition von Satzgliedern durch verschiedene linguistische Modelle und die Frage, wie diese im Unterricht praxisnah vermittelt werden können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den Ansatz des funktionalen Grammatikunterrichts die Motivation der Schüler gesteigert und ein besseres Verständnis für syntaktische Strukturen geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller sprachwissenschaftlicher Werke sowie einer didaktischen Reflexion unter Einbeziehung des offiziellen Bildungsplans.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse linguistischer Konzepte und eine didaktische Analyse, die darauf abzielt, die Sprache als Medium sozialen Handelns erfahrbar zu machen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Satzgliedanalyse, Syntax, funktionaler Grammatikunterricht, induktives Lernen und Sprachbewusstsein.

Welche Rolle spielt der Funktionale Grammatikunterricht für die Autorin?

Die Autorin betrachtet ihn als den geeignetsten Ansatz, um Sprache durch das „Warum“ der Formbildung für Schüler zugänglich und weniger abstrakt zu gestalten.

Wie unterscheidet sich die Vorgehensweise von Pittner/Berman zu Renate Musan?

Beide nutzen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Definition von Satzgliedern und deren Abgrenzung zu Gliedteilen wie Attributen, wobei die Arbeit die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der praktischen Anwendung herausstellt.

Warum hält die Autorin den induktiven Ansatz für den Grammatikunterricht für sinnvoll?

Weil Schüler dadurch selbst entdecken sollen, wie Sprache funktioniert, statt bloß Regeln zu reproduzieren, was das Lernen aktiver und interessanter macht.

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Details

Title
Satzgliedanalyse
Subtitle
Wissenschaftliche und didaktische Überlegungen zum Thema
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Course
Grammatikdidaktik
Grade
2-3
Author
Matthias Quinzer (Author)
Publication Year
2009
Pages
27
Catalog Number
V153079
ISBN (eBook)
9783640651429
ISBN (Book)
9783640651238
Language
German
Tags
Satzglied analyse Grammatik didaktik deutsch Sprachwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Quinzer (Author), 2009, Satzgliedanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153079
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